Immer Streitigkeiten oder kann es gut gehen?

Diskutiere Immer Streitigkeiten oder kann es gut gehen? im Degu Haltung Forum im Bereich Degu Forum; Hallo :) Ich habe eine Frage zur Pupertät von Degus. Bei mir ist am Mittwoch eine 4 er Gruppe männlicher Degus eingezogen . Alle ca 12 Wochen...
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Bounty35

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Hallo :)

Ich habe eine Frage zur Pupertät von Degus.
Bei mir ist am Mittwoch eine 4 er Gruppe männlicher Degus eingezogen . Alle ca 12 Wochen alt. Nun steht ja sehr oft , dass man sich am besten ältere Tiere geholt hätte, da die schon ihre Rangkämpfe geklärt haben.
Naja gut...jetzt mache ich das beste daraus und möchte schon Vorkehrungen treffen. Ich habe eine grosse Voliere und lasse mir jetzt schon zur Not ein Trenngitter anfertigen. Aber muss es dazu kommen oder ist hier jemand auch mit positiver Erfahrung..wo die Gruppen zusammen bleiben könnten mit kleineren Streitereien?

Man sagte mir es sind vermutlich Brüder ...habe mal den Käfig rein gestellt...es kommen nächsten Monat noch 2 Voll Etagen rein, da wir jetzt wissen wo sie sich am liebsten aufhalten und spielen. Man erkennt es nicht...aber sandbad ist unten. Und Buddelkiste wird auch noch ergänzt :)
 

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  • Immer Streitigkeiten oder kann es gut gehen? Beitrag #2
Hallo :)

Ich habe eine Frage zur Pupertät von Degus.
Bei mir ist am Mittwoch eine 4 er Gruppe männlicher Degus eingezogen . Alle ca 12 Wochen alt. Nun steht ja sehr oft , dass man sich am besten ältere Tiere geholt hätte, da die schon ihre Rangkämpfe geklärt haben.
Naja gut...jetzt mache ich das beste daraus und möchte schon Vorkehrungen treffen. Ich habe eine grosse Voliere und lasse mir jetzt schon zur Not ein Trenngitter anfertigen. Aber muss es dazu kommen oder ist hier jemand auch mit positiver Erfahrung..wo die Gruppen zusammen bleiben könnten mit kleineren Streitereien?

Man sagte mir es sind vermutlich Brüder ...habe mal den Käfig rein gestellt...es kommen nächsten Monat noch 2 Voll Etagen rein, da wir jetzt wissen wo sie sich am liebsten aufhalten und spielen. Man erkennt es nicht...aber sandbad ist unten. Und Buddelkiste wird auch noch ergänzt :)
 
  • Immer Streitigkeiten oder kann es gut gehen? Beitrag #3
Hallo,
die Darwin ist für 4 Degus schon sehr knapp. Schon gar, wenn Du abtrennen musst.
Baue sie auf eden Fall um, so dass Lauffläche entsteht: neben dem Boden sollten das mindestens 3 Volletagen werden - und so vorgeplant, dass in der Mitte durch Dein (bitte doppeltes mit einem Abstad von ca 2 cm) Trenngitter solide abgetrennt werdeb kann. Ein TG und mindestens eine komfortable Untereilmögichkeit braucht man als Deguhalter immer. Es sind durch ihr Sozialverhalten relativ anspruchsvolle Haustiere. Wird man ihnen aber hier gerecht und beachtet dass auch in der Natur nicht jeder mit jedem zusammenlebt und Degugruppen dort auch einer fortlaufenden Fluktuation unterliegen, dann sind sie wunderbare Haustiere. Sie fordern aber eben etwas Platz und Zeit.
Zur Inspiration für die VEs nutze mal Google-Bilder und gib ein "Degu Voliere Darwin". Acjze darauf, dass keine Fallhöhn von mehr als 25 cm entstehen und biete Rampen etc als Etagenübergänge an, da lässt es sich auch bei Drängelei unfallfrei zusammen flitzen.

Im Idealfal kaufst Du gleich jetzt noch eine Darwin, entfernst je ein Seitenteil und verbindest die beiden. Dann haben Deine Kleinen einen wirklich schönen Käfig.
 
  • Immer Streitigkeiten oder kann es gut gehen? Beitrag #4
Zu Deiner Frage: Doch natürlich gibt es Jugendgruppen, die ganz smooth durch ihre Jugend und Halbstarkenzeit gehen. Das muss nicht so übel einden wie bei vielen.

Einen großen Teil haben die Halter hier auch selber verschuldet bzw in der Hand, wenn hier alles zerbricht (aber nicht nur), wenn man ein wenig umsichtig mit ihnen ist:
1) Vermeide Gruppen, die bunt zusammengepflückt wurde aus verschiedenen Würfen - zumindest wenn die nicht in einem Nest lagen. Auf keinen Fall zumeindet paar Wochen später nochmal Jungtiere dazusetzen. Diese zusammengestoppelten Gruppen haben ein extrem hohes Risiko, genau an diesen "Stoppelstellen" ab 6 Monate aufwärts wieder zu zerbrechen. Vor allem bei Männchen.

2) Vermeide Riesengruppen. Gerade bei Männchen ist 4 schon eine sehr große Zahl - höher hält selten (gut/mittelfristig) und auch bei den Mädels kracht es da vermehrt. Eigtl auch logisch: die Konstellationen "nur Pubertiere" oder auch "nur Jungs" kommen so in der Natur gar nicht vor. Die Jungtiere sind eingebunden in eine größere Gruppe und werden da erzogen - oder vertrieben und müssen woanders Unruhe stiften (oder vertreiben Richtung 1 Jahr wenn sie stark genug sind selber - das mit dem "erziehen" wird gerne überschätzt).
Und auch (eher für Dich) 3) Vermeide unnötige Vergesellschaftungen, sie sind immer ein Risiko auch für die Bestandsgruppe. Bei eienr Gruppe von 4 muss da auch später wenn die 2 sind gar keiner mehr rein. Und auf keinen Fall: VGs in der Pubertät (außer es ist wirlich nur noch 1 Degu da - klar).

3) Degus sind sehr territorial und ihre Duftmarken spielen dabei eine große Rolle. Das heißt für Dich:
- Käfig nie ganz putzen! Am besten immer nur eine Etage und den Rest eben etwas Einstreu in den Pipiecken austauschen. Auch das ist ein sehr wichtiger Grund für richtig abschließende Volletagen, denn ein Großteil der Hilferufe, die ich kenne, kommt von Haltern mit Volieren oder Glasterras, die keine richtigen Volletagen haben, so dass das Putzen immer mühsam ist und man nicht einfach mal einen Etagenaufgang verschließt, das Kleinvolk bleibt wo es ist, stürzt nicht ab und hilft auch nicht dauernd mit ... und Du putzt mal fix Deine Etage und fertig. Mit diesen "offenen " und oft zu knappen Gehegen wird dann idR alles auf einmal geputzt und die Degus müssen in der Zeit irgendwo warten und kommen danach - schwupss - auf für sie relativ fremdes Terrain. Und da geht dann oft der Streit los. Denn neues Gebiet heißt bei wackeligen Gruppen auf einmal: Hier gelten nicht mehr unsere Regeln und wer es darauf anlegt, wird jetzt anfangen mit Rangkämpfen!
Das passiert sehr sehr oft genauso wie das allzu leichtfertige Versetzen in abgetrennte Ausläufe - und gefährdet den Gruppenfrieden völlig unnötig .(Bei wackeligen Gruppen am besten sogar : gar keinen Auslauf - ein schön eingerichteter, angemessen großer Käfig reicht vollauf. Zu riesig sollte der Käfig auch nicht sein - damit hat man dann eher wieder die Gefahr, dass Teilreviere gebildet werden. Einfach so, dass 2-3 lange Etagen gut überschaubar und abwechslungsreich bestückt vorhanden sind. (Gibt es Streit auch ruhig mal versuchen, das das Revier etwas verkleinern und alle egehrten Gegenstände zu entfernen - aber dabeibleiben!)

Nie in einen Auslauf setzen, der von anderen Degus auch noch genutzt wird.
Möcte man unbedingt gebrauchte Einrichtung kaufen (ich finde das unhygienisch bei Holz und am falschen Ende gespart, aber gut ...), dann mit Essigwsser abschrubben und danach noch gut ausstinken lassen im Ofen. Auch hier wieder: wenn eine Gruppe wackelig ist, kann schon fremder Geruch den Frieden stören.
Es gibt super gechillte Degugruppen, die stört das alles nicht - aber auch viele, da reicht eine Kleinigkeit an solchen Störungen und es ist danach nie mehr so wie es mal war. Einfach ihre Natur verstehen udn achtsam sein, dann vermeidest Du schon sehr veil!

4) Gleiche Ecke: Nie trennen (wenn nicht Gefahr für Leib und Leben besteht bei Jagen bis zur Erschöpfung oder bösen Bissen oder längerem Ausgrenzen eines Tiers). Zum TA kommen alle mit und es gibt auch nur relativ wenige Krnakheitsfälle, in denen wirklcih iner abgesondert werden muss! Hier geben TÄ ft vorsichtshalber falschen Rat - frag bei erfahrenen Deguhaltern nach bevor Du das machst. Keine parfümierten Handcremes nutzen und dann degus anfassen oä

5) Knappheiten vermeiden. Degus kommen in einer Natur vor, die durch die Trockenzeiten eine große Nahrungsknappheit bedingt. Hier geht es ums Überleben. Diese Grundinstinkte sind auch in unseren Degus zuhause stark vertreten und beim Futter hört die Freundschaft abslut auf bei den meisten:
- alle bekommen zeitgleich Leckerlis - keinen Unfrieden befördern
- Futter nicht in einzelen Näpfen anbeiten. Wenn Napffütterung, dann mehrere große Näpfe und alle werden täglich gefüllt. Am Trockenpflanzenfutter und Heu einfach immer an wechselnden Stellen im Käfig aufschichten - mindestens 2 Stellen am Tag. Saaten sollte man auf jeden Fall verstreuen und nicht im Napf füttern. Damit kommt jeder dran und sie müssen sich damit auch ihr Futter etwas erarbeiten. Haben über Tage etwas zu tun! Das ist wichtig (ebenso wie Nagematerial, Gelegenheit, zu graben, Material wie Hanfmatten zu "gestalten" - und in mindestens 35 cm großen Laufrädern zu laufen. Bei 4 Degus bitte mindestens 2 Laufräder kaufen. Es gibt sehr oft Streit um Laufräder. Die Laufradschmiede hat wunderbare Räder, indenen aufgrund der Tiefe auch 2 Degus nebeneinander und damit insgesamt alle 3-4 laufen können wenn der Durchmesser noch etwas über die 35 geht. Einse sinnvolle Investition. Holzräder werden meistens gefressen und damit wird es schnell sehr teuer).

Pflanzenfutter+Heu ist 24/7 immer genug frisches da (liegt es zu lange, ist es inihren Auge nicht mehr lecker, vermutlich aufgrund einerzunehmenden Verkeimung sobald es mal aus der Packung ist und gepinkelt wird zudem sowieso überall). Degus müssen immer fressen können. Und: gerade Heranwachsende brauchen wirklich viel und werden streitsüchtig, wenn das Futter fehtl! Das ist im Prinzip wie bei uns Menschen. Sie wachsen ja sehr viel in den ertsen anderthalb Jahren.

Gar nicht lustig : "Spiele" wie eine Eierschachtel mit Leckerlis für mehre Degu oder eine aufgehängte Leckerei etc. Damit schafft man Anspannung, Streit - denn es ist notwendig, dass einer das ganze abschirmt und die anderne MÜSSEn ja dann angreifen , um auch etwas zu bekommen. Lustig ist das nur für dne Menschen (und wenn er dann begriffen hat, was er dieser Gruppe mit einer Folge dieser Lustigkeiten angetan hat, ist es auch längst zu spät).

6) Kontrolliere Dein Futter und kaufe nichts mit Brennnessel. Sie enthält Wirkstoffe, die den Testosterongehalt im Blut erhöhen kann. Dies kann gerade bei (soweiso hormongetriebenen) jüngeren mönnlichen Tieren gerade das Zünglein and er Waage sein, dass sie absolu in Paarungsstimmung kommen. Die Stimmung wird gereizter, man versucht aufzureiten, wehrt das ab ... alles Zündstoff.
Du fährst am besten, wenn Du Brennnessel meidest.

Gibt es ernstenren Streit (also nicht nur etwas Gescshiebe vor dem Laufrad, was in guter Art geschieht) : Du darfst und sollst ablenken! Ich versuche das immer! Verteile (zeitgleich!) Nüsse oder andere Leckereien, sprich mit ihnen, geh in den Käfig bevor es hochkocht. Biete Wärmequellen an.
Nicht leichtfertig trennen - aber wenn permanet gejagt wird oder gar gebissen (und es ist nicht längst wieder alles in Btter wenn Du eintriffts), dann ist es besser, nicht allzu spät zu trennen, sondern erst einmal zu versuchen, sie mit Sichtschutz für 1-2 Nächte abzutrennen und am nächsten Tag auf einer leergeräumten Etage unter Deiner guten Aufsicht wieder zusammenzulassen (Handschuhe an!). Mit etwas Glück haben sie es oft vergessen oder es geht deutlich ruheirg weiter.
Geht es unvermidnert weiter, hat man zumindest nichts verloren.
Bei Kehlbissen oder wenn ein Tier wirklich auch am Rücken zerbissen ist - oder eben gefärhlich zur ERschöpfung gejagt wird und das kurze Trennen bringt nichts - muss eben tatsächich Dein Trenngitter zum Einsatz kommen und ein gedurlige TG-Wiedergewöhnung gemacht werden . Mit Gerücheausch und (ruhigem - mit Abstand!) Seitentausch. Gerne hierzu auch die Infoblätter der Deguhilfe dann lesen.
Aber: nun hofen wir, dass sie das gar nicht brauchen. Wenn die Degus im Wohnzimmer stehen und dort ein ausgeglichenes Familienleben mitbekommen (und nnicht isoliert im einsamen Zimmer, wo es einfach nichts zu beobachten gibt), dann wirkt sich das nach ERfahrung vieler Halter und so auch bei uns, sehr positiv auf ihre Gemütsruhe aus. Sie lieben es, mit ihren Menschen zu leben - und sind einfach so intelligent, dass ihnen sonst in Gefangenschaft einfach auch schnell langweilig wird - was Streits befeuertn kann.

Kleine Intelligenzspiele oder Clickertraining lassen sich auch am Käfig durchführen - ohe Gruupentrennung! Und sind so auch gut geeignet die Degus - ohen Stress - immer auch mal etwas auszulasten. ist aber kein Muss. Einfach da sein und (bei jüngeren Kindern) vorlese und zusamen am Familientisch die Hausis machen - oder später dort ganz normal leben ( Essen, spielen, streiten, Homeoffice machen) - das ist für die kleinen Octodons schon auch so eie stets willkommene Anregung (solange hier nicht dauernd Stress, Gebell, Fernsehgedudel, Geschrei herrscht).
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Immer Streitigkeiten oder kann es gut gehen? Beitrag #5
Ein letztes: Egal als wie supererfahren sich Dir Deine Abgabestelle ausgegeben hat: Kontrolliere selber das Geschlecht. Jetzt. Es ist immer wieder ein Trauerspiel, wie schwer sich Zoogeschäfte, Züchter, Tierärzte etc damit tun, die Geschlchter zu bestimmen, dabei gibt es hier eigtl nur 2 ganz klar unterschiedbare Möglichkeiten.

Du ersparst Dir und den Kleinen extrem viel Kummer wenn Du jetzt noch mekrst, dass sich ein Weichen da eingeschlichen hat - nicht erst in paar Moaten, wenn Deine Jungs sich wegen ihr blutig beißen und sie jung geschwängert wurde.
Gerne helfen wir Dir auch dabei, wenn Du hier scharfe Fotos im richtigen Winkel einstellst! Wichtig ist, dass man den Bereich zwischen Anus und Harnzapfen sehr gut erkennen kann, wie hier in den Beispielbildern

Ansonsten: viel Freude mit Deinen Kleinen, bau den Käfig am besten gleich nach einem morgigen Besuch im Baumarkt um, damit sie sich nichts brechen, umkommen oder gleich mal den Grundstein für eine teuere Leidenskarriere als Zahnpatienten legen
und lieben Gruß!
Sabine
 
  • Immer Streitigkeiten oder kann es gut gehen? Beitrag #6
Hallo liebe Sabine :)

Dann hatte mein Mann ja eine gute Idee mit eher einen zweiten käfig gleich kaufen...wir halten jetzt Ausschau, ob es einen gebrauchten Darwin gibt ....wenn wir in 2 Monaten nichts finden , dann wird es halt noch einer aus der zoohandlung.

Aber der Käfig wird nächste Woche umgestaltet. Das haben wir ja schon vorher beschlossen. Und sagen ich dir recht...ich kann nichts entfernen oder kurz raus holen ohne das die jungs "mithelfen" wollen :)

Heute mittag kontrolliere ich die Geschlechter erneut und versuche mal Bilder zu machen wenn ich mir unsicher bin.

Und ja ich möchte dass sie bei uns im Wohnzimmer sind und dazu gehören ...zumal man dann auch einfach im.sessel sitzt und zu schaut , was die mäuslein da so treiben.

Ein zweites Lufrad haben wir bei der Laufrad Schmiede bestellt..dauert wohl bis zu 3 Wochen bis es kommt :)

Danke für den Tipp mit der Teilsäuberung des Käfigs...ich habe überall diese hanfmatten auch drauf ..die am besten nur etwas ausschütteln?

Und wegen dem Fressen habe ich mich jetzt schon eingelesen ...und habe degu futter ( da drin sind aber auch Pellets, die nicht so gut sein sollen, aber da steht nirgends , dass melasse drin ist ) dann habe ich eine Kräuter Mischung mit Blüten....und Blätter...ich glaube ich mach auch einfach mal Bilder.

Würde gerne im.internet futter bestellen...aber ich werde dann trotzdem nicht schlau draus , ob es reichen würde nur Heu, ein paar Saaten , Blätter, Kräuter zu füttern.. also als grundfutter ...

Bin da auch noch für weitere Tipps dankbar :)
 
  • Immer Streitigkeiten oder kann es gut gehen? Beitrag #7
Liebe Bounty,
das finde ich richtig toll - mit der Käfiggröße und eben gut umgebaut mit Volltetagen könnt ihr völlig entspannt sein in Eurer Deguhaltung - selbst wenn es mal kriseln sollte. Genau so sollte Deguhaltung sein und dann macht das auch Freude und man kann so viel Spannendes mit Ihnen erleben - und muss sie doch nicht dauernd bespaßen wie einen Hund :)
Die Darwins gibt es in den Kleinanzeigenportalen tatsächlich häufiger mal gebraucht - würde ich auch gucken.
Volieren sind tatsächlich der einfachste/schnellste und unterm Strich immer noch kostengünstie Weg, einen Degukäfig hochzuziehen. Zudem bieten sie tolle Kontaktmöglichkeiten durch das Gitter (Scheiben schließen ab) und sind optimal belüftet. Sie haben allerdings auch Nachteile und zwar, dass man nicht ganz so locker in jeder Etage einstreuen kann - und wirklich alles fleißig durch die Gegend fliegt.
Deshalb würde ich nochmal kurz innehalten an dem Punkt, ob für Euch nicht auch ein Eigenbau eine gute Möglichkeit wäre? Das kostet natürlich etwas Zeit, kann aber auch sehr schick werden fürs Wohnzimmer, wenn ihr mit weißen Möbelplatten arbeitet :) Sehr gut sind zB der Ubau von 2 Pax Schrankelementen ohne Türen (gibt es auch oft gebraucht) . Da gibt Google nicht ganz soviel her, aber mal versuchen ( Pax umbau degu , Pax umbau Nager) . Geht auf jeden Fall nicht auf 60 cm Tiefe und eben auf eine gute Breite und vergesst die Belüftung nicht, wenn ihr so etwas macht.
Vorne könnten auch Gittertüren sein und eben ausreichend hohe Glasstreukanten (ich würde hier nie unter 15 cm gehen) . und wenn man seitlich aussägt, kommt auch schön Licht rein (und luft, sollte man vorne zu Glas greifen) ... Wichtig aber: jede Etage bekommt eine (Doppel-) Tür! Keine Riesentüren über mehrere Etagen - das bereut man bitter.

Das nur mal als Idee, denn mehrmals Bauen ist wie Geldverbrennen.
Einstreuen kann man auch deutlich kostengünstiger , weil man immer hier und da auch la paar Hände rausschaufeln kann. Hanfmatten muss man immer ganz wechseln, sie stinken scnell und es geht schnell ins Geld. Selbst wenn man mit Abferkelmatten arbeitet (was ich Euch empfehlen würde - ich nutze die von Farmshop. Ist auf den qm gerechnet deutlich günstiger - sind aber auch nur 5mm dicke Matten).
Und ja gerau: solange eine Hanfmatte nicht müffelt nur ausschütteln (bzw die Köttelchen aufsaugen, so machen das viele) ... ein Degukäfig sollte nicht leer sein wie unser Woziboden - sie wollen Dinge verstecken, Sachen benagen und durch die Gegend ziehen. Und schätzen es gar nicht, wenn man permanent aufräumt ;-) Und damit erhöht sich bei einem größeren Käfig bei gleichem Besatz mit Tieren auch nicht der Reinigungsaufwand - im Gegenteil.

Nur um Euch noch etwas "Anzufixen" ;-) in Punkto Käfigbau , DAS Bild hier war früher bei Haltungsbeginn mein großer Traum - man konnte das damals noch fertig bei der Firma Nagerhütten kaufen und das habe ich dann auch gemacht als ich herausbekommen habe, wo der Käfig her ist. Ich habe es nie bereut - so etwas ist herrlich (einzig: vorne noch eine Hälfte auch Gitter zu haben wäre schön, für Kontakt wie Belüftung wie gesagt. Bei einem Eigenbau ginge das :) . Auch sonst sind in dem Link viele gute Bauten drin, in dem eine gute Etagenweise Unterteilung, Platz, Abtrennbarkeit und "Reduktion des Köttelweitwurfs" garantiert sind.
Manch einer baut auch mit Schwerlatsregalen - da sind der Schwachpunkt bei den Gewichten aber oft die doch relativ schwachen Metallgerüst-Beine - ich würde gleich auf die beschichteten Möbelplatten gehen und komplett in Form der stabelbaren nagerhütten gehen (Material: super abwischbar, nichts müffelt - und wenn alle Ecken und Kanten gesichter sind, ist es auch nagesicher, was OSBs nicht sind.

Zum Futter auch gerne die Tage - nun muss ich mich erstmal etwas um mein Leben und meine Jungs kümmern :)
 
  • Immer Streitigkeiten oder kann es gut gehen? Beitrag #8
P.S.: nach einigen Erweiterungen (sonst hätte ich den Mittelteil nie so klein geplant - der wurde noch "eingeschoben" und mehr Platz war nicht) hier mein Hauptgehege von Nagerhütten in einem "durchschittlichen Verwüstungszustand" ^^ . Die langen Kästen sind 110, die kurzen 55cm , also 275cm lang und ca 185 cm hoch. Es wirkt mit Abstand nur etwas klein.
Anhand der Streukanten sieht man aber gut, was ich mit dem Einstreuen + dem bequem meine? Andere Welt als eine Voliere.
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Da aufgeteilt für 2 Seniorenzweiergruppen und eine jüngere Dreiergruppe. Heute würde ich natürlich noch paar Dinge anders planen, würde ich noch einmal beginnen (aber das meiste liebe ich :) ) - hauptsächlich, dass ich mich bei Start in die Deguhaltung an den 50cm Mindestmaß orientiert habe weil es mir mit dem Platz zwischen Sofa und Wand damals sehr gelegen kam - dehslab oben der Hinweis: geht auf gut 60 cm Tiefe (und lasst bloß die Finger von allen Bücherregalen wie auch den unseligen Expedia-Umbauten die . Die sind hübsch anzusehen - aber für jede Tierart nur traurige Setzkästen mit 39 cm Außenmaß (also inen bleiben idR ca 35 cm.... das ist wie Leben auf einem Krankenhausflur) , da einfach nur "Schläuche" mit viel zu vielen Unterteilungen. Denke, wenn man gute Käfige anseht und wie man sie einrichten kann und wie sich Degus die gerade den anderen androhen weil sie eine kostbare Nuss schlachten dann aus dem Weg gehen können (oder bei einem Schlauch/Setzkastengehege eben nicht) , dann versteht man auch so, was ich meine. Die Voliere Darwin ist ja auch gut tief :) Sonst wäre sie nicht so empfehlenswert :) )
 
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