Eltern möchten Hund haben

Diskutiere Eltern möchten Hund haben im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo zusammen! Ich brauche mal eure Meinung. Meine Eltern (beide Mitte 60) haben sich in den Kopf gesetzt dass sie noch einen Hund haben möchten...
  • Eltern möchten Hund haben Beitrag #1
cherry-lein

cherry-lein

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Hallo zusammen!
Ich brauche mal eure Meinung.
Meine Eltern (beide Mitte 60) haben sich in den Kopf gesetzt dass sie noch einen Hund haben möchten. Sie haben derzeit noch einen Schäferhund Senior, wie lange der noch lebt ist ungewiss. Da sie im Schäferhund Verein aktiv sind möchten sie unbedingt einen jungen Schäferhund haben mit dem sie noch aktiv am Training teilnehmen und Prüfungen laufen können.
Wir wohnen auch mit im Haus (getrennte Wohnungen) und haben eine Labrador Hündin und bald 2 kleine Kinder.
Die Spaziergänge teilen wir uns, es wird immer mit beiden Hunden zusammen gelaufen, mal geht mein Vater und mal wir mit beiden raus.
Nun kommt der Knackpunkt: ich gönne meinen Eltern das Hobby Hund aber beide sind gesundheitlich nicht fit. Mein Vater ist schwer Herzkrank, meine Mutter durch Adipositas und Arthrose eingeschränkt, sie geht quasi nie mit den Hunden raus und macht nur 1x die Woche ein Training auf dem Hundeplatz mit. Sie haben nun gefragt ob wir uns um den neuen Hund kümmern würden wenn sie nicht mehr können oder der Hund sie überlebt und ich bin ehrlich gesagt dagegen.
Der neue Hund soll wenn dann natürlich am besten gestern einziehen sodass wir auf unbestimmte Zeit 3 Hunde Zuhause hätten bis der Schäferhund Senior irgendwann stirbt. Ich persönlich bin kein Schäferhund Fan und würde mir niemals selbst einen zulegen.
Ich sehe auch nicht das meine Eltern einem jungen, arbeitsfreudigem Schäfi noch gerecht werden, allein schon aufgrund der körperlichen Einschränkungen, sie sind aber stur und wollen das unbedingt.
Wäre es ein Hund der ruhig ist und sich in unsere Familie mit Labbi und 2 Kindern gut einfügen könnte hätte ich damit kein Problem den Hund auch später zu übernehmen, ich möchte nur keinen Arbeitshund haben, dem würden wir nicht gerecht werden.
Meine Eltern wollen aber halt auch keinen "Seniorenhund" haben.
Ist es egoistisch von mir ihnen den Wunsch zu verwehren?
Was würdet ihr an meiner Stelle machen? Was könnte ein guter Kompromiss sein?

Vielen Dank schon mal!
 
  • Eltern möchten Hund haben Beitrag #2
Schwierige Situation. 😕

Ich verstehe beide Seiten, einerseits der Wunsch nach dem Schäfer wenn man schon länger Schäferhunde hatte und dem Wunsch mit dem neuen Hund nochmal Prüfungen zu laufen. Das weckt auch die Erinnerungen an früher, man kann sich wieder jung fühlen. Und von den Vereinskollegen kommt meistens auch nur Zuspruch.

Ich verstehe aber auch deine Argumente, die gesundheitlichen Baustellen sind nicht zu unterschätzen. Und auch das Wissen, dass du selber weißt, dass du einem Gebrauchshund nicht gerecht werden könntest. Genau wie die Familiensituation, zwei Kinder und zwei Hunde, einer davon vielleicht ein junger Schäfer voll im Saft, ist einfach eine entsprechende Hausnummer.

Ist es egoistisch von mir ihnen den Wunsch zu verwehren?
Nein, definitiv nicht. Du denkst einfach weiter, siehst die Realität und siehst auch die Probleme, die ein junger Schäfer bringen würde.
Was würdet ihr an meiner Stelle machen?
Da kann ich keinen Rat geben weil meine Voraussetzungen einfach anders sind. Ich persönlich könnte mir einen Schäfer vorstellen und im Notfall auch gerecht werden.
Mit deinen Voraussetzungen? Genau das Gleiche, ablehnen.
Was könnte ein guter Kompromiss sein?
Ein älterer Hund, der nicht unbedingt in die Gebrauchshunde-Richtung geht. Aber das werden sie wahrscheinlich nicht wollen wenn sie so auf den Schäfer festgefahren sind, gerade als Mitglieder im SV.
 
  • Eltern möchten Hund haben Beitrag #3
Schwierige Situation. 😕

Ich verstehe beide Seiten, einerseits der Wunsch nach dem Schäfer wenn man schon länger Schäferhunde hatte und dem Wunsch mit dem neuen Hund nochmal Prüfungen zu laufen. Das weckt auch die Erinnerungen an früher, man kann sich wieder jung fühlen. Und von den Vereinskollegen kommt meistens auch nur Zuspruch.

Ich verstehe aber auch deine Argumente, die gesundheitlichen Baustellen sind nicht zu unterschätzen. Und auch das Wissen, dass du selber weißt, dass du einem Gebrauchshund nicht gerecht werden könntest. Genau wie die Familiensituation, zwei Kinder und zwei Hunde, einer davon vielleicht ein junger Schäfer voll im Saft, ist einfach eine entsprechende Hausnummer.


Nein, definitiv nicht. Du denkst einfach weiter, siehst die Realität und siehst auch die Probleme, die ein junger Schäfer bringen würde.

Da kann ich keinen Rat geben weil meine Voraussetzungen einfach anders sind. Ich persönlich könnte mir einen Schäfer vorstellen und im Notfall auch gerecht werden.
Mit deinen Voraussetzungen? Genau das Gleiche, ablehnen.

Ein älterer Hund, der nicht unbedingt in die Gebrauchshunde-Richtung geht. Aber das werden sie wahrscheinlich nicht wollen wenn sie so auf den Schäfer festgefahren sind, gerade als Mitglieder im SV.
Ja genau das ist halt der Punkt. Ich würde es ihnen wirklich gönnen, gerade für meinen Vater ist die Bewegung mit dem Hund wichtig um möglichst fit zu bleiben und allein deswegen befürworte ich das Thema Hund prinzipiell schon. Es macht ihnen Freude, sie sind gerne im Verein tätig und sollte ein Elternteil sterben wäre immerhin noch der Hund da, wir natürlich auch aber ich glaube der Hund wäre dann auch ein wichtiger Bezugspunkt. Ich verstehe auch das sie nochmal einen Schäfer wollen, sie hatten schon mehrere und mögen die Rasse einfach, da fällt es schwer sich auf was anderes einzulassen. Ich hab auch an sich nichts gegen diese Rasse, der Hund meiner Eltern ist super brav und nett aber vom Charakter her einfach typisch Schäfer und das ist einfach nicht so meins. Würde jetzt was passieren würde der Senior natürlich bei uns bleiben aber ein neuer Hund ist da einfach ein ganz anderes Thema.
Da unsere Labbi Hündin auch aus der Arbeitslinie kommt weiß ich wie viel Arbeit so ein Hund macht, besonders wenn er noch jung ist. Mittlerweile ist unsere Hündin schon 7½ Jahre und viel genügsamer und ruhiger als früher und wir genießen das ehrlich gesagt auch nicht mehr täglich volles Programm fahren zu müssen sondern einfach auch mal nur entspannt spazieren gehen zu können. Falls nochmal ein Hund kommen sollte dann definitiv kein Arbeitshund mehr, da sind wir uns einig.
Ich habe deswegen auch vorgeschlagen sich vielleicht nach einem ruhigeren, genügsamen Hund umzuschauen. Es muss ja nicht der scheintote 15 jährige Dackel sein aber eben ein Hund der vom Grundcharakter her passender ist, man kann ja schließlich auch mit so einem Hund zum Training oder zur Prüfung gehen. Mein Vater war daraufhin so eingeschnappt und sauer das er lieber gar keinen Hund mehr will als "sowas" und meine Mutter hat das irgendwie komplett ignoriert 😒
Alles echt schwierig wenn da so sehr auf stur geschaltet wird und die Realität so ziemlich ignoriert wird.
 
  • Eltern möchten Hund haben Beitrag #4
Ja, das klingt nach altem SV. 😕 Nur Schäferhunde und sonst zählt nichts. Sehr, sehr schwer da was vom Denken her zu ändern. Gerade wenn die Vereinskollegen da auch noch rein reden, haben wir im Verein auch. Außer Schäfer zählt für den Herren keine anderen Hunde, leider.

Da hilft eigentlich nur hart bleiben. Lass sie sich etwas beruhigen und versuch dann nochmal mit ihnen zu reden, mach vielleicht eine Liste mit Pro und Contra, auch auf deiner Seite. Das wäre wohl mein Weg. 🤔
Anbieten, dass man zusammen nach einem Hund schaut, vielleicht auch mal kleinere Rassen genauer anschauen.

Ich weiß nicht in wie weit du bei dem SV mit involviert bist, vielleicht könnte man da auch jemanden ins Boot holen, der "Was zu sagen hat" und da vernünftig nochmal drauf eingeht. Ich weiß leider aus Erfahrung, dass die Eltern sich selten was von den Kindern sagen lassen. Da hilft es oft wenn jemand von Außen ein gutes Wort an die Eltern richtet.
 
  • Eltern möchten Hund haben Beitrag #5
Der Verein ist schon etwas moderner, die nehmen alle Hunderassen auf und es sind auch ganz verschiedene Rassen und auch verschiedene Hundesportarten dort vertreten. Da der Senior meiner Eltern einfach nicht mehr so kann nehmen sie oft unsere Hündin zusätzlich mit oder leihen sie für Prüfungen aus, das finden sie auch gut aber das Herz hängt halt am Schäferhund.
Ich hab selbst eigentlich nichts mit dem Verein zu tun und kenne da auch keinen wirklich. Da meine Eltern beide im Vorstand sind haben sie halt das Sagen da, das macht es nicht besser 😅
Momentan muss das Thema auf jedenfall erstmal ruhen, vielleicht findet sich ja doch noch ne akzeptable Lösung für beide Seiten.
 
  • Eltern möchten Hund haben Beitrag #6
Das macht es wirklich nicht besser. 😕

Ich würde sie jetzt wirklich erstmal in Ruhe lassen und das Thema irgendwann wieder in ruhiger Runde nochmal auf den Tisch bringen. Vielleicht denken sie auch nochmal drüber nach.

Ich verstehe voll, dass das Herz am Schäferhund hängt. 🥰 Mein Traum war immer ein grauer Schäfer. 🥰
 
  • Eltern möchten Hund haben Beitrag #7
Ist es egoistisch von mir ihnen den Wunsch zu verwehren?
Was würdet ihr an meiner Stelle machen?
Ich finde du siehst das realistisch. Du hast wirklich genug um die Ohren. Ich an deiner Stelle würde klar sagen,dass du dich nicht einbinden lässt. Und dann aber auch konsequent bleiben.
 
  • Eltern möchten Hund haben Beitrag #8
Hey

Haben Sie Kontakte zu Züchtern? Vielleicht gibt es ja auch einen Zuchtrüden, den die Züchter ein Zuhause als Einzelprinz suchen und ihn zurücknehmen, wenn was ist? Dann hätten sie den Schäfer, aber du hast ihn dann nicht am Hals, wenn sie nicht mehr sind. Prüfungen laufen und entsprechendes Training finden Züchter ja nicht verkehrt - eher im Gegenteil.
Natürlich nur, wenn sie das Drumherum wirklich selber noch hinbekommen und nicht direkt überfordert wären und Hilfe bräuchten.
 
  • Eltern möchten Hund haben Beitrag #9
Also, es geht hier ja nicht darum, ob du deinen Eltern einen jungen Schäferhund "erlaubst", sondern darum, ob du dich drum kümmern würdest. Es hängt nicht von dir ab. Einzig und die Frage, ob du es machen würdest, musst du dir Gedanken machen. Und das möchtest du nicht - Ende. Das hat auch nichts mit Egoismus zu tun, denn du musst ja auch an den Hund denken und die Kinder.

Das heißt ja nicht, dass deine Eltern sich keinen Schäferhund anschaffen können. Sie müssen nur nach einer alternativen Unterbringung für den Notfall schauen. Sollen sie doch mal im Verein rumfragen. Da findet sich doch bestimmt jemand, der das Tier dann gerne versorgen würde, wenn deine Eltern nicht können.

Ich bin in einer ähnlichen Situation. Ich habe 3 Kinder zwischen 7 Jahren und 8 Monaten, selbst zwei Hunde, für Hündin ein Kelpie - absoluter Workaholic.
Meine Eltern wollen sich auch wieder einen Hund holen, nachdem ihr alter letztes Jahr wegen Krebs eingeschläfert werden musste. Sie wollen unbedingt einen Welpen oder Junghund. Auch sie haben gefragt, ob ich mich drum kümmern würde. Ich habe ihnen auch gesagt, dass ich ihnen das jetzt so nicht zusagen konnte. 3 Kinder und drei Hunde (dazu noch einen Hof mit vielen anderen Tieren) bekomme ich nicht hin - vor allem nicht mit Junghund. Klar kann es locker sein, dass meine Eltern (Mitte 60 und fast 70) den Hund noch überleben. Kann aber auch genauso gut passieren, dass ich mich nächstes Jahr schon drum kümmern müsste - und das würde ich halt nicht schaffen. Ich werde den beiden die da sind schon kaum noch gerecht.
Man muss die eigenen Grenzen halt einfach realistisch einschätzen.
 
  • Eltern möchten Hund haben Beitrag #10
Ich habe deswegen auch vorgeschlagen sich vielleicht nach einem ruhigeren, genügsamen Hund umzuschauen. Es muss ja nicht der scheintote 15 jährige Dackel sein aber eben ein Hund der vom Grundcharakter her passender ist, man kann ja schließlich auch mit so einem Hund zum Training oder zur Prüfung gehen. Mein Vater war daraufhin so eingeschnappt und sauer das er lieber gar keinen Hund mehr will als "sowas" und meine Mutter hat das irgendwie komplett ignoriert 😒
Alles echt schwierig wenn da so sehr auf stur geschaltet wird und die Realität so ziemlich ignoriert wird.

Hätte dazu mal eine Frage.
Hast du gesagt, dass du findest, dass ein Hund aus der nicht-arbeitslinie passender für deine Eltern wären oder hast du ihnen erklärt, dass für dich ein Hund aus der arbeitslinie nicht infrage kommt, weil du dem nicht gewachsen wärst aufgrund deiner Lebenssituation?

Weil bei ersterem könnte ich sogar verstehen, dass dein Vater eingeschnappt reagiert hat, schließlich sind sie Erwachsen und wissen selber was sie sich noch zutrauen können und was eben nicht.

Ich kenn das leider aber auch von meinen Eltern, dass diese die erwartungshaltung haben, dass sie sich einen Traum erfüllen möchten/ erfüllt haben und erwartet wird, dass die Kinder mitzumachen haben, weil es Familie, die Eltern oder wie auch immer sind.
Gibt man klar zu verstehen, dass man selbst aber nicht möchte oder nicht kann, wird wütend oder eingeschnappt reagiert, weil man "gegen die" ist (hab das selbe Verhalten zu hauf mit meinen eigenen auch durch).

Da hilft dann leider nur in Ich-Botschaften zu sprechen und eisern bei der eigenen Meinung zu bleiben.
Wenn die sich ein Arbeitstier holen möchten, sollen sie das gerne tun.
Am besten das gar nicht verbieten. Sollen sie es machen, dann sollen sie aber auch schauen, dass sie jemanden finden, der sich gern um das Tier kümmern wird, weil du nicht diejenige sein wirst.
Ihnen einen Arbeitsfreudigen Schäferhund auszureden und ihnen eine andere Rasse schmackhaft zu machen, wird, fürchte ich, nicht klappen, denn das ist reinreden und das mag nunmal niemand gerne.
Als Erwachsener weiß man ganz genau was jetzt für einen noch geht und wenn sie einen Schäferhund möchten und auf Tuniere möchten, dann ist das so.
Ich würde einfach sagen, dass die das machen können, du dann aber nicht verfügbar bist.
Sehr wahrscheinlich sind sie dann sowieso wieder eingeschnappt, wütend oder enttäuscht von dir, aber deine Meinung müssen sie genauso respektieren, wie du ihre respektiert und dann gilt halt für sie eine andere Lösung zu finden, statt den einfachen Weg über die Tochter gehen zu wollen.


Liebe Grüße
 
Thema:

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