Wer hat Erfahrung mit Kropfentzündung?

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Simba

Simba

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Wer hat Erfahrung mit Kropfentzündung bei Welli?

Hallo!

unser Wellensittich hat ein Kropfentzündung und nun suche ich ein paar Tipps, wie ich ihn noch besser pflegen kann.

Zunächst erstmal die Vorgeschichte in Kurzform: Wir haben ihn vor ca. 10 Monaten bekommen. Er war zu den Zeitpunkt etwa 6 Jahre alt und in erschreckenden Verhältnissen gelabt: Kaum Futter, keine Aufmerksamkeit (außer TV), konnte nicht zum Fliegen raus, viiiiiiiel zu kleiner Käfig. Da er nun schon so alt ist, kam er bei uns nur selten aus dem Käfig, obwohl die Tür immer offen stand. Inzwischen lassen wir ihn nicht mehr raus, da er durch die Haltung im Käfig kaum Muskeln aufbauen konnte, so dass er immer irgendwo gegen geflogen oder hinter gefallen ist. Wir möchten nicht, dass er sich verletzt. Nun hat er einen sehr größen Käfig (eigentlich für bis zu 4 Wellis) und die Stangen sind so angeordnet, dass er darin mühelos kurze Strecken fliegen kann. Durch die Magelernährung über Jahre hat er sich bei uns dem Wanst ordentlich vollgehauen. Er war zuerst sehr unterernährt. Den Pickstein nimmt er gar nicht an, die Sepiaschale inzwischen schon. Durch sein "Bunkern der Nahrung" (früher wusste er ja scheinbar nicht, wann er wieder was bekommt), hat er nun eine Kropfentzündung bekommen.

Beim TA waren wir schon dreimal. Medikamente hat er bekommen und er ist auf den Weg er Besserung. Die TÄ meinte aber, dass es bei ihm schon sehr schlimm war und es schon fast in Richtung einer Kropferweiterung gehen würde. Er sollte zuerst eingeweichtes Futter bekommen, damit es nicht so lange im Kropf bleiben musst. Das hat er aber nicht angerührt. Frischfutter frisst er nur selten. Nun bekommt er seine Körner gemahlen, damit sie leichter verdaulich sind. Er ist auch auf dem Weg der Besserung.:D Dennoch meine Frage: Was kann ich ihm noch Gutes tun? Habt ihr noch irgendwelche Tipps?

Danke. LG.
 

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  • Wer hat Erfahrung mit Kropfentzündung? Beitrag #2
Also ich denke, du machst es dir zu leicht!
Hattet ihr überhaupt ausprobiert ihm einen Partner zu geben, bevor ihr jetzt sagt, er will keinen?
Das er so schnell nicht einfach fliegen kann ist klar, er benötigt Training, dafür seit ihr zuständig. Muskeln bauen sich nicht einfach ab und sind dann für immer weg, sie können wieder aufgebaut werden und genau das würde ich üben!
 
  • Wer hat Erfahrung mit Kropfentzündung? Beitrag #3
Das ist mir auch klar. Ich denke, den Vogel kann man kaum beschreiben. Er ist ja auch nicht handzahm gemacht worden. Klar, zu uns ist er inzwischen zutraulicher geworden, hat keine Angst mehr. Aber er findet allein nicht in den Käfig zurück und es war für ihn jedesmal sehr stressig, wenn wir ihn wieder einfangen mussten. Wir haben es nun fast ein jahr ersucht, ihn an das Fliegen zu gewöhnen, aber ich möchte nicht, dass er sich verletzt. Es tut nämlich in der Seele weh, wenn man miterleben muss, wie so ein kleines Tier überall gegen fliegt und auch keine ausreichende Koordination hat, um landen zu können. Daher hat er den großen Käfig, damit er wenigstens darin fliegen kann.

Wir hatten es versucht, dass er einen zweiten Vogel kennen lernen konnte. Er war total verängstigt. Außerdem muss man eifach sagen, wenn ich nun einen Vogel dazu hole und meiner verstirbt dann irgendwann, dann ist der andere Vogel wieder allein und hat außerdem den Verlust zu verkraften. Das fände ich auch nicht gut.
 
  • Wer hat Erfahrung mit Kropfentzündung? Beitrag #4
Jedes Rudeltier oder Schwarmvogel muss mit dem Verlust klar kommen, wenn ein Partnertier stirbt. Was ist denn das für ein Argument? Du willst in vor etwas schützen, was ganz natürlich ist!
Wie habt ihr versucht in zum fliegen zu bringen?
Habt ihr euch schon mal mit einem Verein auseinander gesetzt, der sich speziell im Sittiche und der Vermittlung kümmert?
Das der Vogel am Anfang ängstlich ist, ist ganz klar, aber deswegen kann man doch nicht die Vergesellschaftung als nicht geglückt bezeichnen. Wieso ist der zweite Vogel nicht mehr da?
Vor allem ein zweiter Vogel hätte ihm vielleicht auch geholfen, seine Ängstlichkeit zu überwinden usw.
 
  • Wer hat Erfahrung mit Kropfentzündung? Beitrag #5
Jedes Rudeltier oder Schwarmvogel muss mit dem Verlust klar kommen, wenn ein Partnertier stirbt. Was ist denn das für ein Argument? Du willst in vor etwas schützen, was ganz natürlich ist!
Wie habt ihr versucht in zum fliegen zu bringen?
Habt ihr euch schon mal mit einem Verein auseinander gesetzt, der sich speziell im Sittiche und der Vermittlung kümmert?
Das der Vogel am Anfang ängstlich ist, ist ganz klar, aber deswegen kann man doch nicht die Vergesellschaftung als nicht geglückt bezeichnen. Wieso ist der zweite Vogel nicht mehr da?
Vor allem ein zweiter Vogel hätte ihm vielleicht auch geholfen, seine Ängstlichkeit zu überwinden usw.
Da kann ich dir nur zustimmen !!!
Wir hatten bis vor kurzem auch zwei Wellis in Urlaubspflege die auch die längste Zeit ihres Lebens wohl nur im Käfig sitzen, sie waren 6 Wochen bei uns und letzendlich konnten sie nach anfänglichen extremen Koordinationsschwierigkeiten , richtig gut fliegen !
Ich muss dazu sagen ich weiss grad gar nicht wie alt Wellensittiche überhaupt werden können :uups:
Aber ich glaube auch das ein Partner ein guter Versuch wäre dem kleinen zu helfen und besser klar zu kommen mit der ganzen situation =)
Und selbst wenn man letzendlich die Partner immer wieder ersetzen muss , man macht die Vögel dadurch auf dauer einfach zufriedener!
 
  • Wer hat Erfahrung mit Kropfentzündung? Beitrag #6
hallo Simba,

ich hab gehört wenn ein welli eine kropfentzündung hat dass man ihm auch lauwarmen kamillentee geben kann. Einfach in eine Tränke füllen oder du stellst eine kleine schüssel mit lauwarmen kamillentee zu ihm rein.

ps: kann dir aber nicht versprechen dass das hilft hab es auch nur gelesen aber denke mal schon dass das hilft musst halt öfter geben

liebe grüße alex
 
  • Wer hat Erfahrung mit Kropfentzündung? Beitrag #7
Hallo Simba,

wodurch wurde die Kropfentzündng denn verursacht ? Bakterien, Pilze, Parasiten ?...

Quell-und Keimfutter ist natürlich sehr kropfschonend, ich würde unbedingt weiter versuchen, den Kleinen daran zu gewöhnen. Die normalen Körner zu mahlen, hilft aber auch schon etwas.

Mit dem Muskelaufbau...es ist ganz normal, dass ein Vogel, dessen Flugmuskulatur verkümmert ist, diese erst wieder langsam aufbauen muss. Das kann dauern.

Ihn aber wegen der Verletzungsgefahr gar nicht mehr fliegen zu lassen, ist der falsche Weg. Er sollte nur unter Aufsicht in einem sehr sicheren Zimmer fliegen dürfen, das aber dann täglich mehrere Stunden.

Ihr tut dem Vogel keinen Gefallen, wenn Ihr ihn nun sein Leben lang eingesperrt lasst . :?

Und da er so lange allein war, hat er natürlich erst mal vor seinen Artgenossen Angst. Aber auch das legt sich und ist kein Grund, ihn nun sein restliches Leben allein zu lassen. :( Ich habe schon viele Einzelvögel in meinen Schwarm aufgenommen, und es hat immer früher oder später geklappt.

Sollte dann einer von beiden Vögeln sterben ( 6 Jahre ist übrigens noch gar nicht so alt) und man möchte die Wellihaltung aufgeben, kann man den verbliebenen Vogel in ein gutes Zuhause mit Artgenossen vermitteln.

Z.B. hier :

Übrigens finden alle meine 10 Vögel abends den Weg zurück in ihre Voliere, auch das lernen Vögel ziemlich schnell. Sie müssen nur die Chance dazu bekommen. ;)

Edit ; Kein Käfig, und sei er auch noch so groß, kann das Flugbedürfnis eines Wellensittichs befriedigen. Dazu bräuchte es dann schon eine richtig große Voliere mit mindestens 3 m Länge.
 
  • Wer hat Erfahrung mit Kropfentzündung? Beitrag #8
Die Geschichte von eurem Welli erinnert mich sehr an meinen Melison.
Als ich ihn bekommen habe, war er völlig verwahrlost. Er hatte so starken Milbenbefall das ein Auge mit Krusten zugewuchert war (!), und dazu noch einen Pendelkropf. Und abgemagert bis auf die Knochen.
Keine Ahnung woher er kam, wo er die letzten Jahre verbracht hatte, laut Fußring war er schon ein paar Jahre alt. Ich habe ihn in einem Zoogeschäft gefunden, und auf Nachfrage geschenkt bekommen.

Ein Kropfabstrich (wurde das bei eurem Piepser eigentlich gemacht?) ergab hochgradigen Pilzbefall, Candidiose. Das lässt sich zwar gut behandeln, aber der Pendelkropf blieb.
Trotz ekliger Medizin die er täglich in den Schnabel bekam wurde er relativ zutraulich.
Mit Fliegen war auch nicht viel. Nach wenigen Metern landete er auf dem Boden, er konnte die Höhe nicht halten. Aber dadurch das er zutraulich war, ließ er zu das ich ihn auf der Hand vorsichtig auf- und abbewegte, (aber nur mit Kolbenhirse, ohne Hirse gab es nur lautes Geschimpfe ;) ) während er mit den Flügeln schlug. Dann kleine Strecken fliegen, dann immer längere - ein Meisterflieger wurde er nie, aber er konnte nach ein paar Wochen fast normal fliegen.
Vor anderen Vögeln hatte er auch Angst am Anfang. Aber das legte sich. Er hat sich mit der Zeit an die anderen gewöhnt, und irgendwann fing er an zu balzen und jagte einem anderen Hahn die Henne ab ;)
Ab dem Moment in dem er sich in die Gruppe integrierte ging es bergauf. Er ist richtig aufgeblüht. Er war den ganzen Tag am singen und am balzen, badete, und fraß alles was die anderen fraßen. Als er noch alleine war, hat er nur Körner gefressen. Keimfutter, das sollte ich nach seiner Meinung bitteschön selber essen :mrgreen:
Nachdem er es sich von den anderen Vögeln abgeschaut hatte, liebte er plötzlich Keimfutter.

Leider ist er vor etwas mehr als einem Jahr an einem Hodentumor gestorben :(

Also, eine Vergesellschaftung kann noch klappen. Das sich ein Welli wirklich nicht vergesellschaften lässt kommt so gut wie nie vor! Wellis sind so sozial, so ausgesprochene Schwarmvögel, auch nach jahrelanger Einzelhaltung kann es noch klappen. Und dann merkt man dem Vogel richtig an das es die Lebensqualität wirklich enorm verbessert.
 
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