@Mitch: ganz einfach, such dir einen erfahrenen Trainer. Bei einem Islandpferd, bzw. meist bei allen Pferden, gibt es keine Patentlösung. Was bei einem geht, geht lange nicht mit einem anderen. Ansonsten? Um die Laterale zu "brechen" viele Seitengänge, Biegungen (keine 3 Schritte geradeaus!), evtl. noch longieren über cavaletti.
Soetwas zeugt oftmals von mangelnder Gymnastizierung des Pferdes, bei der langfristig auch nicht hilft die Hufe unterschiedlich zu beschlagen oder Gewichte zu nutzen.
Zwar gibt es auch Isländer, die eine so starke Passveranlagung haben, dass du ihn niemals gebrochen bekommst, aber die sind eher selten.
Zu mir: selber hab ich kein Isi, reite diese aber schon seit ... über 20 Jahren. *schmunzel* Momentan durch die Arbeit bedingt eher leider zu selten. Selber mag ich eher den "altisländischen" Typ. Kräftig, stabiles Fundament und mit Stockmaß von 1,40 aufwärts. Dem "modernen" hochbeinigen Sportisi kann ich nichts abgewinnen. Es ist für mich ein Freizeitpartner und der soll in erster Linie Endlostölt haben und zuverlässig sein.
In meinen Augen gehört kein Pferd, egal ob Vollblut, Kaltblut, Warmblut oder Pony unter dem 4 Lebensjahr geritten. Ein Pferd ist mit ca. 8 Jahren ausgewachsen. Mit 2 ist es mitten im Wachstum. Verschleißerscheinungen sind da kein Wunder und absolut keine Seltenheit. Mit 2 Jahren ist dein Pferd ein Kind! Was würdest du davon halten, hätte man dich als Kind statt spielen lassen in ein Zimmer gesperrt, dir einen engen Gürtel umgeschnallt und gesagt: jetzt lern gefälligst!?
Was die Aussage betrifft, ein Isi hat gefälligst auf der Koppel zu stehen, während er aufwächst, das kann ich jedoch auch nicht bejahen. Auch einem Isi gehört eine vernünftige Grundausbildung beigebracht! Er muss sich anfassen, führen, pflegen lassen ohne großartig Theater zu machen. Und das lernt ein Pferd am besten bevor es zum Einreiten kommt.
Selber bin ich es auch gewöhnt meine Isis im "dressurmäßigen" Stil zu reiten. Beine ran ans Pferd, aber nicht festklammern damit, Zügel anstehend. Ja, viele sieht man leider noch immer im isländischen Sitz, Beine vor, Hand hoch, schön am Zügel zerrend. Oder den Isi mit "Unterhals" laufen. Genau das sollte nicht sein. Ein guter Isländer töltet in einer lockeren Haltung ohne Unterhals, gibt schön im Genick nach und reißt nicht den Kopf in die Luft...
So, das erstmal zu meinem ersten Beitrag.

Doch mehr geworden, als ich gedacht habe.