Tierpfleger als Beruf oder als "Hobby"?

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  • Tierpfleger als Beruf oder als "Hobby"? Beitrag #1
jenny23

jenny23

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Hallo zusammen!

Hab eine "kleine" Lebenskrise. Ich arbeite zur Zeit im öffentlichen Dienst, hab dort auch meine Ausbildung gemacht und wenn ich ehrlich bin hat mir der Beruf noch nie wirklich gefallen.
Im Gegenteil, ich kann mich täglich über dieses verquere Denken im ÖD aufregen.
Jetzt dachte ich mir, dass ich ja noch relativ jung bin (23) und noch mal neu anfangen kann. Hab deswegen schon mehrere Bewerbungen als Tierpflegerin und Tiermedizinische Fachangestellte geschrieben.

Jetzt kam mir jedoch der Gedanke das ich eigentlich total egoistisch bin... Mein Traum im Tierheim zu arbeiten kann ich mir eh abschminken, da die Tierheime kein Geld haben Tierpfleger einzustellen. Also würde es wohl darauf hinaus laufen das ich in einem Zoo oder einer Tierpension arbeiten würde (wenn alles gut geht). Das würde mir ach zweifellos Spaß machen (hab auch schon mehrere Praktikas gemacht).
Naja, mein Gedanke war jetzt der, dass ich doch eigentlich einen relativ sicheren Job im ÖD hab (Kündigungsschutz gibt bei uns auch nicht mehr...) und auch relativ gut verdiene (gibt besser bezahltere Jobs..). Als Tierpfleger würde ich auf jeden Fall weniger verdienen...
Nun, ich dachte halt, das ich mit diesen Voraussetzungen vielleicht nicht so egoistisch sein sollte und den Job im ÖD aushalte und dafür doch besser mit dem Geld Tieren helfe die in Not sind.
Was denkt ihr?

LG
Jenny
 
  • Tierpfleger als Beruf oder als "Hobby"? Beitrag #2
Ich denke nicht das du egoistisch bist, jeder sucht nach einem Job der ihm gefällt;-) Natürlich wäre es unsinn einen festen Job zu schmeißen (hab ich auch getan, zumindest ne sichere Ausbildungsstelle die mir vll einen sicheren Arbeitsplatz beschert hätten, allerdings war die körperliche Arbeit nichts für mich), aber wenn fest steht das du dann und dann in einem anderen Beruf anfangen kannst, den Vertrag unterschrieben hast... warum nicht, wenn du damit glücklicher bist als vorher... schließlich möchte jeder mit seiner Arbeit zufrieden sein;-) Klar, mit dem Geld was du jetzt mehr hast kannst du sicher Tieren in Not helfen, doch als Tierpfleger kannst du das auch, du könntest Tieren die von ihren Eltern verstoßen wurden/verletzten Tieren helfen und man würde dich dabei auch unterstützen, den wer als Tierpfleger mit einem kranken Tier oder einem das gerade mit der Hand aufgezogen wird zur Arbeit kommt, wird deshalb bestimmt nicht für verrückt gehalten, im öffentlichen Dienst kannst du keine Tiere mit zur Arbeit bringen;-) Außerdem hast du wahrscheinlich eh keine Zeit das bisschen Gehalt was du bekommst auszugeben (die Arbeitszeit passt sich ja den Tieren an...) also könntest du immer noch Geld in Projekte stecken die Tieren in Not helfen. Letztenendes musst du entscheiden in welchen Beruf du dich wohler fühlst;-) Viel Glück, LG Sabine
 
  • Tierpfleger als Beruf oder als "Hobby"? Beitrag #3
Hallo! Ich finde es absolut nicht egoistisch. Jeder soll meiner Meinung nach den Beruf ausüben, der ihm am meisten Spass macht. Und wenn du jetzt etwas gefunden hast, was du lieber machen würdest, dann mach es!

Ich vermute, dass du dich für eine Ausbildung bewirbst? Dabei ist das einzige Problem bei der Ausbldung zum Tierpfleger, dass viel mehr Tierpfleger ausgebildet werden als letztendlich übernommen werden, d.h. es kann gut möglich sein, dass du nach der Ausbildung ohne Job dastehst.
Wenn dir das bewusst ist (vielleicht kannst du im Notfall ja wieder in deinen alten Beruf zurückkehren) und du auch die anderen Nachteile deiner Wunschberufe in Kauf nehmen willst (schlechtes Gehalt, körperliche Arbeit, z.T. Nachtschichten etc) spricht nichts gegen einen Berufswechsel.

Wenn du gerne mit Tieren arbeiten möchtest, kann Tierpfleger ein sehr erfüllender Beruf sein und du hilfst sicherlich während deiner Arbeit sehr vielen Tieren, so dass du nicht denken brauchst, du hättest in deinem jetzigen Beruf mehr tun können.

Aber da du ja schon Praktika gemacht hast, weißt du ja was dich erwartet;) .

Letztendlich ist es natürlich deine Entscheidung, aber wenn du jetzt nicht versuchst, deinen Traumberuf auszuüben, wirst du es vielleicht nie mehr können und dir vielleicht später Vorwürfe machen, warum du es nicht versucht hast. Dennoch verstehe ich deine Bedenken, schließlich hat ein Job im ÖD auch viele Vorteile. Den Tieren kannst du in beiden Berufen helfen, nur eben auf unterschiedliche Art. ICh hoffe, du triffst die für dich richtige Entscheidung:D
 
  • Tierpfleger als Beruf oder als "Hobby"? Beitrag #4
Danke für eure Ratschläge. Ich werd wohl mal abwarten was meine Bewerbungen für Rückmeldungen kriegen.
Auf jeden Fall tut es gut hier mit jemandem reden zu können. Denn die meisten in meinem Umfeld, allen voran meine Eltern, halten mich total für bekloppt. Auf der einen Seite wird mit immer gesagt ich soll meinen sicheren Job nicht schmeißen, wenn ich dann sage das ich dann gern mein Geld für den Tierschutz "verpulvern" möchte (wenn ich im ÖD bleibe), dann hält man mich auch wieder für bekloppt.
Ist echt zum verzweifeln wenn man mit niemandem vernünftig reden kann. Zumindest habt ihr ja Verständnis! :)
 
  • Tierpfleger als Beruf oder als "Hobby"? Beitrag #5
Hallo jenny ,
und wie wäre es wenn du einen Job erstmal behältst und ehrenamtlich in einem Tierheim/Asyl oder Gnadenhof deine Arbeitskraft zur Verfügung stellst ?dann hättest du ja beides.Den sicheren Job und den Spaß an der Arbeit mit Tieren.
 
  • Tierpfleger als Beruf oder als "Hobby"? Beitrag #6
Daran hab ich auch schon gedacht. Oder ich stell mich und meine wohnung als pflegestelle zur Verfügung. Könnte nur keine richtig akut kranke Tiere nehmen, weil ich ja tagsüber arbeiten bin..
Mal schaun, auf jeden fall wird in meinem Leben was geändert! ;-)
 
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