Mäuse als Schlangenfutter

Diskutiere Mäuse als Schlangenfutter im Futtertier Forum Forum im Bereich Sonstiges Terraristik Forum; Ich nenne diese Diskusion mal "Der Blacky hat die Susi gegessen"... Ich hab da mal - nur so Interesse halber - eine Frage. Also natürlich...
  • Mäuse als Schlangenfutter Beitrag #1
Robin77

Robin77

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Ich nenne diese Diskusion mal "Der Blacky hat die Susi gegessen"...

Ich hab da mal - nur so Interesse halber - eine Frage.

Also natürlich müssen auch Schlangen essen und ich habe auch sicher kein Problem damit, daß sie mit Mäusen gefüttert werden (sofern die Mäuse bis dahin vernünftig gehalten wurden) und sicherlich gibt es auch viele Schlangenhalter, die aus Kosten- oder sonstwelchen Gründen, ihre Futtermäuse selber "züchten". An diese richtet sich nun meine eigentliche Frage:

Wenn man ins Geschäft geht und eine Futtermaus kauft und diese dann verfüttert ist das ja im Grunde so, als wäre man ins Lebensmittelgeschäft gegangen und hätte Katzenfutter geholt - man hat also keinen Bezug zur Maus, sondern sie ist dann halt das Futter.

Wenn ich nun aber Mäuse zu Hause vermehre, habe ich dann nicht einen ganz anderen Bezug zu den Tieren? Wenn ich dabei war, wie sie geboren und wie sie aufgewachsen sind, entwickelt man da nicht haustierähnliche Gefühle für die Mäuse und kann man sie dann noch einfach so als Futter betrachten?

Ich persönlich stelle mir das zumindest ziemlich schwierig vor - es sei denn natürlich, man ist so abgestumpft, daß man Tieren gegenüber eh nicht irgendwelche Gefühle entwickelt (aber das würde dann ja ebenso für die Schlange gelten und das wäre doch irgendwie Paradox, oder?). Oder ist es Möglich, daß Schlangenhalter/Mäusezüchter einige Tiere einfach anders, oder "Minderwertiger" Betrachten, als andere?

Versteht mich nicht falsch, das soll alles kein Vorwurf sein, natürlich soll auch die Schlange artgerecht gehalten werden - würde mich halt mal irgendwie interessieren, was für einen Bezug man dann da so zu seinen Tieren hat. Frage das auch nochmal im Spinnenforum, mal schauen, wie da so die Meinungen sind.
 
  • Mäuse als Schlangenfutter Beitrag #2
Hallo Robin,

ich glaube, genausogut könntest du einen Bauern fragen, wie er das macht, Fleisch zu essen. Man baut einfach keine so tiefe Bindung zu den Tieren auf, weil man weiß, sie landen irgendwann auf den Tisch. Das bedeutet aber im Umkehrschluß nicht, daß man diese Tiere schlecht(er) behandelt.
 
  • Mäuse als Schlangenfutter Beitrag #3
Ja, das ist auch so etwas, das ich nie so richtig nachvollziehen konnte. Wenn ich ein unbekanntes Tier esse, zu dem ich absolut keinen Bezug hatte, O.K., aber wenn ich mir vorstelle, ich hätte mich Jahrelang um die (nennen wir sie mal) Babsi gekümmert...ich glaube mir würde ganz anders zumute, wenn Babsi auf einmal auf dem Teller landet und ich sie essen sollte...aber vielleicht bin ich da auch etwas übersensibel, aber kommt so eine Bindung nicht irgendwie automatisch? Kann mir schwer vorstellen, daß ich mir vornehme: Zu dir baue ich eine Bindung auf und zu dir nicht...
 
  • Mäuse als Schlangenfutter Beitrag #4
Genauso läuft es aber. Meine Oma hatte, als ich klein war, immer Hühner und Kaninchen - zum Essen. Für mich war das normal. Natürlich kümmert man sich um die Tiere, man sorgt sich darum, daß es ihnen gutgeht. Ich glaube auch nicht, daß man sich das extra vornehmen muß, keine besonders emotionale Bindung zu diesem Tier aufzubauen; man weiß ja von vornherein, daß es dazu da ist, irgendwann gegessen zu werden.

Bei einem Bauern ist es dasselbe. Die Bindung zu den Tieren ist nicht so eng wie vielleicht bei uns mit einem "reinen Haustier", aber wenn so ein Tier krank wird oder verletzt ist merkt man doch auch, daß es eben nicht als ersetzbare Sache angesehen wird, sondern als Lebewesen, für das man die Verantwortung trägt.

Ich vermute, das ist bei Tierhaltern, die darauf angewiesen sind, andere Tiere zu verfüttern, ähnlich; man holt sich die Futtertiere ja nicht, wie ich mir z.B. meine Ratten hole, nämlich mit dem Wissen, daß diese Tiere bei mir bleiben, solange es irgend geht.
 
  • Mäuse als Schlangenfutter Beitrag #5
Ich kann jetzt nur aus der "Mäusewarte" sprechen ;)
Es gibt ja durchaus auch Mäusehalter, die Mehlwürmer züchten, um ihren Mäuschen möglichst gutes und "naturnahes" Eiweißfutter zu füttern... Ich glaube, die wenigsten bauen da eine "persönliche Beziehung" zu den Mehlwürmern auf...
Möglicherweise geht es vielen (ich möchte da nicht verallgemeinern und sagen "allen") Schlangenhaltern ähnlich - sie sehen in der Maus einfach das Futter für "ihr" Tier, die Schlange. Was ja an sich auch nicht verwerflich ist, denn eine Schlange ernährt sich gemeinhin nun mal nicht von Gänseblümchen.
Begrüßenswert ist es natürlich, wenn sich ein Schlangenhalter um sein "Futter" Gedanken macht und womöglich eine Futtermauszucht aufzieht, bei der die Futtertiere bis zum Verfüttern ein halbwegs artgerechtes Leben führen können... Das erfordert viel Platz, Zeit, Planung und nicht zuletzt sicher auch Geld.
Und ich kann mir schon vorstellen, dass man, wenn man die kleinen Würmchen aufwachsen sieht oder die Elterntiere ein paar Monate bei sich hat, nicht mehr ganz gleichgültig ist, wenn so ein Tier dann verfüttert wird. Anders mag das bei den sogenannten "Pinkies", den frischgeborenen Babies aussehen, aber selbst da denke ich, dass das nicht jedem einfach so locker von der Hand geht, die zu verfüttern...

Wie gesagt, ich spreche aus Mäusehaltersicht und versuche gerade, mich in einen Schlangenhalter hineinzuversetzen. Ich verfüttere an meine Farbmäuse oder an die Ratten keine lebenden Tiere (sie würden Mehlwürmer bestimmt mögen...) - weil es aber eben auch Alternativen für die Mäuse/Ratten gibt. Für Schlangen gibt es aber nun mal in den meisten Fällen keine Alternativen - und da ist mir eine gescheite Futtermauszucht lieber als irgendwelche Frostmäuse oder Tiere aus Massenvermehrung. Aber auch das muss natürlich jeder für sich entscheiden...

LG, seven
 
  • Mäuse als Schlangenfutter Beitrag #6
hey

also ich als weder Mäuse noch Schlangen halter (leider) möchte mich auch mal zu dem Thema äußern.
Ich vertrete die Meinung meiner tierärzte und meines Nachbarn(Bauer):
"Wer Tiere hält, muss auch Tiere töten müssen."
Für jemanden der Mäuse hält ist es wohl unvorstellbar diese zu verfüttern, für jemanden der Schlangen hält, ist es ganz natürlich, denn im bezug auf die Schlange sind die Mäuse zu nichts anderem da, als sie satt zu machen.
Jemand, der sowohl Mäuse als auch Schlangen als haustiere hält, der wird quasi 2 Mäusearten haben: Die eine ist die Haustiermaus, die man innig liebt und sich beim Kauf dazu entschieden hat, sie bis zu ihrem natürlichen Tod zu lieben. Die 2. Art ist die Futtermaus. Der Halter liebt sie, weil sie das Leben der Schlange "ankurbelt".
So baut man zu beider Art Maus eine Beziehung auf, aber auf verschiedene weise.
ich züchte für mein Streifenhörnchen und meine Wachteln Mehlwürmer. Und so komisch es auch klingt, sie faszienieren mich und ich mag sie, aber ich kann zu ihnen einfach keine beziehung aufbauen weil ich weiß, was mit ihnen geschieht.
Genauso ist es bei meinen Wachteln, seit dem ich die Geschlechter weis, gehe ich mt den Hähnen ganz anders um als mit den hennen, weil ich weiß, das sie geschlachtet werden und die Hennen nicht.

ich hoffe man konnte durch mein geschriebenes gewusel durchfinden.

lg
Jonas
 
  • Mäuse als Schlangenfutter Beitrag #7
Hi!

Ich vertrete die Meinung meiner tierärzte und meines Nachbarn(Bauer):
"Wer Tiere hält, muss auch Tiere töten müssen."
Meinst du nicht vielleicht "Wer Tiere hält, muss auch Tiere töten können"?
Diesen Standpunkt vertrete ich nicht wirklich - denn das wäre strikt gegen das Tierschutzgesetz!! (Man muss dafür gewisse Sachkunde besitzen und die hat nicht jeder Tierhalter)

Der bekannte Schlangenzüchter Kevin McCurley hielt auch lange Zeit Ratten und ist deswegen auf die Verfütterung toter Nager in seinem Bestand umgestiegen - jedenfalls bei denen, die dies annahmen.


ciao
André
 
  • Mäuse als Schlangenfutter Beitrag #8
>>Wer Tiere hält, muss auch Tiere töten können?<<

Ja, wenn ich Jäger, oder Tierarzt bin ist das sicherlich zutreffend, oder im letzten Jahrhundert, als Tiere wirklich fast ausschließlich Nahrung waren, aber inzwischen sind wir doch schon ein bischen weiter, als diese abgedroschenen Bauernweisheiten und für den normalen Haustierhalter ist sowas absoluter Humbuk :)

man weiß ja von vornherein, daß es dazu da ist, irgendwann gegessen zu werden
ja, in gewisser Weise ist das sicherlich richtig, andererseits weiss ich bei z.B. einer Ratte auch, daß sie höchstwahrscheinlich an Krebs sterben wird und baue bis dahin trotzdem eine Bindung auf.

Und natürlich ist mir das mit dem Bauernhof klar, aber ich denke, daß man das nicht unbedingt mit der Haustierhaltung vergleichen kann. Bauern sind auch nicht unbedingt Vorzeigebeispiele für Haustierhaltung, ich denke sie haben allgemein nicht diesen engen Bezug, sondern sind ja eher auf die "Futtertier-Herstellug" spezialisiert und sehen generell alle Tiere mit diesen, oder ähnlichen Augen. Für sie sind es einfach Nutztiere.

Wenn ich aber privat ein Haustier habe, zu dem ich eine Bindung habe, dann ist es mir unverständlicher, daß ich zu meinem zweiten Haustier (also dem "Futter") keine Bindung aufbaue, obwohl ich es sogar bei mir aufwachsen lassen habe und es gepflegt und gehegt habe.

Das bedeutet aber im Umkehrschluß nicht, daß man diese Tiere schlecht(er) behandelt

Natürlich nicht, da gebe ich dir vollkommen Recht. Mir geht´s aber vor im Grunde nicht darum, wie man sie behandelt, sondern darum, wie man für sie empfindet

Wie schon gesagt, ich halte es für rein gar nicht verwerflich, seine Schlangen, oder Spinnen mit Lebendfutter zu füttern. Die brauchen sowas nunmal und das ist auch völlig in Ordnung so (Sofern das "Futter" artgerecht gehalten wurde). Mich würde halt interessieren, wie man das so differenzieren kann. Futtermaus kaufen und verfüttern - O.K. verstehe ich, daß da keine Bindung ist, aber fällt es nicht schwerer, sie als "Dinger" zu betrachten, wenn ich sie von klein auf kenne und sie selbst gezüchtet habe?

Und was ich noch interessant fände: Hat denn der Schlangenhalter/Mäusezüchter zur Schlange überhaupt eine "Haustierliche" Bindung, oder ist sie für ihn einfach nur ein interessantes, oder faszinierendes Objekt?

Ist nicht ein Schlangenhalter/Mäusezüchter hier, der sich zu Wort melden möchte? Keine Angst, ich will nix verurteilen, versuche nur das zu verstehen, also ran an die Tasten :)

P.S.: Ich persönlich würde mir kein Tier halten, das als Futter andere Tiere braucht. Ich habe nichts gegen Schlangen und sicherlich gibt es da wunderschöne Exemplare, aber es gibt genügend "vegetarische" Tierarten, da muss ich mir nicht unbedingt nen Fleischfresser ins Haus holen (auch wenn er vielleicht total drollig, faszinierend, oder sonstwas ist). Aber das ist nur meine persönliche Einstellung (wollt´s nur mal kurz am Rande angemerkt haben) und wenn andere Menschen das total anders sehen, ist das völlig in Ordnung (wäre ja todlangweilig, wenn immer jeder die gleiche Meinung hätte :)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Mäuse als Schlangenfutter Beitrag #9
HI!
Also ich habe schon eine Bindung zu meinen Mäusen, aber nur zu den Müttern die ich nicht verfütter, die Babys schau ich mir einfach nicht an und separiere sie sofort wenn sie groß sind, dann integrieren sie sich auch nicht in meine Gruppe und ich finde es nicht so schlimm.

Also ich finde den Vergleich eigentlich garnicht so schlecht, schließlich essen wir ja auch Fleisch (also die meisten) und so ein Lamm ist wirklich ein süsses Tier und nur weil wir die Maus vorher gesehen haben soll es ihr dann anders ergehen?! Also ich bin da über das jahr wirklich etwas abgestumpft. Man muss aber dazu sagen dass das nix damit zu tun hat weil ich so eine wär die nur tiere mit schuppen lebenswert findet, ich habe auch pelztiere ^^
 
  • Mäuse als Schlangenfutter Beitrag #10
Hey zusammen,

Im Grunde genommen kann ich mich, was die innerliche Einstellung angeht, keinem von euch richtig anschließen.

Ich differenziere zwischen keinen der Tieren die ich pflege, obgleich das nun eine Schlange, eine Ratte, ein Kaninchen, ein Heimchen, eine Fliege o.ä. ist.

In meinen Augen ist es schlichtweg falsch, wenn auch für den Menschen leichter, zwischen einzelnen Tieren zu unterscheiden, zu einigen von ihnen den Kontakt zu meiden oder zwanghaft zu versuchen sich nicht mit diesen zu beschäftigen.

Ein heute lebendes Tier, unabhängig davon wie es systematisch eingeordnet ist, stellt das Resultat einer endlosen Kette von Anpassungsprozessen dar.

Wenn ich ein lebendes Tier, weil die Umstände es erfordern, verfüttern muss dann sehe ich dies als Möglichkeit an, sowohl über Sekundärkonsument als auch über das zu verfütterne Tier etwas lernen zu können und betrachte dabei beide Tiere gleich.

Da ich "beruflich" immer wieder auch mit Schlangen zutun habe, die keine tote Nahrung annehmen, muss ich auch regelmäßig lebende Nager verfüttern.
Ich meide den Kontakt zu diesen jedoch nicht, sondern beschäftige mich immerwieder gerne mit ihnen, pflege sie und verbringe auch Zeit mit ihnen.

Die Tatsache das diese Tiere irgendwann verfüttert werden ist für mich kein Grund sie "anders" anzusehen und zu behandeln oder gar den Kontakt zu ihnen zu meiden.

Das jeder, der Tiere verfüttert, auch die Pflicht hat sich ausreichend um diese zu kümmern, steht außer Frage.
Darüber hinaus empfinde ich es jedoch als tragisch, dass sich die meisten nur vermindert mit diesen Tieren beschäftigen, wo dies doch eine Möglichkeit darstellen würde sowohl über Schlange als auch Nager etwas zu lernen.

lg
Martin
 
  • Mäuse als Schlangenfutter Beitrag #11
HI!
Ich gebe dir da schon recht, kann aber auch verstehen das es manchen menschen dann natürlich erheblich schwehrer fällt.
ich mache es, wie gesagt einfach so das ich die Mäuse pflege (mit ihnen "spielen" ist ja eh nicht richtig), d.h. sie füttern , sauber machen und natürlich im notfall tierärztlich zu versorgen, aber ich versuche dann nicht irgendwelche süssen eigenarten oder so aus den Tieren zu sehen , das würde mir dann schwehrer fallen
 
  • Mäuse als Schlangenfutter Beitrag #12
Meinst du nicht vielleicht "Wer Tiere hält, muss auch Tiere töten können"?
Diesen Standpunkt vertrete ich nicht wirklich - denn das wäre strikt gegen das Tierschutzgesetz!! (Man muss dafür gewisse Sachkunde besitzen und die hat nicht jeder Tierhalter)

Ich denke er (Jonas) hat sich da echt nur verschrieben.;)
Außerdem kann man diese Aussage (so wie du sie jetzt richtiggestellt hast) meiner Meinung nach ja verschieden interpretieren.
Möglichkeit 1: Wenn man als verantwortungsvoller Tierhalter Haustiere hält (meinetwegen einen Hund), muss sich auch darüber im Klaren sein, dass er dieses Tier/diese Tiere irgenwann erlösen muss, beispielsweise wenn sie krank sind, muss man sie unter Umständen einschläfern und diesen traurigen Schritt einleiten. Sprich: Das Tier nicht länger Leiden lassen.
Klar """tötet""" dann der TA das Tier, deshalb darf man das jetzt nicht so engstirnig sehen. ;)
Möglichkeit 2: Ein Bauern der seien Hasen etc schlachtet. Wenn er damit Geld verdienen will, braucht er auch "die Nerven" dies zu tun oder die Hasen zu jemand anderem zu bringen, der dies für ihn erledigt.
(Bekannte von mir wollten auch Stallhasen züchten und selber schlachten/schlachten helfen *nicht mehr genau weiß*... Nach dem ersten Mal waren sie davon nichtmehr so begeistert...)
Möglichkeit 3: Eben der unvernünftige, grausame, tierschutzwidrige Halter der seine Tiere auf "Gut Glück" umbringt und damit eben unnötig lange quält usw... Sprich, der Typ von Mensch den du wahrschl gemeint hast, oder?

Ich hoffe ich hab mich einigermaßen verständlich ausgedrückt und ihr blickt da noch irgendwie durch ;)
Über die Beziehung zu den Futtermäusen kann ich leider nichts sagen... jedenfalls würde ich es glaub ich nicht fertig bringen... Wobei es aber auch so ist, dass ich lieber eine Maus als eine Schlange halten würde ;)

LG TonicWater
 
  • Mäuse als Schlangenfutter Beitrag #13
hey

Zitat von Draco
Meinst du nicht vielleicht "Wer Tiere hält, muss auch Tiere töten können"?
Diesen Standpunkt vertrete ich nicht wirklich - denn das wäre strikt gegen das Tierschutzgesetz!! (Man muss dafür gewisse Sachkunde besitzen und die hat nicht jeder Tierhalter)

upps da hab ich mich verschrieben, natürlich meinte ich können.
Allerdings hast du mich glaub ich falsch verstanden.
TonicWater hat das schon schön beschrieben, schau dir mal möglich keit 1 und 2 an.
Hatte man mir im Oktober letzen Jahres diesen Spruch gesagt: Wer Tiere hält muss auch Tiere töten müssen. Dann wäre ich dieser Person an den Kragen gesprungen, aus dem Grund wie du ihn sagst.
Seit im November meine Wachteln geschlüpft sind sehe ich das ganz anders. Man muss als Tierhalter die Kraft haben ein Tier zu erlösen. Allerdings nicht ohne die richtigen kentnisse, sonst fügt man dem Tier noch mehr Schmerzen zu. Ich habe diese kentnisse, wie man Tiere, in diesem Fall Hühnervögel, richtig Tötet von meinem Großonkel, der seit 50 Jahren Hühner züchtet und auch immerwieder mit ansehen muss wie kleine Krüppel aus den Eiern schlüpfen. Wenn er da nicht die kraft hätte diese Tiere zu töten, dann, ja dann wäre man ein grausamer, tierschutzzwiedriger Halter.
Genau das gilt aber auch für 2Köpfige Schlangen, oder Hunde die einfach nicht mehr fähig sind zu leben.
Ich denke jetzt hast du mich verstanden oder?

@Tigerpython
Ich wüsste nicht, dass jemand von uns geschrieben hätte, dass wir die Futtertiere beminderwertigen.
Ich bin genau der Meinung, das im Prinzip jedes Tier gleich ist und gleich behandelt werden muss.
Aber so wie ich dich jetzt verstanden habe, würdest du eine Maus die du seit Jahren als Haustier pflegst und liebst problemlos deiner Kornnatter vorwerfen. Aber ich glaube als Tierhalter kann man soetwas einfach nicht. Vieleicht habe ich dich auch einfach nur falsch verstanden, aber ich bin trotzdem der meinung, das man zu einem Futtertier niemals das gleiche Verhältnis aufbauen kann wie zu einem haustier, wenn man das tut, dann wird man dieses eigendliche Futtertier zu einem Haustier umtaufen.

lg
Jonas
 
  • Mäuse als Schlangenfutter Beitrag #14
Nabend zusammen,

@Konri92:

Aber so wie ich dich jetzt verstanden habe, würdest du eine Maus die du seit Jahren als Haustier pflegst und liebst problemlos deiner Kornnatter vorwerfen. Aber ich glaube als Tierhalter kann man soetwas einfach nicht. Vieleicht habe ich dich auch einfach nur falsch verstanden, aber ich bin trotzdem der meinung, das man zu einem Futtertier niemals das gleiche Verhältnis aufbauen kann wie zu einem haustier, wenn man das tut, dann wird man dieses eigendliche Futtertier zu einem Haustier umtaufen.

Und genau das sehe ich anders ;).

Ich unterscheide, was die emotionale Bindung angeht, nicht zwischen einem "Futtertier" und einem "Haustier".

Wie oben bereits beschrieben unterscheiden sich diese ausschließlich in Bezug auf die Tatsache, dass das eine Tier durch ein anderes stirbt und das andere nicht.
Und dies ist für mich kein Grund diese Tiere unterschiedlich zu behandeln.

Das mag sicherlich an meiner Einstellung zum Leben liegen, was warscheinlich auch der Grund dafür ist, warum du dies nicht verstehst ;)

lg
Martin
 
  • Mäuse als Schlangenfutter Beitrag #15
hey

ich glaube auch, dass es da sehr auf die lebenseinstellung kommt. Ich könnte einfach keine feste Freundschaft zu einem Tier aufbauen, welches ich später verfüttern werde. Ich musste eben erst wieder einen Hahn erlösen, der von seinen genossen sehr schlimm zugerichtet wurde und man ist jedesmal wieder berührt wenn man sieht, wie ein Tier welches man sehr gemocht hat in einem Erdloch verschwindet.

lg
Jonas
 
  • Mäuse als Schlangenfutter Beitrag #16
also ich habe ja auch eigenen mäuse zum züchten von futter, ich hatte damals mal mäuse nur als haustiere gehalten und als ich anfing die als futter zu halten tat es mir schon ab und an weh wenn ich gesehen habe wenn sie gefressen worden, aber mit der zeit gewöhnt man sich dran und freut sich nur, das die auch nicht zuviele werden dann in der unterkunft.
habe aber nie mit zootieren gezüchtet, habe da so meine meinungen, daher wusste ich und wieß was meine tiere zu essen bekommen.
meine mäuse bekommen auch nur das beste und ich gönne denen ab und an auch mal was leckeres denn sie sollen ja nicht sofort merken für was sie da sind.
nur eins denke ich immer, wenn die kleinen mäuschen wüssten das sie nur geboren wurden zum verfüttert werden, dann wären die lieber nie geboren worden....
 
  • Mäuse als Schlangenfutter Beitrag #17
Hallo Wellensittich,

ich muß hierzu:
nur eins denke ich immer, wenn die kleinen mäuschen wüssten das sie nur geboren wurden zum verfüttert werden, dann wären die lieber nie geboren worden....
mal was als Ratten-Notfallvermittler sagen:

Es gibt so viele Ratten, die als "Liebhabertiere" unter den erbärmlichsten Umständen gehalten werden. Wir mussten schon Tiere einschläfern lassen, weil die Besitzer, von denen sie weggeholt wurden, zwar vielleicht der Meinung waren, die Tiere gut zu halten, sie de facto aber schlimmstens vernachlässigt oder gequält haben.

Wenn du deinen Futtertieren bis zu ihrem Ende ein einigermaßen artgerechtes, angenehmes Leben bietest mit angemessener Pflege, so geht es denen sicher um einiges besser als vielen Tieren, die wir schon aus "Liebhaberhaltung" geholt haben.

Natürlich fände ich es besser, wenn keine Tiere verfüttert werden müssten, aber das ist eben nicht realistisch. Von daher hat jeder Reptilienhalter, der seine Futtertiere anständig hält, meinen Respekt.
 
  • Mäuse als Schlangenfutter Beitrag #18
Hi!

Natürlich fände ich es besser, wenn keine Tiere verfüttert werden müssten, aber das ist eben nicht realistisch.
Genau diesen Satz würde ich vielen Naivchen ins Gewissen prägen....

Die Nager (um mal bei dem geläufigsten Schlangenfutter zu bleiben) haben sich das Schicksal nicht ausgesucht und sollen sie deshalb schlechter leben als die, die das "Los" als Liebhabertier gezogen haben? Sicher nicht.... alle haben das Recht auf ein Leben, in dem sie allen ihren Bedürfnissen nachkommen können - und das nicht nur im Minimum.
Dass man da Abstriche bei der Produktvität einer Zucht (also Kosten im Vergleich zum "Ertrag") machen muss, ist klar. Aber ich würde diese Abstriche gerne machen, damit die Tiere ein zumindest halbwegs gutes Leben haben.

just my 2 cents
André
 
  • Mäuse als Schlangenfutter Beitrag #19
Tja, André, ich hab auch schon einen Bartagamen-Halter zusammengestaucht, weil er für seine Agame Rattennachwuchs produzieren wollte (nochmal danke an Tigerpython für die schnelle fachliche Hilfe damals, er hat mich mit Argumenten aus Reptilienhaltersicht gegen dieses Vorhaben gewappnet). Wenn für eine Fütterung, wo es nicht nötig ist, Tiere sterben müssen (und vorher auch noch produziert werden sollen, was ja für das Muttertier auch eine Belastung ist), dann bin ich vehement dagegen. Als Rattenhalter vielleicht mehr als jemand, der zu Kleinsäugern keinen Bezug hat.

Aber es gibt nun mal Tiere, die sind auf tierische Nahrung angewiesen. Sollen die nun verhungern? Sicher nicht.
Mir ist wichtig, daß keine Tiere unnötig zum Verfüttern vermehrt werden, und daß auch Futtertiere wenigstens halbwegs anständig gehalten werden. Immerhin werden die Tiere, denen sie als Futter dienen, auch "zum Spaß" gehalten, also hat für mein Verständnis der Halter dieser Tiere auch die Pflicht, das Leben seiner Futtertiere so anständig wie möglich zu gestalten, denn er hält die Tiere, an die er verfüttert, ebenfalls freiwillig. Für alles andere hätte ich kein Verständnis. Genauso erwarte ich auch, daß die Tiere, die ich esse (nein, ich bin kein Vegetarier), anständig gehalten werden. Da lege ich dann für mein Steak oder Hack auch mal mehr hin und esse vielleicht dafür weniger Fleisch.
 
Thema:

Mäuse als Schlangenfutter

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