Urinspritzer bei Ratten

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  • Urinspritzer bei Ratten Beitrag #1
Robin77

Robin77

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Habe mal eine Frage zu Ratten.

Mein Mitbewohner überlegt sich Ratten anzuschaffen. So einiges darüber konnte ich ihm schon erzählen, da ich ja früher selbst viele Ratten hatte, aber ein- zwei Fragen hätte ich noch:

Ich finde Ratten vom Wesen her ganz wunderbar als Haustiere, allerdings eines hat mich immer extrem gestört: Die Wand hinter dem Käfig war ständig mit Urinspritzern übersäht und irgendwann so schlimm, daß nur noch überstreichen geholfen hat. Ausserdem wurden die Ratten mit zunehmendem Alter immer "ferkeliger". So die ersten paar Jahre war alles in Ordnung, aber als die Jungs dann alt wurden, waren ständig alle Spielzeuge und Häuser mit (Urin/Kot?) "Matsch" verdreckt und alles wirkte irgendwie "siffig", da kam man mit dem saubermachen quasi kaum noch hinterher (ein wenig übertrieben gesagt :).

Nun hatte ich immer Männchen und hätte gern gewusst, ob das mit den Urinspritzern bei den Weibchen genauso schlimm ist?
Ausserdem hätte ich noch gern gewusst, ob ein grosser Unterschied in der Haltung und im Verhalten von "normalen" und Akazienratten besteht (die ja derzeit immer populärer werden). Und was hat es mit diesen Dumbo-Ratten auf sich, die zur Zeit überall angeboten werden? Ich dachte immer, diese Ratten würden zu den Qualzuchten zählen?

Ein weiteres Problem das ich bisher noch bei keinem anderen Tier hatte: Milbenbefall. Meine erste Ratte damals (ein Zooladentier) hatte winzige weisse Punkte im Fell (damals noch unerfahren - sonst hätte ich auch nie im Zooladen gekauft - dachte ich mir nichts dabei und hielt es für Schuppen, oder so). Als die kurz darauf hinzugekommene zweite Ratte auch weissen Pünktchen bekam bin ich zum Tierarzt, der mir dann sagte, daß es Milben seien - sie bekamen mehrmals Spritzen und dann war alles wieder gut. Irgendwann hatte sich meine Gruppe dann auf 5 vergrössert und die letzte Ratte hatte wohl wieder die kleinen weissen Pünktchen eingeschleppt und einige bekamen daraufhin schnell krustige "Blumenkohlohren" - also wieder ab zum Tierarzt und jede Menge Geld loswerden...(danach waren sie dann aber ihr restliches Leben Parasitenfrei :)

Nun dazu noch Fragen:
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, eine "Milbenkranke" Ratte zu erwischen. Ich schätze diese Chance ziemlich hoch (immerhin waren es bei mir 2 von 5, die welche eingeschleppt haben), oder hatte ich einfach nur Pech und sowas ist eher selten?
Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, Tierarztkosten zu scheuen (und es wären ja dann auch die Ratten meines Mitbewohners, so daß ich damit im Grunde gar nichts am Hut hätte), meine Angst ist bloss folgende:
Ich habe 25 Farbmäuse und einen Hamster und da hätte ich halt Angst, wenn er sich Ratten holen würde und diese Parasiten hätten, daß sich die auf meine kleinen übertragen könnte. Gut, er wohnt zwar 3 Zimmer weiter weg, aber ganz ausschließen kann man so eine Übertragungsgefahr ja dennoch nicht.
Kann man also bei einer Ratte so einen Befall schon im Frühstadium, beim Kauf, erkennen - und wie kann man einem Befall am besten vorbeugen?

Und dann noch etwas: Er schwärmt ständig davon, was für niedliche Ratten er wieder im Zooladen gesehen hat. Ich möchte ihn aber unbedingt davon überzeugen, sich seine Tiere im Tierheim zu holen. Im nahegelegenen Tierheim (woher ich auch einige meiner Mäuse habe) gibt es momentan keine. Von dort weiss ich, daß sehr auf Sauberkeit und Krankheiten geachtet wird (und sowas wie Parasitenbefall dort auch behandelt wird) und einem da auch nichts vorgeschwindelt wird, nur um die Tiere vermittelt zu bekommen - aber wie gesagt, dort gibt´s momentan keine.
In Hamburg ist noch ein sehr grosses Tierheim, wo ich allerdings noch nie war - wie finde ich heraus, wie seriös dort gearbeitet wird? (Beim Nachfragen wird mir bestimmt versichert, daß ich mir keine Sorgen machen müsste, aber erzählen kann man ja viel...)
 
  • Urinspritzer bei Ratten Beitrag #2
Huhu Robin!
Zu Frage 1) Da hattest Du wohl echte "Ferkelböcke" ;) Das ist bei den Kerlchen wohl ganz oft so, dass sie alles versiffen...
Bei Mädels ist das meines Wissens nicht so - wir haben zwar "nur" zwei, aber die benutzen sogar ganz brav ihr Klo und strullen / kötteln sonst nirgends hin (aus Versehen mal nebens Häuschen, aber das ist wirklich selten)
Ich denke, Mädels sind da allgemein doch deutlich reinlicher.

Zum Milbenproblem: Ich denke, das ist Zufall/Glück/Pech... Wir hatten noch nie vermilbte Tiere, weder unsere insgesamt 31 Farbmäuse noch unsere Ratten hatten Milbenprobleme.
Wenn man Tierheimtiere holt, sollten die auch eigentlich prophylaktisch gegen Milben behandelt worden sein - wenn nicht, sollte man das halt selber machen (bzw. der Tierarzt) und die Tiere dann vor der Vergesellschaftung mit evtl. bereits vorhandenen Tieren erstmal 3-4 Wochen in Quarantäne lassen, um Ansteckung zu verhindern.

Ansonsten - bitte keine Zooladentiere, Du weißt ja selber, warum das nicht gut ist. Und kannst Du irgendwie im Tierheim vorbeifahren und mal schauen?
Vom TH Hamburg habe ich jetzt noch so gar nichts gehört, ob´s da gut oder nicht gut ist...

LG, seven
 
  • Urinspritzer bei Ratten Beitrag #3
*hust* ich hab auch "Ferkelweiber" :mrgreen: gut, Urinspritzer habe ich noch keine irgendwo gefunden, es sei denn, sie pinkeln eben gezielt dorthin. Aber Tomatensaft wird gespritzt, Traubenschalen verteilt (und die kann man getrocknet nur noch mit dem Messer abkratzen) etc. Ratten an sich sind reinlich - aber sie putzen nicht ;)

Man kann Ratten durchaus beibringen, eine Toilette zu benutzen, wenn sie das nicht von alleine tun. Zumindest beim Kötteln klappt das meist ganz gut. Dafür sollte man aber auf (fast) jeder Etage eine Toilettenschüssel aufstellen, denn Ratten sind faul und werden nicht durch den ganzen Käfig sprinten, wenn sie verschlafen sind und mal müssen.

Daß Ratten sich selber nicht mehr so ausgiebig pflegen, wenn sie alt oder krank werden, ist einfach so... daran kann man nichts ändern.


Parasiten sind ein Fall für sich... 3-4 Wochen Quarantäne reichen unter Umständen nicht aus, da Milben, Haarlinge und Läuse einen Entwicklungszyklus von bis zu 6 Wochen haben. Ich habe gerade selber Tierläuse, die aller Wahrscheinlichkeit nach von 2 Weibchen aus zweifelhafter Haltung mitgebracht wurden. Sichtbar wurde der Befall erst nach gut 4 Wochen.
Am besten holt man sich Ratten aus der privaten Vermittlung, wenn man das vermeiden möchte, dort sind die Kontrollen am besten. Allerdings gibt es auch da keine Garantie; junge und gesunde Tiere können Milben meist gut ab, es kann wochenlang kein Befall sichtbar sein.
Ich sag's ganz ehrlich: bei den TA-Kosten, die auf einen Rattenhalter zukommen können, ist die Milbenbehandlung die billigste. Wem das zu teuer ist, der sollte sich keine Ratten anschaffen.
Allerdings ist die Gefahr, daß man sich Milben mit Streu oder Heu für den Hamster einschleppt um einiges größer, als daß man aus einer Pflegestelle oder einem TH Milben mitbringt. Passieren kann das immer, man kann kein Tier keimfrei halten und auch keine komplett milbenfreie Umgebung herstellen.
 
  • Urinspritzer bei Ratten Beitrag #4
O.K., dann werde ich ihm eure Antworten mal unter die Nase halten und dann soll er sich entscheiden, ob er sich welche holt.
Im Grunde ist die Rumferkelei dann ja auch sein Problem - meine Angst ist im Grunde nur diese Milbensache wegen meiner Tiere halt.
Allerdings habe ich bei ihm auch Zweifel, ob er überhaupt Tiere holen sollte (aber das werde ich ihm wohl nicht ausreden können und kann ihm ja auch nicht verbieten, sich in der WG Tiere anzuschaffen, wenn ich selber welche habe).
Er ist halt dieser Typ Mensch, der sich nicht grossartig Gedanken macht. Nach dem Motto: Kosten ja nur ein paar Euro und wenn´s nicht mehr gefällt, oder in Arbeit ausartet, dann kommen sie halt wieder weg.
Kann diese Einstellung nicht verstehen, aber gibt wohl leider eine Menge Leute, die so denken (Erinnere mich noch, wie ich meinem anderen Mitbewohner mal fast an die Gurgel gesprungen bin, weil er meinen Hamster mit Kuchen füttern wollte, nach dem Motto "Mal schauen was der so alles frisst" - und dann will der mir noch erzählen, daß man sowas wie Hamster, Mäuse, Ratten etc. sowieso mit allem was der Kühlschrank so hergibt füttern kann - wenn´s schädlich wäre, würden die´s ja nicht essen und ausserdem ist es ja lustig zu schauen, wie sie Kekse und Kuchen essen...na ja, nachdem ich ihm dann androhte, er würde aus der Wohnung fliegen, wenn ich ihn noch einmal in der Nähe meiner Tiere sehen würde, hat er´s nicht wieder versucht, aber wirklich geschnallt, oder eingesehen hat er´s nicht).
Und wenn ich ihn dann (jetzt seid ihr als geplagte Leser wieder beim anderen Mitbewohner gelandet - der mit den Rattenanschaffungsplänen) wegen Käfiggröße, oder anderem belehren will, kommt sowas wie "aber die Frau im Zooladen hat aber gesagt..." (und die Frau im Zooladen hat ja auf jeden Fall mehr Ahnung als ich, weil die arbeitet ja schließlich im Zooladen...grrrr).
Er hatte schon geplant, zwei Ratten in einem alten Hamsterkäfig zu halten - da schrillten bei mir natürlich sofort die Alarmglocken und nun habe ich ihm schonmal meinen alten Kaninchenkäfig aufgequatscht (auch wenn er den nur recht widerwillig genommen hat - der nimmt ja schließlich so viel Platz weg). Da ist dann wenigstens schonmal die Grundfläche O.K. und nun muss ich ihn noch überzeugen, daß sich da nach oben hin noch was tut, zumindest vielleicht noch ein zweiter Käfig in gleicher Grösse zum oben draufbasteln, oder so. Hm...das wird auch wieder schwierig werden (denn schließlich kann es ja nicht sein, daß man für ein Tier, das nur ein paar Euros kostet, einen Käfig kaufen muß, der 10x so teuer ist, wie die Tiere)...oje...ich seh´s wirklich schon kommen: in 2 Monaten will er sie nicht mehr haben und weil sie mir dann leid tun, fliegt meine Fernsehecke raus, damit ich dort nen Rattenkäfig hinbauen kann :)
Na ja, aber vielleicht bin ich auch nur übertrieben besorgt und er kriegt am Ende doch alles so hin, wie´s sein soll (hoffe ich zumindest mal für die Ratten).
Sowieso versteht er nicht, warum ich nicht aufhöre, ihn ständig belehren zu wollen, schließlich will er sich ja "bloss" ein paar Ratten anschaffen.
Die Tierheim-Idee ist inzwischen auch schon wieder gestorben. Ich werde mich aber dennoch die Tage mal auf dem Weg zum Tierheim machen und mich dort umschauen - seine Planung sich die Tiere zu holen ist Ende des Monats, vielleicht kriege ich´s bis dahin ja noch hingebogen.
Aber die Frau im Zooladen hat ja gesagt, wenn man junge Tiere haben will, die auch richtig zutraulich werden, solle man die doch bei ihr kaufen - die im Tierheim sind ja meist schon vorbelastet und ihre kämen ja direkt vom seriösen Züchter (und falls sie ihm nicht gefallen, kann er sie innerhalb einer Woche wieder zurückbringen - na ist das nicht toll! kotz). Na und wie gesagt: Die allwissende Frau im Zooladen kennt sich ja eh viel besser aus als ich....und wenn ich noch einmal irgendeinen Satz höre, der beginnt mit "Die Frau im Zooladen", dann werde ich wahrscheinlich explodieren :))
 
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  • Urinspritzer bei Ratten Beitrag #5
Hach, Robin, Du hast´s aber auch wirklich nicht leicht ;)
Ich find´s toll, dass Du Dich so reinhängst - und immerhin ist es schon mal gut, dass Du dann auf die Rattenhaltung Deines Mitbewohners ein Auge halten kannst!

Zum Thema Zahmheit: Unsere beiden Ratzen stammen aus zwei verschiedenen Tierheimen.
Chiqui saß als Einzelratz schon über 1/2 Jahr im TH und war 1 Jahr alt, als sie zu uns zog. Sie war von Anfang an superzutraulich und gaaaanz lieb, lässt sich kuscheln und knuddeln und kommt neugierig angelaufen, wenn man sie ruft.
Nezumi saß ebenfalls als Einzelratz in einem anderen Tierheim (im Außengehege im Katzenauslauf *umkipp* ) Sie hat ein "Katzentrauma" - ist ja auch nicht verwunderlich - und war anfangs etwas scheuer. Sie war 5 Monate alt, als sie einzog...) Sie ist auch heute noch etwas zurückhaltender als Chiqui, und sie lässt sich nicht gern anfassen - aber auch sie ist superneugierig und holt sich begeistert ihre Leckerchen. Sie lässt sich im Käfig die Hanfmatte unter dem Popo wegziehen, wenn Käfigreinigung auf dem Programm steht...
Also von wegen: Die werden nicht zahm ;)

Ich finde es jedenfalls schon mal beruhigend, dass Du da ein bisschen aufpassen willst - und dass die Ratzen zur Not bei Dir unterkämen... auch wenn das natürlich für Deinen WG-Genossen dann eine leichte Sache ist: "Ich leg sie mir mal zu, und wenn ich sie nicht mehr will, ist der Robin so doof und lässt sie sich aufs Auge drücken"...

LG, seven
 
  • Urinspritzer bei Ratten Beitrag #6
Habe ihn natürlich angelogen und gesagt, ich würde die Tiere auf keinen Fall nehmen und er soll sich vorher überlegen, ob er mit den Tieren klarkommt :)

Ja, das mit der "Zahmheit" ist wirklich nicht das Problem bei Ratten glaube ich - ich denke sogar, daß man selbst eine Ratte, die vielleicht schlimmes erlebt hat und deshalb eventuell bissig ist, mit ein bischen Feingefühl wieder einigermaßen "hinbekommt" - dauert dann vielleicht etwas länger, aber ist durchaus möglich würde ich meinen. Ratten sind ja lernfähig und wenn sie erstmal Vertrauen gefasst haben auch sehr zutraulich (habe ich jedenfalls so die Erfahrung gemacht).
...aber wenn die allwissende Frau aus dem Zooladen da anderer Meinung ist, komme ich da nur sehr schwer gegen an :)

Zumindest hat er sich aber schonmal darauf eingelassen, einen neuen Käfig zu kaufen (mein alter Kaninchenkäfig wäre ja nur die Notlösung gewesen und mit viel Pech, wenn er sich sehr junge Ratten holen sollte, könnten die da durch die Gitter entkommen).

Ich habe bei Quelle einen Käfig gefunden (der liegt zwar über seiner Preisvorstellung, aber da man den dort in 2-3 Raten zahlen könnte, liegen meine Überredungschancen vielleicht gar nicht schlecht). Hätte gern ein paar Meinungen zu dem Käfig - eröffne dazu aber mal ein neues Thema (da das nicht mehr so recht zu der "Urinspritzer" Überschrift passt :)
 
  • Urinspritzer bei Ratten Beitrag #7
Also ich hatte bis jetzt männchen und weibchen und bei mir waren alle gleich "ferkelig" ich denk mal das ist einfach nur Glück wenn man saubere Ratten hat und hängt nicht vom Geschlecht ab.
 
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