Hi,
es stimmt schon, dass manche Zwerghamsterarten in der freien Wildbahn zeitweise in Gruppen oder Paaren zusammenleben. In der Natur haben sie aber auch die Möglichkeit, jederzeit in ein neues Revier umzuziehen, jederzeit einen neuen Partner zu suchen, jederzeit auf Abstand zu gehen.
Das ist in der Haltung als Heimtier nicht möglich, schließlich ist ein Gehege ein Witz gegen die großen Reviere, die die Tiere normalerweise bewohnen.
Mir selber ist auch kein Fall bekannt, in dem man es (trotz eines großen Platzangebots) geschafft hätte, Zwerghamster dauerhaft in einem gemeinsamen Käfig zu halten.
Gleichgeschlechtliche Zwerghamster verstehen sich wenn, dann nur bis zum Abschluss der Geschlechtsreife (wobei sie natürlich weitaus früher zeugungsfähig sind) - aber dann ist auch Mord und Totschlag angesagt.
Männchen und Weibchen beißen sich vielleicht nicht tot, machen aber zwangsläufig viele kleine Männchen und Weibchen, die ungefähr mit einem Alter von 30 Tagen wieder noch mehr Männchen und Weibchen produzieren wollen. Bei Würfen zwischen 4 bis 7 Tieren (und manchmal mehr) kommt da ganz schön was zusammen.
Ausnahmen gibt es wohl anscheinend - aber dabei handelt es sich dann in der Regel um Tiere vom Züchter, die unter anderem auf Gruppenverträglichkeit gezüchtet wurden.
Infos dazu z.B. unter
Rodent-Info.net.
Daher: Gruppenhaltung von Zwerghamstern ist was für Leute, die sich damit auskennen und auseinandersetzen wollen. Erfordert zudem sehr viel Platz, Zeit und Sachkenntnis, ist also nichts, was für Anfänger, Zooladenkäufer, oder auch Otto-Normal-Hamsterhalter (ich glaub, da würde ich uns alle dazu zählen...

) geeignet wäre.
Viele Grüße,
Sawyer