Hallo,
Ihr müsst zwangsernähren, denn schon mehrere Stunden ohne Nahrungsaufnahme können den empfindlichen Magen-Darmtrakt belasten, was sich negativ auf den Gesamtzustand auswirkt. Mit einer Einwegspritze wird die Nahrung direkt ins Mäulchen gefüttert. Am besten verwendet man Critical Care, beim Tierarzt zu beziehen. Das ist ein Spezialfutter, das speziell für das empfindliche Verdauungssystem des Kaninchens entwickelt wurde. Alternativ dazu kann Baby-Möhrenbrei, unbedingt ohne blähende Gemüsesorten, verwendet werden. Darunter kann man in Wasser eingeweichte Vita Special Senior mischen, um den Rohfaseranteil zu erhöhen.
Die zu fütternde Menge ist abhängig von Größe und Gewicht des Kaninchens einerseits sowie andererseits von der Menge der noch eigenständig aufgenommenen Nahrung. Frißt das Tier von sich aus gar nichts, füttert man ca. 50 ml je Kilogramm Körpergewicht, aufgeteilt in mehrere Portionen und lauwarm (Beispiel: ein 2 Kg schweres Kaninchen würde 100 ml über den Tag erhalten, verteilt auf ca. 5-6 Mahlzeiten in Abständen von 3-4 Stunden). Die ersten Fütterungen sind für Halter und Tier gewöhnungsbedürftig, die richtige Haltung muss gefunden werden, die Menge für einen „Schluck“ etc., doch mit Geduld und Ruhe entwickelt sich schnell Routine daraus. Bei manchen Tieren ist es von Vorteil, sie beim Füttern in ein Handtuch zu wickeln, um so Abwehrbewegungen abzumildern. Zusätzlich ist immer Flüssigkeit mit einzugeben, vor allem bei der Gabe von Critical Care.
Ausserdem könnte der Kreislauf noch down sein. Also bitte eine Ecke des Stalles nur ausleuchten und so, dass sich das Kaninchen nicht verbrennen kann. Edit: Ich meinte mit Rotlicht ausleuchten...
Und bitte mal den Kaninchenmann umdrehen und nach dem Gemächt sehen. Schwellungen bis zu der Größe einer Kidneybohne sind normal. Mit der Rückseite der Hand (vorher waschen) mal fühlen, ob die OP-Wunden heiss oder lauwarm sind. Wenn heiss und/oder sie nässen. Sofort zum Tierarzt.
LG, Sabine