Ich habe heute endlich mal die Kraft gehabt, um einen Brief aus der Sicht meiner "Weiße Hexe" zu schreiben:
"Daddy,
es tut mir leid, dass ich von dir gegangen bin. Ich wollte noch nicht gehen, doch ich musste.
Du warst immer für mich da, auch in den Zeiten, als ich meine Freundin „Fantaghiro“ verloren habe und ich meine Babys bekommen habe. Dafür danke ich dir. Ich bin nun hier drüben im Regenbogenland auf einer Käsewolke. Ich bin nun wieder mit „Fantaghiro“ vereint.
Ich habe gesehen, dass du um mich geweint hast. Ich habe dich manchmal geägert, doch die meiste Zeit war ich ganz brav. Ich vermisse unsere Zeit, die wir zusammen hatten. Ich war zwar „erst“ 25 Wochen alt, du hattest mich davon „nur“ 18 Wochen. Es kam mir vor, als wäre ich eine Ewigkeit bei dir, Daddy. Ich weiß noch, wie ich immer die erste sein wollte. Ich habe, wo du uns das Futter gegeben hast, mir immer mein erstes Stückchen rausgeklaut, dann erst habe ich die anderen Fressen lassen. Meine Babys, die du Romualdo II, Dumbo, Browny und Chocolate getauft hast, vermisse ich hier drüben. Aber ich sehe sie jeden Tag, wenn ich in Gedanken bei dir bin, Daddy.
Ich habe dich zwei Tage vor meinem Ableben traurig angeschaut. Du hast mich dann auf den Arm genommen. Ich habe dir mitteilen wollen, dass ich nicht mehr lange bei dir bin. Dann, zwei Tage später, du warst nicht zuhause, Daddy, habe ich wieder einen epileptischen Anfall gehabt und bin erstickt. Ich habe dich in der Zeit gebraucht, aber du warst nicht da. Ich hätte noch warten wollen, aber ich konnte nicht. Ich wusste in diesem Moment, dass meine Zeit gekommen war, Daddy. Du hast ein schönes Grab für mich gefunden, vor dem Haus, in dem ich groß geworden bin, ein bisschen Ärger gemacht habe und in dem ich meine Babys geboren habe. Dafür danke ich dir.
Du musst aber eines von mir wissen, Daddy: Ich bin immer in deinen Gedanken bei dir.
In Liebe und ewiger Dankbarkeit, was du für mich getan hast.
Deine „Weiße Hexe“
Ich möchte mich dafür bei "Weiße Hexe" bedanken.
Danke
Dein Daddy