Hallo,
da ich eine Hündin aus dem Tierheim nahe Barcelona habe, kann ich jetzt auch "mitreden".
Bisher hatte ich immer Hunde aus deutschen Tierheimen, Muckl, die letzte, war aus dem TH Kempten. Und die hatte ein besonders tolles Gesicht (für mich). Und nach ihrem Tod am 11.1.2008 war ich dann eben im Internet und war völlig platt von den über 10.000 Anzeigen dort allein für Hunde.
Ich war hier vor Ort in zwei Vermittlungsstellen, einem Tierheim, da waren aber nur riesengroße Hunde drinnen (geht nicht, wohne zur Miete) und die andere Stelle vermittelte ausschließlich Hunde aus Polen... und da habe ich ein Gesicht bei den 10.000 Anzeigen gesehen... und das war's dann. Deswegen bin ich geschwind nach Barcelona geflogen und habe diese Hündin geholt, die Vermittlung lief über eine Stelle in Bonn. Wenn dieser Hundekopf nun in einem deutschen TH untergebracht gewesen wäre, hätte ich ihn genauso genommen. Es war der Hund, das war das Ausschlaggebende und nicht, wo er herkommt.
Ich besuchte früher auch Tierheime in Bayern - da komm ich eigentlich her - und außer Tränen nichts gewesen.
Was ich mir alles anhören musste, dass ich "auf gut Glück" einen Hund aus dem Internet nehme, könnte Bücher schreiben, obwohl der Tenor immer derselbe war: Du musst den Hund sehen, der muss auf Dich zukommen usw. - ja, Hilfe, wenn ich da in einem deutschen TH gewesen wäre und es wären 5 Hunde auf mich zugekommen, was hätte ich denn da gemacht?
Es gibt unzählige Stellen in Deutschland, die sich der Tiere aus den Mittelmeerländern und Osteuropa annehmen, finde ich gut. Es gibt Tierheime, die Anlaufstellen vor Ort sind, da gibt es aber auch jede Menge Hunde aus dem Ausland drinnen, oder überwiegend Hunde, für die man einen Wesenstest machen lassen muss, die aus schlechter Haltung kommen und eigentlich kaum mehr eine Chance haben. Was ich damit sagen will, es ist eigentlich alles da, und ich mache da KEINEN Unterschied, mir geht es um die Tiere und nicht um die Herkunft. Ich war auch nicht in dem Tierheim (mit 250 Hunden) in Spanien, der Hund wurde mir zum Flughafen gebracht und ich habe ihn mitgenommen und gleich noch einen zweiten dazu als Flugpate. So haben wenigstens zwei Hunde eine neue Chance bekommen.
Und Krümel ist sauglücklich hier, nach 6 Monaten intensivster Arbeit und Dauerstress wegen ihrer extremen Scheu und Ängstlichkeit, zusätzlich noch schwere Verdauungsprobleme, Futterumstellungen usw. Viele hier kennen "meine Geschichte". Und ich bin ebenfalls sauglücklich, wenn ich merke, was alles von ihr abfällt in den letzten Wochen, sie rennt Bällen hinterher, sie spielt mit Hunden, nur Zweibeiner mag sie noch nicht.
Also, ich finde, jeder gerettete Hund oder natürlich auch ein anderes Tier, wo auch immer das herkommt, macht Sinn. Und wir haben auch nur einen Schutzvertrag, d.h. wir müssen den Hund der Tierhilfe zurückgeben, wenn was sein sollte. ABER DAS KOMMT NICHT IN FRAGE!!!
Herzlichen Gruß von Babs