Genveränderung bei Tieren während der Domestikation

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  • Genveränderung bei Tieren während der Domestikation Beitrag #1
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Leonore

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Hallo alle zusammen!
Meine Situation ist folgende: Ich will herrausfinden, wie sich die Gene und die Tiere allgemein (Anatomie, Verhalten) (speziell beim Schwein) während der Domestikation verändert haben. Jedoch finde ich bei Google keinen wirklich guten, passenden Artikel zu dem Thema. Besonders über die Gen Veränderung finde ich nichts brauchbares.
Wenn ihr interessante Seiten zu dem Thema kennt oder euch mit dem Thema selber gut auskennt dann postet das doch bitte.
Beste Grüße und schonmal vielen Dank für eure Antworten!
 
  • Genveränderung bei Tieren während der Domestikation Beitrag #2
Wir haben das Thema Genveränderung bei Tieren und Pflanzen grad in WiPo aber wirklich helfen kann ich dir bis jetzt leider noch nicht. Nur das die Politiker sich darum streiten ob das in Deutschland verboten sein soll oder nicht.^^
Vielleicht finde ich im Laufe der Zeit im Unterricht ja ein bisschen was raus was dir helfen könnte.
 
  • Genveränderung bei Tieren während der Domestikation Beitrag #3
Ich denke da geht's um was anderes, Kadi ;) was du meinst, sind bewusste Eingriffe ins Erbgut, um zielgerichtete Modifikationen vorzunehmen.
Leonore sucht Informationen dazu, wie sich die Gene bei domestizierten Tieren generell verändert haben im Vergleich zu ihren "wilden" Ausgangsformen/Verwandten. Daß sich das Erbgut einer Art verändert, passiert ständig, indem diese Art sich an veränderte Umwelteinflüsse anpasst. Das hat aber i.e.S. nichts mit Gentechnik zu tun.
 
  • Genveränderung bei Tieren während der Domestikation Beitrag #4
Ahso. Also das hab ich jetzt zwar noch nicht ganz verstanden, aber falls du das meinst was ich mich schon ewig frage... Wie kommt es das der Dalmatiner Punkte hat z.B. Das hat ja üüüberhaupt nichts mit dem Vorfahr Wolf zutun^^
Geht es darum? Das haben wir nämlich auch mal in WiPo angefangen zu besprechen, aber nie wirklich zu einer Antwort gekommen.

Oder gestern ein Bericht in der Zeitung:
Forscher haben einem Beagle Gene einer Anemone eingepflanzt und nun leuchtet der Hund sogar tagsüber. Was soll das bezwecken? Angeblich sollen es Fortschritte sein uns Menschen vor Krankheiten zu beschützen. Häää?!

Also falls ich das Thema nun immer noch verfehlt habe halt ich mich ab jetzt raus :D
 
  • Genveränderung bei Tieren während der Domestikation Beitrag #5
Während der Domestikation gibt es im Prinzip 2 "Arten" von Genveränderungen; einmal natürlich die durch bewusste Zucht - also z.B. die Punkte bei den Dalmatinern. Die zweite "Art" von Veränderungen ist die, die nicht bewusst durch Zucht beeinflusst wird sondern alleine dadurch, daß sich ein Tier an die Nähe des Menschen, an das Leben mit dem Menschen und an die Nutzung durch den Menschen anpasst. Nicht jede Veränderung wird bewusst gezüchtet - so gehen z.B. auch Verhaltensänderungen mit der Domestikation einher oder der Verlust gewisser Instinkte, auch ohne daß das bewusst gezüchtet würde, das "passiert" einfach, weil sich die Lebensumstände der Tiere ändern.

Gleiches ist übrigens auch mit uns Menschen passiert, auch wir sehen ja jetzt ganz anders aus, gehen anders, bewegen uns anders, ernähren uns anders als unsere Vorfahren vor einigen tausend Jahren. Die Menschen damals haben nicht bewusst "entschieden", daß sie sich bewusst auf ein Ziel hin - unser heutiges Erscheinungsbild - fortpflanzen, das ist einfach passiert durch die Anpassung an die sich verändernde Umwelt.

Wie die Punkte auf den Dalmatinern genau entstanden sind bzw. wie sie herausgezüchtet wurden, dazu müsste dir ein Biologe mehr sagen können, der sich mit dem Erbgut von Dalmatinern auskennt ;) ich kann nur allgemein sagen, daß Farbveränderungen in erster Linie auf Mutationen beruhen, also auf Zufällen. Wenn man dann gezielt diese Tiere verpaart, die diese Mutationen im Erbgut tragen, steigt natürlich die Wahrscheinlichkeit, daß auch alle ihre Nachkommen, dieses veränderte Erbgut tragen, und die vererben es wiederum weiter.
Genauso werden nicht nur Fellfarben, sondern auch Unterschiede in der Größe, dem Körperbau etc. gezüchtet. Der Ursprung all dieser Dinge liegt ganz zu Beginn einer Rassezucht also immer in einem Zufall begründet: gewisse Teile des Erbguts haben sich zufällig verändert, und diese Veränderung wurde durch gezielte Zucht weiter gefördert.

Der Unterschied zur Gentechnik besteht genau darin, daß diese Mutationen zufällig passiert sind. Wenn man nun das Erbgut und seine Funktionen und Interaktionen genau kennt, könnte man - das ist das Ziel der Gentechnik - solche Veränderungen gezielt herbeiführen.
Das Problem dabei ist, daß das gesamte Erbgut eine sehr, sehr komplexe Angelegenheit ist; niemand kann bisher mit Sicherheit sagen, was passiert, wenn man einen kleinen Teil verändert, und ob das nicht auch noch Auswirkungen auf ganz andere Dinge hat als die beabsichtigten. So könnte es z.B. sein, daß man eigentlich nur die Punkte eines Dalmatiners verändern möchte, aber versehentlich damit auch die Funktionsfähigkeit seiner Nieren beeinträchtigt (nur mal als hypothethisches Beispiel), und genau darin liegt die Gefahr.
Das Problem dabei ist eigentlich immer dasselbe: man kann es nur herausfinden, indem man es ausprobiert, aber wenn die Gefahr besteht, daß man eher schadet als nutzt, stellt sich eben die Frage, ob man das Risiko eingehen sollte oder kann, ob der erhoffte Vorteil tatsächlich so groß wäre, daß sie Risiken rechtfertigen würden.

(Ähnliches gilt meines Erachtens aber auch bei "traditioneller" Zucht, auch hier rechtfertigt nicht jedes Zuchtziel jedes Risiko; bei Ratten und Meerschweinchen gibt es z.B. Fellfarben, die, wenn beide Elternteile sie haben und verpaart werden, dazu führen, daß die Nachkommen mit hoher Wahrscheinlichkeit gesundheitliche Schäden davontragen oder aber gar nicht lebensfähig sind. Die Zucht solcher Fellfarben, nur weil der Mensch sie schön findet, finde ich daher nicht gerechtfertigt.)

Hinzu kommen dann, neben den "wissenschaftlichen" Bedenken, die man gegen solche Genveränderungen vorbringen kann, noch ethisch-moralisch-religiöse Bedenken, je nachdem, aus welcher Denk- oder Glaubensrichtung jemand kommt, der Gentechnik kritisiert.
 
  • Genveränderung bei Tieren während der Domestikation Beitrag #6
Hm zu den Fehlern bei manchen Zuchten gehört wohl auch die HD bei vielen Hunden. (insbesondere Schäferhund) Was ich nicht verstehe, warum solche Tiere nicht von Beginn und Ausbreitung der Krankheit an, aus der Zucht genommen wurden um vielen Nachkommen aus Vermehrerzuchten dieses Leid zu ersparen.

Von den sogenannten Letalmeerschweinchen habe ich auch schon etwas gehört, doch sowas kommt eben raus wenn die menschliche Hand zusehr an Mutter Natur pfuscht. Sowas wäre doch sicherlich nicht von selbst entstanden..
 
  • Genveränderung bei Tieren während der Domestikation Beitrag #7
Entstanden wäre es vielleicht schon - durch Zufall kann praktisch jede Mutation entstehen. Aber eine Population, in der diese Mutation vorherrscht, hätte sich nie durchsetzen können, daher hätte sich diese Mutation nicht in relevanter Art verbreitet.

Das Problem bei der häufigen HD (und einigen anderen Erkrankungen) sind schlicht Zuchtstandards, die sich an teilweise unsinnigen Maßstäben orientieren; sämtliche Qualzuchten sind so entstanden - wobei "entstanden" als Aktivverb hier eigentlich fehl am Platz ist, denn sie haben sich ja nicht von selbst entwickelt, die Zuchtauswahl trifft der Züchter.
 
  • Genveränderung bei Tieren während der Domestikation Beitrag #8
Sowas krankes! Wer züchtet denn Krankheiten o_O
 
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