Verhalten bei Beißerei

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Blacky

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Hallo zusammen,

Off-Topic
Muss ich auch bei ner Mail ne Quelle angeben?:eusa_think:


ich erhielt vor kurzem eine Mail.
In dieser Mail geht es um das menschliche Verhalten bei Rangeleien/Beißereien...

Ich setz die Mail einfach mal rein. - Ich würde mich freuen wenn ihr was dazu schreiben könntet!

Ich persönlich finde das was dort steht ganz in Ordnung. Allerdings wird die größte Schwierigkeit sein, mit dem anderen Besitzer in Einklang zu kommen!

-----------------------------------

Hallo,

nicht eingreifen fällt schwer...

Hundekämpfe sind ein Albtraum für die meisten
Hundehalter. Mit Recht. Unser Beschützerinstinkt kann uns
verleiten, selber in den Kampf einzugreifen, weil wir
unseren Hund vor Verletzungen bewahren wollen. Es braucht
viel Überwindung, nicht einzugreifen, aber menschliches
Eingreifen und Ablenken eines der Hunde kann den Anlaß zur
Zuspitzung der Lage geben. Leider sind die Hundebesitzer
allzu oft Katalysatoren, die die Eskalation noch
beschleunigen. Sie entwickeln in einer Konfliktsituation
zwischen Hunden so viel Streß, daß sie alles andere als
souverän sind und erhöhen durch ihr Einwirken in aller
Regel die Spannung - wenn nicht akut in dieser Situation,
so doch evtl. dauerhaft in Bezug auf zukünftige
Hundebegegnungen. Denn es kann sein, daß der Hund
stärkere Aggressionen gegen bestimmte Artgenossen
entwickelt, weil er deren Anwesenheit mit dem durch seinen
Hundeführer erzeugten Streß koppelt. Also: Nicht auf die
Hunde zugehen und nicht herumschreien, weder mit den
Hunden, noch mit dem anderen Hundebesitzer! Außerdem
verhindert das Eingreifen auch, daß Hunde einen Konflikt
tatsächlich beenden. Er kann dann bei jeder Begegnung
wieder ausbrechen und es können sich schnell regelrechte
Feindschaften entwickeln.
Bei sehr statusbewußten Hunden kann es auch schon mal
sein, daß der Gegner durch Nackenschütteln gemaßregelt
wird. Solche Hunde erwarten Respekt und auch wenn sie
gegenüber Provokationen eher langmütig reagieren, platzt
ihnen manchmal dann doch der Kragen - sie schütteln, ohne
durchzubeißen und sind danach gleich wieder ruhig,
während der Geschüttelte die Flucht ergreift. Diese
Maßregelung zeigen bei manchen Rassen, die sich allgemein
durch grobes Spielverhalten auszeichnen, übrigens auch die
Mütter gegenüber ihren Welpen. Beißschütteln ist also
nicht immer mit einer Tötungsabsicht aus dem
Beuteverhalten gleichzusetzen, wie manchmal behauptet wird.
Die Situation kann sich jedoch auch so entwickeln, daß
eine harmlose Rauferei in eine ernsthafte Beißerei
ausartet und der erfahrene Hundehalter erkennt, daß es nun
hart auf hart geht, vor allem, wenn David und Goliath
aneinander geraten. Da in einem Ernstkampf in der Regel
keine Beschwichtigungsgesten akzeptiert werden, endet das
meist übel für einen der Beteiligten. Dann wird der
Hundebesitzer nicht untätig daneben stehen und zuschauen,
wie einer der Hunde unter die Räder kommt. Er begibt sich
ohne zu Überlegen selber in Gefahr.
Wenn es bei einer Hundebegegnung leise und wirklich
erbittert zugeht, ist Gefahr im Anmarsch. Sollte sich -
meist eher aus Versehen - aus der Hitze des Gefechts ein
ernsthafter Beschädigungskampf entwickeln, beißen beide
Gegner abwechselnd oder gleichzeitig fest zu und versuchen,
in verletzbare Körperteile wie Hals und Bauch zu beißen
und den anderen möglichst stark zu verletzen. Hierbei
fehlen alle drohenden und imponierenden Gebärden. Der
Ernstkampf passiert meist blitzschnell und lautlos. Er wird
niemals durch beschwichtigendes Verhalten des Verlierers
beendet. Nur durch Flucht oder intensive Verteidigung kann
er sich den Verfolgungen des Siegers entziehen. Kommt es zu
keiner Entscheidung, beendet erst beidseitige Erschöpfung
den Kampf.
In diesem Fall kann man natürlich nicht einfach
weitergehen und so tun, als ob man nichts damit zu tun
hätte. Der Ernstkampf kann für ein Tier schlecht ausgehen
und wirklich gefährlich werden. Im echten aggressiven Kampf
sind alle Hunde, ob Rüde oder Hündin, völlig blind, taub,
witterungslos und schmerzunempfindlich. In Rage sind sie wie
in einem Rausch und beißen wie Krokodile nach allem, was
ihnen vor die Zähne kommt. Also vorsichtig - nicht
dazwischen fassen. Und bleiben Sie ruhig, um den Kampf
nicht noch durch Ihr Geschrei anzuheizen.
Falsch ist es auf jeden Fall, wenn einer der Hundehalter
versucht, seinen Hund am Halsband zu packen. Das ist mit
das schlimmste, was man in der Situation machen kann, denn
dann eskaliert die Rauferei sofort. Greifen Sie nie in das
kämpfende Knäuel! Schon eine einfache Berührung am Hals
kann den Hund in einer solchen Situation noch aggressiver
machen. Wird er dann auch noch festgehalten, ist er in
seiner Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt, was in
dieser Situation die Aggression noch mehr fördert, denn
dadurch ist er dem Gegner wehrlos ausgeliefert. Dazu kommt
der Vertrauensbruch, da der eigene Rudelführer ihm in "den
Rücken gefallen" ist. Auch wird meist der fremde Hund durch
dieses Festhalten zu einem Angriff regelrecht eingeladen, er
nutzt natürlich jede sich bietende Chance. Hat die
Beißerei erst einmal angefangen, sollte man Ruhe bewahren!
Jetzt ist alles Rufen und Schreien völlig nutzlos und wirkt
eher noch anstachelnd. Der Hund hätte nur den Eindruck
"Frauchen knurrt und bellt mit."
Trotzdem sollten beide Hundebesitzer sofort alles daran
setzen, die Kampfhähne zu trennen. Und zwar gemeinsam und
in direkter Absprache miteinander. Dabei sollten die
Hundehalter sich ihren Hund in einer "konzertierten Aktion"
greifen: beide Halter packen ihren Hund an den Hinterläufen
(über den Pfoten), nehmen ihn beide gleichzeitig auf
Kommando hoch und schieben ihn erst nach vorne (der
Überraschungseffekt läßt sie kurz die Kiefer öffnen)
und ziehen ihn dann zurück, bis sie mindestens zwei Meter
voneinander entfernt sind. Diese Schubkarrenstellung bringt
sie schnell wieder zur Vernunft, da sie auf diese Weise
ziemlich hilflos sind. Diese Methode klappt zwar recht gut,
ist aber nur durchführbar, wenn beide Menschen gleich
schnell und gut reagieren - und das ist im Kampfgetümmel
wirklich nicht einfach, gerade bei großen Hunden! Notfalls
kann man die Hunde auch am Schwanzansatz packen. Falls
vorhanden, kann man auch einen Eimer Wasser über die
Raufbolde schütten oder eine Decke/Jacke über jeden der
Hunde werfen und den Moment des Erschreckens ausnutzen,
indem sich jeder schnell seinen Hund schnappt. Oder man
geht mit einem Stück Holz dazwischen. Hat sich einer der
Hunde festgebissen, kann man evtl. versuchen, sein Maul mit
Hilfe eines Stockes aufzuhebeln während der andere
Hundebesitzer seinen Hund schnell wegzieht, damit dieser
nicht nachsetzen kann. Notfalls kann man auch das Halsband
so lange verdrehen, bis dem Hund die Luft wegbleibt. Ist
man allein, ist Pfefferspray die einzige Möglichkeit, die
Hunde zu trennen. Wichtig ist es, die Kontrahenten nach dem
Trennen sofort umzudrehen, um ihren gegenseitigen
Blickkontakt zu verhindern und sie mehrere Minuten auf den
Boden zu drücken, da sie sonst aufgrund ihres
Erregungszustandes sofort wieder aufeinander losgehen
würden.
Nach dem Kampf wird jeder Hund sofort weggeführt und evtl.
irgendwo sicher angebunden. Schenken Sie Ihrem "Recken" so
wenig Aufmerksamkeit wie möglich! In der Regel sind die
Blessuren nicht so schlimm, als daß man sie sofort und
augenblicklich untersuchen müßte. Machen Sie Ihrem Hund
unmißverständlich klar, daß Sie seine Aggressivität
mißbilligen! Verbieten Sie ihm, daß er den anderen Hund
weiterhin anstarrt. Lassen sie ihn Platz machen und
ignorieren Sie ihn wenigstens einen Moment. Erst nach einer
"Bedenkzeit", in der Sie sich um die gegnerische Partei
kümmern können, sollten Sie Ihren eigenen Hund auf
Verletzungen untersuchen. Dabei darf der Hund niemals
getröstet oder beruhigt und schon gar nicht auf den Arm
genommen werden, denn der Hund kann alle diese Reaktionen
als Bestärkung, also Lob für sein aggressives Verhalten
mißverstehen! Diese ganz normalen menschlichen Reaktionen
bewirken alle eine Verschlechterung des Verhaltens, führen
also immer tiefer in einen Teufelskreis der Aggression.
Wenn möglich, tupft man die Wunden aus, um sich ein Bild
von den Verletzungen zu machen. Unbedingt sollte man nach
der Adresse und Telefonnummer des anderen Hundebesitzers
fragen, nötigenfalls auch dessen Autonummer notieren. Hat
der eigene Hund begonnen, dann gebietet es der Anstand
anderntags anzurufen, um sich über den Gesundheitszustand
des anderen Hundes zu erkundigen. Man sollte abklären, bei
welchem Tierarzt der Hund behandelt worden ist und ob eine
Haftpflicht- oder Unfallversicherung für den Hund besteht.
Schließlich und endlich: Die Hunde haben sich gebissen,
nicht die Menschen! Fangen Sie keine Diskussionen über das
Wie und Warum an ("Ihrer hat aber angefangen!"), das schafft
nur noch mehr Aufregung und Verdruß. Flüchten Sie nicht in
Ausreden und versuchen Sie nicht, Ihren Hund für seinen
Angriff zu entschuldigen (Natürlich macht er nichts, hat
er das jetzt zum ersten Mal gemacht, er beißt nicht
richtig, wurde provoziert, ist eben ein Alpha-Hund, eine
starke Persönlichkeit, mag keine XY-Hunde, ist als Welpe
gebissen worden usw. usf.)! Bagatellisieren Sie auch kleine
Verletzungen nicht! Während aggressive Gesten zur normalen
Kommunikation der Hunde dazugehören, zeigen Verletzungen
immer an, daß zumindest einer der Hunde nicht ausreichend
sozial kompetent ist und daher der Lage nicht gewachsen
war. Hunde, die auf andere Hunde losgehen, sind ganz
einfach schlecht sozialisiert bzw. erzogen und nichts
anderes. Warum sie auf den anderen losgehen interessiert
niemanden. Wer das Verhalten seines Hundes rechtfertigen
muß, hat versagt!
 
  • Verhalten bei Beißerei Beitrag #2
Ich finde den Text in vielen Teilen recht gut, vor allem der Abschnitt über Ernst- und Kommentkämpfe ist gelungen. Leider sind zu viele Hundebesitzer nicht in der Lage zwischen diesen beiden Formen der Aggression zu unterscheiden, was oft zu Fehlinterpretationen und Überreaktion fürht.
Fast alle Kämpfe unter Rüden sind Kommentkämpfe, man kann sehr viel tun um diese Kämpfe im Vorfeld zu verhindern wenn man die Körpersprache der Hunde richtig versteht, wenn es allerdings aus Unachtsamkeit doch mal passiert, dann ist Ruhe bewahren und weggehen meist die beste Methode um die Situation zu aufzulösen.

Andere Stellen aus dem Text sagen mir dagegen überhaupt nicht zu z.B.:
Wichtig ist es, die Kontrahenten nach dem
Trennen sofort umzudrehen, um ihren gegenseitigen
Blickkontakt zu verhindern und sie mehrere Minuten auf den
Boden zu drücken, da sie sonst aufgrund ihres
Erregungszustandes sofort wieder aufeinander losgehen
würden.
Warum soll man die Hunde auf den Boden drücken, sinnvoller wäre es in meinen Augen einfach weiterzugehen um so viel Abstand wie möglich zwischen die Streithähne zu bringen.

Erst nach einer
"Bedenkzeit", in der Sie sich um die gegnerische Partei
kümmern können, sollten Sie Ihren eigenen Hund auf
Verletzungen untersuchen. Dabei darf der Hund niemals
getröstet oder beruhigt und schon gar nicht auf den Arm
genommen werden, denn der Hund kann alle diese Reaktionen
als Bestärkung, also Lob für sein aggressives Verhalten
mißverstehen!
Das widerspricht sich, denn es impliziert das der andere Hund "unschuldig" ist. Die Frage der Schuld lässt sich nach Kommentkämpfen nicht wirklich klären und man sollte keinem der Hunde besondere Aufmerksamkeit schenken, auch nicht dem "Verlierer".
Wenn man nach dieser "Bedenkzeit" wieder zu seinem Hund kommt würde der Hund evtl. Trösten oder Beruhigen im übrigen auch nicht mehr auf seinen Aggression im Kampf beziehen, sondern auf das was er in den letzen Sekunden davor gemacht hat (vielleicht hat er ja gerade brav an der Leine gewartet bis man zurückkommt, dafür sollte man ihn nicht mit Missachtung strafen).

Hat
der eigene Hund begonnen....
Kommentkämpfe unter Rüden finden in der Regel "in gegenseitigem Einvernehmen" statt, auch wenn uns das nicht immer auffällt. Oft scheint es uns, als wäre der Hund der Anfänger der sich zuerst draufstürzt, weil wir die Herrausforderungen und Provokationen des "Nicht-Anfängers" übersehen haben.
Man sollte sich nach einem Hundekampf nicht darauf versteifen, wer denn nun angefangen hat.

Bagatellisieren Sie auch kleine
Verletzungen nicht! Während aggressive Gesten zur normalen
Kommunikation der Hunde dazugehören, zeigen Verletzungen
immer an, daß zumindest einer der Hunde nicht ausreichend
sozial kompetent ist und daher der Lage nicht gewachsen
war
Ja, aggressive Gesten gehören zum normalen Verhalten unter Hunden und kleine Verletzungen können während eines Kommentkampfen passieren.
Das sind meistens kleine Schrammen, Risse oder Löcher die einfach im Eifer des Gefechts passiert sind.
Hunde kennen den Vorsatz ihrem Gegener mal eine "Schramme" zuzufügen aber nicht als Bestandteil von Aggression in Kämpfen
In echten Ernst- oder Beschädigungskämpfen (die im Text recht gut beschrieben werden) beißen sich Hunde regelrecht inneinander fest um den Gegner zu erledingen. Wenn ein Hund ernsthaft beißen will und er erstmal reingebissen hat bekommt man die Kiefer nur durch Erschrecken (oder mit der Brechstange) wieder auf.
Ein versehentliches Reintackern das durch einen fehlgeleiteten Schnapper in einem Kommentkampf entstanden ist würde ich keinem Hund als Aggression auslegen, genausowenig wie man daraus auf mangelndes Sozialverhalten schließen kann.
 
  • Verhalten bei Beißerei Beitrag #3
Andere Stellen aus dem Text sagen mir dagegen überhaupt nicht zu z.B.:
Warum soll man die Hunde auf den Boden drücken, sinnvoller wäre es in meinen Augen einfach weiterzugehen um so viel Abstand wie möglich zwischen die Streithähne zu bringen.
Ich glaube hier war nur gemeint, dass die Hunde einander den Rücken zudrehen und sich nicht mehr anstarren können. Also genau wie du es auch hier meintest.

Was mir nicht ganz klar wird, ist wie man sich nach dem Kampf um die jeweils andere Partei kümmern soll. Denn wenn wir davon ausgehen, dass beide Besitzer da sind, würde sich ja doch jeweils einer um jeden Hund kümmern, wobei doch erstmal Ignorieren jedes Hundes angesagt wäre. Aber vielleicht hab ich das auch einfach falsch verstanden.
Caterina
 
  • Verhalten bei Beißerei Beitrag #4
Hallo,
ich verbiete meinen Hunden jede Art von Pöbelei.
Weder Kommentkämpfe noch irgendwelches andere Gerangel wird von mir Toleriert.
Mein Hund hat Prinzipiell mit keinem anderen Hund irgendetwas zu klären,das tue immer nur ich.
So können wir absolut Stressfrei und ohne ständiges Aufpassen Spazieren gehen.
Da auch die wenigsten Hundeführer ihre Hunde im Griff haben lassen sie es immer wieder zu, das sich die Hunde untereinander "beharken", das wird dann mit den Worten "das klären die unter sich" noch unterstützt.
Ich finde das ganz ätzend,und unterbinde das Sofort,denn kein anderer Hund hat meinen
anzupöbeln, oder eine Rangordnung festzulegen.

Weiterhin traut sich dann im Notfall auch keiner einzugreifen, was mir dann noch mehr auf den Keks geht.Nachher ist das Geschrei dann groß.
Wie gesagt, mir leuchtet sowieso nicht ein warum ein Hund Pöbeln darf, und selbständig bestimmt wer was darf,und wer nicht.

Liebe Grüße...
 
  • Verhalten bei Beißerei Beitrag #5
Das sehe ich etwas anders, Florett...

Für mich persönlich gehören solche Rangeleien oder Auseinandersetzungen dazu und ich möchte ehrlich gesagt auch, dass mein Hund gewisse Erfahrungen in der Hinsicht sammelt...
Ich finde, nur so kann man einen Hund wirklich gut sozialisieren bzw. er sozialisiert sich ja selber...
Denn selbst wenn es trotz allem zu ner Streiterei kommt, weiß im Normalfall der sozialisierte Hund, was zu tun ist! - Und zum anderen gehört das einfach zum Hundeleben dazu ;)

Wenn natürlich zu heftig werden sollte, schreite ich ein! - Dies musste ich schon mehrfach tun... Und ich sehe keinen Grund, es nicht auch weiterhin zu tun ;)

Wie gesagt, so sehe ich des. - Meine Meinung halt :)
Oder aber eben auch meine Erfahrungen, die ich der der ganzen Zeit gesammelt habe...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Verhalten bei Beißerei Beitrag #6
Hallo,
dazu sind wir ja hier, damit jeder seine Meinung sagen,und Erfahrungen schildern kann ;).
Wie gesagt,über die vielen Jahre habe ich es für mich und meine Hunde besser gefunden sie nicht pöbeln zu lassen, akzeptiere es aber durchaus wenn andere das anders sehen und auch anders damit umgehen.
Nur möchte ich das ebend bei meinem Hund nicht,das er von anderen Hunden zurecht gewiesen wird, oder andere zurechtweisst.

Liebe Grüsse..
 
  • Verhalten bei Beißerei Beitrag #7
Ich bin wie Florett der Meinung , dass ein Hund sich nicht nach Lust und Laune in Pöbeleien austoben darf.
Sie gehören zwar zum natürlichen Verhalten, aber das tut Jagen auch und dennoch verbieten wir es unseren Hunden.

Zur Sozialisierung trägt es meiner Meinung kaum etwas bei, denn Hunde fechten in einem Kommentkampf nur die Rangordnung untereinander aus, mit jedem anderen fremden Hund müsste die Rangordnung erneut geklärt werden.

Man kann eine Menge tun um Hunde von Kommentkämpfen abzuhalten, dazu gehört neben dem Beobachten der Körpersprache in meinen Augen auch, das man seinen Hund nicht einfach auf jeden fremden Hund zustürmen lässt.


Wenn natürlich zu heftig werden sollte, schreite ich ein!
Die Frage ist: Wann ist ein Kampf "zu heftig"?
Das Eingreifen bei Kommentkämpfen kann die Stimmung kippen lassen und den Kommentkampf in eine ernsthafte Beißerei verwandeln.
Dieser Gefahr kann man aus dem Weg gehen indem man Kämpfe erst gar nicht zulässt.
Falls es doch einmal zu einem Kampf kommen sollte, dann gilt es Ruhe zu bewahren, in der Regel lösen sich solche Kämpfe nach wenigen Sekunden von allein wieder, meist hilft es einfach wegzugehen und dem eigenen Hund damit die Rudeldeckung zu nehmen.

Ich finde das ganz ätzend,und unterbinde das Sofort,denn kein anderer Hund hat meinen
anzupöbeln, oder eine Rangordnung festzulegen.
Ich habe auch oft das Problem das fremde Hunde zu meinem (angeleinten) Hund rankommen und ihm lustig die Nase in den Hintern stupsen, eine Pfote oder den Kopf auf den Rücken legen oder ihn anderweitig herausfordern.
Da ist es natürlich schnell passiert, das meiner sich so bedrängt fühlt, das er das Kommando verlässt um dem Störenfried Manieren beizubringen.
Bei so massiver Bedrängung kann ich es meinem Hund ja nicht mal übel nehmen, aber leider ist es meistens nicht möglich die anderen Hundebesitzer dazu zu bringen ihre Hunde anzuleinen (eben wie du schon sagtest "Die regeln das unter sich, machen sie ihren doch los").
Was tust du um die anderen Hunde von solchen Attacken abzuhalten. Ich versuche es meistens mit verscheuchen, aber viele Hunde sind doch recht hartnäckig und es ist auch nicht immer ganz einfach gleichzeitig einen fremden Hund abzuwehren und mit dem eigenen Hund weiterhin ruhig und zügig im Kommando voran zu gehen.
Wie schaffst du es das Verhalten der anderen Hunde zu unterbinden?
 
  • Verhalten bei Beißerei Beitrag #8
Ruhig bleiben ist wohl das Problem, beim 1. mal als ich sah das mein Hund durch die Luft flog war die Ruhe weg, gebracht hat es mir nichts.
Beim 2. Mal habe ich die Rangelei und meinen Hund jaulen hören, bin weitergegangen und mein Hund war relativ schnell bei mir, bin noch ein Stück gegangen und habe dann den hund " gestreichelt" hatte kein Blut an der Hand, bin dann nach Hause gegangen. Gelernt habe ich die ganzen Regeln auch, aber der Moment ist immer anders, veruche heute auch mehr auf den Hund zu achten, denn man sieht einiges vorher nur leider achten nicht immer beide Seiten auf ihr Tier.
 
  • Verhalten bei Beißerei Beitrag #9
Hallo Kompassqualle,
also ich regele das so,das ich mein Hund ins Kommando Fuss,oder Hand(das ist bei mir Fuss auf der Rechten Seite) nehme,und ich habe immer eine Wurfkette mit,die ich dann durchaus dem anderen Hund an den Körper werfe ,gleichzeitig mit einem scharfen Pfui.
Bisher gab es nur wenige Situationen wo dieser Überraschungseffekt nicht gewirkt hat.
Sollte der andere Hund aber penetrant oder auch Aggro sein,scheue ich mich nicht diesem auch körperlich zu entgegnen, das passiert dann,wenn die anderen Hundeführer ihren Hund nicht aus potentiell Gefährlichen Situationen abrufen,und dann packe ich den anderen Hund und weise ihn zurecht,entweder im Genick oder ich werfe ihn um.
Denn ich habe kein Interesse daran das mein Hund verletzt wird,oder gar einen anderen Hund verletzt.
Ich hatte ja hier schon mal geschrieben, das ich einen Schäferhund hatte der als Junghund dazu missbraucht wurde junge Kampfhunde an ihm zu Trainieren,und dazu hatte man ihm ua. die Reisszähne abgekniffen.
Dieser Hund durfte einfach in keine Pöbelei geraten,allerdings hatte ich eher Angst um die anderen Hunde!
Inzwischen habe ich einen Pinschermix,und wenn der erst einmal merken würde wie schön es sein kann andere Hunde zu terrorisieren, oder selbständig etwas zu klären......

Wie gesagt, ich empfinde es als unnötig Hunde untereinander etwas klären zu lassen,
weil dann auch schnell mal ein echter Stänker rangezogen ist,wenn der Hund erstmal merkt, das er ja bei anderen Hunden etwas zu sagen hat.
Was nicht heissen soll, das ich meinem Hund jeglichen Kontakt verwehre.
Wenn es mal zu einer kleinen "Rangelei" wegen einem Stock kommt,muss mein
Hund da durch,aber er darf sich niemals in einem Rudel "hocharbeiten".
Denn draußen ist kein Rudel, das Rudel bin ich!

Oftmals erlebt man es, das größere Gassi-truppen die auf einen anderen Hund treffen diesen sofort angreifen, stänkern ,mobben usw.,und das geschieht ebend wenn man Hunde selbständig Rudel bilden lässt,und eine eigene Rudel Hierarchie entsteht.

Liebe Grüsse
 
  • Verhalten bei Beißerei Beitrag #10
Gewagt, gewagt, denn so wie ich einige andere Hundebesitzer einschätze sind da schon welche dabei die in der Lage sind loszuschreien oder sogar handgreiflich zu werden, wenn man ihre *der tut doch nichts* Hunde maßregeln würde (zumal es ja durchaus sein kann das ihrer nichts tut, darum geht es ja auch gar nicht, ich weiß nur, dass mein Hund es jedenfalls nicht erträgt wenn ihm ihn ein fremder Rüde bedrängt)

Ich stelle es mir sehr schwer vor einen fremden Hund körperlich zu maßregeln (zumal man dabei ja auch ein großes Risiko eingeht am Ende selbst einen Schnapper abzubekommen) und gleichzeitig den eigenen Hund ruhig im Kommando zu halten. Körperliches Angreifen käme daher für mich absolut nicht in Frage.

Eine Wurfkette wäre eine Idee (die würde ich allerdings nicht auf den anderen Hund werfen, der Überraschungseffekt muss genügen, ich will dem anderen ja nun auch nicht weh tun), allerdings ist mein Hund insgesamt eher unsicher und würde sich sicherlich ebenfalls vor dem Geräusch der Kette erschrecken, so bekäme er wahrscheinlich zusätzlichen Stress bei einer Hundebegegnung, aber gut das Geräusch einer Wurfkette könnte ich ihm sicherlich noch schönfüttern.

aber er darf sich niemals in einem Rudel "hocharbeiten".
So würde ich Kommentkämpfe auf der Strasse eher nicht sehen, denn es handelt sich dabei ja in der Regel nicht um das Rudel, sondern um einen Fremden.
Innerhalb eines Rudels hat ein Hund auch eine feste Position die ist (wenn der Hund nicht gerade ganz unten steht) auch erarbeitet.
Da auch in einem Wolfsrudel nach dem Alpha nicht alle gleichberechtigt sind, sondern es eine bis zum Letzen durchgezogene Rangordnung gibt, denke ich es ist schon grundsätzlich normal für Hunde ihre Position zu erarbeiten, auch ohne das sie danach sofort nach der Alpha Position streben werden.

Oftmals erlebt man es, das größere Gassi-truppen die auf einen anderen Hund treffen diesen sofort angreifen, stänkern ,mobben usw.,und das geschieht ebend wenn man Hunde selbständig Rudel bilden lässt,und eine eigene Rudel Hierarchie entsteht.
Das kenne ich, Hunde fühlen sich eben in der Gruppe stärker, aber ich glaube nicht das man das in irgend einer Weise verhindern kann, außer durch totales Kontaktverbot. Sobald ein paar Hunde aufeinander treffen wird eine Struktur festgelegt, dafür braucht es gar keine Kommentkämpfe, oft reichen ein paar Blicke und Gesten.
Viel wichtiger finde ich, dass die Hunde im Spiel abrufbar bleiben und jeder seinen Hund ranruft wenn ein Fremder kommt damit es eben gar nicht erst zum Mobbing kommt.
 
  • Verhalten bei Beißerei Beitrag #11
also mein hund wurde schon 2 mal von einem schäferhund angegriffen... beim ersten mal, war meiner am kindergartentor festgebunden( musste meinen sohn aus der kita holen) als ich rauskam sah ich nur den schäferhund um die ecke fegen und der ist "sofort" in den rücken von meinem gesprungen.. beim 2 ten mal,...ich hatte meinen abgeleint, und kam gerade vom einkaufen ( muss dann immer durch ein stückchen park ) und von hinten kam der schäferhund wieder an ( beide vorfälle 1 jahr her) und sprang meinem sofort wieder in den rücken-.... er bis drago in den nacken und schüttelte seinen kopf hin und her... vor lauter angst bin ich auf dei hunde zugerannt und habe geschrien! ( ich weiss:voll hysterisch) dann hat sich der mann auf seinen hund geschmissen und dannerst hat er losgelassen...

ich aber habe fast einen nervenzusammenbruch bekommen..ich dachte der schäferhund bringt meinen um...
 
  • Verhalten bei Beißerei Beitrag #12
Ich lege es auch nicht drauf an das mein Hund sich bei Fremden Hunden behaupten muss.. leider sind manche Besitzer hier total hmm bescheuert und lassen ihren unangeleinten Hund an meinen Angeleinten Rusty von hinter herranschleichen. Dann schauen die noch so doof warum denn so plötzlich mein Hund ohne vor warnung nach dem anderen geschnappt hat!! Mensch war ich sauer! Mir is dieser Hund auch nicht aufgefallen erst als sich Rusty umdrehte und zuschnappte.
Ansonsten Handhabe ich das so, wenn mit jemand mit Hund entgegen kommt und der fremde Hund ist ohne Leine und geht auf meinen los dann lass ich die Leine los und warte ab. Mein Hund muss sich ja wehren können.
Anderst wenn ich mich mit Leuten treffe zum Gassie gehen oder so, dann sollte man die Hunde das klären lassen. Geht auch immer ganz gut. Die können sich aus dem weg gehen (sind ja dann ohne Leine).

So also =) ich will das auch nicht und leider ist es doch schon so oft passiert. Eigentlich kann man einfach nur gut auf Hundi aufpassen und schauen das die Besitzer ihre Hunde auch im Griff haben. Denn eigentlich muss so eine Rangelei nicht sein.
 
  • Verhalten bei Beißerei Beitrag #13
Hallo Kompassqualle,
tja das mit dem körperlich werden ist Halt wirklich nur für den Notfall.
Allerdings leider auch schon vorgekommen.
Was die Besitzer der anderen Hunde sagen oder auch schreien ist mir egal, denn so etwas passiert nur,wenn mein Hund einer Gefahr durch den anderen Hund ausgesetzt ist.
Ich bitte vorher durchaus freundlich das derjenige Bitte seinen Hund abrufen möchte,wenn sie das dann nicht tun,bin ich nicht bereit es auf eine Konfrontation ankommen zu lassen.

Aber natürlich dürfen meine Hunde auch Kontakt pflegen,müssen aber jederzeit abrufbar sein,und so funktioniert es bei uns am Besten.

Liebe Grüsse....
 
  • Verhalten bei Beißerei Beitrag #14
Hallo ihr lieben,

ich bin sehr froh, daß ich offenssichtlich in einer agressionsfreien Zone wohne - und elend lange Spaziergänge machen kann, wo sich bis zu 15 (freie) Hunde samt Halter zusammen am Wasser tummeln - da gab es noch nie eine Beisserei - zum Glück!

Wenn aber ein anderer Hund meine angreifen würde - und ich finde man sieht sehr schnell ob es gerade auf Leben und Tod geht (hatte ich mal im Urlaub mit der Vorgängerin) oder halt "Spiel" ist, dann will ich den Hundebesitzer sehen, der nicht dazwischen geht - egal wie gefährlich das für einen selbst ist und wieviel theoretische Kenntnisse man hat es besser zu lassen.
Ich habe damals in meiner Not die Hinterläufe des fremden Hundes (er war groß und echt sauer?!) gepackt, als er meiner Babe den hinteren Lauf zerfetzten wollte..., habe ihn weggeschleudert und bin ihm selbst am Arm ziehmlich verletzt, super sauer und brüllend hinterher....meine Babe (Schaferhund) lag blutend am Boden. Ich weiß, das hätte nach hinten losgehen können - aber willste machen mutterseelen allein in der Pampa. Der fremde Hund ist jedenfalls weggerannt und Babe und ich wurden genäht...

Aber was versteht ihr unter "Pöbeleien", meine beiden Schäferhunde (beide sehr jung), raufen den ganzen Tag miteinander - aus purer Lebensfreude, da geht es drunter und drüber - wer "oben ist" wechselt ab, kommt darauf an wer zuerst den Purzelbaum schlägt.... Die Laute, die sie von sich geben sind beeindruckend .....aber nie verletzten sie sich. Sobald eine Lernhalbestunde angesagt ist raufen sie auch nicht mehr und danach legen sie sich zueinander um zu schlafen. Dieses Spiel nehme ich den beiden bestimmt nicht.
 
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