Hallo Puschi,
da habt ihr euch ja ein kleines "Problemkind" ins Haus geholt aber ich bin dennoch zuversichtlich das es noch was wird.
Zuallererst möchte ich euch mit auf dem Weg geben: Geduld, Geduld, Geduld!
Verwahrlosung, Tierheim und durch zwei weitere Hände gehen an einem so jungen Hund nicht spurlos vorbei
Nun möchte ich auf deine Zeilen eingehen:
Schau mal, diese Aussage....
Wir haben jetz seit 3 wochen ein 7 monate alten dalmi der voerher 2 monate bei einer guten freundin war, davor 2 monate im tiernheim und leider die ersten 3 monate in einem messi haushalt lebte wo er mit seinen geschwistern und einer anderen hundefamilie von dem kadaver seiner toten mutter lebte ...
und diese hier....
zudem haben wir mit unseren kleinen noch ein problem ....
er frißt alles was er bekommen kann an ... klingt erstmal alles völlig normal ...
problem darin besteht aber das er es nur tut wenn er alleine ist und wenn wir schlafen ...
mittlerweile haben wir es tagsüber gut unter kontrolle ...
...lassen doch auf Anhieb erkennen woran es liegt.
Der Hund mußte so um sein Überleben kämpfen das er sogar seine tote Mutter fraß:roll:. Da ist es nicht verwunderlich das er sich nun über alles her macht was ihm zwischen die Zähne kommt.
Das ihr es tagsüber nun schon "im Griff" habt und er es vorwiegend noch Nachts macht, kann auch daran liegen das er schon sehr früh gelernt hat das es besser ist zu warten bis der stärkere, ranghöhere sich zurückzieht. Das seit in diesem Fall nun
ihr.
Für diesen Fall würde ich euch dringend raten alles fressbare zu entfernen. Sollte er aber auch Sachen fressen die eigentlich nicht fressbar sind und diese sogar gefährlich für ihn werden können, würde ich sogar einen Kennel empfehlen und das wo ich eigentlich kein Freund davon bin. In diesem Fall aber gilt es in erster Linie den Hund zu schützen.
leider können wir nicht das fernhaltespray nutzen da wir noch 3 katzen haben ...
Das das ohnehin Unsinn ist wirst du dir doch sicherlich denken können wenn du schon jahrelange Hundeerfahrung hast.
Was sollte das auch bringen? Wenn der Hund quasi ums Überleben kämpft würde ihn mit sicherheit auch kein Spray stoppen. Er weiß ja noch nicht das er bei euch nicht mehr kämpfen muß und das sein Napf wieder und wieder gefüllt wird. Das kommt mit der Zeit sicher, wenn er eine Bindung zu euch aufgebaut hat und euch vertraut.
selbst wenn wir ihm zusätzlich fressen hinstellen ihm sein spielzeug geben und vorher mit ihm draußen waren macht er das ....
Ist doch logisch. Mitnehmen was geht und wenn der Magen schon voll ist, irgendwas geht noch immer, denn morgen schon könnte es passieren das nichts mehr da ist.
jetzt haben wir das problem das wir ihn nicht stubenrein bekommen, egal wann(serlbst wenn wir alle zwei stunden mit ihm raus gehen) pullert er in die wohnung ... unteranderem macht er trotzpullern ...
wir haben nun wirklich alles ausprobiert ( reinstucken, schimpfen, es einfach wegmachen, ruhig auf ihn einreden), aber nichts hilft ....
Das mit dem reinstucken habe ich jetzt einfach mal überlesen denn darüber braucht man eigentlich nicht diskutieren. Es ist Mist und gut! Auch schimpfen ist nicht in Ordnung. Im Übrigen ist das auch nicht vertrauensfördernd. Liebe, Geduld und Konsequenz sind die Zauberwörter
Wenn ihr ihn auf frischer Tat ertappt habt, also inflagranti und
auch nur dann, könnt ihr ein NEIN zischen und ihn raus bringen. Dort solange warten bis er sich gelößt hat. Dann könnt ihr ihn dafür loben und/oder mit einem Leckerlie belohnen.
Am besten fangt ihr mit diesem Hund noch einmal gaaaaaanz von vorn an. Als ob ihr einen kleinen Welpen von 8, 9 Wochen vor euch habt und zwar nicht nur was die Stubenreinheit betrifft sondern bei allen Dingen.
Dieser Hund hatte bisher keine Möglichkeit sich normal zu entwickeln, konnte keine feste Bindung zu einem Menschen aufbauen. Er ist quasi noch "roh" und er wird viel Zeit brauchen.
Was die Stubenreinheit betrifft:
Ihn ganz genau beobachten. Nach jedem fressen und schlafen rausbringen.
Wenn er gespielt hat, rausbringen.
Achtet doch mal wie oft er in welchem Zeitraum strullt, notfalls notieren. Wenn ihr in etwa wißt nach wieviel Minuten oder so er strullt kommt ihr ihm zuvor und bringt ihn raus.
Wenn er Freudenpipi macht versuchen keine freudige Aufregung aufkommen zu lassen. Freut er sich wenn ihr nach Hause kommt oder ein anderes Familienmitglied, gleich die Leine in die Hand und ohne erst großartig freuen zu lassen ab nach draussen. Hinterher wird er sich noch genauso freuen aber mit höherer Wahrscheinlichkeit nach ohne volle Blase
Ich weiß das es nervig ist alle Nase lang mit dem Hund raus zu rennen aber das würdet ihr mit einem kleinen Welpen auch machen, oder?
Die alle Zwei Stundentheorie hat sich bei meinen Hunden nicht bewährt und ich handelte nach Gefühl.
Hier habe ich gerade heute noch beschrieben wie ich es letztlich schaffte meinen 14 wöchigen Welpen enrdlich stubenrein zu bekommen
https://www.tierforum.de/t69479-freu-unser-rauhbein-ist-endlich-stubenrein.html Kann ja malreinschauen wenn du magst
Ich glaube das das unerwünschte aufnehmen von allem fressbaren sich mit der Zeit geben kann. Wenn sein Vertrauen zu euch so weit gestärkt ist und er weiß das auch morgen sein Napf wieder gefüllt wird.
Wenn nicht würde ich euch empfehlen einen guten Hundetrainer zu suchen der euch unterstützt und der intensiv mit euch und dem Hund bei euch Zuhause arbeiten kann.
Ich wünsche euch viel Kraft, Nerven und unendlich viel Geduld mit und für diesen Hund denn er wird das erfordern. Wenn ihr bereit seit ihm das zu geben dann glaube ich, wenn ihr das geschafft habt werdet ihr einen tollen, anhänglichen und treuen Begleiter an eurer Seite haben.