Hund aus dem Ausland? Pro & Contra

Diskutiere Hund aus dem Ausland? Pro & Contra im Hundehütte Forum im Bereich Hunde Forum; Ich möchte hier keinen Streit vom Zaun brechen, sondern einfach mal eure Meinungen zu dem Thema "Hund aus dem Ausland" hören. Unsere Nachbarn...
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snoopy984

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Ich möchte hier keinen Streit vom Zaun brechen, sondern einfach mal eure Meinungen zu dem Thema "Hund aus dem Ausland" hören.

Unsere Nachbarn haben am Wochenende einen Hund aus Spanien bekommen. Er war in einer sog. "Todesstation" untergebracht. Es handelt sich dabei um einen 6 Mte. alten Welpen.

Ich weiß nicht, ich stehe einen solchen Thema eher skeptisch gegenüber. Unsere Tierheime sind doch auch überfüllt - gerade jetzt in den Ferienzeiten. Bei uns warten doch auch soviele Hunde auf einen lieben Menschen, der ihnen ein schönes, lebenslanges zu Hause bietet. Warum dann einen Hund aus dem Ausland holen???

Zumal die Anschaffung eines Hundes aus dem Ausland nicht viel billiger ist, wie ich finde.

Klar haben die Tiere im Ausland auch ein Recht auf ein artgerechtes Leben, das steht gar nicht zur Debatte, aber warum gehen unsere Hunde in deutschen Tierheimen nicht vor??
 
  • Hund aus dem Ausland? Pro & Contra Beitrag #2
Hallo,

ich denke die Auslandstiere sollten ein Thema der Politik sein, sie sollten sich darum kümmern, was mit den Tieren passiert.

Ich selber würde mir keinen Auslandshund holen, sondern würde in unseren Tierheimen schauen.
 
  • Hund aus dem Ausland? Pro & Contra Beitrag #3
Gerade am WE lief ein Bericht über Hunde, die aus dem Ausland geholt wurden.
Jeder Einzelne dort, hätte ein schönes Leben verdient. Keine Frage. Aber ich denke auch, statt immer wieder Platz zu schaffen für neue Hunde, sollte eher in Aufklärung, Kastrationen investiert werden. Gerade Aufklärung bei Kindern in den entsprechenden Ländern hat schon zu Veränderungen im Verhalten gegenüber den Tieren geführt. Da sollte man viel mehr ansetzen.

Unsere Tiere werden weiterhin aus TH hier in Deutschland kommen.
 
  • Hund aus dem Ausland? Pro & Contra Beitrag #4
ich hab ja nun seid letztem Jahr auch ein "Griechin" zu Hause ...

Ich hatte Bella auf einer Vermittlungsseite gesehenen und der Funke sprang über .... dass sie aus dem Auslang kamm war für mich Nebensache.

Ich finde es in Ordnung wenn man dem Thema kritisch ggü steht, denn es gibt sicherlich die eine oder andere TS-Orga die wirklich nur nach D rein scheffelt auf Teufel komm raus .... auf der anderen Seite gibt es jedoch auch viele Orgas die wirklich vor Ort viel Aufklärungsarbeit leisten.

Ich denk jeder muss für sich selber entscheiden wo er helfen möchte und von wo einen Hund aufnimmt. Jedes Tier was im TH sitzt hat es verdient.
 
  • Hund aus dem Ausland? Pro & Contra Beitrag #5
Ich bin ganz eurer Meinung, wir haben selber genung arme Hunde hier.
Ich selbst habe eine Auslandhund...hört sich jetzt komisch an weil ich eigendlich dagegen bin aber...

Ich habe Daisy von einer Privatperson aus Hamburg, Abgabegrund: sie zieht um und Daisy kann nicht mit. Ich hab Daisy über Inet gefunden und wir sind sie gleich anschauen gefahren und es war Liebe auf den ersten Blick. Ihr erging es dort gar nicht gut(soviel zum Thema Organisationen vermitteln in gute Zuhause) Sie wohnte in einer kleinen Wohnung mitten in Hamburg-Billstedt. Die Wohnung hat gestunken bis zum geht nicht mehr, die Frau wirkte etwas naja komisch. Die Kinder völlig überdreht, sie sind immer auf Daisy rumgesprungen, aber richtig dolle, haben sie am Fell gezogen und durch die Wohnung geschliffen. Da sie kein Bock hatte den ganzen weg runter zu gehen musste Daisy aufs Katzenklo gehen:evil: Desweiterm waren dort noch 2 Katzen und ein Kanienchen eingefercht ist einen Minikäfig, die Kinder haben immer gegen den Käfig gehauen und mit Stiften hineingestochen damit sich das Kanienchen bewegt, die Mutter hat seelenruhig zugeschaut. Nach hin und her überlegen haben wir Daisy und das Kanienchen abgeholt( dem musste kurze zeit später das Auge entnommen werden, da die Kinder ihm mit dem Stift wohl dort reingestochen haben und das auge war zerstört. Heute lebt er in einem Superzuhause und es geht im gut)
Jetzt zum eigendlichen:
erst da habe ich erfahren das Daisy aus einer Organisation kommt, dort habe ich angerufen um mich zu beschweren wie man denn ein Hund dorthin geben kann, diese Leute waren völlig überrascht und haben gesagt laut vertrag darf sie Daisy nicht weggeben und sie wollen Daisy holen. Ey ich bin fast ausgeflippt. Ich mein hier hat sie es gut wieso sollte man ihr sowas nochmal antun. Später kam denn Einsicht. Die Vorbesitzerin hat eine Strafe von 300€ bekommen weil sie den Hund Veräußert hat.
Bei uns kam nochmal eine Dame zum gucken und die wollten uns einen Schutzvertrag zu senden, haben sie aber nie gemacht. Ich finde daran sieht man mal wie viel den an den Hunden eigl. liegt:( Traurig aber wahr.
Alleine das sie Daisy dorthin vermittelt haben.

Also ich halte nix von Auslandshunden, man muss sich auf viele Macken einstellen und wie schon hier erwähnt unsere Tierheime sind voll.... Allerdings finde ich es auch nicht schlimm wenn Leute hier Auslandhunde zu sich nehmen, denn jeder versucht nur zu helfen und jeder Hund ist denke ich dankbar.....

Lg
Anni
 
  • Hund aus dem Ausland? Pro & Contra Beitrag #6
Hallo,

ich habe auch einen 9 Monate alten Hund aus dem Ausland...
Er ist jetzt 3 Monate bei mir und es passt alles, ich bin total glücklich da ich kein Rassehund haben wollte, mir reicht meine Kira...
Es gibt sehr viele Menschen die sich Hunde aus dem Ausland holen, zumindest ist es hier so, hier laufen sehr viele Auslandshunde rum, ob es Spanier, Griechen, Türken oder wie meiner Rumäne ist...
Wenn ich dann von manchen Leuten höre, die vorher erst im Tierheim waren wegen einen Hund, das sie zu alt sind mit 30 für einen Welpen oder weil man jung ist und arbeiten geht, finde ich es eine Frechheit...
Klar man muss arbeiten und wenn man dann einen Hund haben möchte, überlegt man es sich vorher ob alles passt, und wenn der Partner auch noch einverstanden ist und man die arbeit so legen kann das immer einer da ist, finde ich es vom Tierheim nicht in Ordnung...
 
  • Hund aus dem Ausland? Pro & Contra Beitrag #7
Ich kann Eure Meinung nur zum Teil teilen.Natürlich gibt es hier auch genügend arme Hundis in den Tierheimen ,die ein Zuhause brauchen.Aber für mich ist ein Hund in erster Linie ein Lebewesen egal ob aus Spanien Griechenland etc.Und die Bedingungen in ausländischen Tierheimen sind ja nicht zu vergleichen mit den Tierheimen hier.Hier werden Gott sei Dank keine junge gesunde Hunde einfachso nach einer Frist umgebracht.Natürlich kann nicht die Lösung sein ,alle Hunde nach Deutschland zu schaffen,sondern im Vordergrund sollte stehen vor Ort Hilfe zu leisten durch z.B.Kastrationen.Aber der einzelne Hund kann nichts dafür dort geboren zu sein.Ich selbst habe auch einen Hund aus Griechenland (ehemals Strassenhund und dann in einem griechischen Tierheim )gewesen.Das Argument ,man muß sich auf viele Macken einstellen kann ich nicht teilen.Die Macken oder Eigenarten sind vielleicht andere.Ich hatte auch schon einen Hund (Schäferhund -Collie -Mix) aus einem Tierheim hier aus Deutschland.Die Macken waren sehr viel größer,als von meinem jetzigen Hund(obwohl ich sie ohne Ende geliebt habe).Mein Grieche ist z.B. sehr viel besser sozialisiert,liebt alle Menschen ob groß oder klein.Er kannte zwar nichts als er zu mir kam(, keine Wohnung ,kein Autofahren ,keine Tischmanieren etc.)Aber er hat schon soviel gelernt und ist einfach nur liebenswürdig.Er war (komischerweise von Beginn an)stubenrein.Hat noch nie irgendwas in der Wohnung kaputt gemacht (was mich sehr erstaunt gemacht hat.Ich habe mir aber auch vorher gar nicht so viel Gedanken gemacht.Hatte Arto zunächst als Pflegehund,da ich mich eigentlich noch nicht in der Lage sah einen Hund fest bei mir aufzunehmen (nachdem ich meine Franka nach 14Jahren gehen lassen mußte).Da er dann aber mein Herz erobert hat...Also ich glaube vom Verhalten her kann ein Hund hier aus dem Tierheim genauso seine Macken haben ,wie ein Hund aus dem Ausland.Wenn man einen Hund vom Tierschutz ,Tierheim etc.übernimmt ,kann man keinen perfekten Hund erwarten .Sie haben schließlich alle schon eine Geschichte.;)
 
  • Hund aus dem Ausland? Pro & Contra Beitrag #8
Hir bei uns läuft auch ein Spanier herrum.
Zum einen verstehe ich euch ja aber ich sehe es doch ganz anders als hir. Die Hunde in Deutschland führen ein komplett anderes leben als die Hunde in den Südländern. In Spanien Kastrieren sie ihre Hunde nämlich zum größten teil nicht und wenn ihre Hündin dann einen Wurf Welpen bekommt werden diese etwa im Meer erträngt die Mutter sammt Welpen ausgesetzt oder während der Autofahrt (nicht nur Welpen) aus dem Fenster des Autos geworfen!
Frei lebende Hunde egal ob Welpe Junghund oder Erwachsener Hund werden zu dem noch von bestimmten Leuten vörmlich gejagt, dass sind dann diese Leute die diese Hunde einsammeln und sie in die Parreras (Tötungsstation) stecken. Wenn ein Hund richtig pech hat macht der Halter sich noch nicht mal mehr die Mühe es auszusetzen sondern gibt es gleich persöhnlich in der Tötungsstation ab.

Also für mich ist schon klar warum ich einen Tierheim Hund in Deutschland nicht den vortritt geben würde!




lg
 
  • Hund aus dem Ausland? Pro & Contra Beitrag #9
@Amber, das ist ja auch in Ordnung. Ich gönne jedem Tier den Platz, den er hier findet.
Trotzdem denke ich, jeder Hund der von dort geholt wird, ist ein Tropfen.
Es ist super traurig, das es dort so ist, wie Du es beschreibst.
Aber gerade deswegen ist es mindestens genauso wichtig, den Leuten klar zu machen, wie man eben dieses Elend verhindern könnte.

Hier predigen immer alle, man solle keine Tiere aus dem Zooladen kaufen, weil dafür zig andere nachrücken. Ähnlich sehe ich das mit den Tieren aus dem Ausland. Zehn werden geholt und machen Platz für die nächsten.

Hier in Deutschland werden die Tiere vielleicht nicht getötet, wenn sie niemand holt. Aber ist es erstrebenswerter für die Tiere, Jahre im TH Knast zu verbringen?
 
  • Hund aus dem Ausland? Pro & Contra Beitrag #10
Klar man muss arbeiten und wenn man dann einen Hund haben möchte, überlegt man es sich vorher ob alles passt, und wenn der Partner auch noch einverstanden ist und man die arbeit so legen kann das immer einer da ist, finde ich es vom Tierheim nicht in Ordnung...

Sicher muß der Mensch arbeiten und das wissen auch die TH, nur was dort alles versprochen und oft nicht eingehalten wird, da kann ich es verstehen das man bei der Vermittlung vorsichtig ist.

Hunde aus dem Ausland, lese ich gerade ein Buch,
es ist schon erschreckend was da passiert, hier in den TH sind ja auch schon viele Auslandshunde,das mein nächster Hund aus dem TH kommt steht auch fest und wenn dann die Auswahl auf einen Auslandshund fällt ist es für mich auch OK, wenn er schon einmal hier ist kann er auch ein gutes Zuhause bekommen.
 
  • Hund aus dem Ausland? Pro & Contra Beitrag #11
Ja also jetzt wo ich die anderen Ansichten höre, muss ich sagen das es schwer ist sich für eine Seite zu entscheiden.

Aber eines ist sicher jeder Hund hat ein Recht auf ein schönes Leben und jeder sollte sich entscheiden welchen Hund er es geben möchte und warum, wo er her kommt ist denn doch egal irgendwie.....
 
  • Hund aus dem Ausland? Pro & Contra Beitrag #12
Hallo,

natürlich gibt es auch in Deutschland genug Hundeelend, das ist unbestritten, und genauso natürlich würde ich mich auch zuerst mal in Deutschland, bzw. in meiner näheren Umgebung, nach einem Hund oder auch einem anderen Tier umschauen. Habe ich bis jetzt immer so gehalten und hatte auch immer Glück.

Nur arbeite ich ja selbst ehrenamtlich im Tierheim, und gerade bei den Hunden ist es mittlerweile - oder auch schon länger - so : Welche Hunde sitzen denn vorwiegend und auch am längsten im Tierheim ? Schäferhunde und deren Mischungen, Sokas, danach andere größere Rassen - und da hat nun mal nicht jeder Mensch die Möglichkeit, einen solchen Hund auch adäquat zu halten, sei es aus Platzgründen, sei es, weil viele dieser Hunde auch eine gute Portion Hundeverstand fordern.

Die kleineren Hunde sind meist schnell vermittelt und die Nachfrage ist oft größer als das "Angebot", weil eben viele Menschen in der Stadt wohnen und einfach nicht so können, wie sie vielleicht gern würden, sei es vom Vermieter aus oder , wie gesagt, aus vielen anderen Gründen.

Soll nur deswegen dann auch kein gut sozialisierter, kleinerer , relativ unkomplizierter Hund aus Spanien oder sonstigen südlichen Ländern die Chance haben, hier ein gutes Zuhause zu finden ? Wenn die "Nachfrage" doch da ist ? Helfen wir denn auch nur deutschen Kindern ?;)

Zumal, wenn man sieht, wie es den Hunden in südlichen Ländern geht- aber natürlich bin ich auch dafür, nicht wahllos Hunde nach Deutschland einzufliegen und vor allem und vordringlich Kastrationsprojekte zu unterstützen. Aber das tun viele Organisationen im Süden ja schon lange.

Und viele fliegen nur dann Hunde ein, wenn diese schon einen festen Platz in Deutschland haben, obwohl der Interessent sich sehr wohl vorher in unseren Tierheimen umgeschaut hat.

Ich verteufele die Praktik, auch Hunden aus dem Süden hier eine Chance zu geben, definitiv nicht. Aber es muss überlegt geschehen.
 
  • Hund aus dem Ausland? Pro & Contra Beitrag #13
Trotzdem denke ich, jeder Hund der von dort geholt wird, ist ein Tropfen.
Es ist super traurig, das es dort so ist, wie Du es beschreibst.
Aber gerade deswegen ist es mindestens genauso wichtig, den Leuten klar zu machen, wie man eben dieses Elend verhindern könnte.
Hier predigen immer alle, man solle keine Tiere aus dem Zooladen kaufen, weil dafür zig andere nachrücken. Ähnlich sehe ich das mit den Tieren aus dem Ausland. Zehn werden geholt und machen Platz für die nächsten.

Hier in Deutschland werden die Tiere vielleicht nicht getötet, wenn sie niemand holt. Aber ist es erstrebenswerter für die Tiere, Jahre im TH Knast zu verbringen?

Natürlich ist es in Anbetracht der Masse an Hunden, welche immer wieder in ausländischen Tierheimen nachrücken, "nur" ein Tropfen. Aber mit Massenvermehrern die ihre Hunde an Zooläden verkaufen würden kann man das nicht wirklich vergleichen.
Es wäre schön wenn die Menschen in jenen Ländern, wo es tausende Straßenhunde gibt, umdenken würden und aufhören würden ihre Hunde wie Dreck und Müll zu behandeln, sie nicht auszusetzen. Und sie zu kastrieren. Es wäre schön wenn die Regierungen andere Gesetze für Tiere entwerfen würden, und anders handeln lassen würden wenn es um Straßenhunde geht. Aber ganz ehrlich: Ich glaube nicht so recht daran. Dieses ganze falsche Denken und diese grausamen Handlungen sitzen zu tief im Alltag und in den Köpfen dieser Menschen drin. Zum Glück sind nicht alle so, aber es sind leider immer noch zuviele.
Und z.b. die Regierung in Spanien sträubt sich teilweise geradezu dagegen, tiergerechten Fortschritt bei der Lösung von dem Thema Straßenhunde umzusetzen. Da läßt man lieber massenweise Häscher Gift auslegen oder den Knüppel schwingen, und dutzende täglich in die Perrreras karren um sie dort loszuwerden.
Ganz ehrlich: Ich glaube auch in 10 Jahren wird sich nichts daran ändern! Die Hunde welche dort im TH oder einer Perrera landen laufen immer noch Gefahr, wieder von einem Idioten genommen und an die Kette gelegt zu werden. Und wer soll ihnen nun helfen? Die Leute in diesen Ländern? Die ihre Hunde entsorgen wenn sie nicht funktionieren? Die 6 % Tierschützer die dort leben? :?:
Und für jeden Hund der wenigstens nach D vermittelt wird, hat ein anderer im Ausland die Chance zu LEBEN. Das Umdenken der Handhabung mit den Straßenhunden wird lange dauern, das ist meine Meinung. Und ich finde die Hunde im Ausland (auch wenn es nur ein "Tropfen" ist) haben genauso das Recht auf ein Leben ohne Schläge und Hunger.
Und das Argument dass Hunde in Deutschland deswegen nicht mehr vermittelt werden finde ich ehrlich gesagt weit hergeholt. Es werden immer Hunde vermittelt, denn es werden immer Hunde gesucht! Egal ob die aus Spanien oder Ungarn kommen, von Züchtern in die Welt gesetzt werden oder massenweise von Privat verkauft werden.
 
  • Hund aus dem Ausland? Pro & Contra Beitrag #14
Ich kann Eure Meinung nur zum Teil teilen.Natürlich gibt es hier auch genügend arme Hundis in den Tierheimen ,die ein Zuhause brauchen.Aber für mich ist ein Hund in erster Linie ein Lebewesen egal ob aus Spanien Griechenland etc.
:clap: Ein wahres Wort!

Ich habe genau genommen auch einen Hund aus dem Ausland. Habe sie aber bei uns im Tierheim entdeckt, habe mich verliebt und da war es mir ziemlich egal, dass sie vorher in Polen gelebt hat. Ich hätte sie auch genommen, wenn sie ein deutscher, griechischer, spanischer oder amerikanischer Hund gewesen wäre!
 
  • Hund aus dem Ausland? Pro & Contra Beitrag #15
...

Ich teile wohl die Meinung der meisten hier... Wobei die Meinungen ja eigentlich auch weit auseinander gehen. (Was für eine Logik nun. :roll: )

Ich wollte eigentlich nie einen Hund aus dem Ausland, aufgrund der möglichen Krankheiten, die er 'mitbringen' könnte. Ebenso bin ich auch nach wie vor der Meinung, dass es in Deutschland schon genug Hunde gibt, die ein Zuhause suchen.

Die Tötungsstationen und überhaupt der allgemeine Umgang im Ausland ist schrecklich für die Hunde (und auch anderen Tieren).
Ich habe dabei dann wieder leicht den Gedanken beiseite geschoben, dass ein 'Kastrationsprogramm' und 'erweiterte Aufklärung' besser hilft, als einzelne Tiere 'zu retten'. -> Ganz klar ist, dass jedes Lebewesen eine Chance verdient hat.
Aber wie hilft man denn am besten? Indem man ein einzelnes Tier da raus holt oder indem man genau darauf verzichtet.

Was mir persönlich nun in den letzten Wochen aufgefallen ist, dass es leider auch hier sehr viele schwarze Schafe gibt. Es werden Tiere aus dem ausländischem Tierheim/Tötungsstationen oder von der Straße geholt und hier in Deutschland dann wieder für 200-300 Euro verkauft.
Die Auslandstiere werden also zu Einnahmequellen. Der Bedarf läuft auf junge kleine Mischlinge - also werden gezielt diese aus dem Ausland hier her geholt. Doch was ist mit all den anderen Hunden dort? :/

Ach... Ja, es ist einfach nur erschreckend, wie die Tiere im Ausland behandelt werden.
Und die Politik schert sich doch kaum um so etwas 'unwichtiges'. -.-

Dann tauchen wieder neue Bilder und Berichte von den armen Hunden auf und ich selbst fühle mich nur hilflos. :(

--
Ich selbst habe nun aber auch seit 6 Wochen einen solchen Hund. Eine kleine Rumänin.
Ich schaute zu erst im Bekanntenkreis, in der Zeitung, im Internet, im Tierheim. ...aber es gab nirgends einen passenden Hund. ...und solche Privatzüchter, die gezielt Mischlinge in Deutschland 'produzieren' wollte ich auch nicht unterstützen.
Dann bin ich bei einem Stand im Tierladen vorbeigegangen und kam mit der Frau dort ins Gespräch. Ich erwähnte beiläufig, dass ich grade auf der Suche nach einem Hund bin. Am nächsten Tag bin ich dann schon zu der Tierhilfe-Organisation gefahren. ...es passte in dem Moment einfach alles. Und ich hatte ja auch meine Wunschvorstellung von dem 'neuen' Hund. Einige Einschränkungen was die Wahl eines Hundes betraf hatte ich ja schon alleine aufgrund von meinem 'Ersthund' und meinem Hang zum Hundesport.
Sicherlich hätte ich mit genügend Zeit auch einen Hund aus DeutschlandAber es machte in dem Moment einfach *klick* und es war mir so egal, woher der Hund letzendlich kam.

... *seufz* ...leider ist nun aber genau eines meiner Vorurteile gegenüber Auslandshunden eingetreten.
Das 'bisschen' Husten, wovon mir nach Vertragsabschluss, Bezahlung, etc. berichtet wurde, zeigte sich zu Hause als recht schlimm und ich war schon am nächsten Tag beim Tierarzt. Dieser Husten zog sich über mehrere Wochen hinweg. Inzwischen wird es zum Glück etwas besser. Einige Fehldiagnosen vom Tierarzt kamen noch dazu. Dann steckte sich meine ältere Hündin auch noch an und sie traf es dabei noch viel schlimmer.
Gut 2 Wochen nachdem der Hund bei mir eingezogen ist, konnte ich dann bemerken, warum sie so empfindlich am Hinterteil war. => Dicke, fette Entzündung von einer alten Bissverletzung.

Aber ja - Vertraglich war der Hund ja 'augenscheinlich' kerngesund. :evil:

Eigentlich hätte ich viel wachsamer sein müssen, als mir kaum Fragen gestellt wurden. Ich erzählte ja von mir aus einiges. Aber dass da Fragen gestellt wurden, ob ein Garten vorhanden wäre oder genügend Zeit dabei wäre - Fehlanzeige. ...ebenso konnte man mir auch über den Hund kaum Auskunft geben. *seufz*

Aber ach... :/
Über den Husten waren die bei der Organisation ganz genau informiert. Da gibt man so einen Hund doch nicht schon ab. Und schon gar nicht, wenn er als Zweithund leben soll. Und ohne irgendeine 'vielleicht etwas vorsichtig wegen dem Husten'-Warnung oder so. :/

Der erste Besuch beim Tierarzt. (Da war leider nur die Vertretung von meinem jetzigen da) - Von ihm hieß es auch noch 'alles halb so schlimm'.
Und ach... Ich hätte nur noch heulen können als nach einer Woche meine erste ältere Hündin so krank wurde. :( ...

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was ich mir die ganzen Tage über für Vorwürfe gemacht habe, dass ich -diesen- Hund aufgenommen habe.

Ich hatte ja mit allem möglichen gerechnet, was Verhaltensstörungen, etc. betrifft. ...aber Krankheiten hatte ich naiver Weiser bei einem Junghund aus dem Ausland, der ja auch gut geimpft und normal entwurmt war nicht gerechnet. :/

So denn... Flöhe wurden gleich zu beginn auch noch festgestellt und als der Durchfall auch nach mehreren Tagen nicht besser wurde, haben sich mit einer gründlichen Kotuntersuchung auch noch Würmer aufgezeigt.

Auf meine eMails an die Tier-Organisation wurde mir auch nur einmal geantwortet.

Zumindest weiß ich für mich durch diese Erfahrung, dass ich keinen Hund aus dem Ausland mehr nehmen würde. Da plane ich lieber wesentlich mehr Zeit ein und fahre notfalls innerhalb Deutschland mehrere Kilometer.
Ach...

Und dann die unterschiedlichen Meinungen zu hören... Entweder finden es die Leute toll und ehrenwert, dass man ein Auslands-Tier aufgenommen hat oder es kommen die bereits erwähnten Einwände, was 'Kastrationsprogramme', 'Krankheiten', 'Verhaltensstörungen', etc. betrifft.

...
Doch natürlich würde ich meine kleine Rumänin auch nie wieder hergeben. Sie ist abgesehen der Krankheitsgeschichte ein Traumhund für ihre Vergangenheit.

Es ärgert mich nur einfach, dass ich grade an so eine Tierschutz-Organisation geraten bin, denen es in erster Linie darum ging: "Hauptsache der Hund ist vermittelt und wir haben etwas Geld."
Vielleicht sind das wirklich die Ausnahmen... Aber ach... ...ich hätte mit dem Geld was ich für Tierärzte, etc. ausgegeben habe, lieber den Tieren im Ausland anders geholfen.

...
*seufz*


Ps.: Danke für die Erstellung von diesem Thema. Ich wollte die ganzen letzten Tage schon so etwas hier zur Diskussion stellen, fand aber nie so richtig einen 'Anfang'.
~§~
gefunden.
 
  • Hund aus dem Ausland? Pro & Contra Beitrag #16
Ich möchte mich mit diesem Beitrag auch nicht generell gegen Tiere aus dem Ausland stellen! Nein, auch diese Hunde haben ein schönes, langes Leben verdient - gar keine Frage.

Wenn sog. "Auslandstiere" bereits in Deutschland in den Tierheimen sind und man entscheidet sich dafür, finde ich das auch in Ordnung, denn man war ja selbst an dem "Import" nicht beteiligt. Nur gibt es immer mehr Menschen, die sich gezielt ihren Hund aus einem sog. Katalog oder auf einer Internetseite aussuchen und diesen dann - wie eine Art Frachtstück nach Deutschland "liefern" lassen.

Der Hund, von dem ich spreche, war über zwei Tage lang eingesperrt in eine kleine Transportbox, konnte sich kaum um die eigene Achse drehen, wurde nicht Gassi-geführt, musste über zwei Tage in seinem eigenen Urin und Kot schlafen, den er und ca. 30 weitere Hunde wurden nicht wie meist üblich per Flugpatenschaft nach Deutschland gebracht, sondern via LKW!!
Soweit ich das bislang mitbekommen habe, stammt er schon von einer seriösen Tierschutzorganisation, aber was hilft es nun den vielen zurückgebliebenen Hunden in Spanien? Sein Platz dort unten ist leer - und die nächsten 5 Rücken nach!!

Wieso wird in solchen Ländern nichts dagegen unternommen (Aufklärungsarbeit, Kastration etc.) um den Unmengen an Tieren entgegenzuwirken. Bei uns in Deutschland funktioniert es ja annähernd auch. Wieso dort nicht?
Unsere Tierheime scheuen keine Kosten und Mühen um die Tiere kastrieren, impfen, entwurmen zu lassen, wieso klappt das in anderen Ländern nicht, zumindest in Europa!

Ich finde es immer noch sehr traurig, dass Tiere wie ein Gegenstand behandelt werden, egal wo in Europa. :(
Überall werden Milliarden von Euro´s reingesteckt, warum werden hier nicht auch mal ein paar tausend Euro investiert, um den Tieren zu helfen!
 
  • Hund aus dem Ausland? Pro & Contra Beitrag #17
Hallo DyingDream,

das ist echt hart, das man dir einen Hund gegeben hat und noch nicht einmal gesagt hat, das er krank ist...
Ich habe auch einen kleinen Junghund aus Rumänien von einen Verein...
Der Verein macht vorher erst ein Vorgespräch, dann eine Vorkontrolle und schaut ob ein Hund in diese Familie oder zu der einzel Person passt, dann erst wird entschieden ob der Hund nach Deutschland kommt...
Als mein kleiner Schatz kam, war er geimpft, entwurmt und gechipt...
Er war kerngesund und war bis jetzt nicht einmal krank und bin sehr stolz auf ihn...
Der Verein woher ich ihn habe, hat alles richtig gemacht...
Natürlich gibt es auch schwarze Schafe...
Meine Mutter hat sich vor 4 Jahren bei diesen Verein eine Hündin ausgesucht, die dann auch zu uns kam und sie war bis jetzt noch nie krank, sie geht im tiefsten Winter sogar schwimmen...
Sie musste natürlich schon zum TA, wegen impfen, kastration und einmal musste sie Notoperiert werden, da ihr ein Hund ein Stück angerissen hat, aber das hat ja nichts mit den Verein zu tun...:)
Unser Verein kümmert sich heute noch genauso um die Hunde, wie sie es in Rumänien gemacht haben, sie rufen öfters an und fragen nach ob alles in Ordnung ist, machen eine Nachkontrolle um zu schauen wie sich ihre Schützlinge entwickelt haben und wenn man Probleme hat, kann man sich jederzeit an den Verein wenden...
 
  • Hund aus dem Ausland? Pro & Contra Beitrag #18
Ich habe mal einen guten Satz gelesen:

"Jeder Hund, der gerettet wurde, ist ein guter Hund!"
 
  • Hund aus dem Ausland? Pro & Contra Beitrag #19
Das ist aber ein schöner Satz....

Ich kenne auch eine schöne Geschichte:
Seesterne
Es war einmal ein alter Mann,
der jeden Morgen einen Spaziergang am Meeresstrand machte.
Eines Tages sah er einen kleinen Jungen,
der vorsichtig etwas aufhob und ins Meer warf.
Er rief: "Guten Morgen. was machst Du da?"
Der Junge richtete sich auf und antwortete:
"Ich werfe Seesterne ins Meer zurück.
Es ist Ebbe, und die Sonne brennt herunter.
Wenn ich es nicht tue, dann sterben sie."
"Aber, junger Mann", erwiderte der alte Mann,
"ist dir eigentlich klar, dass hier Kilometer um Kilometer Strand ist.
Und überall liegen Seesterne.
Du kannst unmöglich alle retten, das macht doch keinen Sinn."
Der Junge hörte höflich zu, bückte sich,
nahm einen anderen Seestern auf und warf ihn lächelnd ins Meer.
"Aber für diesen macht es Sinn!"
 
  • Hund aus dem Ausland? Pro & Contra Beitrag #20
@Amber, das ist ja auch in Ordnung. Ich gönne jedem Tier den Platz, den er hier findet.
Trotzdem denke ich, jeder Hund der von dort geholt wird, ist ein Tropfen.
Es ist super traurig, das es dort so ist, wie Du es beschreibst.
Aber gerade deswegen ist es mindestens genauso wichtig, den Leuten klar zu machen, wie man eben dieses Elend verhindern könnte.

Hier predigen immer alle, man solle keine Tiere aus dem Zooladen kaufen, weil dafür zig andere nachrücken. Ähnlich sehe ich das mit den Tieren aus dem Ausland. Zehn werden geholt und machen Platz für die nächsten.

Hier in Deutschland werden die Tiere vielleicht nicht getötet, wenn sie niemand holt. Aber ist es erstrebenswerter für die Tiere, Jahre im TH Knast zu verbringen?

ich bin mir sicher das die ganzen Organisationen die diese Hunde auf nehmen Aufklährungsarbeiten leisten, nur den meisten ist es egal ob es im sinne des Tierschutzes ist oder ob sie Tierquällerei betreiben. Ich bin mir auch sicher das sie alle dort wissen das das Jährliche Gassen laufen mit den Stieren Tierquällerei ist und trotzdem höhren sie nicht auf, weil es einfach zur Tradition gehöhrt und ihnen so viel spass macht.

Ich finde du kannst es nicht mit einen Zooladen vergleichen, die Leute dort nehmen frei lebende Tiere auf die sie finden oder kaufen die Hunde frei die in den Parreras sitzen. Dass hat nichts mit den sinnlosen Vermehren der Zooläden zu tun.

Natürlich sollen auch Hunde nicht Jahrelang im Tierheim verbringen, aber man kann auch nicht sagen das man jetzt nur einen Hund hir aus Deutschland holt und die Ausländischen ausschließt. Wenn man sich für einen aus den Südländern entscheidet dann doch nur weil er zu einem passt.


lg
 
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