@ Deyna/Lisa, Kälbchen reitet man nicht. Kühe kann man angeblich reiten aber da bist du hier falsch. Dafür gibt es Spezialisten. Also halte ich dein Posting mal locker für einen Fake.
@ Sarah
Bei deinem Pferd (deiner RB) hört sich das so an, als wäre das Pferd nicht unabhängig von der Herde.
Bedenke, dass in einer Herde immer alle Pferde in eine Richtung laufen. Die Rangniederen haben Angst umgerannt zu werden und sausen los, wenn sie vorn stehen. Sind sie hinten, sehen sie zu, dass sie nicht Letzter sind. Nur die gelassenen Typen, die sich total sicher und wohl fühlen und einen entsprechenden Rang haben, latschen gemütlich los, wenn die Herde losdübelt.
Auf sehr großen Weideflächen, wo ein Pferd nicht anhalten muss weil der nächste Zaun schon da ist, kann man das Verhalten immer beobachten.
Gerade Jungpferde zeigen dieses Verhalten sehr stark, da sie sich noch extrem stark an der Herde orientieren.
Wenn dein Pferd nach der Fohlenzeit keine entsprechende Eigenständigkeit und das Gefühl der Sicherheit unterm Reiter gelernt hat, wird sich das Verhalten manifestiert haben.
Drücken ein oder mehrere Pferde von hinten (je lauter, je schlimmer) dann rennt es los weil es sich nicht sicher sein kann, nicht einfach umgerannt zu werden. Rennen Pferde vorweg, will es hinterher - koste was wolle, denn der Mensch da oben drauf bringt nicht die ersehnte Sicherheit.
Mit sehr dominaten Pferden hat man ein ähnliches Problem. Kommen Pferde von hinten, wird das Pferd klemmig und tritt im schlimmsten Fall sogar. Laufen Pferde vorweg, wird um jeden Preis überholt und evtl. sogar gebissen.
Mein Tipp:
Wenn du gut genug reites und einen Hänger besitzt kannst du in unbekanntem Gelände immer mal allein ausreiten. Das zwingt dein Pferd dazu, die Sicherheit bei dir zu suchen.
Ist das nicht möglich kannst du mit nur einem anderen Pferd - egal ob Weidekumpel oder nicht - ausreiten. Erstmal so, wie es deinem Pferd angenehm ist, also mit ordentlich Abstand (schützt bei diesem Wetter den Hinteren auch davor auszusehen wie ein Schlammmonster).
Dann galoppiert ihr nebeneinander. Mal hat das eine Pferd die Nase vorn, dann das andere.
Funktioniert das gut, übt ihr Überholspiele.
Nach und nach - wann bestimmt dein Pferd - kann sich die Gruppe vergrößern.
Das klingt zwar sehr langwierig - ist es auch - und anstrengend. Bringt aber wirklich Spaß für deine Mitreiterin und dich.
Das Ergebnis kann sich dann meist sehen lassen - ein Pferd, dass in den kommenden Jahren auch bei größeren Ausritten und bei Jagden super zu reiten ist und immernoch gelassen ankommt.
Die Arbeit auf dem Platz sollte entsprechend gestaltet werden.
Vertrauen und Rittigkeit müssen erhöht werden. Egal was du reitest, es sollten immer viele Übergänge (auch innerhalb einer Gangart) dabei sein, viele Lektionen und pausensole Konzentrationsarbeit für das Pferd.
Das Pferd wird dadurch gezwungen, sich permanent auf dich zu konzentrieren, sobald du im Sattel sitzt.
Entspanntes Schrittgehen zum Relaxen im Zweifelsfall führe (auch zwischendurch). Das Pferd muss wissen, dass es menthal voll bei dir sein muss, sobald du im Sattel sitzt.
Das bedetet nicht, dass du sofort lostraben musst aber in eine lange Seite passen durchaus 2x anhalten und ein wenig seitliches Verschieben.
Dazu sollte Bodenarbeit das Vertrauen stärken. Egal ob du nach einem der bekannten 'Gurus' arbeitest oder nach sonstwem (z.B. nach deinem Gefühl). Hauptsache du machtst immer alles gleich, lobst viel und hast ein Wort und eine immer gleiche Reaktion für dein Unbehagen (bei Fehlern).
Spiel einfach mit deinem Pferd und reagiere immer gleich, das bringt euch nicht nur zusammen sondern auch richtig viel Spaß. Wichtig sind hierbei Stimmkommandos nicht körpersprachliche, da diese von oben nicht gegeben werden können.
Alles zusammen, Bodenarbeit, Reitplatz und Ausreittraining können das Pferd innerhalb von ca. 4-9 Monaten für die nächsten Jahre seines Lebens korrigieren und dir ein tolles Geländepferd bringen.
Überleg daher ob es sich nicht lohnt mal einige Monate mit vielen Erfolgserlebnissen ein dauerhaftes Team mit dem Pferd zu werden oder einfach ein schärferes Gebiss zu nehmen.