- Chinchillazucht Ja oder Nein? Beitrag #1
J
Jeyka
Guest
Hallo Silke
ich starte mal hier einen separaten Thread
http://www.chin-forum.de/Board/ftopic3696.html#32347
Generell ist die Definition folgende:
Tierzucht:
die planmäßig durchgeführte Paarung von Tieren, die einem bestimmten Zuchtziel (z. B. Körperbau, Leistung, Gesundheit u. a.) entsprechen, in der Erwartung, dass die gewünschten Eigenschaften und Merkmale sich in den Nachkommen vererben. - Die Tierzucht liegt meist in Privathänden bzw. bei Zuchtgenossenschaften, unterstützt durch die wissenschaftlichen Institute der Hochschulen. Die Deutsche Gesellschaft für Züchtungskunde e. V., Bonn, gegründet 1905, strebt in Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis die Klärung züchterischer Fragen an und verbreitet neue Erkenntnisse.
Quelle: wissen.de
2. Artgerechte Haltung in Gefangenschaft gibt es meiner Ansicht nach nicht.
Artgerecht bedeutet: in freier Natur lebend.
Zucht ist ein Hobby und Hobbys leben durch Begeisterung für ein Thema.
Meine Gründe sind eigentlich ganz einfach:
1. Es gibt aus Chinchillzuchtverbänden gewisse Richtlinien bzw. Qualitätsmerkmale, die ich erstrebenswert finde, ohne jedoch auf Kosten der Tiere.
2. Spaß an der Zucht. Spaß daran aus selbst ausgesuchten Tieren ein Optimum heraus zu holen und gesunde und zutrauliche Tiere für begeisterte Chinchillahalter zu erhalten.
In meinen Verträgen gibt es eine Klausel die besagt, das bei einer vorgesehenen Abgabe der Tiere die Halter sich bitte erst bei mir melden sollen, damit ich Vorkaufsrecht habe und somit eine gute Weitervermittlung garantieren kann.
Bei schriftlichen Anfragen gibt es bestimmte Fragen die ich abkläre.
Von der Käfigbeschaffenheit, bis hin zum Basiswissen über Chinchillas, Ernährung und vieles mehr.
Wenn diese Gegebenheiten in meinen Augen ok sind (entweder das richtige Wissen vorhanden oder erst einmal das Interesse sich zu inforemieren und die Tiere anzuschauen), dann wird ein Termin vereinbart
Alle Besitzer kommen zuerst einmal bei mir vorbei, informieren sich und ich mache mir ein Bild von ihnen.
Wenn unseriöse Anfragen kommen habe ich keine Skupel diese offen und ehrlich abzubügeln mit einem klaren NEIN.
Eine 100%tige Garantie gibt es nie aber das ist bei allen Dingen im Leben so

Ich kenne viele Halter die ebenfalls solche Tiere beherbergen, mir ist das Thema durchaus bewusst.
Nicht zuletzt weil wir (das Chin-Forum) und z.B. die IGC (Interessengemeinschaft Chinchilla) aktiv die Notfallvermittlung unterstützen.
Zucht und Notfallvermittlung sind für Themen die sich nicht trennen lassen.
Und viele Züchter beherbergen und betreuen auch Notfalltiere.
Soll wegen solcher Ausnahmen gleich alles schlecht sein?
Die Chinchillazucht in Deutschland erlebt z.B. einen Wandel.
Derzeit schrumpfen die Pelz- und Großzuchten und die Kleinzuchten werden immer mehr.
Gut weil die Haltungsqualität steigt (durch die geringe Menge sind die Tiere in größeren Käfigen und besser Haltung).
Schlecht weil jeder meint mal eben Hobbyzüchter zu werden weil es ja ganz einfach ist und mit qualitativ schlechten Tieren noch schlechtere zieht.
Einige versprechen sich darüber auch Prestige und Ansehen. Klappt dies nicht so werden die Tiere abgeschoben und was neues muss her.
Haben wir erst kürzlich in der Chinchillaszene erlebt.
Es gibt immer Solche und Solche. Deshalb aber generell die Zucht an sich negativ zu bewerten hat für mich immer den schalen Beigeschmack einer Pauschalisierung die ich als ungerecht empfinde und dagegen wehre ich mich einfach.
Zum Thema Kontrolle:
Großzuchten mit einem bestimmten Jungtierdurchsatz pro Jahr unterligem der Kontrolle des Vet. amtes.
Es gibt Richtlinien und Mindestvorgaben der Käfiggröße und Mindesteinrichtung pro Tier die eingehalten werden müssen.
Alle anderen unterligen keiner Kontrolle, denn der Begriff Zucht ist nichtz geschützt und auch die Bezeich nung Züchter unterliegt keiner Ausbildung oder Schutz.
Aber nach welchen Vorgaben sollten Kleinzuchten kontrolliert werden und wer soll das bezahlen? Der Steuerzahler?
Zum Thema Abgabe habe ich eine etwas andere Meinung.
Kastration und Sterilisation sind durch die Anatomie der Chinchilla massiv invasibe Eingriff und bergen große Risiken.
Es gibt immer noch die gleichgeschlechtliche Abgabe udn diese bevorzuge ich es sei denn ich tausche oder verkaufe an Züchter.
Ein Austausch der Tiere unter Züchtern ist ebenfalls ein entscheidender Faktor der gegen Kastration und Sterilisation spricht.
Wie soll sonst eine Zucht "frisches Blut" in die Linien bekommen?
Sei nicht böse, aber das ist meine Meinung.
ich starte mal hier einen separaten Thread
Zuerst einmal möchte ich Dir einen Link zeigen, in dem Halter und Züchter über das Thema diskutieren was ich sehr schön finde:Vielleicht kannst du mir schreiben, was man davon hat ein Tier zu züchten von dem man von vorne herein weiß das man es nicht behalten wird.
http://www.chin-forum.de/Board/ftopic3696.html#32347
Generell ist die Definition folgende:
Tierzucht:
die planmäßig durchgeführte Paarung von Tieren, die einem bestimmten Zuchtziel (z. B. Körperbau, Leistung, Gesundheit u. a.) entsprechen, in der Erwartung, dass die gewünschten Eigenschaften und Merkmale sich in den Nachkommen vererben. - Die Tierzucht liegt meist in Privathänden bzw. bei Zuchtgenossenschaften, unterstützt durch die wissenschaftlichen Institute der Hochschulen. Die Deutsche Gesellschaft für Züchtungskunde e. V., Bonn, gegründet 1905, strebt in Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis die Klärung züchterischer Fragen an und verbreitet neue Erkenntnisse.
Quelle: wissen.de
1. Was heisst für Dich "ansatzweise artgerecht"?Entschuldige, warum züchtet man solche Tiere, die zum größtenteils nicht ansatzweise artgerecht gehalten werden können.
Ich versteh nicht, was das für ein Sinn hat?
2. Artgerechte Haltung in Gefangenschaft gibt es meiner Ansicht nach nicht.
Artgerecht bedeutet: in freier Natur lebend.
Du greifst mich nicht an, ganz im Gegenteil. Ich finde die Frage gar nicht so unberechtigt und ich gebe Dir gerne Antwort darauf. :angel:Ohne dich anzugreifen, aber die Frage wird erlaubt sein.
Warum züchtest Du?
Zucht ist ein Hobby und Hobbys leben durch Begeisterung für ein Thema.
Meine Gründe sind eigentlich ganz einfach:
1. Es gibt aus Chinchillzuchtverbänden gewisse Richtlinien bzw. Qualitätsmerkmale, die ich erstrebenswert finde, ohne jedoch auf Kosten der Tiere.
2. Spaß an der Zucht. Spaß daran aus selbst ausgesuchten Tieren ein Optimum heraus zu holen und gesunde und zutrauliche Tiere für begeisterte Chinchillahalter zu erhalten.
Alle meine Nachwuchstiere sind bisher in gute Hände gekommen.Auch wenn Du alles dafür tust, dass es deinen Tieren gut geht, aber was ist mit deinen Nachzuchten, die in andere Hände gehen?
In meinen Verträgen gibt es eine Klausel die besagt, das bei einer vorgesehenen Abgabe der Tiere die Halter sich bitte erst bei mir melden sollen, damit ich Vorkaufsrecht habe und somit eine gute Weitervermittlung garantieren kann.
Bei schriftlichen Anfragen gibt es bestimmte Fragen die ich abkläre.
Von der Käfigbeschaffenheit, bis hin zum Basiswissen über Chinchillas, Ernährung und vieles mehr.
Wenn diese Gegebenheiten in meinen Augen ok sind (entweder das richtige Wissen vorhanden oder erst einmal das Interesse sich zu inforemieren und die Tiere anzuschauen), dann wird ein Termin vereinbart
Alle Besitzer kommen zuerst einmal bei mir vorbei, informieren sich und ich mache mir ein Bild von ihnen.
Wenn unseriöse Anfragen kommen habe ich keine Skupel diese offen und ehrlich abzubügeln mit einem klaren NEIN.
Eine 100%tige Garantie gibt es nie aber das ist bei allen Dingen im Leben so
Es war lediglich eine, wie Du schon sagtest, Theorie die allerdings nicht abwegig ist.Ich beherberge einige Tiere, die am Anfang diesen Süssfaktor hatten und dann den Haltern schnell zur Lasst wurden.
Meine Theorie der Hobbyzucht wiegelst du schnell ab, aber genauso schnell kann man deine Unfalltheorie abwiegeln.
Ich kenne viele Halter die ebenfalls solche Tiere beherbergen, mir ist das Thema durchaus bewusst.
Nicht zuletzt weil wir (das Chin-Forum) und z.B. die IGC (Interessengemeinschaft Chinchilla) aktiv die Notfallvermittlung unterstützen.
Zucht und Notfallvermittlung sind für Themen die sich nicht trennen lassen.
Und viele Züchter beherbergen und betreuen auch Notfalltiere.
Richtig aber das ist nicht Regel.Du schreibst, dass man mit Zucht nichts verdienen würden. O.K., du vielleicht nicht, weil du viel in deine Tiere investierst. Aber glaubst du wirklich, dass die Leute die nur aufs Geld aus sind, sich über Folgekosten Gedanken machen. (Tierarzt – wozu?) Und diesen Individuen hat man laufend solche Notfälle zu Verdanken.
Soll wegen solcher Ausnahmen gleich alles schlecht sein?
Die Chinchillazucht in Deutschland erlebt z.B. einen Wandel.
Derzeit schrumpfen die Pelz- und Großzuchten und die Kleinzuchten werden immer mehr.
Gut weil die Haltungsqualität steigt (durch die geringe Menge sind die Tiere in größeren Käfigen und besser Haltung).
Schlecht weil jeder meint mal eben Hobbyzüchter zu werden weil es ja ganz einfach ist und mit qualitativ schlechten Tieren noch schlechtere zieht.
Einige versprechen sich darüber auch Prestige und Ansehen. Klappt dies nicht so werden die Tiere abgeschoben und was neues muss her.
Haben wir erst kürzlich in der Chinchillaszene erlebt.
Es gibt immer Solche und Solche. Deshalb aber generell die Zucht an sich negativ zu bewerten hat für mich immer den schalen Beigeschmack einer Pauschalisierung die ich als ungerecht empfinde und dagegen wehre ich mich einfach.
Ich stimme Dir nur teilweise zu.Um es noch einmal ganz klar zustellen. Ich bin nicht gegen Zucht an sich, aber jede Zucht muss kontrolliert sein und Abgabetiere müssen kastriert sein, damit nicht Hans und Franz auf die glorreiche Idee verfallen können auch zu züchten.
Zum Thema Kontrolle:
Großzuchten mit einem bestimmten Jungtierdurchsatz pro Jahr unterligem der Kontrolle des Vet. amtes.
Es gibt Richtlinien und Mindestvorgaben der Käfiggröße und Mindesteinrichtung pro Tier die eingehalten werden müssen.
Alle anderen unterligen keiner Kontrolle, denn der Begriff Zucht ist nichtz geschützt und auch die Bezeich nung Züchter unterliegt keiner Ausbildung oder Schutz.
Aber nach welchen Vorgaben sollten Kleinzuchten kontrolliert werden und wer soll das bezahlen? Der Steuerzahler?
Zum Thema Abgabe habe ich eine etwas andere Meinung.
Kastration und Sterilisation sind durch die Anatomie der Chinchilla massiv invasibe Eingriff und bergen große Risiken.
Es gibt immer noch die gleichgeschlechtliche Abgabe udn diese bevorzuge ich es sei denn ich tausche oder verkaufe an Züchter.
Ein Austausch der Tiere unter Züchtern ist ebenfalls ein entscheidender Faktor der gegen Kastration und Sterilisation spricht.
Wie soll sonst eine Zucht "frisches Blut" in die Linien bekommen?
Sei nicht böse, aber das ist meine Meinung.
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