- Barfen vs. Tierarzt Beitrag #21
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So, dann nehme ich den Text auch noch mal auseinander, bestimmt wirds lang 
Eigentlich ist der Artikel gar nicht schlecht und fängt ja auch gut an, kommt aber zu ein paar falschen Schlussfolgerungen.
Hunde sind keine reinen Fleischfresser, das ist richtig. Dennoch besteht ihre Nahrung wenn dann nur zu einem sehr kleinen Teil aus pflanzlicher Nahrung. Ein Hund wird normalerweise Fleisch in jedem Fall bevorzugen.
Es gibt übrigens Barfmodelle bei denen die Fütterung wirklich nur aus Fleisch besteht. Z.B. das Prey-Modell bei dem nur komplette Beutetiere verfüttert werden. Richtig ausgeführt ist bei dieser Art der Ernährung mit keinen Mangelerscheinungen zu rechnen.
Das "klassische" Barfmodell sieht vor den Hund mit Teile von Tieren zu füttern und die Fleischrationen zu supplementieren um quasi ein ganzes Tier zu simulieren.
Pflanzliche Kost kann vom Hund so gut wie nicht verwertet werden und dient mehr als Kalorienlieferant (Getreide) oder Ballaststoff (Gemüse) aber letzteres räumt der Artikel ja sogar selber auch schon ein :
). Dennoch hat uns die Natur dafür gemacht mit den meisten Keimen in unserer Nahrung fertig zu werden, aus Angst vor Krankheiten nur noch steriles Essen zu sich nehmen zu wollen wäre weder sinnvoll noch realisierbar (doch vielleicht wenn man sich nur noch intravenös ernähren würde).
Von daher ist das Argument der Krankheitsgefahr beim Verzehr von frischer Nahrung für mich nicht haltbar.
Ja, frische Nahrung kann krankmachende Keime enthalten...aber solange die perfekte, komplette Nahrung per Pille oder Pulver noch nicht erfunden wurde können alle Lebewesen auf diesem Planeten beruhigt dabei bleiben das zu Essen wofür die Natur sie vorgesehen hat (von uns will ja auch keiner freiwillig auf Astronautenkost umsteigen).
Eine Ansteckung mit der Aujetzkischen Seuche kann man ganz einfach verhindern, indem man kein Schweinefleisch verfüttert, allerdings ist Deutschland seit Jahren frei von der Krankheit.
Genau daran sollte man sich auch beim Barfen orientieren, kleine, leichte Knochen (Huhn, Kalb, Lamm, Kaninchen, Fischgräten etc.) dürfen gegeben werden. Große Knochen hingegen sollte man meiden oder nur sehr portioniert geben, da es sonst schnell zu Verstopfungen kommen kann.
Und wie konnten die Hunde nur über die Jahrtausende neben dem Menschen überleben, wenn es doch fast unmöglich ist sie zu ernähren?
Es ist natürlich möglich einen Hund ohne Fertigfutter zu ernähren, genau das hat man nämlich die vergangen 50.000 Jahre gemacht (mit Abzug der letzten 50
) und viele tausend Barfer tun es heute immer noch. Blutbilder beweisen das Hunde trotz Ernährung ohne Fertigfutter nicht unter Mangelerscheinungen leiden...und das sogar ohne Nahrungsergänzungsmittel.
Ständiges Füttern von sehr vielen Kohlenhydraten macht Hunde sogar dick und krank.
Nun der letzte Abschnitt, der macht mich schon auch ein bisschen sauer:
Hunde können nicht kauen, sie haben keine Mahlflächen auf den Zähnen, sie können nicht mal ihren Kiefer nach links und rechts bewegen um eine Kaubewegung auszuführen. Sie haben Zähne zum Reißen, Schneiden und Qutschen. Eine Trockenfutterkugel kann höchstens kurz durchgeknackt werden. Zudem weichen die gepressten Kugeln im Speichel auf und Rückstände bleiben an den Zähnen kleben.
Trockenfutter reinigt deswegen nicht die Zähne!
Ein Stück Fleisch mit Knochen hingegen muss gerissen, geschnitten, gequetscht werden und passt perfekt zwischen Hundezähne ...so bleiben sie sauber.
Wer es nicht glaubt soll es selbst ausprobieren. Obwohl wir Menschen Mahlflächen auf den Zähnen haben und das Trockenfutter kauen könnten, würden wir uns dadurch nicht das Zähneputzen sparen.
Wem der Selbsttest mit Trockenfutter und rohem Fleisch zu eklig ist, der nimmt sich einen Zwieback oder Butterkeks im Vergleich zu einem Apfel oder einer Karotte.....na, wonach sind die Zähen sauberer :mrgreen:
Wenn ein Hund keine Abwechslung braucht, warum wird dann in dem Artikel so groß davor gewarnt ausschließlich mit Fleisch zu füttern?
Ja was denn nun?
Oder geht es bei dieser Aussage nicht um die Zusammenstellung der Nahrung, sondern um den Geschmack? Wenn Hunde keinen Geschmack haben, warum gibt es dann aber Fertigfutter in zig Geschmacksrichtungen?
Ich denke, hier wird sich widersprochen nur um die eigene Absicht des Artikels (dem Trockenfutter ein positives Image zu verleihen) aufrecht zu erhalten, wohl in der Hoffnung der Leser würde es schon nicht merken.
Puuh, so da habe ich mich ja mal wieder ausgelassen. Muss aber auch dazu sagen das ich diesen Artikel ebenfalls noch für gemäßigt halte und da wirklich schon schlimmeres gesehen habe, wo keine Horrorstory zu hanebüchen war um das böse Frischfleisch schlecht zu reden und kein Loblied zu polemisch um das unfehlbare Trockenfutter in den Himmel zu loben.
...ist euch schonmal aufgefallen:
Es wird den Barfern immer vorgeworfen sie wären so übereifrig und würden alle missionieren wollen indem sie lautstark erzählen wie furchtbar doch Trockenfutter wäre. Dabei wird ständig übersehen, dass dieser Kampf auf beiden Seiten der Front tobt, denn die Futterindustrie tut seit Jahrzehnten genau das gleiche! Mit dem Unterschiede das die Barf-Anhänger keinen einzigen Cent bekommen wenn sie erzählen wie überzeugt sie von der Rohfütterung sein, während die Fertigindustrie Millionen in Werbung investiert nur um dadurch noch wieder viel mehr Millionen einnehmen zu können
Barfen ist weder verwegen, mutig und avantgardistisch, noch ist es verantwortungslos, unüberlegt und gefährlich. Es ist einfach nur die Fütterung des Hundes mit frischen Lebensmitteln.
Nochmal @Puppe:
Knochen sollten immer mit sehr viel Fleisch gefüttert werden, um das Verhältnis eines Beutetiers nachzustellen und damit es nicht zu Verstopfungen kommt
Eigentlich ist der Artikel gar nicht schlecht und fängt ja auch gut an, kommt aber zu ein paar falschen Schlussfolgerungen.
Hunde sind keine reinen Fleischfresser, das ist richtig. Dennoch besteht ihre Nahrung wenn dann nur zu einem sehr kleinen Teil aus pflanzlicher Nahrung. Ein Hund wird normalerweise Fleisch in jedem Fall bevorzugen.
Es gibt übrigens Barfmodelle bei denen die Fütterung wirklich nur aus Fleisch besteht. Z.B. das Prey-Modell bei dem nur komplette Beutetiere verfüttert werden. Richtig ausgeführt ist bei dieser Art der Ernährung mit keinen Mangelerscheinungen zu rechnen.
Das "klassische" Barfmodell sieht vor den Hund mit Teile von Tieren zu füttern und die Fleischrationen zu supplementieren um quasi ein ganzes Tier zu simulieren.
Falls damit gemeint ist, das man einen Hund nicht ausschließlich mit Muskelfleisch ernährten kann, sondern auch Knochen und Innereien dazugehören stimme ich zu, falls gemeint ist ein Hund müsste zwangsweise auch pflanzliche Kost zu sich nehmen um gesund zu bleiben, dann bin ich anderer Meinung.ausschließliche Fleischfütterung (führt zu schweren Mangelerkrankungen)
Pflanzliche Kost kann vom Hund so gut wie nicht verwertet werden und dient mehr als Kalorienlieferant (Getreide) oder Ballaststoff (Gemüse) aber letzteres räumt der Artikel ja sogar selber auch schon ein :
Rohes Gemüse und Obst sind zwar grundsätzlich nicht schädlich, können aber aufgrund der Ausrichtung des Magen-Darm-Trakts auf vorverdaute pflanzliche Nahrung, nicht gut verwertet werden, andererseits werden beim Kochen viele Vitamine zerstört
Ja, das stimmt. Jede Form von Nahrung bedeutet einen Stoff von Außen in den Organismus einzuführen und das birgt immer ein gewisses Risiko (nicht nur beim HundRohes Fleisch als Futter für Hunde würde zwar der natürlichen Ernährung des Wolfes entsprechen, birgt aber die Gefahr, daß über die Nahrung Krankheiten übertragen werden, insbesondere Parasiten;
Von daher ist das Argument der Krankheitsgefahr beim Verzehr von frischer Nahrung für mich nicht haltbar.
Ja, frische Nahrung kann krankmachende Keime enthalten...aber solange die perfekte, komplette Nahrung per Pille oder Pulver noch nicht erfunden wurde können alle Lebewesen auf diesem Planeten beruhigt dabei bleiben das zu Essen wofür die Natur sie vorgesehen hat (von uns will ja auch keiner freiwillig auf Astronautenkost umsteigen).
Eine Ansteckung mit der Aujetzkischen Seuche kann man ganz einfach verhindern, indem man kein Schweinefleisch verfüttert, allerdings ist Deutschland seit Jahren frei von der Krankheit.
Das kommt auf die Beute an. Die Knochen eines Elches werden wohl eher nicht mitgefressen, aber kein Wolf käme auf die Idee sich das Fleisch von einer Maus oder einem Vogel abzupflücken (wäre auch etwas umständlich).Wölfe und auch Wildhunde lassen die Knochen der Beutetiere zurück.
Genau daran sollte man sich auch beim Barfen orientieren, kleine, leichte Knochen (Huhn, Kalb, Lamm, Kaninchen, Fischgräten etc.) dürfen gegeben werden. Große Knochen hingegen sollte man meiden oder nur sehr portioniert geben, da es sonst schnell zu Verstopfungen kommen kann.
Eine seltsame Aussage...wenn es fast unmöglich ist einen Hund mit (selbst)zubereiten Sachen zu ernähren, wieso will es denn dann die Industrie können? Dort stellt man bestenfalls Futter für den Durchschnittshund her und kann nicht auf das Individuum eingehen, woher möchte man denn da wissen wieviele Vitamine Hund x denn nun heute braucht?Leider ist es fast unmöglich, den Hund ausschließlich mit selbstzubereitetem Futter zu ernähren, ohne Mangelerkrankungen hervorzurufen,
Und wie konnten die Hunde nur über die Jahrtausende neben dem Menschen überleben, wenn es doch fast unmöglich ist sie zu ernähren?
Es ist natürlich möglich einen Hund ohne Fertigfutter zu ernähren, genau das hat man nämlich die vergangen 50.000 Jahre gemacht (mit Abzug der letzten 50
Die Auflistung die nach diesem Satz folgt ist weder kompliziert noch vollständig, ich sehe anhand diese Auflistung nicht was an der Rohfütterung so "schwierig" sein sollDaß es sehr schwierig ist, ein gesundes Futter für den Hund selbst zuzubereiten, ist auch aus der unten angeführten Aufstellung über die essentiellen Nährstoffe zu ersehen.
Das zu den "geeinten und leicht verdaulichen" Nahrungsmitteln auch die Kohlenhydrate gehören hätte die Industrie gerne so. Kohlenhydrate liefern dem Hund aber nichts als nährstoffarme Kalorien. Ein Hund kann Kohlenhydrate nutzen, aber er braucht sie nicht und kommt auch ohne prima klarGeeignet und leicht verdaulich
Eiweißquellen: mageres Rindfleisch, Hüttenkäse, Hühnchenfleisch
Kohlenhydratquellen: Reis, Kartoffelpüree, Nudeln
Nun der letzte Abschnitt, der macht mich schon auch ein bisschen sauer:
Jetzt wird es haarig, denn das ist eine dicke, fette Lüge.Wir empfehlen Trockenfutter, da dies die Bildung von Zahnstein reduziert.
Hunde können nicht kauen, sie haben keine Mahlflächen auf den Zähnen, sie können nicht mal ihren Kiefer nach links und rechts bewegen um eine Kaubewegung auszuführen. Sie haben Zähne zum Reißen, Schneiden und Qutschen. Eine Trockenfutterkugel kann höchstens kurz durchgeknackt werden. Zudem weichen die gepressten Kugeln im Speichel auf und Rückstände bleiben an den Zähnen kleben.
Trockenfutter reinigt deswegen nicht die Zähne!
Ein Stück Fleisch mit Knochen hingegen muss gerissen, geschnitten, gequetscht werden und passt perfekt zwischen Hundezähne ...so bleiben sie sauber.
Wer es nicht glaubt soll es selbst ausprobieren. Obwohl wir Menschen Mahlflächen auf den Zähnen haben und das Trockenfutter kauen könnten, würden wir uns dadurch nicht das Zähneputzen sparen.
Wem der Selbsttest mit Trockenfutter und rohem Fleisch zu eklig ist, der nimmt sich einen Zwieback oder Butterkeks im Vergleich zu einem Apfel oder einer Karotte.....na, wonach sind die Zähen sauberer :mrgreen:
Wenn der Hund keine Abwechslung bräuchte, warum heißt es dann weiter oben im Text, das die Ernährung des Hundes so unglaublich komplex sei, das man sie Zuhause keinesfalls selbst zubereiten könnte?Ein Hund braucht keine Abwechslung bei der Fütterung, ein Hirsch schmeckt auch immer gleich.
Wenn ein Hund keine Abwechslung braucht, warum wird dann in dem Artikel so groß davor gewarnt ausschließlich mit Fleisch zu füttern?
Ja was denn nun?
Oder geht es bei dieser Aussage nicht um die Zusammenstellung der Nahrung, sondern um den Geschmack? Wenn Hunde keinen Geschmack haben, warum gibt es dann aber Fertigfutter in zig Geschmacksrichtungen?
Ich denke, hier wird sich widersprochen nur um die eigene Absicht des Artikels (dem Trockenfutter ein positives Image zu verleihen) aufrecht zu erhalten, wohl in der Hoffnung der Leser würde es schon nicht merken.
Prima, dann kann ich ja weiter barfen :mrgreen:Es gibt also keinen Grund, ein Futter zu wechseln, was bisher gut vertragen und gefressen wurde
Ich wüßte doch zu gerne wer "wir" ist :eusa_think:Falls Sie mehr über Hundefütterung wissen möchten, können wir Sie gerne individuell und detailliert beraten.
Puuh, so da habe ich mich ja mal wieder ausgelassen. Muss aber auch dazu sagen das ich diesen Artikel ebenfalls noch für gemäßigt halte und da wirklich schon schlimmeres gesehen habe, wo keine Horrorstory zu hanebüchen war um das böse Frischfleisch schlecht zu reden und kein Loblied zu polemisch um das unfehlbare Trockenfutter in den Himmel zu loben.
...ist euch schonmal aufgefallen:
Es wird den Barfern immer vorgeworfen sie wären so übereifrig und würden alle missionieren wollen indem sie lautstark erzählen wie furchtbar doch Trockenfutter wäre. Dabei wird ständig übersehen, dass dieser Kampf auf beiden Seiten der Front tobt, denn die Futterindustrie tut seit Jahrzehnten genau das gleiche! Mit dem Unterschiede das die Barf-Anhänger keinen einzigen Cent bekommen wenn sie erzählen wie überzeugt sie von der Rohfütterung sein, während die Fertigindustrie Millionen in Werbung investiert nur um dadurch noch wieder viel mehr Millionen einnehmen zu können
Barfen ist weder verwegen, mutig und avantgardistisch, noch ist es verantwortungslos, unüberlegt und gefährlich. Es ist einfach nur die Fütterung des Hundes mit frischen Lebensmitteln.
Nochmal @Puppe:
Woher hast du das? Normalerweise sollten reine Knochen rund 10% der Gesamtfuttermenge ausmachen, oder 15% fleischige Knochen.jedoch wird laut barfplänen zu einer fütterung mit 80-70% fleischknochen geraten
Knochen sollten immer mit sehr viel Fleisch gefüttert werden, um das Verhältnis eines Beutetiers nachzustellen und damit es nicht zu Verstopfungen kommt