Was bin ich? Eine Geschichte, eine Diskussion

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  • Was bin ich? Eine Geschichte, eine Diskussion Beitrag #1
Tätzchen

Tätzchen

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" Hallo mein Name ist Mia, doch wer bin ich?, Ich weiß wer Ich gerne wäre:
Franzi, der Dackel von Frau M, der auch mal dreckig sein darf, oder Mimi, der Schäferhund von Herrn F. der nicht nur in der Badewanne schwimmen darf, gerne hätte Ich auch ein Leben wie Karl der Goldie der seine Freude am Leben am Liebsten im Spiel mit anderen Hunden zeigt.
Doch Ich bin MIA, ich habe alles und doch nichts, ich bin glücklich aber nicht lebensfroh, ich bin ein Hund darf aber keiner sein.
Ich habe alles, bestes Futter, teure Bettchen, schöne Bänder, aber ich bin nicht glücklich? Warum? ich habe doch alles, doch Ich weiß nicht wer Ich bin.

Ich darf nicht leben...nicht wie ein Hund, ich werde gebadet, auch wenn ich nicht dreckig bin, ich darf nicht spielen, dass ist zu gefährlich, ich darf nicht bellen, das ist zu laut, ich darf nicht jaulen, das will Mama nicht, Ich darf nett aussehen.
Wer bin ich ?
Ich bin kein Mensch, aber Ich darf auch nicht Hund sein..."

Hallo Freunde, ich habe diesen Text geschrieben, aus einigen Begebenheiten heraus, die Ich immer öfter beim spazieren gehen sehe. ich habe bewusst keine Rassen oder größe gennant, da mir aufgefallen ist das Hunde egal welcher Rasse oder Größe immer mehr zum Menschen gemacht werden, aber doch Hunde sind.

Ich wurd gerne ein Bisschen mit euch über dieses Thema diskutieren und auch etas Aufklärungsarbeit leisten, da Ich der Meinung bin, das es zwar unmöglich ist einen Hund wirklich zu 100% artgerecht zu halten, aber auch denke das man den Hund ,soweit es möglich ist, Hund sein lassen sollte

LG
 
  • Was bin ich? Eine Geschichte, eine Diskussion Beitrag #2
Hy,

schöner - trauriger Text.

Und ich gebe Dir zu 100% recht. Ich kenne einen Hund der geanau das erlebt...und in der Fortsetzung denkt er noch:

und weil ich nicht weiß was ich bin , habe ich Angst und beiß eben lieber mal zu...:

Wir haben eine Bodeaux Dogge auf der Hundewiese...dessen Herrchen totale Panik schiebt bei allem was der Kerl macht.
Da darf er nicht schnell laufen, es könnten Scherben liegen....dort darf er nicht ins Wasser, weil angeblich gerade Bakterien herumschwimmen (was 4o andere Hunde nicht stört).

Mit Rosi (mein Schäfermädel, sehr zierlich aber wild) darf er gerade mal so ein paar Minuten hüpfen - aber sie könnte ihn ja mit ihren Zähnen beim spielen erwischen dehalb wird das Spiel wenn es einwenig wilder wird (beide Hunde sind knapp 1 Jahr) jäh unterbrtochen (die Hundeblicke müsstest Du mal sehen)

....und nun legt die Bordeaux Dogge sich mit fast jedem anden Hund an..klar. So jetzt darf sie nun nur noch an der Leine sein....wenn alle anderen spielen und springen und hündisches Vollvergnügen haben....armer Hund.

LG SUNO
 
  • Was bin ich? Eine Geschichte, eine Diskussion Beitrag #3
Tja, arme Mia. :( Wobei gerade Dackel absolut nicht zum Schoßhund taugen...

Aber mal auf die kleineren Hunde bezogen, ich erlebe das auch oft, schade, denn auch die allerkleinsten sind immer noch Hunde und möchten rennen, spielen, toben, Kontakt mit anderen Hunden haben. Und sich auch mal einsauen und nicht ständig gebadet werden.

Aber auch bei größeren Hunden kommt das gar nicht so selten vor, ich kenne einen Bearded Collie, einen Golden Retriever und einen Langhaarcollie, die auch fast nichts dürfen - erstens sind alle 3 so gut wie gar nicht erzogen, und um Himmels willen dürfen sie sich nicht schmutzig machen oder mit anderen Hunden spielen - diese vielen Krankheiten, mit denen sie sich anstecken könnten...:roll:

Am allerschlimmsten finde ich immer, wenn ich mit wirklich gut sozialisierten, verträglichen Tierheimhunden spazieren gehe und auf Hundehalter treffe. Da wird gefragt : " Beißt Ihrer ? " Ich : "Nein, er beißt nicht, ist aber nicht meiner, er lebt leider noch im Tierheim." Darauf dann :" Ach so, im Tierheim - nee, dann lieber nicht ! " Sprechens und zerren ihren Hund an uns vorbei...:(
 
  • Was bin ich? Eine Geschichte, eine Diskussion Beitrag #4
auch ich finde, dass es verboten werden müsste, hunde als zb. kinderersatz zu halten und sie auch noch so zu "verwöhnen" (wobei kinder, das ist momentan total trendy, häufig auch nicht kinder sein dürfen und wie püppchen zurechtgemacht werden).
den meisten menschen ist gar nicht bewusst, dass sie dem hund eher damit schaden. sie denken, er hat alles und sie bieten ihm alles, dabei ist "hund halten" plus wohlfühlen eigentlich sooo simpel: gebt ihm eine decke (von mir aus auch eine kaputte, alte decke), gebt ihm was zu fressen, erzieht ihn HUNDEGERECHT und unterhaltet ihn artgerecht, indem ihr ihn mit seinen hundekumpels zusammenlasst und euch mit ihm beschäftigt. dann wird er der glücklichste und unkomplizierteste hund auf der ganzen welt sein ;)
es ist ja nicht nur, dass diese vermenschlichung dem hund schadet, weil er nicht hund sein darf! vielmehr verliert man dem hund gegenüber auch an autorität, wenn man ihn wie einen menschen behandelt, ihn verhätschelt und vertätschelt. ein hund braucht hundegerechte erziehung in hundesprache!! nicht kindererziehung in menschensprache!!! würden das ein großteil aller hundebesitzer kapieren, gäb es nicht so viele probleme mit den vierbeinern...:(
hund ist hund und sollte es auch bleiben! und das mein ich nicht negativ dem tier gegenüber, sondern positiv: er braucht artgerechte behandlung und erziehung!!

gruß, petite :)
 
  • Was bin ich? Eine Geschichte, eine Diskussion Beitrag #5
ja ich stimme dem taxt auch völlig zu
dazu fällt mir gerade ein neulich im feld:
Vor ca. 1 woche ging ich mit meinem hund spazieren, es nieselte leicht so das mein dackel jede pfütze mitm bauch mitgenommen hat am feld angekommen sah sie ihren kumpel rannte quer übers feld um ihn zu begrüßen die beiden tobten und so wurde aus einem weißen jackie ein brauner hund und meine kleine war triefend nass...
wir gingen zusammen mit dem jackie und seiner besitzerin weiter da begeneten uns zwei pudel die 4 kannten sich da sie sonst immer spielen dürfen
auf einmal rief die frau nehmen sie ihre räudigen köter an die leine. ...na ja die zwei pudel wurden um jede pfütze drum rum getragen und trugen jeweils regencaps...sie durften wie viele hund bei uns nicht spielen weil es zu gefährlich sei und außerdem könnten sie sich dreckig machen

sicherlich ist es nicht sooo super einen dreckigen und nassen hund zu hause zu haben als wenn er sauber wäre aber das gehört dazu ,ich sehe oft wieviele leute ihre hunde vermensclichen und verweichlichen

LG dackelchen
 
  • Was bin ich? Eine Geschichte, eine Diskussion Beitrag #6
Ja, mit den Pudeln, da sagst Du was, das sind wirklich agile Hunde, auch die kleineren Züchtungen.

Ich hatte lange Jahre einen Großpudel, und er war in der ganzen weiteren Umgebung der einzige Pudel, der auch ins Wasser durfte, sich dreckig machen durfte, auf den Hundeplatz durfte - gut, Großpudel waren auch damals schon nicht so sehr häufig, die anderen Pudel waren meist Zwergpudel - aber trotzdem , ich habs nicht verstanden und verstehe es auch heute noch nicht. Gerade so lernfreudige, muntere, beschäftigungsfreudige Hunde...:?

Und mit den Pullöverchen und Regencapes...:roll: Erst werden die armen kahl geschoren, dann bekommen sie einen Pullover an, weil sie sonst frieren könnten. Mein Pudel hat in seinem Leben keinen Hundefriseur gesehen, wenn der Pelz zu schwer und lang wurde, habe ich selbst zur Schere gegriffen. Er sah immer aus wie ein Hund, was dazu führte, dass die meisten "richtigen" Pudelbesitzer ihn hässlich fanden. War mir aber piepegal. :lol:
 
  • Was bin ich? Eine Geschichte, eine Diskussion Beitrag #7
Hallo zusammen,

der Text ist echt traurig und leider so wahr .

Ich sage mir immer, wenn ich Abends mit meinem Kind und dem Hund von unsrer Wald- u. Wiesentour nach Hause komme und beide haben nicht den Hauch von Erde, Dreck oder sonstwas an sich , dann ist irgendwas schief gelaufen.

Ich kann das echt nicht nachvollziehen. Unsere Hündin damals war eine engagierte Erdlochbuddlerin. Jeden Tag und bei jedem Wetter.
Dementsprechend sah sie danach auch aus .

Aber lieber habe ich eine Hündin die Abends glücklich und mit sich und der Welt zufrieden ist , als ein völlig verwirrtes Wesen, in dessen Augen zu lesen ist wie unglücklich es ist .

Manchmal habe ich das Gefühl dass besonders jene Menschen die sich machtlos ihrer eigenen Umwelt gegenüber sehen und dem Lauf der Dinge selbst kaum hinterher kommen oftmals diese sind , die sich , vielleicht sogar unbewußt, ein Tier holen um ihrem eigentlichen Problem somit entgegenzuwirken . Ich weiß nicht ob ich den Gedankengang klar rüber bringe.
Ich frage mich nur oftmals wie es Menschen fertig bringen, wohlwissend, welche Bedürfnisse ein Tier hat, diese derart außer acht zu lassen und dann zumeist noch mit dem Argument, dass sie es ja nur gut meinen.
Klar, Menschen eben ..
 
  • Was bin ich? Eine Geschichte, eine Diskussion Beitrag #8
Hallo freut mich das euch mein text gefällt, ich bin leider nicht mit dem Talent gesegnet richtig gute Geschichten zu schreiben, aber naja, man versteht was Ich meine.

Ich finde es furchtbar was sich so zwischen Mensch und Tier abspielt, Zwischen Tierliebe und Egoismus ist halt meist doch ein sehr schmaler Grad, der leider genauso oft überschritten wird.
Auch finde ich das das Angebot in Teriläden immer mehr in die Richtung: Tier ist Assecoir und nicht Tier. Vorallem sehe Ich immer mehr Mensche die den Trend des Tiers als Asseccoire nacheifern und das Tierliebe nennen...
Tier sollte Tier bleiben dürfen...

Ich weiß nicht ob man diesen trend unterstützen sollte, versteht moch nicht falsch, ich bin dafür das jedes Tier gut ernährt wird, TA versorgt wird und gut gepflegt wird, aber es geht leider sehr schnell alles ins Extrem.

Nicht nur das es auf der einen Seite die Leute gibt die sich keinerlei Gedanken über ihr Tier machen, ist die andere Seite genauso Traurig...

LG
 
  • Was bin ich? Eine Geschichte, eine Diskussion Beitrag #9
@Tätzchen
Ich find deine Geschichte supergut geschrieben. Und sie ist leider nur zu wahr. Leider gibt es genug Stars, die das vor machen und zu viele machen es nach oder möchten es nach machen. Die armen Tiere.

Eure Geschichten hier haben mich auch traurig gestimmt.

@petite
Ich sag auch immer, das meine Tiere ein wenig Kindersatz sind. Aber wenn sie direkt wie Kinder behandelt werden, stimme ich dir voll und ganz zu. ^^

Zwar bin ich mit Tieren aufgewachsen und habe schon immer Tiere gehalten, doch jetzt gebe ich auch offen zu, das mich meine Tiere über die Kinderlosigkeit hinweg trösten.
Allerdings bleiben meine Tiere dabei Tiere. Auch wenn sie auf die Couch dürfen.

@Anitram
Das mit deinem Pudel kann ich nachempfinden. Das war bei meinem Pudel auch der Fall. Wobei mir nicht gesagt wurde, das er hässlich sei. Mir hat nur keiner geglaubt, das er ein Pudel war, da er nicht den dazu gehörenden Schnitt hatte.

@ZwanzigAugen
Auch das mit dem Loch buddeln kann ich nachempfinden. Meinen vorigen Rüden konnte ich an so einem Loch echt 'parken'. Mir wurde von einer andern Hundebesitzerin sogar mal gesagt, das sie mir für den Hund so eine Parkkarte schenken wolle, wo dann drauf steht: Wird in einer Stunde wieder abgeholt. :lol:

Also ganz ehrlich! Hunde sollten andere Hunde treffen und mit ihnen Kontakt haben dürfen. Genauso sollten sie sich dreckig machen dürfen. Aber gegen Verwöhnen ist auch nichts einzuwenden, denk ich. Natürlich alles im Rahmen. :mrgreen:
 
  • Was bin ich? Eine Geschichte, eine Diskussion Beitrag #10
Meine Tiere waren und sind auch meine "Kinder" , sie gehören ganz klar zur Familie, werden gut versorgt, werden umgehend zum Arzt gebracht, wenn sie krank sind und dürfen, so gut es in Menschenhand eben irgendwie geht, ihre arteigenen Bedürfnisse ausleben.

Und diese Bedürfnisse sind eben anders als bei Menschenkindern und von Tierart zu Tierart verschieden, leider werfen sehr viele Menschen da die Dinge durcheinander. Tiere als Kindersatz zu pflegen, finde ich gar nicht schlimm, wahrscheinlich sind meine Vögel auch ein bisschen Ersatz für meine lange schon erwachsene Tochter, und so ist wenigstens noch jede Menge Leben im Haus. :mrgreen:

Aber wenn man anfängt, seine Tiere wie menschliche Kinder zu behandeln und ihre eigentlichen Bedürfnisse gar nicht mehr sieht, dann wird es schlimm. :?
 
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