Jagd - immer ein Diskussionsthema!

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  • Jagd - immer ein Diskussionsthema! Beitrag #1
Waldfröschli

Waldfröschli

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Servus!
Mich würde mal interessieren, was ihr so vom Thema "Jagd" haltet. Findet ihr es Tierquälerei oder angewandter Naturschutz?
Ich selbst mache gerade den Jagdschein im Rahmen des Forstingenieur-Studiums. Mich interessiert, wie andere darüber denken und was sie vielleicht schon für Erfahrungen gemacht haben.
Ich möchte mich mit meiner Meinung allerdings noch ein wenig zurückhalten, möchte erstmal schauen, was ihr dazu zu sagen habt!

Würde mich über viele Meinungen freuen :D
 
  • Jagd - immer ein Diskussionsthema! Beitrag #2
Also ich finde, ich finde es auf einer Seite ziemlich gemein aber auf der anderen ist es z.B dazu nützlich das sich die Tiere nicht in massen vermehren=/
 
  • Jagd - immer ein Diskussionsthema! Beitrag #3
Ich denke es kommt einfach auf die Art der Jagd an.
 
  • Jagd - immer ein Diskussionsthema! Beitrag #4
Dadurch das es hier keine Wölfe und Luchse mehr gibt, halte ich es für nötig. Allerdings nur wenn der Jäger auch verantwortungsvoll damit umgeht, da gibt es die übelsten Vorfälle.
Bin aber wie du auch eher beruflich dran interessiert, von daher auch etwas voreingenommen. Vor 10 Jahren war da meine Meinung auch anders.

LG
 
  • Jagd - immer ein Diskussionsthema! Beitrag #5
also wenn ein Jäger jagt um kranke Tiere zu erschießen um sie so von dem Leid zu erlösen oder die anderen Tiere vor einer Ansteckung zu bewahren dann finde ich es sehr sinnvoll.

auch ist es sinnvoll bei einer gewissen Anzahl von Tieren diese ein bisschen zu reduzieren...

aber gesunde Tiere abzuknallen nur weil man Spaß dran hat find ich ist eine Sauerei!
 
  • Jagd - immer ein Diskussionsthema! Beitrag #6
Ich finde, es muss heute leider sein, dadurch dass viele Tiere keine natürlichen Feinde haben und sich rasant und unkontrolliert vermehren.
Ich weiß nicht, welcher Jäger nur aus Spaß schießt, aber die Jäger, die ich kenne, tun es nur, wenn es nötig ist.
 
  • Jagd - immer ein Diskussionsthema! Beitrag #7
Muss schon sein, wenn keine natürlichen Feinde da sind.
Aber!! Fragwürdig ist doch dann, daß Jäger es nicht unterstützen wollen, daß Wolf, Luchs & Co wieder eingesiedelt werden sollen. Mit der Begründung: "Die nehmen uns das Wild weg!" Ja und? Da sage ich doch, daß Jäger nur eine kurzzeitige Aufgabe ist, solange es keine natürlichen Feinde für Wild gibt.

Viele Jäger jagen auch gerne "besonderes" Wild. Warum? Als Trophäe, hat ja sonst niemand mal geschoßen. Sowas sehe ich oft. In Dokumentationen.
Jedesmal muss ich denken, daß sie ihren Beruf verfehlt haben, wenn sie nur besonderes Wild schießen möchten.
Naja, ich habe viel zu viele solcher Jäger gesehen, daher kann ich sie auch nicht wirklich unterstützen.

Lobenswert sind Jäger, die sich an die Schießmonate und Nicht-Schießmonate halten. Die einfach Jäger geworden sind, aus Respekt vor Tieren und Pflanzen.
 
  • Jagd - immer ein Diskussionsthema! Beitrag #8
Viele Jäger jagen auch gerne "besonderes" Wild. Warum? Als Trophäe, hat ja sonst niemand mal geschoßen. Sowas sehe ich oft. In Dokumentationen.
Jedesmal muss ich denken, daß sie ihren Beruf verfehlt haben, wenn sie nur besonderes Wild schießen möchten.
Naja, ich habe viel zu viele solcher Jäger gesehen, daher kann ich sie auch nicht wirklich unterstützen.

Du musst unterscheiden zwischen den Berufsjägern und Förstern und den Hobbyjägern. Bei den Hobbyjägern gibt es immer welche die zuviel Kohle haben und es sich leisten können das "besondere" zu schiessen.

LG
 
  • Jagd - immer ein Diskussionsthema! Beitrag #9
Ich gestehe, ich weiß eigentlich zu wenig über die Jagd um mir ein Urteil darüber bilden zu können.
Was ich zum Beispiel nicht ganz verstehe, warum werden Tiere in einigen Monaten zur Dezimierung geschossen, in anderen Monaten (also im Winter) aber zugefüttert?
Würde die Natur nicht auch vieles von allein regeln, wenn der Mensch da gar nicht eingreifen würden?

Ich würd mich über ein paar Infos freuen, oder einen guten Link, denn wie gesagt weiß ich nicht viel darüber und verstehe vieles nicht.
 
  • Jagd - immer ein Diskussionsthema! Beitrag #10
Halllo,


ich finde es kommt darauf an wie der Bestand der Tiere in dieser Umgebeung ist! Bei uns ist z.B. zu viel Rotwild. Da kann ich es verstehen wenn der Jäger ein auf Rotwild schießt! Die lassen sich sogar am helligsten Tag auf einer großen Wiese ohne Schutz sehen, da sie eigentlich schon wissen, dass sie keine natürlichen Feinde mehr haben!;)




Viele Grüße
Ludwig
 
  • Jagd - immer ein Diskussionsthema! Beitrag #11
Ich wohne auf den Dorf und bin umgeben von Förster und Jäger. Ein bekannter von mir musste jahrelang aus beruflichen Gründen auf die Jagt gehen und erzählt schon Haarsträubene Geschichten aus den Jagdaltag und seinen Kollegen.



Wenn die Ernte hier auf den Feldern reif ist sehe ich Jäger ums halb abgeerntete Feld stehen und darauf warten das die Tiere vor den Mähdrescher flüchten und ihnen direkt vor die Flinte laufen. Ich bin ziemlich angewiedert von dieser art der jagt. Die Viecher haben ja nur zwei Möglichkeiten, entweder sie werden vom Drescher erwischt oder abgeknallt:?

Ich habe mich schon öfters mit Jägern aus der Schweiz unterhalten, bei ihnen ist es pure Lust am Schießen und dafür greifen sie sehr tief in die Taschen. Ist aber natürlich alles nötig!
Im Berner Oberland werden jedes jahr Rehe und Hirsche abgeschoßen und das obwohl es kaum noch Tiere gibt. Das ist etwas was ich absolut nicht verstehen kann. Wir fahren seit Jahren in die Schweiz.........Rehe habe ich seit gut 6 Jahren kein einziges mehr gesehen:(
 
  • Jagd - immer ein Diskussionsthema! Beitrag #12
Was mich wundert, ist dass Menschen Tiere zum Sport jagen können. Ich meine das sollte doch einige Fragen aufbringen wieso diese Jäger sich so sehr darüber freuen ein Tier getötet zu haben, dass sie es immer wieder tun müssen. Für mich grenzt das an psychische Störung.
 
  • Jagd - immer ein Diskussionsthema! Beitrag #13
Ich gestehe, ich weiß eigentlich zu wenig über die Jagd um mir ein Urteil darüber bilden zu können.
Was ich zum Beispiel nicht ganz verstehe, warum werden Tiere in einigen Monaten zur Dezimierung geschossen, in anderen Monaten (also im Winter) aber zugefüttert?
Würde die Natur nicht auch vieles von allein regeln, wenn der Mensch da gar nicht eingreifen würden?
Ich war jetzt ein paar mal mit auf dem Revier und letzten Winter haben wir Futter unter Laub oder so für die Rehe versteckt, weil es bei uns in dem Jahr nur ganz wenige Rehe waren...ich denk mal, damit ihre Chancen den Winter besser zu überstehen besser stehen. Aber ich selbst bin kein Jäger, ich frag mal nochmal nach...^^
 
  • Jagd - immer ein Diskussionsthema! Beitrag #14
Uff, soviel in so kurzer Zeit... freut mich aber!

Also, da waren Fragen wegen der Fütterung im Winter...
Wir haben uns erst kürzlich mit diesem Thema beschäftigt. Eigentlich ist eine Zufütterung im Winter unnötig, das Wild ist seit tausenden Jahren ohne den Menshcen ausgekommen und kann es auch heute noch. Es gibt jedoch Jäger oder auch Waldbesitzer, die meinen, das die armen Tiere sonst verhungern. Dabei ist eine Deziemierung des Bestandes in harten Wintern ganz normal und sogar förderlich, denn so werden die schwachen Tiere ganz natürlich "aussortiert" und die Population bleibt stabil.
Dann gibt es natürlich auch diejenigen, die gerne großes, starkes Wild schießen wollen. Es sind dann eben diese schon erwähneten Hobbyjäger mit zu viel Geld, die unbedingt den kapitalsen Bock schießen wollen. (Ob dies jedoch vom Futterangebot abhängt, ist meiner Meinung nach fraglich.)
Schwarzwild, also Wildschweine werden aber durchaus auch zur Ablenkung gefüttert. Bevor sie die ganzen Felder verwüsten, gibt man ihnen lieber gleich was. Find ich aber auch irgendwie unlogisch, weil es dadurch dann nur noch mehr gibt, die eventuell die Maisfelder niedermachen...

Grundsätzlich finde ich aber, dass ein Jäger, der sein Handwerk versteht, den Tieren hilft. Es gibt keine natürlichen Feinde mehr für Rehe und Hirsche und anderes Wild. Und wenn der Jäger es richtig macht, ist das Tier tot, bevor es überhaupt den Schuss hört.
Aber es gibt leider auch immer wieder solche "Helden", die auf den Träger (Hals) des Tieres schießen, um möglichst das Wildpret nicht zu beschädigen. Leider gehen solche Schüsse auch mal daneben und dann hauts dem Reh den Kiefer weg. Sowas ist nicht sofort tödlich und es kann fliehen. NAchsuche ist auch kaum möglich, weil es viel zu wenig Blut gibt. Das Tier muss also elendig an einer Infektion sterben oder verhungern.

Wie es in der Schweiz mit den Jägern ausschaut, kann ich nicht beurteilen. Ich habe jedoch schon einiges Schlechtes drüber gehört.
 
  • Jagd - immer ein Diskussionsthema! Beitrag #15
So, wurde zwar schon seit ein paar Tagen nichts mehr geschrieben, aber ich hab noch was neues, "aufregendes":

Und zwar haben wir erst kürzlich das Jagdrecht fertig durchgesprochen.
Teil des Jagdrechts ist der Schutz vor "wildernden Tieren".
Im bayerischen Jagdgesetz gilt ein Hund als wildernd, wenn er dem Wild nachstellt und es gefährden kann (wenn er also auch groß genug ist).
Eine Katze gilt als wildernd, sobalt sie sich mehr als 300 Meter vom nächtsen entferten Haus befindet.
Nun, und wenn der Jäger einen wildernden Hund oder eine wildernde Katze vorfindet, darf er sie erschießen.

Ich persönlich finde das sehr furchbar. Es kann ja durchaus mal passieren, dass ein Hund vom Hof wegläuft und vielleicht sogar ein Reh jagt. Aber muss mal ihn deswegen erschießen?
Oder die Katzen... welche Katze hält sich schon an die 300m-Grenze? Vor allem: Was kann eine Katze denn schon wildern außer einer Maus oder Drossel??
 
  • Jagd - immer ein Diskussionsthema! Beitrag #16
Würde die Natur nicht auch vieles von allein regeln, wenn der Mensch da gar nicht eingreifen würden?
.

Das Problem ist, dass der Mensch ja bereits schon viel zu viel eingegriffen hat in die Natur. Ich schätze, dass das Wild oft ohne Zufüttern nicht auskommen würde weil der Mensch ihm den nötigen Lebensraum dazu derart eingeschränkt hat, dass sie nicht genug zu fressen finden würden. Genau weiß ichs aber auch nicht.

Mein Vater ist auch Jäger, ich bin damit aufgewachsen. Von daher ist das schon in Ordnung für mich. Mein Vater macht das auch in der Freizeit und er war auch schon zB in Polen um die Gelegenheit zu haben einen kaptitalen Hirsch zu erlegen... Trotzdem würd ich ihn nicht als "trophäengeil" bezeichnen, er schießt nur das, was auch erlaubt und in (teilweise Überzahl) vorhanden ist und die meiste Zeit streift er durchs Revier und beobachtet, repariert Hochsitze, kontrolliert Futterstände, füttert zu...
Zum Jäger sein gehört noch viel mehr als nur schießen.
 
  • Jagd - immer ein Diskussionsthema! Beitrag #17
Oder die Katzen... welche Katze hält sich schon an die 300m-Grenze? Vor allem: Was kann eine Katze denn schon wildern außer einer Maus oder Drossel??
Hasen, Rebhühner, Fasane. Hat jedenfalls der Kater von meinem Freund schon etliche angeschleppt.
 
  • Jagd - immer ein Diskussionsthema! Beitrag #18
Hi Waldfröschli. Katzen können durchaus "wildern". Dazu gehören junge Fasanen (oder auch ausgewachsene), kleine Kaninchen und Hasen.... Das zählt auch zum Wild und somit wildert sie indem sie sie tötet.

Keine Katze hält sich an die 300m-Grenze. Aber kein Jäger erschießt eine Katze (zumindest kein Jäger mit Verstand) nur weil sie auf ner Wiese sitzt. Da muss er sie schon beim Schlagen des Wilds erwischen.

Bei uns ist das so, dass die Besitzer der wildernden Hunde ausfindig gemacht werden und gewarnt werden. Mein Vater selbst hat noch nie einen Hund erschossen, aber ich finds auch unverantwortlich von den Hundebesitzern, wenn dann verschiedene Verwarnungen kommen und der Hund immer wieder beim Wildern erwischt wird.... Schließlich hat man als Hundebesitzer auch sowas wie "Aufsichtspflicht".

LG
 
  • Jagd - immer ein Diskussionsthema! Beitrag #19
Schon klar, dass der Hundebesitzer eine Pflicht hat, den Hund unter Kontrolle zu halten... wenn mans böse ausdrücken will, provozieren manche Besitzer den Jäger, dass er den Hund abknallt...

Dass Katzen auch Fasane fangenm, da hab ich gar nicht dran gedacht :uups:
Dennoch finde ich nicht, dass es einen berechtigt, die Tiere einfach zu schießen. Ich kenne keinen Jäger, der sowas macht und auch unsrere Dozentin legte uns ans Herz, dass wir die Flinte lieber auf die Rehe und Schweine halten...
Aber es gab schon genug Fälle, da hat der "böse Nachbar" einen Hund abgeknallt, weil er mal kurz in sein Revier rübergeschnuppert hat...
Nicht nur, dass man vielleicht viel Zeit und Geld in einen gut ausgebildeten Hund gesteckt hat, vielleocht sitzt auch ein kleines Kind Zuhause, das nun über seinen Hund oder seine Mieze weint...
 
  • Jagd - immer ein Diskussionsthema! Beitrag #20
Hallo

also ich hab auch meine Probleme damit mit dem Thema JAGT
na ja in meiner Schulzeit waren wir im Schullandheim bei einem Forster und da durften wir immer die Wildschweinlöcher zu budeln toll echt super

Jetzt ist es aber so ein Pechter also ein Jäger muss den Schaden von den Wildtieren an den Bauern Zahlen und glaubt mir wenn wie in den letzten jahren es so viel z.B Wildschweine gibt ist es ein Haufen Geld

Wo her ich das jetzt weiss mein Chef ist Jäger /pechter und ca 5.000 Euro + dieses Jahre an die Bauern bezahlt
Und ich hab heute auch schon wieder MÖRDER geflüstert aber das ist einfach auch weil ich immer sage wenn es so ein Kampf Mensch gegen Tiere wäre wäre es kein Problem
Na ja es war am Wochenende Treibjagt und er hat uns stolz seine Bilder gezeigt
Wenn man die Jagt nicht hätte würde der Wald nicht mehr so aussehen wie er jetzt aussieht
Und Ich weiss nicht ob ich es wirklich toll fände wenn ich imm Wald Joggen wäre plötzlich ein paar schweine vor mir stehen würde :shock:
Na ja schnell wär ich dann das könnt ihr mir glauben und eure Hunde wären auch nicht wirklich sicher
Habt ihr mal einen Hund gesehen der von einer wütenden Wildschweinmama aufgeschlitzt wurde ?? nicht schön

Ihr seht ich sitzte zwischen den Stühlen
Grüsse Simi
 
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