Welches Gebiss ist am besten??

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  • Welches Gebiss ist am besten?? Beitrag #21
Für unser Shetlandpony hatten wir auch eine alte Trense, die war ziemlich rostig. Aber hat anscheinend äußerst lecker geschmeckt. Wobei ich überlegen würde, ob ich nochmal absichtlich eine rostige Trense verwenden würde.
Bei meiner Stute haben wir in den letzten 9 Jahren auch mal das ein oder andere Gebiss ausprobiert.
Mit 3 Jahren gabs ein sauteures anatomisches K&K-Gebiss, mein absoluter Favorit! Das haben wir fast immer drin. Und dadurch, dass wir es zur Zeit jemanden ausgeliehen haben, merken wir wie gut es wirklich ist. Ein Pferd geht die ersten paar Mal mit einer neuen Trense noch ganz gut. Erst nach mehreren Wochen merkt man dann, dass manche Lektionen/Übungen nicht mehr so gut klappen wie vorher.
Zur Zeit müssen wir uns mit einer relativ dünnen einfach gebrochenen Wassertrense "begnügen", es geht schon, aber der Hit ist es anscheinend nicht. Was wir auch mal ausprobiert haben war eine Schenkel- und eine D-Ring-Trense. Mit ersterer ging sie echt total super, allerdings hatten wir die auch nur für ca 2 Monate ausgeliehen. Ich kann nicht sagen, wie sie nach längerer Zeit damit gehen würde, hat es damals aber sehr gut angenommen.
Generell bevorzuge ich doppelt gebrochene Gebisse. Mir kommts so vor, als würden die angenehmer im Maul liegen.
Zur Übersicht nochmal die Platzierung ;)
1. K&K
2. Schenkeltrense
3. D-Ring

Glg, Betsy
 
  • Welches Gebiss ist am besten?? Beitrag #22
Gerade für Fahrpferde ist ein sensibles Maul wichtig. Ich kenne viele gute Fahrpferde, die hervorragend geritten werden. Das Reiten tut den Pferden sehr gut.
Du solltest auf jeden Fall eine normale Wassertrense benutzen, denn im Gegensatz zum Fahren hast du noch mehr Hilfen zur Verfügung (Schenkel, Gewicht).
Eine Dressurkandare ist übrigens etwas ganz anderes als eine Fahrkandare.

Welches Gebiss nun das Richtige für dein Pferd ist, kann dir Niemand sagen. Jedes Pferd hat gewisse Vorlieben und jeder Reiter hat gewisse Vorlieben, wie sensibel sein Pferd sein sollte.
Frag 10 Leute und du bekommst 10 Antworten, eben genauso viele wie es Vorlieben gibt. Was für Andere passend ist, muss nicht für dich und dein Pferd passend sein.
Die beste Lösung ist, sich Gebisse auszuleihen. Ansonsten hast du irgendwann ein Riesenarsenal an Gebissen (habe ich sowieso, da ich häufiger die Gebisse -auch je nach derzeitigem Ausbildungsstand, Arbeitspensum und Motivation- wechsel) die du nie wieder benötigst.
Probier einfach verschiedene Gebissstärken, Gebissmaterialien, Wölbungen (anatomisch geformt oder nicht), einfach oder doppelt gebrochene Gebisse, mit und ohne Rolle in der Mitte.... aus. Auch gebisslose Zäumungen kannst du mal probieren.
Viel Spaß dabei, nette Reiterkollegen werden dir helfen.
Auf jeden Fall würde ich an deiner Stelle jedoch die Gebisssuche gemeinsam mit deinem RL gestalten!


was meinst du mit gebisslose Zäumung??
 
  • Welches Gebiss ist am besten?? Beitrag #23
Gebisslose Zäumungen = Zäumungen ohne Gebiss;)
Dazu gehören z.B. das Sidepull, das Bosal, das Hackamore, der LG-Zaum/Glücksrad usw.
Manchen Pferden sind Zäumungen ohne Gebiss lieber und sie laufen damit besser. Allerdings musst du als Reiter dich auch erstmal umstellen, denn nicht jede Gebissluse Zäumung kann genauso "bedient" werden wie Trensen mit Gebissen. Außerdem ist nicht jede gebisslose Zäumung für jeden Reitstil geeignet. So sollte man als Englisch Reiter kein Bosal benutzen, da es für impulsartige Hilfen, die beim Westernreiten verwendet werden, vorgesehen ist.

Wir haben hier schon einen Thread zum Thema gebisslose Zäumungen:
den kannst du dir ja mal anschauen...
 
  • Welches Gebiss ist am besten?? Beitrag #24
Hallo,

ich reite seit gut drei Monaten gebisslos und mein Pferd hat es von Anfang an gut angenommen - wobei ich erwähnen muss, dass es ohnehin sehr senibel im Maul ist (bei einem Dressurpferd das A und O) und auf jeden kleinen Zug rund um die Maulregion sehr stark reagiert (deshalb bin ich das ein oder andere Mal am Anfang ziemlich blöd im Dreck gelandet ;)).

Wenn du vielleicht auf gebisslos umsteigen möchtest, dann kann ich dir hoffentlich ein bisschen helfen.
Für den Anfang würde ich einen Sidepull empfehlen; ich selbst wollte mit einem Bosal anfangen, aber er ist sehr speziell in der Handhabung und auch für Reiter wie mich, die schon seit knapp einem Jahrhundert reiten (*lacht*) und kein Tauziehen mit dem Pferd veranstalten, absolut schwierig zu handhaben, da man zunächst ein Gefühl bzw. Händchen dafür entwickeln muss, wie und wann das Pferd den Zug spürt.
Irgendwann werde ich einen Bosal allerdings mal "ausprobieren", allerdings nur mit guter Anleitung und möglicherweise nicht auf meinem Pferd, weil sie, wie gesagt, furchtbar sensibel im Maul ist.
Das Sidepull ist da doch erheblich "idiotensicherer".

So, jetzt habe ich viel zu viel und viel zu sehr am Thema vorbeigeschrieben. ;)
 
  • Welches Gebiss ist am besten?? Beitrag #25
Ein Sidepull ist auf jeden Fall eine sichere und gute Möglichkeit ein Pferd ohne Gebiss zu reiten. Das Sidepull zieht sich nirgends zusammen und drückt auch nicht aufs Genick oder den Unterkiefer.
Es gibt verschiedene Sidepulls in verschiedenen Stärken. Ich reite gern mit einem einfachen dünnen Lassoseil als Nasenteil. Dieses Teil ist mit Latigoleder umwickelt um Scheuerstellen zu vermeiden. Bei sehr empfindlichen Pferden mache ich einfach ein Lammfell drum.

Das Bosal wirkt seitlich und unten auf den Pferdekopf ein, jedenfalls sehr viel mehr als auf dem Nasenrücken. Wirkt es ausschließlich auf dem Nasenrücken ist es zu groß und/oder zu tief verschnallt und die Pferde kommen schnell zu tief.
Um ein Pferd auf Bosal umzustellen benötigt man schon mehrere Bosals. Für den Anfang ist das Bosal sehr schwer und evtl. bei sturen Pferden auch recht breit, es ist außerdem gröber gearbeitet und man beginnt am Einfachsten mit einem Schweifhaarmecate.
Man sollte beim Umstellen nie vergessen, den Unterkiefer des Pferdes z.B. mit Zinkpaste einzucremen, sonst hält das Fell nicht lange.
Fast alle Pferde sind jedoch am Anfang am Unterkiefer irgendwann offen (Scheuerstelle). Das ist genauso, wie viele Pferde beim Anreiten an der Gurtlage schnell offene Stellen haben, bis sich die Haut an die Belastung gewöhnt hat.
Ist das Pferd offen, benutzt man ein Baumwollmecate und ein glatt gearbeitetes, leichteres Bosal, bis sich die Haut erholt und an die Belastung gewöhnt hat. Manche Pferde reagieren in der Zeit auch besser auf ein Bosal aus einem dicken festen Baumwollstrick, das im Nasenbereich mit Rohaut umwickelt ist (schonender bei empfindlichen Pferden).
 
  • Welches Gebiss ist am besten?? Beitrag #26
ja dann werd ich das sidepull mal ausprobiern den ich hatte auch schon gedanken daran das ich ohne gebiss reite ! es zumindest mal ausprobiern möchte
 
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