Nach dem Galopp= Keine andere Gangart mehr möglich!

Diskutiere Nach dem Galopp= Keine andere Gangart mehr möglich! im Pferde Ausbildung und Reiten Forum im Bereich Pferde Forum; Ich hab seit ca. 2 Monaten mein Pflegepferd Nelly. Sie ist ein reines Freizeit und Kutschenpferd und echt total brav. Vom Kutschenfahren her hört...
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  • Nach dem Galopp= Keine andere Gangart mehr möglich! Beitrag #1
Vicy

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Ich hab seit ca. 2 Monaten mein Pflegepferd Nelly. Sie ist ein reines Freizeit und Kutschenpferd und echt total brav. Vom Kutschenfahren her hört sie sehr gut auf Stimmhilfen und reagiert sehr schnell und fein.

Nur hab ich ein Problem:
Früher hat Nelly nichtmal einen normalen Arbeitsgalopp hingebracht, das war sofort Rennen. Das hab ich ihr irgendwie abgewöhnt, aber:
Auch wenn ich sie nur ein paar Sekunden ganz ruhig Galoppieren lasse, ist sie nachher ein anderes Pferd. Ihr Schritt ist fast schon ein Trab, total hoppelig und kaum zu sitzen. Bei Trab selber brauch ich gar nicht anfangen! Ich kann so ruhig sitzen und so lange versuchehn sie zu beruhigen wie ich will-nach dem Galopp lässt sie sich nicht mehr normal reiten.

Wenn ich garnicht galoppiere ist sie ein Traum! Sogar an der Longe führt sie sich so auf! Ich weiß echt nicht mehr weiter. HILFE!:eusa_think::(
 
  • Nach dem Galopp= Keine andere Gangart mehr möglich! Beitrag #2
hi du,
habt ihr eine/n erfahrene/n reitlehrer/in bei euch im stall? die haben meistens gute tipps und hatten schon oft mit solchen pferden zu tun! vielleicht kann dir auch ein anderer einsteller ein bisschen helfen??
 
  • Nach dem Galopp= Keine andere Gangart mehr möglich! Beitrag #3
hmmm villt rennt sie einfach gerne...

also so wirklich helfen kann ich dir nicht..

sry
 
  • Nach dem Galopp= Keine andere Gangart mehr möglich! Beitrag #4
hey vici...das hört sich für mich in erster linie an wie nen gleichgewichtsproblem, sie kann sich bei ner schnelleren gangart besser halten. wie alt ist deine nelly denn? mein tomtom hatte das damals auch....ohne galopp immer im rhytmus und ohne eile - aber nach dem galopp nur noch gerenne. du solltest in der longenarbeit aber auch unterm sattel viele tempiwechsel einbauen.....viel schritt-trab und immer nur so 2 oder 3 galoppsprünge einbauen...setz dich tief in den sattel und brems sie sobald sie rennt. wenn du ihr getue kennst und du weißt wann sie nach dem galopp anfängt zu rennen, nimm ihr sofort den wind aus den segeln. reite auch nicht nur die bahn....viele volten, zirkel, handwechsel. wenn nelly gut auf stimme geht, dann benutz deine stimme auch...dasselbe auch an der longe....abgesehen das was von meinem oben genannten trainingseinheiten sofern möglich ist. mein tomtom hat sich bei diesen übungen sehr gut auf die hinterhand gesetzt und hat sein gleichgewicht gefestigt. an der longe macht er das auch noch.....aber man sieht ihm das total an wenn er wieder seine flausen loslassen will. da kann ich gleich immer handeln.
 
  • Nach dem Galopp= Keine andere Gangart mehr möglich! Beitrag #5
Also die Pferde stehen direkt neben dem Haus des Besitzers, er hat 4. Einen richtigen Platz zum Reiten hat er nicht, deshalb nutz ich zum longieren das kurzgemähte und eingezäunte Feld nebenan, das geht ganz gut. Deshalb sind da auch keine Leute die mir helfen könnten. (Ich hab vorher ca. 6 Jahre reitstunden genommen aber mein altes Pferd ist im August gesorben).
Nelly ist 13 Jahre alt und ein Tschechisches Kinskypferd.

Danke schonmal für die netten Tipps!
Werd ich bald ausprobieren!:D
 
  • Nach dem Galopp= Keine andere Gangart mehr möglich! Beitrag #6
Ich schätze, ihr fehlt es an reiterliche Ausbildung / reiterliche Hilfen anzunehmen etc.. Vor der Kutsche wird normalerweise getrabt oder Schritt geritten... da fehlt ihr das Verständnis unter dem Sattel zu galoppieren und bringt sie durch einander.
 
  • Nach dem Galopp= Keine andere Gangart mehr möglich! Beitrag #7
Also, ich würde dir auch raten viele kurze Tempiwechsel zu reiten und vor allem zu longieren!!
Und vor allem helfe ihr mit deiner Stimme, denn das ist sie vom Kutsche fahren gewohnt...

...wir hatten auch einen Wallach der sehr aufgeregt nach dem Galopp war, wir haben auch immer viele Volten und Schlangenlinien eingebaut usw. doch solltest du nicht versuchen die Stute über den Zügel längsamer zu reiten, da viele Pferde dann noch ungestümer reagieren und noch hitziger werden. Den Wallach haben wir auch nur ein paar Schritte galoppieren lassen und danach eine Runde im Schritt (viele Bahnfiguren) und danach direkt am langen oder hingegebenen Zügel geritten...da bekommt das Pferd den Eindruck, dass jetzt gleich Schluss mit der Arbeit ist und geht meist sehr gelassen....
...auf jeden Fall mit viel Ruhe und Geduld weiter arbeiten, denn die Ruhe brauch die Stute auf jeden Fall ;)

Viel Erfolg!!
 
  • Nach dem Galopp= Keine andere Gangart mehr möglich! Beitrag #8
DANKE an alle netten Antworten!!
 
  • Nach dem Galopp= Keine andere Gangart mehr möglich! Beitrag #9
also ich hab mal einem pferd den renn galopp abgewöhnt das hab ich so gemacht ichhab das pferd langsam galoppieren lassen und dann hab ich es rennen lassen danach konnte ich sie ganz normal reiten!! versuch das doch auch mal
 
  • Nach dem Galopp= Keine andere Gangart mehr möglich! Beitrag #10
Pferde, die normalerweise artig und rittig sind und nur im Galopp losrennen wie wild, haben fast immer ein Gleichgewichtsproblem. Man erkennt das deutlich daran, dass das Pferd im Galopp auf dem Zirkel sich nicht biegt, sondern wie ein Motorrad in Schräglage kommt.
Ein solches Pferd stelle ich im Galopp nach innen, meist fallen diese Pferde dann aus, da sie den Galopp nicht mehr halten können und ich komme endlich zum Treiben um das Pferd auf die HH und somit ins Gleichgewicht zu bringen. Die Pferde erkennen das recht schnell als wirklich Hilfe und nehmen diese auch gut an.
Einige dieser Pferde lassen sich auch nicht nach innen stellen, laufen dann gleich nach innen und ignorieren den inneren Schenkel. Man kann versuchen eine kurze Springgerte mit Klatsche (darf nie weh tun) an die Schulter zu nehmen.
Rennt sich das Pferd heiß, bockt oder tobt im Galopp kann man das Problem auch an der Longe angehen (wenn Kondition oder Sattelfestigkeit beim Reiten fehlt).
Pferde, die schlecht im Gleichgewicht sind, longiere ich viel mit Halfter. Dabei zupfe ich den Kopf in Innenstellung, ohne mit Dauerdruck eine Anlehnung zu geben, und aktivieren mit der Peitsche immer wieder die HH.
Sobald sich das Pferd aus der Trabarbeit in den Galopp flüchtet (ordentlich traben ist meist anstrengender als Galopp), unkontrolliert oder frech wird, galoppiert es eben. Meine Pferde wissen, dass Galopp länger dauert.
Ich lasse das Pferd so lange galoppieren, bis ich zum treiben komme, dabei achte ich selbstverständlich darauf, dass das Pferd nach innen gestellt ist - wieder ohne Dauerzug, damit es sich nicht anlehnen kann.
Nach sehr kurzer Zeit realisieren die Pferde, dass Galopp keine Möglichkeit zum Arbeitsentzug ist, sondern genauso Arbeit, wie alle anderen Gangarten. Die Pferde werden ruhiger und locker. Galopp ist eine ganz normale Gangart und nichts, wobei man sich verspannen muss.
Auch beim Reiten galoppiere ich alle Pferde recht viel (meine Pferde können locker 20 Min. durchgaloppieren und werden dabei genauso gearbeitet wie im Trab).
Machst du aus dem Galopp etwas Besonderes, wird es das auch immer für das Pferd etwas Besonderes sein.
 
  • Nach dem Galopp= Keine andere Gangart mehr möglich! Beitrag #11
Hallo,
Ich reite auch manchmal ein solches Pferd. Sie ist erst 6 Jahre alt... aber keiner konnte sie richtig reiten, da sie immer buckelte... man konnt nii richtig mit ihr reiten und so... und da mein Pferd eine Verletzung am Fußhatte, hatte ich Zeit genug um mich mit ihr zu amusieren :) Sie konnte kein Galopp... jetzt würde man sie nicht mehr wiedererkennen. Sie galoppiert jetzt ohne Problem und lässt das Buckeln zur Seite, hat aber angefangen sich nach dem Galopp stur zu stellen und nach hinten zu gehen. Aber auch da gibt es ne Lösung,, wenn sie sich so stur stellt und nach hinten geht, muss du sie drehen, ganz enge Kreise machen, denn das ist ne Bestrafung, sie mögen das nich... das klappt aber nicht beim ersten mal. Du musst das 6, 7, 8, ... mal machen so oft bis sie das macht was du willst. :))
 
  • Nach dem Galopp= Keine andere Gangart mehr möglich! Beitrag #12
Wie wärs wenn du sie einfach Mal gaaanz lange Galoppieren lässt? :)
Vlt. möchte sie dann garnicht mehr galoppieren, weil sie schon länger galoppiert ist?! :roll:

Ich hoffe es klappt, und es hat dir geholfen.. :eusa_think:
 
  • Nach dem Galopp= Keine andere Gangart mehr möglich! Beitrag #13
Wie wärs wenn du sie einfach Mal gaaanz lange Galoppieren lässt? :)
Vlt. möchte sie dann garnicht mehr galoppieren, weil sie schon länger galoppiert ist?! :roll:

Ich hoffe es klappt, und es hat dir geholfen.. :eusa_think:

Was soll das außer Konditionsaufbau ohne vermehrte Rittigkeit bringen?
Einfach müde laufen lassen bringt nur kurzfristig etwas, denn das Pferd baut eben immer mehr Kondition auf.
Viele Pferde bemerken die eigene Müdigkeit nicht und rennen durch. Diese Pferde sind nicht durch galoppieren lassen sondern durch arbeiten im Galopp ruhig zu bekommen, denn das kriegen sie sehr wohl mit.
Ein Pferd bis zur Müdigkeit zu galoppieren schließt eine anschließende Arbeit mit dem Pferd aus. Das Pferd ist dann müde, kann die Muskulatur nicht mehr vernünftig an- und abspannen, die Sehnen ermüden und das Pferd kann sich schneller vertreten (nicht umsonst fallen immer wieder beim Vetcheck äußerlich noch frische Pferde wegen Ermüdung bei Vielseitigkeits- und Distanzprüfungen raus).

Ich persönlich finde es für die Ausbildung kontraproduktiv ein Pferd bis zur Ermüdung rennen zu lassen. Überschießende Energie und extreme Gehfreude behandelt man besser durch vernünftige Fütterung mit sehr viel Raufutter und viel Weidegang auf großen Wiesen in altersmäßig gemischter Herde. Der Rest ist dann eben Ausbildung.
 
  • Nach dem Galopp= Keine andere Gangart mehr möglich! Beitrag #14
Machtnix war schneller, hat aber 100% Recht, dieser Vorschlag führt höchstens zum Gegenteil, schlimmstenfalls zu einem Unfall weil das Pferd sich irgenwann in einer Notsituation nicht mehr bremsen läßt (Straße, Auto, Traktor...) bzw diese als Anlass für ein kopfloses Durchgehen nimmt.

LG Lilly
 
  • Nach dem Galopp= Keine andere Gangart mehr möglich! Beitrag #15
nochmal nachfragen

...also, vielleicht schaut nochmal jemand diese diskussion an - vor allem die beitraege von machtnix fand ich sehr hilfreich. danke! und deswegen muss ich da noch mit einer weiteren frage anschliessen: meine traberstute ist nach dem galoppieren auch nicht mehr zu bremsen, hat aber auch eine enorme schieflage beim galoppieren (und rutscht dann auch des oefteren weg...) eine innenstellung ist sehr schwierig bei ihr zu schaffen (vor allem arbeiten wir gerade daran dass sie nicht den kopf hochreisst - sie ist sehr jung und doch als traberin trainiert worden...) wie koennte ich denn die innenstellung schaffen? habe schon mal gedacht sie mit sporen zu reiten, damit sie sich mehr um den schenkel biegt. und welche gleichgewichtsuebungen koennt ihr mir empfehlen?
 
  • Nach dem Galopp= Keine andere Gangart mehr möglich! Beitrag #16
Hi manuu,

Traber typisch ;)

Bei meinem hat sich die Rittigkeit schlagartig verbessert, als meine neue RL meinen Sitz mal ordentlich 'durchkorrigiert' hatte. Ich saß nicht im Schwerpunkt und es fiel Manu extrem schwer sich und mich so auszubalancieren. Die Folge war ein sehr schneller Galopp, oft auch Kreuzgalopp und die Schräglage. Es war im meine Schuld, denn er konnte sich so gar nicht ausbalancieren, ich habe ihn regelrecht blockiert.

Wenn dein Sitz stimmt, denke ich du solltest mit ihr viel gymnastizierende (Bahn)Arbeit machen, anfangs nur auf dem Zirkel, durch den Zirkel aus dem Zirkel reiten und Volten die ganze Bahn erstmal weglassen und auch den Galopp.
Viele Tempi-Wechsel Trab-Schritt-Trab etc. bis sie schön warm und locker ist. Dann nur aus ruhigem, ausgesessenem Trab angaloppieren, allerdings sollte sie vorher im Trab und Schritt schön am Zügel und über den Rücken gehen, also auch richtig untertreten.
Innen stellen ("Schwamm ausdrücken") und außen den Zügel leicht anstehen lassen, wenn sie das annimmt, den Hals 'fallen lässt', dann kannst du sie vorsichtig versuchen etwas aufzunehmen (bei meinem hat es gereich die Hände ein paar Zentimeter hoch zu nehmen) und angaloppieren.
In dieser Haltung fiel es meinem Anfangs schwer mehr als ein paar Sprünge zu galoppieren, ich musste also fast von anfang an treiben damit er nicht ausfiel, er hat den Kopf dann meist auch wieder etwas höher genommen, was ich, solange er ruhig und trotzdem leicht nach innen gestellt galoppierte, auch erlaubte, schließlich müssen die richtigen Muskeln auch erst trainiert werden.

Ich hoffe das war verständlich...

LG Lilly
 
  • Nach dem Galopp= Keine andere Gangart mehr möglich! Beitrag #17
Hallo wir haben auch ein haflinger im stall der so los donnert . ich sollte bei unseren ersatzreitlehrerin sie nehmen also sie reistet m-s und sie hat von pferden ahnung und sie meinte das auch mit dem gleichgewicht und deshalb sollte ich sie ganz ruhig reiten also langsam und ruhig auch wenn sie lospreschen will . sie lief dann auch viel sicherer also ich würde wie schon geraten wurde ruhig reiten und viele übergänge reiten.
 
  • Nach dem Galopp= Keine andere Gangart mehr möglich! Beitrag #18
...also, vielleicht schaut nochmal jemand diese diskussion an - vor allem die beitraege von machtnix fand ich sehr hilfreich. danke! und deswegen muss ich da noch mit einer weiteren frage anschliessen: meine traberstute ist nach dem galoppieren auch nicht mehr zu bremsen, hat aber auch eine enorme schieflage beim galoppieren (und rutscht dann auch des oefteren weg...) eine innenstellung ist sehr schwierig bei ihr zu schaffen (vor allem arbeiten wir gerade daran dass sie nicht den kopf hochreisst - sie ist sehr jung und doch als traberin trainiert worden...) wie koennte ich denn die innenstellung schaffen? habe schon mal gedacht sie mit sporen zu reiten, damit sie sich mehr um den schenkel biegt. und welche gleichgewichtsuebungen koennt ihr mir empfehlen?
Erstmal Danke für die Blumen. Schön, wenns hilft was ich schreibe.
Bei einem Traber -gerade die, die erfolgreich Rennen gelaufen sind - ist der Galopp oft das große Problem. Traber arbeiten mit der HH nach hinten raus. Oft ist das die natürliche Gangart des Pferdes und nicht zu korrigieren. Bei einigen Trabern ist das nach-hinten-arbeiten nur anerzogen und liegt nicht rein in den körperlichen Gegebenheiten. Da der Traber nach hinten raus arbeitet, liegt der Schwerpunkt, unter den das Pferd zur vollen Schubentfaltung tritt, weiter hinten.

Erstmal solltest du dein Pferd im Trab, eben seiner Standardgangart, gut locker arbeiten. Achte darauf, dass das Pferd ruhig läuft und weg vom Gebiss kommt. Traber lernen gegen das Gebiss zu laufen. Das Fallenlassen des Halses fällt ihnen schwer. Das Pferd soll lernen, den Rücken anzuheben und locker mit der HH im Rahmen seiner körperlichen Möglichkeiten unter den Schwerpunkt zu treten.
Merke dir diesen Punkt, wenn das Pferd mit aufgewölbtem bzw. geradem Rücken tritt. Ein Helfer mit einer Kamera kann dir da hilfreich sein. Die Lendenwirbelsäule sollte oben sein. Du erkennst das, indem du darauf achtest, wie dein Pferd im lockeren Schleichschritt und im Stand unterm Reiter aussieht und dann im Trab. Die Stelle hinterm Sattel sollte nicht so aussehen, dass das Pferd wie durchbrochen ausschaut.
Lass dich filmen, wenn dein Pferd wirklich locker und gut über den Rücken läuft.
Sollte dein Pferd so noch nicht laufen, erreichst du das bei einem Traber am Einfachsten, indem du extrem viel biegst. Fang mit Hals und Schulter an. Dann die seitliche Bauchmuskulatur und zum Schluss die Lende.
Man beginnt mit dem Lösen vorn, da das Pferd vorne in der Schulter federt (das Vorderbein hat ja kaum Dämpfungseffekt und die Belastung der VH wäre recht groß, was langfristig zu Verschleiß führen kann).
Wenn du weißt, wie weit dein Pferd in natürlicher, lockerer Bewegung unter den Körper arbeiten kann, kannst du mit dem Galopp beginnen.
Hierfür arbeitest du das Pferd weiterhin viel locker im Trab und verzichtest beim Reiten erstmal völlig auf den Galopp.
Du legst mind. 1 Longiertag in der Woche ein, an dem das Pferd ausgebunden (geht das?) fast nur galoppieren lässt.
Beim Longieren ist es günstig die Longe am Bauchgurt zu befestigen (von deiner Hand, durch den Gebissring, zum Bauchgurt), so dass du mit leichtem Zupfen immer wieder Stellung geben kannst. Das Ausbinden darf nur eine Führung sein. Schöner ist es natürlich, wenn ein Pferd den Hals ohne Ausbinder am Sidepull fallen lässt aber bei Trabern von der Bahn ist das oft zu schwer.
Du musst immer darauf achten, dass du während der Arbeit länger die richtige Muskulatur trainierst als die falsche. Es bringt absolut nichts, wenn ein Pferd nach 45 Min. den Hals fallen lässt und dann noch 5 Min. weitergeritten wird. Das Training der falschen Muskulatur dauert in einem solchen Fall 45 Min. wärhend die richtige Muskulatur nur 5 Min. Trainiert wird. Ein wirklicher Trainingseffekt stellt sich so nicht ein und das Training dauert extrem lange, da das Pferd irgendwann die richtige Haltung nur dann einnimmt, weil es weiß, dass es dann in Ruhe gelassen wird. Wirklich arbeiten kann man mit solchen Pferden dann wieder nur schwer, da sie Lösung mit Pause in Verbindung bringen.

Wenn du reitest, solltest du also darauf achten, dir richtige Muskulatur zu trainieren. Reite das Pferd nicht müde, sondern trainiere vernünftig und selbstorganisiert. Zum Galopp kommt dann wieder die Longe zum Einsatz. Das Galoppieren an der Longe dauert so lange, bis man auf den Ausbinder verzichten kann und das Pferd am Halfter, Sidepull oder einfach am Gebiss, den Hals nach spätestens 4 Min. fallen lässt und die restliche Zeit (ist immer ca. 20 Min.) locker im Gleichgewicht ohne nach innen oder außen zu drängen, läuft.
Dann hat dein Pferd sein Gleichgewicht gefunden und du kannst ganz locker auch beim Reiten den Galopp anfragen. Jede Wette, wenn du das wirklich durchhältst und vernünftig machst (gaaanz locker, erzkonsequent und immer nur Paraden geben und das Pferd nicht zu viel unterstützen, sondern nur Aufgaben stellen) und das Pferd durch erlernte Erfolge motivierst, kannst du plötzlich ganz locker galoppieren.
Das ist wie beim Anreiten, nur hast du eben kein Jungpferd, sondern ein Korrekturpferd, was leider sehr viel mehr Arbeit bedeutet.
 
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