Einfach stur oder große Angst?

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  • Einfach stur oder große Angst? Beitrag #1
Dania

Dania

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Hallo,
seit einiger Zeit habe ich eine Reitbeteiligung, die von ihrer Besitzerin großgezogen wurde. In den 6Jahren war sie nie in einer Reithalle. Eigentlich nur im Gelände. Als sie 5 Jahre alt war, hab ich angefangen auf dem Außenplatz mit ihr zu reiten. Das klappte auch meistens ganz gut.
Aber nun zu meinem eigentlichen Problem. In der Reithalle kriege ich sie im Schritt ganz gut durch die Ecken. Schlangenlinien und Zirkel ist auch kein Problem. Aber sobald ich meine Schenkel einmal leicht drücke, weicht sie in die Mitte aus und von dort krieg ich sie nicht mehr weg. Selbst wenn ich absteige, sie einige Runden herum führe und wieder aufsteige, bleibt sie einfach in der Mitte der Bahn. Gerte hilft nicht und Sporen will ich nicht.

Was ist mit ihr los? Und wie kriege ich dieses Problem beseitigt?
 
  • Einfach stur oder große Angst? Beitrag #2
Vllt hatte sie einmal eine schlechte Erfahrung oder wenn du musst sie mit einem leckerli führen..
LG
 
  • Einfach stur oder große Angst? Beitrag #3
Ich denke, sie versteht sie nicht. Achte mal drauf, ob Du bei der Hilfe in der Hüfte unbewusst einknickst - wenn das Pferd es merkt - hat es die falsche Gewichtshilfe - ist irritiert.
 
  • Einfach stur oder große Angst? Beitrag #4
macht sie das denn auch draußen aufm platz??? wenn sie nur das theater macht sobald du den schenkel leicht andrückst dann reite mehr an der langen bahn und übe beidseitig leichten schenkeldruck aus.....in erster linie würde ich das aber draußen aufm reitplatz üben und im gelände auf geraden strecken.....sie muss lernen das sie keine angst davor haben brauch sobald du den schenkel einsetzt. es geht ja nicht anders.....man muss ja mit leichtem schenkeldruck reiten. ich denke auch das sie schlechte erfahrungen gemacht hat. aber trotzdem kontroll dich selbst ob du wie ronja11 schon schrieb auch gerade in der hüfte bleibst.
 
  • Einfach stur oder große Angst? Beitrag #5
Vllt hatte sie einmal eine schlechte Erfahrung oder wenn du musst sie mit einem leckerli führen..
LG
Das kann nicht sein, weil sie vor zwei Monaten zum ersten Mal in der Halle war. War von Anfang an so.

macht sie das denn auch draußen aufm platz??? .
Nein, auf dem Platz läuft immer alles bestens.
Wenn ich im Gelände leichten Schenkeldruck ausübe, trabt sie meistens an. sie weicht nicht aus. Auf dem Außenplatz isst das mal so mal so, aber da setz ich mich dann überwiegend mit Stimme durch.
 
  • Einfach stur oder große Angst? Beitrag #6
Ich vermute auch, dass sie dich nicht richtig versteht.

Wenn sie bei Schenkeldruck nicht weicht, muss sie das lernen.
Weicht sie denn, wenn du vom Boden aus Druck ausübst? Dann könntest du es ihr darüber beibringen: Du gibst einen Impuls mit dem Bein, während jemdand anderes vom Boden aus Druck ausübt. Der Druck vom Boden wird dann immer schwächer bis sie auch auf den Schenkel allein reagiert.

Wenn sie das verstanden hat, kannst du weiter üben.
Wichtig ist, dass du sie nicht Richtung Bande schauen lässt und so versuchst raus zu reiten, sondern sie nach innen stellst und mit Impulsen mit dem inneren Bein nach außen treibst.
 
  • Einfach stur oder große Angst? Beitrag #7
Ich vermute auch, dass sie dich nicht richtig versteht.

Wenn sie bei Schenkeldruck nicht weicht, muss sie das lernen.
Weicht sie denn, wenn du vom Boden aus Druck ausübst? Dann könntest du es ihr darüber beibringen: Du gibst einen Impuls mit dem Bein, während jemdand anderes vom Boden aus Druck ausübt. Der Druck vom Boden wird dann immer schwächer bis sie auch auf den Schenkel allein reagiert.

Wie meinst du das mit Druck vom Boden ausüben?
 
  • Einfach stur oder große Angst? Beitrag #8
Ich meine, dass jemand neben ihr steht und z.B. mit der Hand einen Impuls gibt, sodass sie auf die Seite tritt.
 
  • Einfach stur oder große Angst? Beitrag #9
Ich meine, dass jemand neben ihr steht und z.B. mit der Hand einen Impuls gibt, sodass sie auf die Seite tritt.

Achso. Nein, das habe ich noch nicht ausprobiert, da ich meistens alleine im Stall bin. Die Idee ist aber gar nicht schlecht, das werde ich mal mit einer Freundin ausprobieren.
Im Moment bin ich allerdings gar nicht im Stall (Geburtstag, Weihnachten, Urlaub, Sylvester)... am 23. bin ich nur kurz da, vielleicht schaff ich es dann, das ein Mal auszuprobieren.

Is es eigentlich sinnvoll eine Art Plan aufzustellen? ALso das man z.B Montags immer nur das tut, Dienstags nur das usw. ?
 
  • Einfach stur oder große Angst? Beitrag #10
Ein Plan, was man mit dem Pferd erreichen will und wie man das trainieren will ist auf jeden Fall sinnvoll. Ob das nun ein strenges System sein muss, bei dem an den einzelnen Wochentagen immer etwas bestimmtes gemacht werden muss, ist Geschmackssache. Ich persönlich bin da lieber etwas flexibler;)
 
  • Einfach stur oder große Angst? Beitrag #11
Hallo,
seit einiger Zeit habe ich eine Reitbeteiligung, die von ihrer Besitzerin großgezogen wurde. In den 6Jahren war sie nie in einer Reithalle. Eigentlich nur im Gelände. Als sie 5 Jahre alt war, hab ich angefangen auf dem Außenplatz mit ihr zu reiten. Das klappte auch meistens ganz gut.
Aber nun zu meinem eigentlichen Problem. In der Reithalle kriege ich sie im Schritt ganz gut durch die Ecken. Schlangenlinien und Zirkel ist auch kein Problem. Aber sobald ich meine Schenkel einmal leicht drücke, weicht sie in die Mitte aus und von dort krieg ich sie nicht mehr weg. Selbst wenn ich absteige, sie einige Runden herum führe und wieder aufsteige, bleibt sie einfach in der Mitte der Bahn. Gerte hilft nicht und Sporen will ich nicht.

Was ist mit ihr los? Und wie kriege ich dieses Problem beseitigt?

Meiner Meinung nach hat das Pferd einfach nicht gelernt, zu weichen. Im Schritt klappts ja, also kann das Pferd keine Angst haben.
Sporen oder Gerte zu benutzen finde ich falsch, da das Pferd dann das Laufen an der Bande als unangenehm empfindet. Warum klappts denn mit Schlangenlinien und Zirkeln? Hast du den Schenkel dabei nicht dran?
Ich arbeite lieber so, dass ich dem Pferd die Dinge die ich nicht möchte unangenehm mache und die Dinge, die ich will angenehm gestalte.
Fällt das Pferd beispielsweise über die innere Schulter nach innen, so drücke ich nicht mit dem inneren Schenkel - das wäre nur ein herausdrücken mit hängender innerer Schulter, das Pferd soll jedoch die innere Schulter hochnehmen. Daher stelle ich das Pferd nach außen und drücke mit dem äußeren Schenkel die HH nach innen, so dass das Pferd sehr viel mehr arbeiten muss (hinten kreuzen).
Die innere Schulter kommt so automatisch hoch und wenn ich das Pferd dann nach einigen Tritten oder einer halben Runde in Ruhe lasse, läuft es eigenständig weiter.
Bei einem noch nicht gut gebogenen Pferd oder einem jungen Pferd runde ich die Ecken sowieso ab, da ohne entsprechende Biegung die Fliehkräfte auf den äußeren Gliedmaßen enorm sind.
Ich erziehe die Pferde so, dass sie möglichst eigenständig laufen, bis ich eine neue Hilfe gebe. Auf einem Zirkel gebe ich also exakt 4 Hilfen an den entsprechenden Zirkelpunkten, damit das Pferd die Biegung beibehält.
Das Weichen des Schenkels und den Zügelgehorsam übe ich im Schritt. Immer so, dass es dem Pferd angenehmer ist, dem Schenkel zu weichen und es einfach mehr Arbeit bedeutet, wenn es dieses nicht tut.
Reitet man diese Übungen am Anfang jeder Reiteinheit, so kann das Pferd ruhig zwischendurch anders geritten werden oder Pause haben. Es muss einfach wissen, dass es sich zu konzentrieren hat, sobald du aufsitzt.
Für mich hat das zur Folge, dass ich junge Pferde und Korrekturpferde grundsätzlich Trockenführe und auch vor dem Reiten einige Zeit führe, da sie sich nur dann entsprannen dürfen und nicht permanent darauf gefasst sein müssen, eine sofort umzusetzende Hilfe von mir zu bekommen.
Da bin ich erzkonsequent, gegen mich und gegen das Pferd.

Man sollte jedoch immer eines bedenken:
Die Volte ist ein kleiner Kreisboden, mit 6-8 Schritten Durchmesser und ist die höchste Längsbiegung, die ein Pferd ohne Taktunterbrechung laufen kann.
Das bedeutet:
Eine Ecke ist eine Viertelvolte. Ein Pferd das optimal versammelt ist, kann tief durch die Ecke ohne Taktunterbrechung (oder ohne zu fudeln, was eine 3-fach so lange Korrektur bedeutet) laufen. Ansonsten sind die Ecken sowieso abzurunden. Da die Fliehkräfte auf den äußeren Gliedmaßen so stark sind, dass sie auf Dauer bei noch nicht ausgewachsenen Pferden Verschleiß hervorrufen können und alten Pferden Schaden zufügen können.
 
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