Ja, auch Iltisse sind reine Fleischfresser ohne Wurmfortsatz und können Pflanzliches nicht verdauen. Damit hat die Problematik nichts zu tun.
Frettchen können in freier Wildbahn nur schwer überleben, jedenfalls bei uns, weil ihnen gewisse Instinkte fehlen. Bei der Domestikation wurde ihnen die natürliche Scheu vor einigen Feinden "abgezüchtet" - wär ja auch blöd, wenn einem der Jagdgehilfe wegläuft, weil er Angst vor einem hat, oder ihn der Jagdhund ängstigt. So würden sie wohl jedem natürlich Feind in die Arme laufen, weil Fuchs, Dachs oder streunende Hund einfach nicht als gefährlich eingestuft werden.
Außerdem wissen Frettchen auch nicht instinktiv, was fressbar ist und was nicht. Ich kenne Frettchen, die einfach alles fressen, was rumliegt - seien es Pilze, faulige Früchte oder weggeworfene Essenreste. Ein Frettchen meiner Freundin wäre fast gestorben, weil es giftige Pilze fraß. Und ich kenne Frettchen, die außer ihrem TroFu gar nichts anrühren! Denen könnte eine Maus auf der Nase rumtanzen und sie würden nicht schnallen, daß sie sie essen müssen!
Kaninchenjagd mit Frettchen funktioniert ja auch nicht so, daß die Frettchen die Kaninchen wirklich jagen und fangen! Die Frettchen krabbeln aus Neugier in den Kaninchenbau und die Karnickel fliehen aus Angst, ohne daß die Fretts was bestimmtes machen, außer nach Frettchen zu riechen.

Die Kaninchen landen dann im Netz des Jägers, nicht im Maul des Frettchens.
Frettchen sind übrigens erst mit 12 Monaten voll ausgewachsen. Allerdings verlieren sie ihr Babyfell bereits mit ca. 3 Monaten.
LG Tina