Hi,
wie schon mehrfach geschrieben: nicht das Gebiss ist 'scharf' sondern die Hand die es führt.
Eine Kandarre die nur minimal ansteht und minimale impulse gibt, ist für das Pferd 100 x angenehmer als eine doppeltgebrochene Wassertrense an der ständig rumgezogen wird.
Ein Gebiss ist KEINE BREMSE! Es soll nur feine Impulse von der Reiterhand ins Pferdmaul übertragen.
Je besser ein Pferd ausgebildet ist, desto weniger Impuls braucht es. Das heißt man kann es
a) auch mit 'scharfen' Gebissen reiten indem man minimale Impulse gibt
oder b) (was mir sympatischer ist) ohne Gebiss reiten
Gebiss/Zügel/Hand sollen ja auch nur unterstützend wirken, "Haupt"hilfen werden durch Bein und Gewicht gegeben. Und zwar in allen Sparten: schnller, langsamer, Richtungswechsel, Verwahren usw usf
In deinem Fall solltet ihr an den Grundlagen der Durchlässigkeit arbeiten und zwar mit einem 'weichen' Gebiss.

Das dein Pferd Angst hat, ist ein deutliches Zeichen, dass ein scharfes Gebiss nicht die Lösung sein kann (du tust ihm damit ja letztlich weh bzw es ist zumindest unangenehm, und du willst doch nicht dein Pferd so 'kontrollieren' durch Schmerz und Angst?)
Wenn es sich beim Springen und Galoppieren 'aufspult' dann musst du das eben nur sehr kurz machen!
Ein Hindernis dann wieder Dressur-/Gymnastikarbeit. Wenn es das ruhig macht, 2 Hindernisse und so weiter... das dauert aber sicher ein paar Monate bis du dann 3-4 Hindernisse ruhig nehmen kannst.
Fürs Gelände gilt das gleiche: sobald dein Pferd aufdreht Schritt oder ruhiger Trab, Schulterherein, Schenkelweichen, irgendwas damit dein Pferd lernt, sich zu 'fangen'
Oder auch Schritt am langen Zügel, wobei das eher faule Pferde dann evtl auch so interpretieren: einmal losrasen und ich habe Ruhe

daher tendiere ich eigentlich eher zu gymnastizierenden Dressuraufgaben - das geht im Gelände genauso gut wie auf dem Platz!
LG Lilly