Gebiss - Qual der Wahl

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  • Gebiss - Qual der Wahl Beitrag #1
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Sportpferdefan044

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Hi Pferdekenner reite seit 10 Jahren und habe seit letztdem Jahr ein neues Pferd reite in der Dressur mit Nategebiss und im Springen mit Gummigebiss.Was meint ihr dazu lieber ein schärferes Gebiss oder ein weicheres.Freue mich auf eure Antwoten;)
 
  • Gebiss - Qual der Wahl Beitrag #2
Huhu,

inwiefern definierst du "scharf"? Ein scharfes Gebiss macht nur dann Sinn, wenn man präzise Hilfen geben will (deshalb beim Springen Pfoten weg davon - man reißt dem Tier doch mal aus Versehen im Maul herum und dann hat man den Salat), also z.B. in der hohen Dressur und wenn man wirklich gut und weich sitzt und reitet. Das kann man bei dir natürlich nicht beurteilen, weil man dich nicht reiten sieht.

Ich reite seit 12 Jahren - das sagt ohnehin nichts über das Können aus ;) - und bin Fan der doppelt gebrochenen Wasserkopftrense. Die ist verhältnismäßig idiotensicher und meine Pferde gehen allesamt gut damit.

Für's Springen würde ich, wie oben angedeutet, immer ein weiches, nicht schnell das Maul einreißendes Gebiss nehmen wie die Wasserkopf oder die Olivenkopf. Oder auch mal gebisslos - das aber bitte erst mal in der Dressur, damit du siehst, wie dein Pferd damit zurecht kommt. *g*
 
  • Gebiss - Qual der Wahl Beitrag #3
Also welchen Gebisstype du nimmst (Olivenkopf, Wassertrense, doppeltgebrochen, einfach gebrochen, mit Kuperstück,usw.) hängt ganz von Pferd ab, jedes Pferd mag ein anderes Gebiss. Die einen Laufen besser mit einfach gebrochenem die anderem laufen mit nem doppeltem besser ;) da musst du erstmal ausprobieren.
 
  • Gebiss - Qual der Wahl Beitrag #4
Hallo,

Ich sehe das ähnlich wie Brillenschlange....
Allerdings kommt es auch ganz auf deine Handeinwirkung ein. Hier hat mal einer den Spruch erwähnt: Das Gebiss ist so hartwie die Reiterhand ( oder so ähnlich)
Also im Prinzip kann man mit den meisten Gebissen eine weiche EInwirkung erzielen...
Wenn man aber bewusst weiche Trensengebisse wählt dann bist du mit deinem Gummigebiss wohl ganz gut bedient
 
  • Gebiss - Qual der Wahl Beitrag #5
Hi Pferdekenner reite seit 10 Jahren und habe seit letztdem Jahr ein neues Pferd reite in der Dressur mit Nategebiss und im Springen mit Gummigebiss.Was meint ihr dazu lieber ein schärferes Gebiss oder ein weicheres.Freue mich auf eure Antwoten;)

Wenn dein Pferd und du damit klar kommt, würde ich die Gebisse einfach beibehalten.

lg
 
  • Gebiss - Qual der Wahl Beitrag #6
Hi Leute natürlich hat es nichts damit zutun wie lange man reitet also reite mit Olivenkopfgebiss nur da ich bald ins Gelände gehe hab ich ein bisschen Angst ,dass ich mein Pferd mit einem weichen Gebiss ihn nicht so richtig zurück halten kann da er im Springen sehr doll rennt.Probiere bald mal Wassergebiss aus.Danke euch:lol:
 
  • Gebiss - Qual der Wahl Beitrag #7
In diesem Fall solltest du allgemein am Gehorsam deines Pferdes arbeiten - auf dem Platz und mit deinem üblichen Gebiss;)
Wenn du nicht weißt, wie dein Pferd sich im Gelände verhält, könntest du auch zuerst einen erfahrenen Reiter, der es auf jeden Fall zurückhalten kann, ausreiten lassen. Dann gewöhnt sich dein Pferd ans Ausreiten und du kannst dich von dem anderen Reiter einweisen lassen, was du in welcher Situation tun musst.
Ein scharfes Gebiss wirkt beim ersten, zweiten, vielleicht auch noch beim dritten mal ausreiten. Aber mit der Zeit gewöhnt das Pferd sich an den Schmerz und reagiert garnicht mehr.
 
  • Gebiss - Qual der Wahl Beitrag #8
Ich denke ,ich sollte mal mein Reitlehrerin fragen.Die kennt mein Pferd schon länger.Er ist nur schwer zu reiten da er total viel Angst hat .Ich weis nicht woran das liegt da er mit seinem alten Reiter mehrere Geländespringen gegangen ist .Obwohl ich mit ihm regelmäßig Vertrauensübungen mache.Komisch:|:?::?:
 
  • Gebiss - Qual der Wahl Beitrag #9
Wie alt ist dein Pferd denn ? Mein Pferd war zu seiner Jugendzeit auch ein Paniker allererster Güte. Da hat es gereicht, wenn irgendwo im falschen Moment eine Stecknadel fiel um ihn zum Durchdrehen zu verleiten.

Das braucht einfach viel Zeit sich da einzugewöhnen. Es macht wesentlich mehr Sinn im Unterricht das kontrollierte Reiten zu erlernen, als sich mit schärferen Gebissen zu rüsten. Du kannst mit deiner Reitlehrerin viele kontrollierte schöne Übergänge üben: Galopp-Schritt, Galopp-Halt, Trab-Schritt, Trab-Halt und für die "Königsklasse" auch halten aus dem Schritt (empfinde ich persönlich als am schwierigsten dann richtig schön anzuhalten). Bremsen kann jeder, schönes Halten ist gefragt.
Schöne Volten kannst du auch üben, die kann man auch auf einem Ausritt einsetzen.

Beim Springen kannst du auch mal üben vor dem Sprung eine Galoppvolte zu reiten und zum Trab durchzuparieren und dann erst über den Sprung zu gehen.

Je kontrollierter du dein Pferd reitest, desto besser ist es. Lass das Tier nicht einfach laufen, sondern arbeite ihn von seinem Level runter. Ziel einer Unterrichtstunde sollte immer sein, das Pferd optimal zu reiten. Also ist dein Ziel in einer Stunde: Kontrolliert und ruhig reiten.

Wenn du damit fertig bist, kannst du dich mal auf einen Schrittausritt mit einem erfahrenen, bekannten Pferd-Reiter-Paar begeben.
 
  • Gebiss - Qual der Wahl Beitrag #10
Also ich finde, wenn es um die Gebisse geht, je "weicher" desto besser.
Ich bin kein Fan von Kandarren und all dem Zeug...
 
  • Gebiss - Qual der Wahl Beitrag #11
Hi,

wie schon mehrfach geschrieben: nicht das Gebiss ist 'scharf' sondern die Hand die es führt.
Eine Kandarre die nur minimal ansteht und minimale impulse gibt, ist für das Pferd 100 x angenehmer als eine doppeltgebrochene Wassertrense an der ständig rumgezogen wird.

Ein Gebiss ist KEINE BREMSE! Es soll nur feine Impulse von der Reiterhand ins Pferdmaul übertragen.

Je besser ein Pferd ausgebildet ist, desto weniger Impuls braucht es. Das heißt man kann es
a) auch mit 'scharfen' Gebissen reiten indem man minimale Impulse gibt
oder b) (was mir sympatischer ist) ohne Gebiss reiten

Gebiss/Zügel/Hand sollen ja auch nur unterstützend wirken, "Haupt"hilfen werden durch Bein und Gewicht gegeben. Und zwar in allen Sparten: schnller, langsamer, Richtungswechsel, Verwahren usw usf

In deinem Fall solltet ihr an den Grundlagen der Durchlässigkeit arbeiten und zwar mit einem 'weichen' Gebiss. ;)
Das dein Pferd Angst hat, ist ein deutliches Zeichen, dass ein scharfes Gebiss nicht die Lösung sein kann (du tust ihm damit ja letztlich weh bzw es ist zumindest unangenehm, und du willst doch nicht dein Pferd so 'kontrollieren' durch Schmerz und Angst?)

Wenn es sich beim Springen und Galoppieren 'aufspult' dann musst du das eben nur sehr kurz machen!

Ein Hindernis dann wieder Dressur-/Gymnastikarbeit. Wenn es das ruhig macht, 2 Hindernisse und so weiter... das dauert aber sicher ein paar Monate bis du dann 3-4 Hindernisse ruhig nehmen kannst.

Fürs Gelände gilt das gleiche: sobald dein Pferd aufdreht Schritt oder ruhiger Trab, Schulterherein, Schenkelweichen, irgendwas damit dein Pferd lernt, sich zu 'fangen'

Oder auch Schritt am langen Zügel, wobei das eher faule Pferde dann evtl auch so interpretieren: einmal losrasen und ich habe Ruhe ;) daher tendiere ich eigentlich eher zu gymnastizierenden Dressuraufgaben - das geht im Gelände genauso gut wie auf dem Platz!

LG Lilly
 
  • Gebiss - Qual der Wahl Beitrag #12
also ich reite meine beiden mit ausbildungsgebissen -doppeltgebrochenen wassertrensen- und die haben eig sehr gut geholfen die jahre über :)
 
  • Gebiss - Qual der Wahl Beitrag #13
hey,

kommst du denn im moment damit gut klar? also wenn ihr keine probleme habt, würde ich es dabei lassen =) also weil mein pferdchen manchmal seit kurzen wegen einer anderen RB total sich sträubt und rumzickt, hab ich es mal ohne gebiss probiert. leider völlig fehlgeschlagen. habe ihn seit dem bei jedem 2. mal leicht auf kandarre geritten und wenn ich dann am nächsten tag wieder mit normalem gebiss geritten bin, war er viel lieber (aber ich hab ihm nicht wehgetan, falls ihr das jetzt denkt =|). beim Springen nehme ich im moment ein Olivenkopfgebiss, damit es nicht durchrutscht. es klappt super und er reagiert wieder super bei beidem =)

lg bdg =)
 
  • Gebiss - Qual der Wahl Beitrag #14
Hi Pferdekenner reite seit 10 Jahren und habe seit letztdem Jahr ein neues Pferd reite in der Dressur mit Nategebiss und im Springen mit Gummigebiss.Was meint ihr dazu lieber ein schärferes Gebiss oder ein weicheres.Freue mich auf eure Antwoten;)

Warum willst du das Gebiss wechseln?
Gibt es Probleme?
Reite einfach mit dem Gebiss, was deinem Pferd mit deiner Hand am Angenehmsten ist.
Ich selber reite Pferde erst mit scharfen Gebissen, wenn sie einen entsprechenden Ausbildungsstand haben. Gleichzeitig wechsel ich die Gebisse gern, d.h. ich reite immer zur Kontrolle auch mit weicheren Gebissen.
So geht mein St. Georg Dressurpferd schon besser auf doppelt gebrochener Trense als mit Kandare (daher habe ich eine 'Babykandare' mit extrem kurzen Anzügen). Er geht aber auch schonmal mit Kandare ins Gelände, damit er lernt sich auch an der Kandare zu entspannen.

Meine Westernpferde laufen alle auch ohne Gebiss auf Bosal

mit Reinsman Snaffle Bit with copper Roller

oder normalem Snaffle (Wassertrense).

Eines meiner Pferde läuft am Besten auf Bosal oder Billy Allen Reiningbit

da dieses Pferd äußerst sensibel im Maul ist und das Gebiss sich durch die langen Anzüge und gleichzeitig sehr kurzen Aufzüge erst im Maul dreht, bevor es wirklich einwirkt, außerdem reitet man bei sensibler Zügelführung nur auf dem verdickten Mittelteil des Gebisses.

Ein anderes Pferd bevorzugt Portgebisse, da seine Zunge durch falschen Beritt vernarbt ist. Er wird mit folgenden Gebissen oder auf Bosal geritten.




Eine Gebisssuche ist eine langwierige Sache. Man benötigt viele Freunde, die einem ein Gebiss mal längere Zeit leihen um herauszufinden, mit welchem Gebiss das Pferd am Liebsten läuft.
 
  • Gebiss - Qual der Wahl Beitrag #15
"Ich denke ,ich sollte mal mein Reitlehrerin fragen.Die kennt mein Pferd schon länger.Er ist nur schwer zu reiten da er total viel Angst hat .Ich weis nicht woran das liegt da er mit seinem alten Reiter mehrere Geländespringen gegangen ist .Obwohl ich mit ihm regelmäßig Vertrauensübungen mache.Komisch:|:?::?:"

Ich denke dein Problem hängt nicht vom Gebiss ab. Ich sehe keinen Anlass dafür, dass du dein Pferd mit einem schärferen Gebiss im Gelände reiten solltest. Das wird dir auch ganz sicher nicht dabei helfen das Problem von deinem Pferd in Bezug auf dich zu lösen sondern mit dem scharfen Gebiss eher verstärken oder bestenfalls nur unterdrücken.
Geh langsam an die Sache ran. Wenn dein Pferd mehr Vertrauen zu dir gefasst hat,wirst du mit einem weniger scharfem Gebiss mehr Spaß haben. und dein Pferd wird es dir danken.
Viel Erfolg
 
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