Züchter oder Tierheim?

Diskutiere Züchter oder Tierheim? im Hunderassen Forum im Bereich Hunde Forum; Ich bin auch fürs TH. aber am ende muss jeder selbst wissen ob er einen Rasse Hund mit langem Stammbaum vom Züchter haben will oder einen wo die...
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  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #21
Ich bin auch fürs TH. aber am ende muss jeder selbst wissen ob er einen Rasse Hund mit langem Stammbaum vom Züchter haben will oder einen wo die Herkunft ungenau ist der vielleicht ein Rassehund ohne Stammbaum bzw. ein Mix aus dem Tierheim ist.
Die meisten Hunde aus dem Tierheim sind schon älter ( es gibt auch viele Welpen) die vom Züchter sind meistens Welpen. Mein jetziger Hund ist von ein Paar die unfreiwillig nachwuchs bekommen haben und die Welpen nicht so gut gehalten haben (sie konnten es nicht da sie kein Geld für Impfungen hatten) aber meine Hündin hat keine Angst vor irgend was aber das liegt wahrscheinlich an dem Hund was er für ein Charakter hat
Das ist nun schon sehr lange her und ich würde mir meinen dritten Hund auch vom Züchter holen was aber an der seltenen Rasse liegt die es im TH diese Rasse nicht oder nur selten gibt (Irish Red Setter).
Ich hole mir keinen Hund der nicht zu mir und meinem leben passt zB. sollte sich ein Rentner keinen jungen Husky zulegen sondern lieber einen schon älteren ruhigen Hund;)
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #22
Hallo,
ich bevorzuge Hunde aus einer guten Zucht.
Ich möchte wissen was ich bekomme, ich möchte bestimmte Rassen, bestimmte Linien usw.
Ich würde auch ein bereits erwachsenen Hund aufnehmen, der abgegeben wird. Dann aber auch nur wenn ich weiss, dass er aus einer guten Zucht kommt, Papiere hat und ich weiss was ich mir ins Haus hole.
Ganz ehrlich, ich glaube absolut nicht dass man Hunde aus wirklich guten Zuchten in einem Tierheim findet. Jeder gute Züchter nimmt seine Hunde zurück, sollte es irgendwann Probleme geben und das steht auch genau so im Vertrag.
Die armen Geschöpfe die im Tierheim landen, sind meist vom Händler oder aus (angeblichen) Ups-Würfen. Es sind Hunde die ja sooo niedlich und günstig waren, die man sich mal eben unbedacht angeschafft hat und die genau so schnell wieder abgeschoben werden, wenn es mal anstrengend wird. Das wird auch nie enden so lange das so weiter geht.
Ich seh das allergrösste Problem in den ganzen Möchtegern Züchtern, Vermehrern und "ich-will-einmal-Welpen-haben" Leuten. Mal zum Vergleich: bei allen Hunden die in D gehalten werden, liegt der Anteil der Hunde die aus einer seriösen Zucht kommen bei weniger als 10% (die genau Zahl weiss ich leider nicht mehr).

Ich schliesse nicht aus, dass ich mein Herz irgendwann mal unerwartet an einen "Nothund" verliere.
Trotzdem bin ich der Meinung es ist auch sinnvoll sich einen TH-Hund zu holen für die viele MEnschen reicht das aus zb für Menschen die einfach nur einen Familienhund wollen ist ein etwas älterer TH-Hund genau das richtige- es zieht nicht den Ruf mancher Rassen runter es seien die perfekten Familienhunde und sie bräuchten nicht viel Beschäftigung (Golden Retriever) und hilft einen TH-Hund der es schwer hat Vermittelt zu werden und genau die voraussetzungen hat die die Familie sucht.
Dem schliesse ich mich an. Respekt an alle die einen Hund aus Tierheimen/ Organisationen ein neues Zuhause geben.
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #23
Mein nächster Hund wird mit Sicherheit einer vom FCI Züchter. Ich möchte auch eine bestimmte Rasse haben, die ich von Anfang an selbst erziehen und auf mich prägen kann. Desweiteren ist mir der gesundheitliche Aspekt, wie die Aufzucht von den Welpen sehr wichtig. Das kann ich bei Tierheimhunden u.U. nicht verfolgen (obwohl meine jetztige Hündin immer kerngesund war und ein prima Wesen hat, sie ist auch aus dem TH).
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #24
Mein nächster Hund wird mit Sicherheit einer vom FCI Züchter. Ich möchte auch eine bestimmte Rasse haben, die ich von Anfang an selbst erziehen und auf mich prägen kann. Desweiteren ist mir der gesundheitliche Aspekt, wie die Aufzucht von den Welpen sehr wichtig. Das kann ich bei Tierheimhunden u.U. nicht verfolgen (obwohl meine jetztige Hündin immer kerngesund war und ein prima Wesen hat, sie ist auch aus dem TH).


Ein rhodesian ridgeback?

lg
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #25
Ein rhodesian ridgeback?

Nein. Meine Traumrasse ist seit beinahe 10 Jahren der Bernhardiner. Und wenns einer sein soll, dann natürlich nur vom eingetragenen Züchter. Mein Favorit Nr. 2 wäre der Basset Hound, auch nur vom Züchter.

Meine Hündin ist ja auch ein RR Mix. Ich denke wenn ich mir einen reinrassigen RR holen würde, würde ich zu oft vergleichen..:?
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #26
ich weiß ja nicht, wieviel kontroverse dieses forum verkraftet und ob ihr dieses thema nun lieber nicht auf der moralin-ebene betrachten wollt (dazu finde ich die fragestellung allerdings sehr verlockend).
ich werde mich aber trotzdem gerne nochmal erklären.

worauf ich hinaus will?
zum einen geht es natürlich um jeden einzelnen hund, der - wie fini es schreibt -unüberlegt bis fahrlässig "produziert" oder angeschafft wurde; von vertretern meiner eigenen spezies, für die ich - wie ich finde - mitverantwortlich bin. für mich ein zentrales argument, genau diesen hunden einen raum zu geben um die verantwortungslosigkleit meiner mitmenschen im kleinesten rahmen aufzufangen.

zum andern geht es mir die grundhaltung, die häufig hinter der anschaffung eines vertreters einer bestimmten rasse steht:
ein extra für mich maßgeschneidertes "produkt", daß meinen wünschen und vorstellungen bis ins detaill entspricht und dessen innere und äußere eigenschaften weitreichend "berechenbar" sind.
mir widerstrebt eine solche anspruchhaltung an ein wesen.

bei einem menschen ist es mir auch wurst, welche "elterntiere" er hat und welche "eignung" in seinen genen angelegt ist. nieder mit dem speziezismus *g*

der hinweis auf das statussymbol ist ein schuh, den man sich nicht anziehen muss.

der unterschied zwischen rassehunden und mischlingen aus dem tierschutz ist, daß ein reinrassiger retriever mit sicherheit keine zehn tage im tierheim sitzt, während der spitzgedackelte sonstewas mit optischen und persönlichen macken nicht selten bis zum sankt nimmerleinstag auf ein neues heim wartet.

die menschen und ihre respektlosigkeit gegenüber ihren mitgeschöpfen kann ich nicht ändern - an mein eigenes handeln kann ich aber umso höhere moralische maßstäbe setzen - darum kommt für mich eben ein eigens für mich gezüchtetes (produziertes) tier nicht in frage...
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #27
...

Ich mag die Überraschungspakete einfach mehr als die von A bis Z durchgeplanten Rassehunde.
Demnach wird bei mir auch zu 98% immer ein Mischling landen.
Mischlinge und Züchter widersprechen sich nun für die meisten. Mischlinge sind nicht zu züchten. Mischlinge sind für viele Menschen noch immer so etwas wie ein Abfallprodukt. Mischlings'zuchten' sind Vermehrungen, Rassehunde'zuchten' sind okay?
Hm... Aber damit lande ich hier jetzt wohl im Offtopic-Bereich.

Ich bin selbst nicht perfekt und da ist mir auch ein unperfekter Hund an meiner Seite lieber. Wobei genau dieser Hund dann doch wieder für mich perfekt ist.

Es muss zwischen mir und dem Hund passen - und da empfinde ich dessen Herkunft als zweitrangig.


Den einzigen Sinn haben 'Rassehunde' für mich nur, wenn sie als 'Nutztiere' (ist nicht negativ gemeint) benötigt werden. Ein Hütehund oder Jagdthund hat nun seit Jahren einige Eigenschaften, die wichtig sind, wenn man diese Tiere für die Arbeit benötigt. Aber wie viele sind das heute noch?

Zudem sehe ich 'ohne Rassehundezuchten' die Gefahr, dass sich jegliche Rassen wieder zu sehr vermischen und für Leute die sich einen Welpen ins Haus holen, der gewisse Eigenschaften hat - kann man da schlichtweg überhaupt keine Ansätze haben. Ob sich hier nun die Mutter oder der Urgroßvater durchsetzt, wird man erst später wissen und sind auch diese schon Mix-Mix-Mischlinge gibt es schnell auch keine z.B. Labrador-Mischlinge, wo man wiederum zumindest einen Teil im Vorfeld kennt.

Aber letztlich würde ich denken, dass eine handvoll unterschiedlicher Rassen genugt und all dieses Hund in der Größe-Rasse, Hund in der Farbe-Rasse, Hund in der Fellart-Rasse, Hund mit ein bisschen mehr von irgendwas-Rasse, etc. alles schon 'zu viel' ist.

Den Hund einfach 'Hund sein lassen' geht in der heutigen Zeit wohl einfach nicht, wo er viel zu eng mit Menschen zusammen lebt.
~§~
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #28
Hallo,
also für mich persönlich kommt auch immer wieder nur ein Hund aus dem Tierschutz/Tierheim in Frage.Auch ich liebe das Überraschungspaket .Der Hund muß nicht perfekt sein(bin ich auch nicht),sondern er muß zu mir passen und ich zu ihm.Schwarze Schafe gibt es auf beiden Seiten zur Genüge,also schauen muß man schon...Ich wüßte auch bei meinen Ansprüchen nicht,warum ich zu einem Züchter gehen sollte.Da mir eh meist Mischlinge viel mehr zusagen.Und es gibt soooviele soooliebe Hundis im Tierschutz,die es verdient haben ein Zuhause zu bekommen.

L.G.
Martina;)
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #29
Was mir ganz oft auffällt (jetzt in richtem Leben ;)) ist das die die sich einen Züchterhund holen komplettes verständniss für die haben die sich einen aus dem TH holen aber die die sich immer welche aus dem Th/TS holen teilweise richtig giestig darauf reagieren wenn jemand einen vom Züchter möchte :?
Ich finde sogar das es langsam zum Trend wird sich TS Hunde zu holen.

Zum Thema Statussymbol ich bin mir sicher das es für den Ruf wesentlich besser ist einem Armen Tier aus dem TS zu helfen als einem Züchterhund- sieht aber jeder anders;)

Ich möchte wissen was ich bekomme, ich möchte bestimmte Rassen, bestimmte Linien usw.
Ich würde auch ein bereits erwachsenen Hund aufnehmen, der abgegeben wird. Dann aber auch nur wenn ich weiss, dass er aus einer guten Zucht kommt, Papiere hat und ich weiss was ich mir ins Haus hole.
Ganz ehrlich, ich glaube absolut nicht dass man Hunde aus wirklich guten Zuchten in einem Tierheim findet. Jeder gute Züchter nimmt seine Hunde zurück, sollte es irgendwann Probleme geben und das steht auch genau so im Vertrag.
Die armen Geschöpfe die im Tierheim landen, sind meist vom Händler oder aus (angeblichen) Ups-Würfen. Es sind Hunde die ja sooo niedlich und günstig waren, die man sich mal eben unbedacht angeschafft hat und die genau so schnell wieder abgeschoben werden, wenn es mal anstrengend wird. Das wird auch nie enden so lange das so weiter geht.
Ich seh das allergrösste Problem in den ganzen Möchtegern Züchtern, Vermehrern und "ich-will-einmal-Welpen-haben" Leuten. Mal zum Vergleich: bei allen Hunden die in D gehalten werden, liegt der Anteil der Hunde die aus einer seriösen Zucht kommen bei weniger als 10% (die genau Zahl weiss ich leider nicht mehr).

Ich schliesse nicht aus, dass ich mein Herz irgendwann mal unerwartet an einen "Nothund" verliere.

Genauso seh ich das auch ich bevorzuge auch Hunde vom Züchter aus den oben genannten Gründen und sehe das mit den Th-Hunden genauso.
Man muss wissen was mit seriösem Züchter gemeint ist. Ein Richtig guter seriöser Züchter nimmt im meinen Augen einen Hund bei sich auf bevor der in Th wandert um selber einen neuen guten Besitzer suchen zu können den auch bei den Th gibt es schwarze Schafe. Denn die Hunde die im Th sitzten sind nunmal die Hunde von Vermehrern. Das ist so.
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #30
Ich mag die Überraschungspakete einfach mehr als die von A bis Z durchgeplanten Rassehunde.

** jeder welpe ist ein überraschungspacket- egal ob mischling oder rassehund**


Ich bin selbst nicht perfekt und da ist mir auch ein unperfekter Hund an meiner Seite lieber. Wobei genau dieser Hund dann doch wieder für mich perfekt ist.

** auch hier, kein hund ist perfekt, ob rasse oder mischling**

Es muss zwischen mir und dem Hund passen - und da empfinde ich dessen Herkunft als zweitrangig.

** stimmt! daher- wurscht ob rasse oder mischling**


Den einzigen Sinn haben 'Rassehunde' für mich nur, wenn sie als 'Nutztiere' (ist nicht negativ gemeint) benötigt werden. Ein Hütehund oder Jagdthund hat nun seit Jahren einige Eigenschaften, die wichtig sind, wenn man diese Tiere für die Arbeit benötigt. Aber wie viele sind das heute noch?

** es haben sicherlich noch einige ihre rassespezifischen eigenschaften. Ich habe einen RR. Diese hunde wurden früher zur löwenjagd eingesetzt. heute natürlich nicht mehr. ich habe mich mit der rasse weimaraner (langhaar) auseinandergesetzt, standen ganz oben auf der liste- ich merkte aber, das ich diese rasse nicht auslasten bzw gerecht werden kann- das der graue einfach nicht in mein leben passt..
der RR passt zu mir, zu meinem leben und zu meinen hobbys *g* **

Den Hund einfach 'Hund sein lassen' geht in der heutigen Zeit wohl einfach nicht, wo er viel zu eng mit Menschen zusammen lebt.

** also mein hund, darf hund sein-und das will ich auch..auch wenn er mit mir zusammen lebt **

lg
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #31
...

Was mir ganz oft auffällt (jetzt in richtem Leben ;)) ist das die die sich einen Züchterhund holen komplettes verständniss für die haben die sich einen aus dem TH holen aber die die sich immer welche aus dem Th/TS holen teilweise richtig giestig darauf reagieren wenn jemand einen vom Züchter möchte :?
- Ich habe da eher gegenteilige Erfahrungen gemacht. Viele Rassehunde-Halter die mir über den Weg gelaufen haben, fühlten sich selbst und auch ihre Hunde als etwas besseres. 'Mein reinrassiger Golden Retriever hat nicht mit irgendwelchen Mischlingen zu spielen.'
Oder aber anfangs sind sie ganz freundlich und fragen dann nach, was für Rassen meine wären und sobald sie das Wort 'Mischling' oder gar 'ehemaliger Straßenhund' hören schauen sie einen nur noch bemitleidend an. Der eigene Hund wird schnell rangeholt - denn der böse 'Mischling/Straßenhund' hat ja gewisse Flöhe und andere Parasiten und Krankheiten. :roll:
Oder aber dann gibt es die Rassehundehalter die wirklich nur ein Thema kennen und das bedeutet: Mein Hund und dessen einzig richtige Rasse.

Ich stehe zu meinen 'Mischlingen' und finde es schrecklich, wenn andere dann meinen ich müsste mich eigentlich dafür schämen solche unrassigen und überflüssigen Hunde zu halten.

Bei Mischlingshundehalter habe ich die Erfahrung gemacht, dass sie offener sind und sich auch mehr für den anderen Hund mit dem der ihrige grade spielt oder schnüffelt zu interessieren.
Ich kenne keinen der jemanden verurteilen würde, weil er einen Rassehund hat. (Ausnahmen sind sogenannte Qualzuchten, wo dann Mischlings- wie auch normaler Rassehundhalter gemeinsam drüber aufregen können.)

Die Meinungen und Erfahrungen gehen wohl leider sehr auseinander.

Denn die Hunde die im Th sitzten sind nunmal die Hunde von Vermehrern. Das ist so.
- Das würde ich so pauschal nicht sagen. Es kommt nun doch auch mal vor, dass Hunde aus privaten Gründen abgegeben werden (Scheidung, Todesfälle, Krankheiten, Umzüge, etc.).
Ebenso sind inzwischen auch Hunde von der Straße häufig in Tierheimen gefunden oder auch ein Rassehund von einem perfekten Züchter landet mal in schlechten Händen und muss dann genau dort wieder raus geholt werden und landet dann im Tierheim.



** jeder welpe ist ein überraschungspacket- egal ob mischling oder rassehund**

- Wenn nun auch die Rassehund solche Überraschungspackete wie Mischlinge wären, wie kann man dann sagen, dass man genau diese Rasse, wegen den und den Eigenschaften oder Äußerlichkeiten haben will. Eine 'Überraschung' steckt natürlich in jedem Welpen. Allerdings gibt es doch grade die 'Rasseeinteilungen' um diese Überraschungen ein wenig abzustecken.

** auch hier, kein hund ist perfekt, ob rasse oder mischling**

- Natürlich ist kein Hund und kein Mensch perfekt. Perfekt ist ohnehin ein sehr weitreichendes Wort. *find*
Dennoch muss ein Rassehund nun ja aber mal einen gewissen Rassestandart erreichen, was für persönlich in eine perfektionistische Richtung geht. Hat nun mancher Rassehund ein klein wenig zu viel 'weiß' in der Fellfarbe wird es als Fehler gesehen. Ist er etwas kleiner als im Standart beschrieben ist er auch nicht 'richtig'.
Das finde ich so traurig an der Rassehundezucht.

** es haben sicherlich noch einige ihre rassespezifischen eigenschaften. Ich habe einen RR. Diese hunde wurden früher zur löwenjagd eingesetzt. heute natürlich nicht mehr. ich habe mich mit der rasse weimaraner (langhaar) auseinandergesetzt, standen ganz oben auf der liste- ich merkte aber, das ich diese rasse nicht auslasten bzw gerecht werden kann- das der graue einfach nicht in mein leben passt..
der RR passt zu mir, zu meinem leben und zu meinen hobbys *g* **

- Na, da war dein RR dann ja auch nicht so ein 'Überraschungspaket', wenn du im Vorfeld wusstest, dass genau diese Rasse in dein Leben passt. ;)

** also mein hund, darf hund sein-und das will ich auch..auch wenn er mit mir zusammen lebt **

- Mit dem 'Hund sein lassen' hatte ich mich wohl blöd ausgedrückt. Ich meinte damit viel mehr, dass sich Hunde untereinander ihre Partner in der heutigen Zeit leider nicht mehr aussuchen können. Wobei ich mir sicher bin, dass es z.B. reinrassigen Border Collie ziemlich egal ist, ob er nun auf eine reinrassige Border Collie Hündin, einer reinrassigen Dalmatiner Hündin oder einem 'reinrassigem' Straßen-Gassen-Mischling trifft die grade alle in ihren Stehtagen sind.
Hund-Hund sein lassen bedeutet da für mich, dass der Hund sich seinen Partner selbst aussuchen kann und das der Mensch hier nicht von vorne bis hinten bestimmt wer mit wem und wann und wie oft. ;)
Dieses ist in der heuten Zeit grade in den westlichen Ländern eben kaum noch möglich, weil der Mensch nun mal seine Ansprüche hat, die dieser Hund mit den äußerlichen und innerlichen Eigenschaften decken muss und andere Eigenschaften müssen dann von wieder einer anderen Rasse gedeckt werden. Hauptsache der Mensch kann sozusagen nach 'Katalog-Bestellung' genau -den- Hund bekommen. -> Und ja: Natürlich können sich auch Rassehunde dann ganz anders entwickeln als es im Vorfeld geplant wurde.

Und bevor mich jemand missversteht. Es ist natürlich für jeden seine Entscheidung, ob er nun einen Rassehund vom Züchter oder einen Tierheimhund bei sich aufnimmt. Vor- und Nachtteile hat beides. Für den einen passt dieses mehr und für den anderen etwas anderes.
Aber für mich ist die Vielzahl der Rassen die es inzwischen gibt einfach übertrieben und erinnert mich an Warenherstellung für den Supermarkt. Die billigen No-Name-Produkte ganz unten im Regal zu Sonderpreisen und die teuren qualitativ einwandfreien Produkte in Augenhöhe.
Für mich traurig, dass es so viele Menschen gibt, die sich den Mischling kaufen, weil er billiger ist oder den Rassehund, weil der Mischling nicht gut genug wäre.
(Und nein - ich spreche hier auch von Niemanden aus dem Forum, sondern allgemein von meinen Erfahrungen mit verschiedenen Hundehaltern.)
~§~
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #32
@DyingDream: Gut da hab ich ebeb andere Erfahrungen gemacht aber das kommt warscheinlich immer auf die Wohngegend an, ich hab die Erfahrungen gemacht das die Leute mit ihrer "Guten Tat" angeben und dabei kaum an den Hund denken ;)

Aber ich muss auch mal was positives zum Straßenhund sagen :D
Straßenhunde haben oft ein richtig tolles sozialverhalten was man bei vielen anderen Hunden nicht mehr findet.
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #33
@ Dying Dream: Derartiges habe ich noch nie erlebt "Mein Rassehund darf nicht mit Mischlingen spielen" - solche Leute gibts echt ?

... Ich habe eher dasselbe wie Peanut Butter schon sehr oft gehört - sprich mit der guten Tat glänzen und Leute die einen Hund vom Züchter haben teilweise verurteilen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #34
@ Dying Dream: Derartiges habe ich noch nie erlebt "Mein Rassehund darf nicht mit Mischlingen spielen" - solche Leute gibts echt ?

Da muss man dem Mischling einfach einen tollen Namen geben und schon hat er einen höheren Stellenwert.;):silence: Ne, aber ich denke schon das es solche Außnahmefälle gibt.

Im Allgemeinen kenn ich es auch nur so, das gerade die Leute mit Hund vom Züchter gerne bereit sind auch ein Notfellchen aus dem TH zu adoptieren. Wohingegen die Leute mit Hund aus dem TH strikt gegen die Hundezucht / Hund vom Züchter sind.
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #35
hello DyingDream :angel:



Oder aber dann gibt es die Rassehundehalter die wirklich nur ein Thema kennen und das bedeutet: Mein Hund und dessen einzig richtige Rasse.

ui, die menschen kann ich garnicht leiden- :eusa_doh:


Ich stehe zu meinen 'Mischlingen' und finde es schrecklich, wenn andere dann meinen ich müsste mich eigentlich dafür schämen solche unrassigen und überflüssigen Hunde zu halten.

Was kennst du denn für menschen :shock: egal ob rasse oder mischling- es sind liebenswertige tiere mit charakter ....
sch**** drauf was andere sagen!


Bei Mischlingshundehalter habe ich die Erfahrung gemacht, dass sie offener sind und sich auch mehr für den anderen Hund mit dem der ihrige grade spielt oder schnüffelt zu interessieren

Da muss ich dir recht geben. für meinen ist es kein thema mit anderen zu spielen, ABER wenn er sich das spiel mit einem huns aussuchen kann, spielt nsoah lieber mit einem RR oer DD .


oder auch ein Rassehund von einem perfekten Züchter landet mal in schlechten Händen und muss dann genau dort wieder raus geholt werden und landet dann im Tierheim.

perfekter züchter, ob es das gibt??- ein wirklich guter züchter nimmt seinen hund zurück und landet im normalfall nicht im TH!


- Wenn nun auch die Rassehund solche Überraschungspackete wie Mischlinge wären, wie kann man dann sagen, dass man genau diese Rasse, wegen den und den Eigenschaften oder Äußerlichkeiten haben will. Eine 'Überraschung' steckt natürlich in jedem Welpen. Allerdings gibt es doch grade die 'Rasseeinteilungen' um diese Überraschungen ein wenig abzustecken.

so gesehen hast du recht mit der überraschung. bei einem rassehund ist es etwas eingedämmt ...



Dennoch muss ein Rassehund nun ja aber mal einen gewissen Rassestandart erreichen, was für persönlich in eine perfektionistische Richtung geht. Hat nun mancher Rassehund ein klein wenig zu viel 'weiß' in der Fellfarbe wird es als Fehler gesehen. Ist er etwas kleiner als im Standart beschrieben ist er auch nicht 'richtig'.
Das finde ich so traurig an der Rassehundezucht.

ui, ne so ist es nicht mehr. klar sollte ( ich spreche nur von "meiner " rasse) ein gewisser standard eingehalten werden. wobei das auch heute sehr schwer ist. und nur weil ein RR etwas zu groß oder zu klein ist, etwas zuviel weiss hat oder die behänge sind nicht so , wie mans gerne hätte- fällt dieser heute nicht mehr aus der zucht...
sollte der RR aber zuviele "mängel " haben, sollte man sich dies sehr gut überlegen...
stell dir vor, ein RR mit "offenen augen " und kaputte hüften oder ein RR mit schlechten wesen usw..
natürlich sollte so ein hund nicht in die zucht..


- Na, da war dein RR dann ja auch nicht so ein 'Überraschungspaket', wenn du im Vorfeld wusstest, dass genau diese Rasse in dein Leben passt

wie gesagt, so gesehen hast du recht :angel:
aber auch da weisst du nie, was wirklich auf dich zukommt ...
du kannst nur manche sachen sicherlich eindämmen...
und...meiner RR weicht ab vom standard (größenmäßig) :mrgreen:




Mit dem 'Hund sein lassen' hatte ich mich wohl blöd ausgedrückt. Ich meinte damit viel mehr, dass sich Hunde untereinander ihre Partner in der heutigen Zeit leider nicht mehr aussuchen können. Wobei ich mir sicher bin, dass es z.B. reinrassigen Border Collie ziemlich egal ist, ob er nun auf eine reinrassige Border Collie Hündin, einer reinrassigen Dalmatiner Hündin oder einem 'reinrassigem' Straßen-Gassen-Mischling trifft die grade alle in ihren Stehtagen sind.
Hund-Hund sein lassen bedeutet da für mich, dass der Hund sich seinen Partner selbst aussuchen kann und das der Mensch hier nicht von vorne bis hinten bestimmt wer mit wem und wann und wie oft. ;)

das ist doch menschliches denken, findest du nicht?
zum glück ist das auch nicht möglich! das wäre ja wahnsinn- es gibt genug kranke hunde. ich bin da schon dafür, das man hier drauf schaut, das nur gesunde hunde verpaart werden. sicherlich ist es dem hund egal, welche rasse oder mischling vor ihm steht- dann ist es aber auch egal, wenn ich meinem zB einen RR-dame "hinstelle" ...


Dieses ist in der heuten Zeit grade in den westlichen Ländern eben kaum noch möglich, weil der Mensch nun mal seine Ansprüche hat, die dieser Hund mit den äußerlichen und innerlichen Eigenschaften decken muss und andere Eigenschaften müssen dann von wieder einer anderen Rasse gedeckt werden.

vergiss nicht, das es hunde bzw rassen gibt, die schon seit 100ten von jahren ihre eigenschaften und charakterzüge hatten. (die ganzen nordischen, hirten-bzw hütehunde, genauso wie die jagdhunde)viele rassen werden erhalten..

Leider gibt es aber auch rassen, die in die qualzucht fallen-rassen, die mehr und mehr kaputtgezüchtet werden :(
oder designdogs- die gut vermarktet werden ....
da schüttel auch ich den kopf und finde das ganze sehr schlimm und traurig ..


Aber für mich ist die Vielzahl der Rassen die es inzwischen gibt einfach übertrieben

bin ich deiner meinung!


und erinnert mich an Warenherstellung für den Supermarkt. Die billigen No-Name-Produkte ganz unten im Regal zu Sonderpreisen und die teuren qualitativ einwandfreien Produkte in Augenhöhe.
Für mich traurig, dass es so viele Menschen gibt, die sich den Mischling kaufen, weil er billiger ist oder den Rassehund, weil der Mischling nicht gut genug wäre

also so krass finde ich es persönlich nicht. ich kenne viele mischlingshundehalter genauso wie rassehundehalter und keiner wird wegen seines hundes "diskriminiert"
und ich habe keinen rassehund, weil ein mischling nicht gut genug ist, sondern weil ich wissen will, was ich da ins haus hole :angel:

lg
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #36
Mir fällt bei solchen Dikussionen auf, daß es immer wieder einige Leute gibt, die gegen Zücher wettern ohne zu wissen was ein Züchter eigentlich ist, und eigentlich einen Vermehrer meinen.
Züchter und Vermehrer sind zwei vollkommen verschiedene Dinge.
Nur weil sich ein Mensch der Hunde "erzeugt" Züchter nennt ist er noch lange keiner.
Da gibt es Vorschriften und Kontrollen und Verantwortung für das Leben, und ein Vermehrer schert sich selten um sowas.

Zum Thema Hunde aus dem Ausland:
Hier in unserem Land gibt es genug Hunde die einen Platz suchen.
Wer einen Galgo aus Spanien holt unterstützt die Vermehrer dort die ihre Hunde oft unter schlechten Bedingungen "erzeugen", sie ein Saison zur Jagd verschleisen und die Tiere dann wegwerfen.
Das ist fast so toll wie wenn ich mir einen Hund auf dem Polenmarkt oder in einer Garage oder einem dreckigen Hinterhof hole.
Für jeden Hund der da rauskommt wird ein neuer produziert, weil es ja Geld bringt.
Solche Tierfabriken gibt es auch in Deutschland.
Meißt haben solche Leute viele verschiedene Rassen an Welpen im Angebot.
Das Geschäft mit dem Mitleid boomt.
Wenn den gewissenlosen Leuten keiner mehr einen ihrer armen Hunde abkauft, werden diese Leute auch keine mehr Produzieren.
Eine Züchter liebt seine Hunde auch noch Jahre nach der Vermittlung und nimmt sie jederzeit zurück.
Ein Vermehrer intressiert sich nur fürs Geld das das Tier bringt. Zurücknehmen ist schon gleich garnicht drin. Deswegen wandert der Hund dann im Unglücksfall ins Tierheim.
Deswegen findet man im Tierheim selten Hunde von guten verantwortungsvollen Züchtern.
Wobei ich mir um das Thema Verantwortung schon Gedanken machen würde, wenn einer eine Hunderasse züchtet die es schon so oft gibt, daß man sie fast bei Aldi bekommen würde, wenn das erlaubt wäre.
Es müßte Zuchtzulassungsbeschränkungen geben.
Wenn es in in Deutschland schon 1000 Züchter dieser Rasse gibt, dann bekommt der 1001ste eben keine Zulassung für diese Hunderasse zur Zucht.
Es gibt auch Hunderassen die vom Aussterben bedroht sind aber die bringen etwas mehr Arbeit mit sich, weil das Liebhaberrassen sind die man nicht schnell vermitteln kann.
Es muß keine Rasse sein die gerade in Mode ist, weil es da eben so einen tollen Kinofilm gibt mit eben genau so einem Hund als Star,......
Wie viel Leute holten sich einen Akita, nachdem der Film mit diesem Hund raus gekommen ist?
1001 Dalamatiner? Klasse ein Dalmatiner ist mein Traumhund! Ich weiß zwar nix über die Rasse und ihre Ansprüche, aber im Film war er doch so süß!
Solche Leute sind das gefundene Fressen für Vermehrer.
Ein Züchter fragt nach, warum diese Rasse? Ein Vermehrer ist nicht so "aufdringlich" den juckt es nicht, daß ich keine Ahnung hab vom Hund. Der nimmt mein Geld und hält ansonsten die Füße still.

Ich kann es nachvollziehen wenn Leute aus dem Tierschutz auf solche Gewissenlose eine Wut haben.
Aber:
Leute! Das sind Vermehrer und keine verantwortungsvollen Züchter.
Und wenn diese Leute sich noch so sehr Züchter nennen!
Man sollte sich erstmal den Unterschiued von Züchter zu Vermehrer klar machen, eh man aufschreit: Nur der Hund aus dem Tierschutz ist ein guter Hund!

LG

Joleen
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #37
perfekter züchter, ob es das gibt??- ein wirklich guter züchter nimmt seinen hund zurück und landet im normalfall nicht im TH!
Eros stammt eig. auch von einem gutem Züchter, der aber überraschend starb, die Besitzer mussten ihn kurz danach abgeben, wussten nicht, wohin mit ihm, gaben ihn an Leute weiter, die sich als ziemliche Trottel raus stellten(ist aber ne längere Geschichte) und Eros landete schließlich im Tierheim.

Das Argument hör ich auch öfter: Wenn ich einen Hund aus dem TH nehme, unterstütze ich doch indirekt die Vermehrer.
Inwiefern stimmt das denn? Eigentlich haben sie ja schon recht, hab ich eben mit Schrecken festgestellt...
Züchter nehmen ihre Tiere wie Babsi schon sagte, im Normalfall zurück, Straßenhunde stammen eig. auch aus Vermehrung, wenn auch nicht aus gewollter.
Auch die Hunde, die wegen Scheidung/Umzug u.s.w abgegeben wurden, stammen meistens aus Vermehrung.
Nicht dass mich das daran hindert einen THhund aufzunehmen, ich würde nur von dort einen Hund nehmen, aber nachdenklich hat es mich schon gestimmt...
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #38
für mich persönlich kommt nur ein hund von einem guten züchter in frage.

ich persönlich sehe auch nichts schlechtes darin, mir einen hund entsprechend meiner möglichkeiten "auszusuchen". wer nimmt denn an sowas schaden?

wenn ich im 8. stock wohne ohne fahrstuhl, hole ich mir einen kleinen hund, den ich tragen kann, stehe ich auf viel fell, hole ich mir einen langhaarigen hund, will ich nicht soviel fellpflege betreiben, einen kurzhaarigen, habe ich lust, auf wiesen und feldern futterdummys zu verstecken, hole ich mir einen jagdhund, wenn nicht, einen gebrauchshund.

gerade das ist doch damit gemeint, wenn wir immer sagen "informier dich über den hund, den du bekommst". warum sollte das plötzlich nicht mehr gelten, nur weil man damit einem th-hund einen platz schenken kann.

wer das will und über hundeerfahrung verfügt, kann ja gerne ins th gehen und sich seinen partner dort aussuchen, aber nur, weil ich versuche, mögliche überraschungen wie versteckte border collies oder terrier, mit denen ich nicht gut harmonieren würde, zu vermeiden, macht das meine entscheidung, zu einem guten züchter zu gehen, nicht schlechter.
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #39
wer das will und über hundeerfahrung verfügt, kann ja gerne ins th gehen und sich seinen partner dort aussuchen, aber ...
Dazu hätte ich eine Frage als Nicht-Hundehalter, der sich mal wieder hierher verirrt hat. :D

Du hast Hundeerfahrung mit Tierheim verbunden. Ich hatte eigentlich immer den Eindruck, dass gerade ein TH-Hund, der eventuell schon die Grundkommandos beherrscht, eine gute oder gar bessere Wahl für Anfänger sein könnte. Dabei meine ich selbstverständlich kein Tier mit krasser Vorgeschichte, das wirklich in erfahrene Hände gehört o.ä.

Ich gehe dabei jetzt von mir aus: Keine nennenswerte Erfahrung mit Hunden und gerade deswegen würde ich, auch wenn man sich zuvor natürlich bestmöglich informiert haben sollte, keinen Welpen vom Züchter holen wollen. Ich hätte Angst mit Kleinigkeiten, die mir vielleicht -mangels Routine- noch gar nicht bewusst sind, ein Baby zu verkorksen. Sehe ich das nur zu krass?

Eigentlich mische ich mich mit der Frage bloß ein, weil mein Freund und ich neulich genau diese Debatte geführt haben. ;)
 
  • Züchter oder Tierheim? Beitrag #40
Hallo,

ich stehe ich moment vor genau dieser Frage und habe mich dazu entschlossen, wieder einen Tierschutz-Hund aufzunehmen. Ich hätte ein schlechtes Gewissen diesen Tieren gegenüber, wenn ich mich für einen Hund vom Züchter entscheiden würde.

Wenn man sich einen Hund anschafft, der einen bestimmte Arbeit erledigen soll (Jagdhund, Hütehund, etc.) finde ich es sinnvoll, sich diesen von einem guten Züchter zu holen. Dort kann man ziemlich sicher sein, daß die Eigenschaften, die der Hund haben soll, auch gezielt Beachtung bei der Zucht gefunden haben.

Meine Hunde sind reine Familienmitglieder; warum sollte ich solch einer armen Seele aus dem Tierschutz die Chance verwehren, hier einzuziehen? Warum sollte ich zu einem Züchter rennen, um mir dort den Hund auszusuchen? All das, was ich von einem Hund erwarte, kann mir auch ein Hund aus dem Tierschutz geben.

Früher hatten wir Züchterhunde (Jagdhunde). Seit ich eine eigene Wohnung habe, leben hier nur Tierschutz-Hunde und bisher hat es immer gepaßt. Die Chemie muß stimmen zwischen Halter und Hund und sonst gar nichts.

Die Krankheitsfrage lasse ich auch nicht gelten. Ein Hund ist kein Auto, niemand kann mir eine Garantie darauf geben. Klar ist bei einem Züchter das Risiko von Krankheiten evtl. minimiert; aber auch hier muß ich damit rechnen, daß etwas passiert und der Hund dann eben ein Handicap hat oder hohe TA-Kosten verursacht ...

Meine Hunde sind einzigartig; es gibt sie nur einmal auf der Welt. Sie sind vielleicht nicht perfekt, aber wer ist das schon?

Auch ich wurde mit meinem Second-Hand-Hunden schon doof angeguckt. Wenn in der Hundeschule mal was nicht so lief, war es bei Rassehunden ein "schlechter Tag", bei meinem war es "naja, ist halt aus dem Ausland". :roll:. Auch wurde ich schon angesprochen, was für eine Rasse Hugo sei. Auf die Antwort ein mitleidiges "Ach, ein Straßenhund?? :shock: (Hilfe, Flöhe, Ungeziefer, Krankheiten :roll:). Mittlerweile stehe ich drüber. Mir tun Menschen leid, die sich durch die Papiere ihres Hundes identifizieren müssen. ;)

Wenn ich mir einen Hund aus dem TH holen würde, wäre es mir auch egal, ob er von einem Züchter, einem Vermehrer oder der Straße kommt. In diesem Moment zählt der Hund und der kann nichts für seine Herkunft. Das heißt nicht, daß ich jemals einen Hund von einem Vermehrer holen würde! Aber dieses Tier ist auf der Welt, es hat es verdient, daß jemand ihm ein Zuhause gibt - mindestens so sehr wie jeder andere Hund auch. Und ich empfinde es als meine ver*** Pflicht, wenn ich einen Hund aufnehmen kann, daß ich solch einem abgeschobenen Tier eine Chance gebe.

Jedem das, was zu ihm paßt ;).

Was mich aber ganz ordentlich annervt, sind solche Menschen, die sich eine bestimmte Rasse vom Züchter holen (weil die soooo toll/süß/schlau/whatever sind) und sich dann wundern, daß der tolle Hund seine angezüchteten Eigenschaften zu Tage bringt und ausleben möchte ...

LG Ida
 
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Züchter oder Tierheim?

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