Kastration bei Hündin

Diskutiere Kastration bei Hündin im Hunde Gesundheit Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo ihr Lieben, ich hätte da mal eine Frage und zwar bekomme ich bald eine kleine Hündin und eigentlich war ich immer ein Befürworter von...
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  • Kastration bei Hündin Beitrag #1
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Geronima

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Hallo ihr Lieben,
ich hätte da mal eine Frage und zwar bekomme ich bald eine kleine Hündin und eigentlich war ich immer ein Befürworter von Kastrationen, aber nun bin ich mir doch unsicher, wegen der Risiken bei Kastration einer Hündin. Inkontinenz, Verwachsungen, solch ein großer Eingriff....:eusa_think:
Auch habe ich schon unterschiedlichste Meinungen zu Zeitpunkt gehört, vor der ersten Läufigkeit, nach der ersten, nach der zweiten Läufigkeit.....:eusa_doh:
Wäre euch dankbar, wenn ihr mir eure Meinung dazu mitteilen würdet, oder vielleicht positive oder negative Eigenerfahrungen.
Grüße!
 
  • Kastration bei Hündin Beitrag #2
  • Kastration bei Hündin Beitrag #3
Hallo:)

wir haben unsere hündin vor fast drei wochen kastrieren lassen. Sie hatte ihre erste hitze schon gehabt und unsere tä meinte, nach der ersten hitze wäre die beste zeit, weil das risiko an krebserkrankungen in diesem bereich um 95% gesunken wird.
wir haben uns aus diesem grund dafür entschieden. Risiken hat man bei jeder operation. Wir wussten auch, das sie dadurch auch inkontinent werden kann. wir haben abgewogen, entweder eine inkontinenz oder krebs.

schlussendlich, muss das glaube ich jeder für sich selber entscheiden. Ich bereue diesen schritt nicht, da es ihr mittlerweile wieder super geht.

viel glück;)
 
  • Kastration bei Hündin Beitrag #4
Hallo,

hier eine Studie (englisch) über positive und negative Spätfolgen von (Früh)Kastrationen:




Und hier eine kurze Zusammenfassung dieser Studie auf deutsch: (für Hündinnen)

.
Die Vor- und Nachteile bei Hündinnen zusammengefasst (übersetzt aus der Studie):

Vorteile der Kastration:
- wenn vor einem Alter von 2.5 Jahren durchgeführt, ist das Risiko für Gesäugekrebs, dem häufigsten Krebs bei Hündinnen, in hohem Maße reduziert
- das Risiko für Pyometra ist fast gleich Null. An Pyometra erkranken 23% aller nichtkastrierten Hündinnen, über 1% davon sterben.
- sie reduziert das Risiko von Perianalfisteln
- sie beseitigt das sehr geringe Risiko (<0,5%) für Gebärmutter-, Gebärmutterhals- und Eierstockkrebs

Nachteile der Kastration:
- wenn vor einem alter von 1 Jahr durchgeführt, steigt das Risiko für Osteosarkom (Knochenkrebs) erheblich an; dies ist ein häufiger Krebs bei mittelgroßen bis großen Rassen mit schlechter Prognose.
- sie erhöht das Risiko für Hämangiosarkom (Blutgefäßkrebs) in der Milz um das 2,2-fache und im Herz um das über 5-fache; dies ist ein häufiger Krebs und Haupttodesursache bei einigen Rassen
- verdreifacht das Risiko für Schilddrüsenunterfunktion
- erhöht das Risiko für Fettleibigkeit um das 1,6-2 -fache, ein häufiges Gesundheitsproblem bei Hunden, mit vielen damit zusammenhängenden anderen Gesundheitsproblemen (z.B. HD, aus einer anderen Studie)
- sie verursacht Inkontinenz bei 4-20% der Hündinnen
- sie erhöht das Risiko für ständige oder chronische Harnwegsinfekte um das 3-4 - fache
- sie erhöht das Risiko für eine nach innen Wölbung der Vulva, vaginaler Dermatitis und Vaginitis, besonders für Hündinnen, die vor der Pubertät kastriert werden
- sie verdoppelt das geringe Risiko (< 1%) für Blasenkrebs
- sie erhöht das Risiko für orthopädische Erkrankungen
- sie erhöht das Risiko für Impfnebenwirkungen (um 30%)


EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Und hier noch was zum Thema Knochenkrebs:

edit: Link zu fremden Forum
 
  • Kastration bei Hündin Beitrag #5
Meine Hündin wurde auch vor ca. 8 Wochen kastriert!
Habe es ein paar Monate nach der ersten Läufigkeit machen lassen!
Ich denke, wenn man nicht züchten will, sollte man sie kastrieren lassen. Ich denke man erspart sich selber und auch der Hündin jede Menge Stress. Viele Hündinnen werden ständig scheinschwanger nach der Läufigkeit und das ist auch nicht wirklich gut!!!
Das Krebsrisiko sinkt dadurch natürlich auch! Also wieder ein + Punkt!
Klar ist eine OP immer ein gewisses Risiko und ich hatte auch total Angst, dass was passieren könnte, dass sie evtl. nicht mehr aufwachen könnte!
Ich war vor der OP total aufgeregt, war wirklich schlimm für mich, aber es ist alles gut gegangen und nach ca. 3 Tagen sind wir schon wieder spazieren gegangen und die Schmerzen waren vergessen!!!! Und in Zukunft bleibt uns dieser ganze Läufigkeitsstress erspart!!!
Meine Hündin hat sich bis jetzt auch nicht wirklich verändert!!! Sie ist top fit und spielt total gerne!!!
Ich würde dir dazu raten, sie kastrieren zu lassen, aber das musst du selber entscheiden!!!!
 
  • Kastration bei Hündin Beitrag #7
Also wenn ich eine Hündin hätte, würde ich auf jeden Fall kastrieren lassen, meine Freundin musste letztens ihre Hündin mit 5 Jahren kastrieren lassen, weil die Gebährmutter vereitert war, der der babara, die Hündin wurde jetzt noch mit 15 jahren kastriert, wegen entzündung. Da wird ch lieber sagen, im jungen Alter, wenn der Hund so ne OP locker wegsteckt, als dann nach 10 jahren, wo dann noch erhöhtes OP-Risiko dazukommt.
Und was untern nicht aufgeführt wurde bei den Vorteilen, der Hund hat keinen hormonellen Stress mehr und su hast auch weniger Stress.
 
  • Kastration bei Hündin Beitrag #8
Das Krebsrisiko sinkt dadurch natürlich auch! Also wieder ein + Punkt!

Nein! Das Krebsrisiko steigt eben!

Es sinkt zwar bei den, im Verhältnis von z.B. Knochenkrebs, harmlosen Gesäugetumoren.
Aber durch die Kastration werden eben andere, gefährlichere Krebserkrankungen provoziert!

Gesäugetumore sind über zu 50% gutartig.........und auch bösartige Gesäugetumore streuen erst ab einer bestimmten Größe.
Unter 1cm Durchmesser streuen sie so gut wie nie.
Gesäugetumore sind also nur gefährlich, wenn man ihnen zuschaut wie sie wachsen und nichts unternimmt. ( Ausnahmen gibt es natürlich.)

Das einzig vernünftige Argument für eine Kastration ist m.E., daß die Hündin nicht mehr an einer Gebärmutterentzündung/vereiterung erkranken kann.

Da dies aber i.d.R. erst im fortgeschrittenen Alter auftritt, ist für diesbezgl. Vorbeugung auf jeden Fall keine Frühkastration notwendig.


Eine Kastration ohne med. Notwendigkeit, bevor der Hund/Hündin vollkommen erwachsen ist, ein absolutes No-Go !!! :!:
 
  • Kastration bei Hündin Beitrag #9
Wird eine Hündin vor der ersten, nach der ersten oder nach der zweiten Läufigkeit kastriert sinkt das Krebsrisiko für Gesäugetumore auf ein paar wenige Prozent, im einstelligen Bereich. Das ist durchaus eine Überlegung wert.
Aber welches Krebsrisiko soll denn durch die Kastra steigen und wer sagt, dass das wirklich in Zusammenhang miteinander steht? Ich lasse mich gerne eines besseren belehren, aber das lese ich das erste mal.

LG
 
  • Kastration bei Hündin Beitrag #10
Aber welches Krebsrisiko soll denn durch die Kastra steigen und wer sagt, dass das wirklich in Zusammenhang miteinander steht? Ich lasse mich gerne eines besseren belehren, aber das lese ich das erste mal.

LG

Kann ich nur zustimmen, lese ich auch zum ersten mal.
 
  • Kastration bei Hündin Beitrag #11
dito.
ich fag mich auch, wie man das nachweisen will :eusa_think:
 
  • Kastration bei Hündin Beitrag #12
Aaaaaaangeblich soll das Knochenkrebsrisiko um ein vielfaches steigen. Bei Rüden um 65% und bei Hündinnen um gute 30%. Teilweise wohl noch höher, wenn die Tiere bei der Kastra unter einem Jahr waren. Die Hormone, die dem Tier durch die Kastra genommen wurden, sollen wohl ein Schutz für Knochenkrebs sein. Wobei ich das Wort "offenbar" in Studien nicht lesen möchte (siehe in meiner angegebenen Quelle unten).

Find ich echt schwierig, da ich bei Hündinnen in diesem Fall nie von Jahren, sondern von Läufigkeiten reden würde. Es macht nämlich sicherlich einen Unterschied, ob die Hündin in diesem Jahr 1x läufig war oder vielleicht sogar 2x oder vielleicht gar nicht? Außerdem gelten auch hier wieder die typischen Fragen, die ich nicht beantwortet sehe (Rasse, sonstige Haltung, Vorerkrankungen etc.)

Wer es nachlesen will und dem Englischen nicht scheut: Erster Abschnitt. Die sprechen aber nur von großen Rassen, von kleinen ist hier nicht die Rede.
 
  • Kastration bei Hündin Beitrag #14
Habe mir extra ein Buch aus der Bibliothek besorgt "Kastration bei Hündinnen" (oder so ähnlich) Bin danach nicht wirklich entscheidungsfreudiger gewesen! Fakt ist: Gebärmutterkrebs können kastrierte Hündinnen nicht mehr bekommen! Das war aber auch das Einzigste! Ansonsten ist es ein Eingriff, wenn auch inzwischen Routine, an einem völlig gesunden Hund!

Und es es einfach nur bequem für den Halter! Eine läufige Hündin macht einfach keinen Spaß! Mein absoluter Liebling mutiert! Sie lehnt sich an Tapeten, mag aber ihr Höschen nicht, möchte aber noch näher bei mir sein! Auf dem hellen Wohnzimmerteppisch, ganz nah vor meinem Sofa, vor meinem Bett usw! Spaziergänge werden strategisch durchgeplant: Wo sind Rüden, wo ist der kürzeste Fluchtweg im Notfall usw. Dazu kommt, sie hört in dieser Zeit üüüberhaupt nicht! Alleine in den Garten, doch sonst so bequem, geht in dieser Zeit nicht! Und sehen auch die restlichen Familienmitglieder den Ernst der Sache? Ich habe es erst einmal durchgemacht, aber die Nase gestrichen voll!

Und trotzdem : Ich hätte mich wahrscheinlich sowieso gegen eine Kastration entschieden! Auch in einem Wolfsrudel wird nicht jedes Weibchen trächtig, nur die Ranghöchsten! Die anderen überleben auch !

Die Entscheidung wurde mir aber(Gott sei Dank??) abgenommen weil mein Hund wahrscheinlich ein Herzproblem hat oder hatte, also Narkose gefährlich ist! Aber ich bin nicht unglücklich, daß diese Entscheidung für mich abgenommen wurde!! Und nein, wir wollen keinen Hundenachwuchs - partou nicht!
 
  • Kastration bei Hündin Beitrag #15
Und trotzdem : Ich hätte mich wahrscheinlich sowieso gegen eine Kastration entschieden! Auch in einem Wolfsrudel wird nicht jedes Weibchen trächtig, nur die Ranghöchsten! Die anderen überleben auch !

Naja aber die Umstände in der Natur sind ja ganz andere. Meines Wissen wurden Wolfe nicht gerade 15 Jahre und älter ;)
 
  • Kastration bei Hündin Beitrag #16
purdey, Beitrag Nummer vier war von dir, also zählt das wohl kaum als "schon mal von einer unabhängigen Quelle gelesen". Ich kenne auch den Link von Collie, ich habe darin selbst geantwortet soweit ich weiß, aber ich habe immer noch keinen Beweis dafür gesehen, dass es stimmt. Eine Behauptung in einem Forum macht es nicht wahr und zählt für mich daher auch nicht als Beweis. Die Studie von Pewee finde ich interessant, auch wenn ich sie bisher nur kurz überfolgen habe, aber wie Pewee schon sagte: "offenbar" sollte in einer Studie nicht vorkommen. Möchte man das gründlich machen sollte man auch auf Vorerkrankungen untersuchen und - wie Pewee schon schrieb - nach Läufigkeiten und nicht nach Jahren rechnen, das macht nämlich einen gewaltigen Unterschied.

Ich kenne übrigens viele kastrierte Hündinnen und keine davon hat Knochenkrebs. Also woher nimmst du das Wissen, dass dem so ist? Oder meintest du einen anderen Krebs?

@deutzia: Nicht jeder kastriert aus Faulheit und das ist auch der denkbar schlechteste Grund dafür. Wenn ich meinem Hund aber Stress nehmen und das Risiko für Erkrankungen senken kann sollte ich zumindest darüber nachdenken (was du ja getan hast ;)).

LG
 
  • Kastration bei Hündin Beitrag #17
Ich kenne es so, dass man nach der ersten Läufigkeit kastriert das ist di Wahrscheinlichkeit von Gebärmutterkrebs immer noch gering (nicht auf fast 0 wie vor der ersten Läufigkeit) aber wir lassen die Hündinnen lieber einmal diese Hormonphase durchmachen und kastrieren nur in Notfällen vor der ersten Hitze (wie es z.B die Amis als standard machen) :)
 
  • Kastration bei Hündin Beitrag #18
das ist di Wahrscheinlichkeit von Gebärmutterkrebs immer noch gering (nicht auf fast 0 wie vor der ersten Läufigkeit)

Da bringst du jetzt was durcheinander :001:
Das gebärmutterkrebsrisiko ist bei 0, weil ja keine/kaum gebärmutter mehr vorhanden ist. Zumindest wenn man die komplett op macht.
Ich denke du meinst das Gesäugetumorrisiko.
 
  • Kastration bei Hündin Beitrag #19
purdey, Beitrag Nummer vier war von dir, also zählt das wohl kaum als "schon mal von einer unabhängigen Quelle gelesen". Ich kenne auch den Link von Collie, ich habe darin selbst geantwortet soweit ich weiß, aber ich habe immer noch keinen Beweis dafür gesehen, dass es stimmt.

LG

Ich habe natürlich keine Beweise, sondern nur die amerikanische Studie, die in# 4 verlinkt ist und schon einigermassen als repräsentativ angesehen werden kann, aussedem die kurze Zusammenfassung der Studie auf deutsch, die ich in# 4 rein kopiert habe.

Ausserdem hatte noch einen Link zu einem Knochenkrebsforum von Hunden.
Das war doch keine Werbung um Gottes willen! :?

Aber wenn ihr nix lesen wollt und ausserdem (u. U.) hilfreiche bzw informative Links verschwinden lasst, dann kann ich´s auch nicht machen. :(
 
  • Kastration bei Hündin Beitrag #20
Off-Topic
Der Link hat zu einem anderen Forum geführt, daher wurde er gelöscht. Siehe Forenregeln.
 
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