Anti-Jagdtraining

Diskutiere Anti-Jagdtraining im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Huhu ihr Lieben, ich hab lange überlegt ob es viel Sinn macht zu diesem Thema einen Thread auf zu machen, aber vielleicht hilft es mir ja doch...
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  • Anti-Jagdtraining Beitrag #1
Debbi

Debbi

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Huhu ihr Lieben,
ich hab lange überlegt ob es viel Sinn macht zu diesem Thema einen Thread auf zu machen, aber vielleicht hilft es mir ja doch.

Wie einige wissen hat Malou ein sehr ausgeprägten und für mich noch nicht kontrollierbaren Jagdtrieb. Wir haben nun versucht an einem Training teilzunehmen, nur leider scheiterten wir bereits in dem Voraufbau.
Das Training baute darauf auf, den Hund auf einen Futterdummy zu fixieren und im Falle eines Jagdansatzes den Hund auf den Dummy umzulenken. Malou hat Null intresse an dem Dummy- liegt wohl daran das sie weder sehr verfressen noch unheimlich verspielt ist.

Das klassische Abruf-Schleppleinen-Training mit Jackpotleckerchen- scheitert ebenfalls an ihrem desintresse an Futter. Ausserdem ist Malou durchaus bewusst wann die Leine dran ist und wann nicht. Abrufen klappt wunderbar, solange nichts in der Nase ist.

Ich bin mittlerweile auch davon ab, das im Falle eines Wildkontaktes, das sie zu mir kommt, das wird nicht klappen. Stattdessen haben wir das "Stop"-Signal, klappt bei einer gewissen Distanz zu Katzen, Fasanen und Enten ganz gut.

Malou ist ansich ein Sichtjäger, doch dank das Mantrailings hat sie leider nicht nur gerlernt Menschenspuren zu folgen, sondern auch recht frischen Wildspuren. Das macht es jetzt nicht unbedingt einfacher.

Da Malou mich völlig ausblendet und absolut abschaltet, wenn sie Wild sieht, hat ein anderer Trainier mir nun ein Sprühhalsband empfohlen um sie einfach in diesem Reiz zu unterbrechen und quasi zurück zu holen. Doch wirklich beigeistert bin ich von dieser Idee nicht. Es muss doch auch einen anderen Weg geben.

Warscheinlich wird jetzt die Frage nach meiner Auslastung kommen.

Malou ist ein Hund aktiver Hund, allerdings brauch sie nicht so viel Input wie man vielleicht erwarten mag, wenn man sie sieht.

Wir machen also...

- große Gassirunden verstehn sich ja schon von selbst.
- einmal die Woche zum Mantrailing
- machen viel über Futtererarbeitung und Suchspiele (mehrmals täglich)
- wenn das Wetter es zu lässt fahren wir mindestens zwei/drei Mal die Woche längere Inleinerrunden
- Reizangel, wobei sie mittlerweile auch an diesem Spiel die Lust verliert *seufz*
- Klickern und Tricksen fast täglich
- einmal die Woche Hundeschule
- hoffentlich bald einmal die Woche zum Longieren

Ich habe gelernt meinen Hund und mein Umfeld gut zu beobachten und erkenne sehr oft wann ich sie anleinen muss. Bisher hatte sie keine Jagdterfolge, aber leider 3-4 Hetzerfolge.
Die Leine bleibt meistens dran. "Leider" wohnen wir in einer Gegend mit unheimlich viel Hasen und Rehe, daher fahren wir immer weit raus damit sie die Chance hat etwas laufen zu können.

Mittlerweile hab ich mich mehr oder weniger an den Gedanken gewöhnt sie nie ganz sorgenlos ab zu leinen, wenn es dann überhaupt mal möglich ist. Aber jeder Hundehalter weiß das es schöner ist, seinen Hund ohne das olle Ding über einen Acker rennen zu sehen. Wir haben einen sehr großen Garten wo sie tüchtig gas geben kann, aber das ist einfach nicht das selbe.
Ich sehe hier soviele Jagthunde die sich selbst in der Hetze unterbrechen lassen bzw garnicht erst los rennen. Was mach ich den falsch?

Ausserdem, wie verhalte ich mich richtig, wenn Malou Wild sieht (auch an der Leine)? Ignorieren und weiter gehen? Ablenken? Schimpfen? Sie ist ja überhaupt nicht mehr Ansprechbar und wir haben eigentlich täglich Wildkontakt. Vorallem puscht sie sich selbst manchmal so hoch, das sie selbst eine halbe Stunde später noch Stocksteif ist.

Es ist eigentlich kein Problem für mich, wenn sie an der Leine bleibt und wenn es so ist dann ist es eben so, hab mich dran gewöhnt. Schöner für sie wäre es nur wenn man es auch anderes hin bekommen könnte.

Oder bin ich vielleicht auch einfach zu ängstlich? Mach ich mir zuviel Sorge das irgendwo ein Hase vorbei hoppel könnte? Wie machen das die anderen Hundehalter?

HIIILFFFEE:mrgreen:





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  • Anti-Jagdtraining Beitrag #2
Achja das liebe Jagdverhalten.. da hatte ich mit Diego auch immer viel Spaß :roll:

Bei ihm hab ich es sehr gut in den Griff bekommen.

Er ist ja auch sehr auf Gerüche usw fixiert und als er früher Rehe oder Hasen sah,war er weg da konnte ich daneben stehen und auf ihn zulabern da hat er genauso wie Malou einfach abgeschaltet und mich total ignoriert.
Da also das anmotzen wenn er Wild sah nicht wirklich geholfen hat,hab ich mir was neues Überlegt.
Ich hab mit ihm also extrem viel "Bleib" geübt,also nicht nur das übrige Bleib wie man es sonst kennst sondern ein Bleib wo er bei mir bleiben soll auch wenn wir normal weiterlaufen oder am Fahrrad.
Dann habe ich viel mit Reizen gearbeitet, ihm also was vor die Nase gelegt was er richtig toll fande und bin mit ihm daran vorbei und er durfte nicht dahin sondern musste bei mir bleiben.
Die Entfernung mit den Reizen immer erweitert und so lernte er das wenn er bei mir bleibt obwohl da was ganz Tolles ist was er gerne will,das es sich viel mehr lohnt bei mir zu Bleiben. ( Fragt mich nicht wie ich auf die Idee kam,irgendwann machte ich das einfach und war selber total Überrascht wie gut es Klappte).
Ne lange Zeit konnte er an Feldwege am Wald nur mit Schleppi laufen oder an Ecken die unübersichtlich waren.
Und ja auch uns ist öfters passiert das ich zuspät reagiert habe und er plötzlich weg war.
Ich habe mich einfach weggedreht und bin weggerannt.. kein Gerufe denn in dem Moment war er sowieso total abgeschaltet und hätte mein gerufe sowieso Ignoriert. ( Ja früher hatte ich auch immer gerufen aber als ich merkte das er sowieso nicht drauf hörte hab ich es auch gelassen.. )
Weil gerufe nicht funktioniert hat weil er nurnoch auf das Wild fixiert,bin ich einfach kommentarlos weggerannt und habe mich versteckt,aber so das ich Diego noch Beobachten konnte.
Als Diego das mitbekommen hatte das ich ja weg war,ist er in Panik ausgebrochen und lies vom Wild ab und suchte mich.
Und so machte ich es auch wieder als er mir wieder einmal abgehauen ist.. Ich bin einfach in die andere Richtung weggerannt und habe mich wieder versteckt so das ich ihn aber Sehen konnte.
Er suchte mich wieder total Panisch und war so Happy als er mich fande und klebte dann nurnoch an mir.
Tjaa und weil ja alle guten Dinge 3 sind kam natürlich wieder ein Tag wo ich wieder zuspät gemerkt hab das auf dem Feld Rehe stehen.
Diego wie immer losgerannt und ich wie immer mich umgedreht und weggerannt.
Aber Diego war nicht doof der merkte es sofort und lies sofort im Rennen vom Wild ab und rannte lieber mit hinterher.
Natürlich wurde er richtig dolle gelobt und seit dem Tag haben wir keine Probleme mehr mit Wild.
Wir haben trotzdem immer weiter geübt und als ich mal an einem Tag Wild sah dachte ich okay testest mal.. es Konnte sowieso nichts passieren der Hund hatte seine Schleppi an.
Ich also Diego lang gelassen er sah die Rehe und überlegte ob er losrennt oder nicht.
Ich rief ihn zu mir und ja nach dem 3ten rufen kam er tatsächlich auch zu mir, da wurde er wieder Fleißig gelobt.
Und so übte ich es immer wenn wir Wild sahen und so baute es sich ein das wenn er Wild sah das ich ihn rief und er sofort kam.
mit einem "Bleib" blieb er dicht bei mir und so konnten wir ohne Probleme an den Wild vorbei ohne das er versucht hat dahinzurennen.
Tjaa und dann kam ein Tag wo mir mein Herz in der Hose gerutscht ist.
Wir waren zsm Gassi und er war ohne Schleppleine,eine Freundin war auch dabei.
Diego blieb plötzlich stehen und starrte als auf eine Stelle ich dachte mir erst nichts dabei und guckte aber dann doch mal hin und sah das da 5 Rehe im hohen Gras standen.
Ich Diego sofort gerufen und er kam ganz toll zu mir :)
Ich war so Stolz auf ihn und merkte das unser Training echt zum Erfolg führt.
Diego hat die Rehe früher wie ich gesehen und hätte hinrennen können,hat er aber nicht er hat sich entschieden bei mir so Bleiben wo ich so Happy bin :)

Seitdem haben wir keine Probleme mehr mit Wild.
Er kann sogar von weitem abgeleint am Wild vorbei ohne auch nur Anzeichen zu machen das er hinwill :)

Sry etwas lang geworden :uups:
 
  • Anti-Jagdtraining Beitrag #3
Huhu Leika,
danke erstmal für deine Antwort;)
Deine Tipps sind garnicht schlecht. Vielles davon hab ich auch bereits ausprobiert. Wegrennen und Verstecken ist ja eine beliebte Übung. Am Anfang hatten wir ja auch das Problem das Malou sich garnicht abrufen lässt, da sind wir immer weg gelaufen und haben uns versteckt. So unsicher mein Hund in manchen Situationen sie auch sein mag, an Verlassungsängsten leidet sie so garnicht. Es macht ihr absolut nichts aus, wenn ich aus ihrem Blickfeld verschwinde. Wenn ich weg renne, ist der Reiz sehr groß und sie kommt natürlich hinter her. Aber trifft sie auf Wild, ist es ihr eher egal, was ich tue. Ich weiß nicht, ob ich sie hier zu sehr vermenschliche, aber ich denke sie ist sich ihrer Sache recht sicher, das sie uns wieder findet. Nase in die Luft - kurz gesucht, da sind sie ja. Beim Trailen sucht sie hin und wieder auch uns, das kennt sie ja.

Das sie bei mir bleibt, klappt mittlerweile super. Auch wenn gewisse Reize wie andere Hunde und Leckerchen sie ablenken, auch ohne Leine. Läuft sie grade neben mir, wärend ein Hase den Weg kreuzt und ich schnell reagiere, schaffe ich es auch sie bei mir zu halten. Dummerweise sind die meisten Wildkontakte wenn sie recht weit weg von mir ist und dann habe ich keine Chance. Es kommt sehr stark auf die Entfernung an. Läuft Malou ohne Leine entfernt sie sich immer sehr weit 100m sind da nix.
Ich habe lange mit der Reizangel geübt, das sie liegen bleibt, selbst direkt vor ihrer Nase ist das überhaupt kein Problem. Ich kann sie auch in der hetzte unterbrechen, nur mittlerweile verliert sie die Lust dem Dummy hinterher zu laufen.
Wir haben in der Hundeschule neulich eine Übung mit einem echten Hasendummy gehabt- alles kein Problem, da verhält sich sich vorbildlich.
Ich versuche mich immer intressanter zu machen als das Reh nur leider hab ich noch nicht herraus gefunden, wie ich das am besten anstelle. Da bringen die tollstesten Leckerchen nichts und mit spielen brauch ich ihr so wie so nicht ankommen. Malou ist vom ihrem Wesen her sehr eingenständig. Im Gegensatz zu unser Anfangszeit haben wir mittlerweile eine gute Bindung, aber trotzdem fixiert sie sich nicht auf mich, wie vielleicht andere Hunde.
Alles nicht so einfach. Ich freu mich das du das mit Diego so gut hin bekommen hast, das gibt mir Hoffnung das wir das auch noch schaffen, muss nur noch raus finden wie:004:
 
  • Anti-Jagdtraining Beitrag #4
Also ich muss sagen, ein Hund der Spur jagd und aus sicht, wird sich meistens nicht dafür interessieren ob sein Frauchen die biege macht. Dafür ziehe ich meinen Hut vor dir.
Patch ist es noch scheiß egal ob ich gehe oder nicht. Schließlich jagd er ja auch allein und entfernt sich von mir, da ist ihm das sicherlich auch egal.
Ich vermute das es bei deinem Hund eher ein Implus ist, also urinstinkt, als ein warer Jagdtrieb und alles um den Hund herum wirklich völlig egal ist.

Debbi hast du es mal versucht deiner Maus das Futter nur draussen zu geben? Also wenn sie draussen nicht frißt wirklich auch nichts zuhause zu geben. Klar ist es hart aber nur für uns. Du mußt sie in einer Abhänigkeit treiben, ohne dich wird sie verhungern. So das sie lernt ok für Futter muss ich Arbeiten. Wenn sie Hunger hat, wird sie draussen fressen, darüber kannst du dann auch Spiel aufbauen.
Viele Antijagdkommdos kannst du auch an einem Wildgatter oder Tierpark üben.
Ein Hund braucht kein Jagderfolgt, Allein die Hatz macht einen Hund schon süchtig.


Lg Yvi
 
  • Anti-Jagdtraining Beitrag #5
Huhu Yvi,
sie frisst mittlerweile draußen, es hat lange gedauert, aber sie frisst. Hängt Stark von der Ablenkung und der Situation ab. Leckerchen natürlich lieber als das olle Trockenfutter.
Sie erarbeitet sich auschließlich ihr Trockenfutter. Draußen wie Drinne. Das einzige was es in den Napf gibt ist 2-3 mal die Woche ihr Barf. Das machen wir schon länger so.
Wir haben einen kleinen Wildpark "um die Ecke" Malou ist interessiert aber lange nicht so wie "Draußen". Sie kann da schon unterscheiden ob das Tier im Käfig/Gehege oder in freier Wildbahn ist.
Ich vermute auch mal stark, das wenn sie einen Hasen packen würde ( was hoffentlich nie passiert) sie ihm nichts tun würde. Sie lässt ja selbst Mäuse fallen und laufen wenn sie sie dann doch mal erwischt, es geht ihr wohl wirklich nur ums hetzen.
Bisher gab es auch erst 3-4 Situationen in fast 3 Jahren wo ich zu langsam war und eine Situation wo sie abgehauen ist ohne erkennbaren Grund und einer Spur gefolgt ist. Trotzdem brauch ich das weder für das arme Wild noch für mein Herz.
 
  • Anti-Jagdtraining Beitrag #6
Hallo Debbi,
wenn ich von dir und deiner Malou lese, meine ich du schreibst von meinem Ben. Der reagiert draußen genauso wie deine Süsse. Sieht er Reh oder Hase vor mir, ist er weg. Ob ich dann umdrehe und davonrenne bekommt er gar nicht mehr mit, so schnell ist er weg. Rufen bringt gar nichts und verstecken auch nicht. Erwischt hat er noch nichts und ich glaube, wie du ja auch, dass er im Falle des Falles auch nichts machen würde. Das ist bei ihm die reine Lust am Hetzen und Rennen.
Er war auch noch nie lange weg, höchstens ein paar Minuten, die kommen einem dann aber vor wie Stunden...
Er bekommt halt jetzt nicht mehr die Gelegenheit dazu und bleibt, wenn das Wild wieder gar zu lustig in der Gegend rumrennt, an der 8-Meter Flexi. Mit der Schlepp funktioniert`s bei uns gar nicht. Von aufgeschnittenen Fingern bis unter den Füßen durchgerutscht haben wir schon alles gehabt.
Da es auch keine Anzeichen gibt, wann er durchstartet, bekomm ich ihn außerdem gar nicht gehalten, wenn er mit 30 kg in die Schlepp rennt. Und auch wenn`s mir keiner glaubt, Anzeichen gibt es wirklich nicht; keine Innehalten, kein Vorstehe, kein Ohren anlegen - zack,weg. Gut vielleicht gibt es doch etwas, aber wenn dann nur in so kurzer Sequenz, dass ich nicht fähig bin zu handeln.
Flexi deshalb, weil er da eben nicht durchstartet; er ist zwar super aufgeregt, bleibt aber bei mir, da er eh weiß, dass er nicht weg kommt. Genauso, wenn er an der Leine ist, da gibt es nicht mal ein Ziehen - nur äußerstes Angespanntsein mit Zittern usw.

Ansonsten (also ohne Wild in der Nähe) hört er wirklich sehr gut, draußen wie drinnen. Auf`m Hundeplatz eh voll der Streber und keinerlei Interesse an vorbei"fliegenden Hasendummies" oder sonstigem. Auch Tiere in Käfigen und Gehegen sind zwar interessant, aber nicht zum "Durchstraten". Auch er kann wohl unterscheiden zwischen dem "richtigen und nicht richtigen Draußen" (wie du es ja auch so treffend beschrieben hast) und ob Leine dran oder ab.
Hab` vieles andere probiert, von dem hier geschriebn wird, bis hin zu "professionellem Anti-Jagd-Training. Hab` viele Tränen geweint und an mir selbst gezweifelt (vor allem da ich das bei meinem Kleinpudel, der durchaus auch jaglich ambitioniert ist, ja auch geschafft habe).
Jetzt bin ich auf dem Weg ihn so zu nehmen wie er ist (auch wenn ich insgeheim hoffe, es noch irgendwie zu schaffen; momentan fehlt mir nur noch das "wie"). Auf Wegen, wo ich genau weiß, dass er hier Wildkontakt haben könnte, bleibt er eben an der Leine. Ansonsten, da wo eher nicht mit Wild zu rechnen ist, bekommt er seinen Freilauf. Natürlich weiß ich, dass ich auch hier nie ganz sicher sein kann...
Ich schreibe deshalb "ich bin auf dem Weg", weil ich mir ab und zu immer noch so viele Gedanken mache und die bewundere, die es hinbekommen haben. Ich möchte ich auch "einfach nur mal spazierengehen" können, ohne permanent die Gegend abzuscannen.
Ben ist, glaube ich, trotzdem ganz glücklich; aber wie du an meinem viel zu langen Text :uups: siehst, beschäftigt mich das Ganze doch ganz schön und ich kann dir so gut nachfühlen. Vor allen anderen, die es wirklich geschafft haben, ziehe ich respektvoll den Hut.
LG
kimi69
 
  • Anti-Jagdtraining Beitrag #7
Hallo Kimi,
dein Beitrag baut mich auf:mrgreen: Ich kenne soviele Hundehalter, aber keinen der seinen Hund nicht ableinen kann. Natürlich setzten die meisten zum Sprung an, lassen sich aber Abrufen. Irgendwie frustrierent wenn man die einzige ist, die das nicht schafft.
Aber noch bin ich mir nicht sicher, das ich das nicht schaffe. Es gibt einen Weg- nur wo ist der?
Es ist okay für mich wenn ich festellen muss, das es immer so laufen wird. Wir hatten ganz andere Sorgen die mittlerweile alle verflogen sind. Schön wäre es aber trotzdem, wenn Malou irgendwann durch die Felder rennen kann ohne das ich völlig panisch hin und her schaue, das auch ja kein Hase vorbei kommt.
Vielleicht trifft das auch erst zu wenn Malou 30 Jahre alt ist und ich schneller laufen kann als sie, aber das ist es nunmal so.
 
  • Anti-Jagdtraining Beitrag #8
Ja Debbi, ich bin auch immer ganz froh, wenn ich höre, dass es doch noch andere gibt, denen es genauso geht. Geteiltes Leid ist halt einfach halbes Leid.
Denn auch die meisten, die wir kennen, haben dieses Problem nicht...
Erst dachte ich mir, ich schreib` dir gar nicht, denn ich kann dir ja auch keinen Tipp geben...-wollte dir aber zeigen, dass du hiermit nicht allein bist. Mir tut das auch gut...
Geben wir einfach die Hoffnung nicht auf, doch noch irgendwann den Durchbruch zu schaffen (bitte unbedingt Bescheid sagen, wenn es soweit ist und wie du es geschafft hast ;)) und sei stolz auf das was ihr bisher schon geschafft habt (oute mich jetzt als stille Mitleserin deines Threads :uups:).
Auch ich werde nicht ganz aufgeben, aber ich werde die Verbissenheit rausnehmen, denn die tut sowohl Ben als auch mir nicht gut.
Und wenn´s doch nicht klappt, dann ist`s halt so - da stimme ich dir zu.
Alles Liebe
kimi
 
  • Anti-Jagdtraining Beitrag #9
Habt ihr es eigentlich auch das eure Hunde im Herbst stärker auf oder schneller auf eine Spur gehen als im Sommer? Patch kann ich im Herbst gar nicht von der Leine machen, aber im Sommer geht es. Und es ist auch eine Sache der Entfernung, umso weiter er sich entfernt desto eher reagiert er nicht. 10-15 meter geht, aber weiter darf er nicht laufen.

Lg Yvi
 
  • Anti-Jagdtraining Beitrag #10
Hallo,

ich kann meinen Podenco und meinen Dackel-Whippet-Mix auch nur bedingt ableinen.
Wir haben hier sehr viel Wild, die Wege sind meist recht unübersichtlich und beide Hunde jagen auf Sicht/Gehör und Nase, d.h. die haben permanent einen Grund loszusprinten...:roll: Und bei zwei Hunden die von 0 auf 70 beschleunigen in kurzer Zeit, hab ich keine Chance, wirklich zu reagieren.

"Stopp" - durch Reizangeltraining aufgebaut funktioniert nur, wenn ich das Tier vor meinen Hunden sehe/höre/rieche (;)). Dann kann ich noch rechtzeitig anleinen und alles ist gut. Futterdummy, Schnitzel, Spielzeug - all das interessiert meine beiden im Zweifelsfall auch nicht...ich kann super damit arbeiten (hab das auch nach Anleitung verschiedener Hundetrainer gezielt gemacht), aber im entscheidenden Moment hat nichts bisher funktioniert.

Da könnte ich vermutlich mit nem halben Rind winken, es wäre den beiden egal. Wobei ich sagen muss, dass Tom die drei Mal, da ich einen halben Herzinfarkt hatte durch plötzliche Wildsichtung und beide "Jagdsäue" ohne Leine, immer zumindest stehen blieb und ich ihn einsammeln konnte (nachdem ich ihn ununterbrochen angeschrien habe...:silence:), Lupina war erstmal weg, kam aber schnell wieder, ein Hetzerfolg war und ist es trotzdem...:(

Inzwischen gibt es Waldspaziergänge nur noch an der Schleppe (7m). Und ich habe 2-3 etablierte Wiesen, wo ich sie ableinen kann. Da gibt es kein Wild, es ist gut überschaubar und nur da wird mit Spielzeug und sonst was aufgewartet, was dann natürlich etwas Besonderes ist. Zusätzlich haben die beiden die Möglichkeit auf dem Hundeplatz frei zu toben, da der hoch und gut umzäunt ist und ich habe einen Garten.

Mit der Anschaffung meines Podencos war mir klar, dass ich einen Hund bekomme, der sicher nie "richtig" ableinbar sein wird, dennoch kann und darf er auch ohne Leine laufen, aber eben nicht immer und überall, sondern nur an bestimmten Orten. Dass Lupina so triebig ist, konnte ich nicht ahnen, da sie das erste halbe Jahr quasi an mir klebte wie festgetackert und aufhörte zu atmen, wenn ich mich auch nur 5m entfernte...mit steigendem Selbstbewusstsein und Vertrauen in mich, wurde sie mutiger und entdeckte letztlich ihren Jagdtrieb...:roll: Shit happens...:lol:

Ich finde es nicht schlimm, dass ich eben keine Hunde habe mit denen es "einfach" ist: Klick - Leine ab. Leine um den Hals. Loslaufen. Runde zu Ende. Klick - Leine wieder dran. Und sie sind auch beide nicht die Sorte "WTP", wobei Pina schon gerne arbeitet und mit mir zusammen Dinge erledigt. Ich würde auch noch zwei weitere Podis an der Schleppe mit "schleppen" und hätte Spaß...;)
 
  • Anti-Jagdtraining Beitrag #11
Huhu,

ich hab gerade nach einer neuen Auslastungsmöglichkeit für Jerry gegoogled und musste an euch denken. Frisst Malou wirklich rein gar nichts? Ich meine, kriegt man sie mit nichts überzeugt? Käsewürfel oder ein Stück Fleischwurst? Als ich nämlich gerade so im Inet stöberte, kam mir dir Idee, ob man Malou nicht einfach das "Anzeigen" beibringen könnte. Sprich, wenn sie Wild wittert oder sieht, direkt abliegt oder "einfriert". Das wäre ja auch irgendwie eine Form der Jagd, aber sie wäre bei dir, bzw. von dir kontrollierbar, kann aber dennoch den Trieb in Maßen ausleben.

Tipps dazu kann ich leider nur bedingt geben, da ich eure Trainingsversuche nicht komplett mitbekommen habe. Vielleicht könnte man es dennoch nochmal mit einem Dummy versuchen und wirklich extrem riechendes Fleisch nehmen - Würstchen mit Würstchenwasser, Fleischwurst oder frischer Pansen? Wahlweise gibt es ja auch diese Kaninchenattrappen bzw. Dummies, die mit Kaninchenfell überzogen sind. Vielleicht überzeugt sie das, wegen dem "authentischen Geruch"? Echtes Wild scheint sie ja auch zu interessieren. Und mit diesem Dummy kann dann eben das Abliegen oder Einfrieren geübt werden. Klar, das wird wohl eher weniger in tiefsten Wäldern funktionieren (da finde ich ne Schleppe dann aber sowieso wichtig, selbst wenn man überzeugt ist, dass der eigene (Jagd)hund abrufbar ist. Aber Trieb ist nunmal Trieb.), aber vielleicht eine weitere Möglichkeit?

Da Malou mich völlig ausblendet und absolut abschaltet, wenn sie Wild sieht, hat ein anderer Trainier mir nun ein Sprühhalsband empfohlen um sie einfach in diesem Reiz zu unterbrechen und quasi zurück zu holen. Doch wirklich beigeistert bin ich von dieser Idee nicht. Es muss doch auch einen anderen Weg geben.

Sehe ich genauso wie du. Wenn man schon mit solchen Maßnahmen arbeitet, sollte zumindest eine positive alternative Beschäftigung folgen, damit der Hund auch gezeigt bekommt, was er alternativ machen kann, um seinem Halter zu gefallen, aber wir haben ja schon öfter gesehen, dass Malou offensichtlich kein schnell zu überzeugender Hund ist.
 
  • Anti-Jagdtraining Beitrag #12
Yvi: Das ist bei Diego richtiges Jagdverhalten ;)
Diego ist ja nur mein Pflegi und bei seiner Besitzerin haut er ständig ab um Wild zu Jagen da kann sie machen was sie will da reagiert Diego null drauf.
Und bei mir macht er es nicht,das will schon was heißen :)
 
  • Anti-Jagdtraining Beitrag #13
@Yvi
Die Jahreszeit ist ihr völlig wurscht. Im Winter kann man alles gut überblicken, das macht es mir einfacher. Dank der Brut- und Setzzeit bleibt sie jetzt eh an der Leine bis auf ein paar ganz seltene Ausnahmen.

@Tompina
Ich gebe zu ich fänd *Klick* Leine ab und sorgenfrei los gehen schöner, aber ich kann es so auch hinnehmen und es ist ja schon wesentlich besser geworden. Vor 2 Jahren dachte ich das ich Malou niemals ableinen könnte- sie war unheimlich ignorant und hat mich in den Wahnsinn getrieben. Mittlerweile lässt sie sich ja auf mich ein und absolut kein Vergleich zu damals. Wenn mein zweiter Hund allerdings auch nicht ohne Leine laufen könnte, fänd ich das glaubig schon arg frustrierend. Trotzdem muss man es nehmen wie es kommt. Schön das du so locker damit umgehen kannst. Vielleicht lerne ich das auch noch. So schadenfroh das klingen mag, aber es freut mich zu hören, das es wohl hin und wieder vor kommt das ein Hund einfach nicht ableinbar ist.

@Pewee
Deine Idee klingt nicht schlecht, aber ich habe keine Idee wie ich das Umsetzten kann. Ich weiß auch nicht wie befriedigend das für einen Hund sein kann, da es ja anscheid wirklich nur um das hetzen geht. Anderseits intressiert sie sich nicht mehr so stark für die Angel und auch im Spiel mit anderen Hunden ist Malou nicht die die hetzt.
Hast du dazu noch irgendwelche Infoseiten oder eine Hundeschule die das Anbietet? Ansich einen Versuch wert.

Was das fressen angeht ist es deutlich besser geworden. Madam ist ja nun auch schon erwachsen und ruhiger geworden. Sie lässt sich schon mit Fleischwurst und Co locken, vorallem wenn andere Hunde dabei sind. Es ist erstaunlich wie super sie hört und frisst wenn Spike zur Pflege ist. Wenn das mal immer so wäre:mrgreen: ich liebe Futterneid, der macht es so einfach.

Sobald sie aufgeregt ist rührt sich nichts an. Hab mir eine Futtertupe gekauft um dort mein Jackpotrohfleischkatzenfutterjoghurtzeug rein zumachen. Normalerweise ist das der absolute Hit. Leider zeigte sie auch hier kein intresse sobald Ablenkung dazu kommt. Jetzt habe ich so komisch stinkende Fischhappen gekauft die echt übel riechen. Sie flippt aus, winselt und ist völlig wild auf diese Teile, allerdings wieder nur so lange sie ein Reizarmes Umfeld hat. Draußen hat sie es dann wieder fallen lassen *seufz* Vielleicht hab ich das passende noch nicht gefunden.

Ich kann ja gut am lebenden Wild üben. Muss ja nur hier in die Felder, da ist immer irgendwas. Unsere Rehe hier sind auch irgendwie furchtlos. Letztes Jahr spazierte ein Junger Bock keine 20m vor uns her und machte überhaupt keine anstalten mal abzuhauen.:eusa_doh:
 
  • Anti-Jagdtraining Beitrag #14
Vielleicht könnte man es dennoch nochmal mit einem Dummy versuchen und wirklich extrem riechendes Fleisch nehmen - Würstchen mit Würstchenwasser, Fleischwurst oder frischer Pansen? Wahlweise gibt es ja auch diese Kaninchenattrappen bzw. Dummies, die mit Kaninchenfell überzogen sind. Vielleicht überzeugt sie das, wegen dem "authentischen Geruch"? Echtes Wild scheint sie ja auch zu interessieren.

Also meine beiden kennen sehr wohl den Unterschied...:roll: Eine Bekannte hat solche "Echtfell"-Dummies, weil sie ihre Weimaraner jagdlich führt. Lupina ist damit gut zu begeistern, aber im entscheidenden Moment ist ihr dann wohl doch klar, dass das kein "echter" Hase ist, sie rennt trotzdem der Spur des realen Tieres nach...egal wie toll der Felldummy riecht, ob ich mit Leberwurst, Würstchen, Schnitzel oder sonst was winke...Ich versuche somit einfach Situationen zu vermeiden, in denen sie zu sehr "scannt" und das klappt mit Spielzeug und Co wunderbar, nur, wenn dann tatsächlich ein Reh den Weg kreuzt (was hier ca. 1-2 Mal pro Gassigang vorkommen kann) ist ihr das Alles schnuppe, da spuckt sie sogar Würstchen wieder aus...

Und Tom spielt zwar mit dem Felldummy, sobald er aber was in der Nase, den Ohren oder den Augen hat, ist das völlig uninteressant. Apportieren ist auch nicht so seine Welt, selbst Zerrspiele sind mit ihm fast nicht möglich, er lässt sofort los und ist auch super leicht abzulenken...Ich bin schon froh, dass er inzwischen für 15min Suchspiele durchhält, das ist für seine Verhältnisse schon lange...und Aufmerksamkeit bekommen auf dem Gassigang ist wirklich Arbeit. Zungenschnalzen (ähnlich Clicker) als Signal für Gucken, habe ich schon lange, aber manchmal bockt es ihn einfach nicht, wenn er "arbeitet" (mit der Nase im Mauseloch o.ä.), dann reagiert er fast nicht mehr...er ist auch kein Hund der von sich aus Kontakt sucht auf dem Spaziergang, man könnte ihn im Wald an einem Mauseloch stehen lassen und ihn Stunden später dort wieder abholen...

Besagte Bekannte mit den Weimaranern hat nach drei Spaziergängen kapituliert und sie hat wirklich alles aufgefahren, was ihr so einfiel...:lol: Ihre Weimis kleben ihr am Bein, suchen Blickkontakt und zeigen an, wenn sie eine Spur haben. Sie sind alle (sie hat 4 Hunde) sehr triebig und es war kein leichter Weg die Bande auszubilden, aber das Vorstehen/Anzeigen und das zwischenzeitliche Kontaktaufnehmen mit dem Besitzer ist sozusagen trotzdem iwie in den Hunden verwurzelt. Selbst ihr pubertierender Rüde ist aufmerksamer bei ihr als Tom...:roll: Sie hat sogar ein Riesenstück rohes Fleisch mit sich rumgetragen, aber Tom fand das 5min spannend, dann fand er die Schmetterlinge und Mäuse toller...;) Sie hatte auch echt Schwierigkeiten zu erkennen, wann Tom im Jagdmodus ist und wann nicht. Ich sagte mehrmals "Achtung, gleich macht er einen Satz." und sie war vollkommen überrascht, als er es dann tatsächlich tat...

Ich persönlich kann sehr gut mit Tom leben und auch mit meinem Pinchen. Und da sie beide auch mehrmals die Woche richtig Rennen können und auch mit anderen Hunden toben, finde ich es nicht dramatisch, dass halt in vielen anderen Fällen die Schleppe dran sein muss.
 
  • Anti-Jagdtraining Beitrag #15
@Pewee
Deine Idee klingt nicht schlecht, aber ich habe keine Idee wie ich das Umsetzten kann. Ich weiß auch nicht wie befriedigend das für einen Hund sein kann, da es ja anscheid wirklich nur um das hetzen geht. Anderseits intressiert sie sich nicht mehr so stark für die Angel und auch im Spiel mit anderen Hunden ist Malou nicht die die hetzt.
Hast du dazu noch irgendwelche Infoseiten oder eine Hundeschule die das Anbietet? Ansich einen Versuch wert.


Ja, das kommt sicherlich darauf an, was der Hund für ein Typ ist. :eusa_think: Für manche Jagdtypen besteht das Jagen ja mehr oder weniger aus Anzeigen. Das Abliegen oder Einfrieren kenne ich durch Jerrys Fährten, da muss er das auch machen. Ansonsten gibt es das auch oft bei Beschreibungen zu ZOS, wo das verlangt wird. *such* Hier gibt es beispielsweise ein extra Kapitel, wo das Abliegen beim ZOS erklärt wird. Wenn man es bissi abwandelt, müsste das auch Malou mit einem Dummy hinkriegen. Beispielsweise kannst du spontan den Dummy vor sie legen, sie dann ins Platz schicken, loben und etwas aus dem Dummy geben. Oder wenn sie selbst zum Dummy geht, zu ihr gehen, sie ins Platz schicken, loben und aus dem Dummy füttern. Eben irgendwie, dass sie versteht "ich werde belohnt, wenn ich vor dem Dummy liege". Alternativ könnte man Überlegen, ob ZOS vielleicht sogar überhaupt ein Sport für sie wäre. So kann sie "jagen", belohnt sich aber nicht selbst, sondern wird von dir belohnt. So zumindest die Theorie :lol: Fraglich ist eben nur, ob Malou das dann mit Wild verknüpft, welches weit weg von ihr ist. Wenn Mantrailing keine Besserung gibt, dann ZOS vermutlich auch nur bedingt...

Eigentlich (auch hier wieder in der Theorie ;)) dürfte das Beibringen des Abliegens/Einfrierens nicht schwierig sein. Theoretisch müsste dir das jede Hundeschule beibringen können, die auch Workshops zu bestimmten Hundesportarten anbietet - wie eben ZOS oder Fährten.

edit: sry Pinchen, hab deinen Beitrag gerade erst gesehen. Wie ich in diesem Post gerade geschrieben hab, hab ich auch die Befürchtung, dass "schwierige" Tiere auch davon nicht leicht zu überzeugen sind.... Probieren würde ich es wohl trotzdem. Viele Möglichkeiten sind da ja leider nicht mehr.
 
  • Anti-Jagdtraining Beitrag #16
Danke Pewee, ich kann mich da noch nicht ganz rein denken. Ich muss mal mit meinen Trainern sprechen (hab ja mehrere:mrgreen:) Vielleicht entwickelt sich darauß eine passende Idee:roll: Der Grundgedanke ist ja gut, man muss es nur passend Umsetzten.:004:
 
  • Anti-Jagdtraining Beitrag #17
Ich hoffe, es hilft irgendwie :eusa_pray:

Vielleicht ist es auch was total Einfaches, was Malou abhalten kann - bei Jerry hat letztendlich auch nur ganz simples Rumrennen geholfen, einen großen Aufriss hätte ich bei ihm gar nicht machen müssen. :102:
 
  • Anti-Jagdtraining Beitrag #18
Hallo,

ich habe die Beiträge jetzt interessiert gelesen und konnte Alfred in manchen Beschreibungen wiederfinden. :D

Es gibt 3 verschiedene Hundejagdtypen. Die die jagen und denen alles egal dabei ist. Die die jagen, aber die das dann doof finden, wenn Frauchen/Herrchen weg ist (jagdtrieb also nicht soo groß) und die die keinen Jagdtrieb haben.
Alfi und Malou gehören zu der ersten Fraktion.^^ Dieser Art Hund ist es wurstegal was man macht oder wie man es macht. Sobald da was interessantes ist, sind sie weg. Und das Jagdverhalten hat nichts mit Bindung zu tun. Es ist im Hund verankert und sagt nichts über die Beziehung zum Besitzer aus.
Ich musste mir Alfis Aufmerksamkeit draußen genauso erarbeiten wie du mit Malou und hey, wir sollten dann stolz darauf sein, was wir geschafft haben. :) Vor 3 Jahren hätte ich mir träumen lassen können, dass Alfi mal mit mir zusammenarbeitet, wenn andere Hunde in der Nähe sind. Oder das er gern kuschelt. Nicht jeder Hund geht leicht in eine Beziehung mit einem Menschen ein. Doch letztendlich ist es doch viel wertvoller, wenn man es sich erarbeitet hat. ;)
Mein derzeitiger Pflegehund (Shih Tzu) hat Null Jagdtrieb und ist soo leichtführig. Es ist eine willkommene Abwechslung und einfach nur schön mal unbedacht durch die Gegend zu schlendern. Ich verstehe dich total. ;) Manchmal glaube ich, können das andere nicht nachvollziehen, die nicht solch einen Hund haben. Und man selbst kommt sich doof dabei vor und denkt, was mach ich nur falsch. Liegt es an mir? Ist mein Hund unerzogen? Wie oft stelle ich mir diese Frage. Aber letztendlich ist Alfi so wie er ist. Hier ist kein Wild unterwegs, daher kann ich ihn hier ableinen und er hört echt gut. Wenn wir woanders sind, habe ich ihn oft an der Schlepp. Eigentlich macht es mir nichts aus. Denn Alfi ist mit oder ohne Leine genauso langsam unterwegs.^^ Und mit anderen Hunden tobt er auch nur bedingt. Ich habe mich wie Tompina, damit abgefunden. Ich könnte diese Situationen auch nie üben, wie ich sie bräuchte, da hier kein Wild lang kommt. Er hört auf unseren täglichen Gassirunden und das reicht mir. Würde ich es mit Alternativen üben (Echtfelldummy etc.) würde er es wahrscheinlich auch nicht mal mit dem Hintern angucken, wenn ein echtes Wild den Weg kreuzt. Der Hund unterscheidet das sehr wohl und es würde mir dann in der ausschlaggebenden Situation nichts nützen.

Zum Einfrieren möchte ich auch noch was sagen. Eine Bekannte hat das mit ihrem Shiba auch angefangen (weiß aber nicht, wie sie weit sie damit jetzt ist).
Sie hat so angefangen, dass sie z. B. an einem Ententeich lang ist. Der Hund sieht die Enten, bleibt stehen und der Klick erfolgte. Das wird dann aufgebaut. Sie hatte es glaube auch an anderen Stellen geübt. Aber wenn Malou in aufgeregten Situationen kein Futter nimmt, dann könnte es schwierig werden. :eusa_think: Vielleicht klappt es trotzdem?

Irgendwie habe ich viel geschrieben, habe trotzdem das Gefühl, ich bin nicht auf den Punkt gekommen.:eusa_think::uups:
Ich möchte die auf jeden Fall den Rücken stärken und dir damit sagen, dass du nicht allein damit bist. Auch wenn hier viele sind, die in UNSEREN Augen perfekte Hunde haben, gibt es genauso viele, die Hunde haben, wie wir. :052: Und die sind nicht unerzogen, sondern einfach nur ANDERS. :)
 
  • Anti-Jagdtraining Beitrag #19
Huhu Verena,

Danke für deinen Beitrag, der hat mir wirklich sehr geholfen. Ist eigentlich genau im richtigen Moment gekommen.

Ich bin grade etwas geknickt, wenn nicht sogar verletzt. Ich hab gestern mit einer Trainierin gesprochen um mal um Rat zu Fragen, bezüglich das erstarrens. Sie meinte genau wie du man kann das klickern, aber ich sollte mir da nicht viel Hoffnung machen, da es unheimlich schwer ist, einen Hund so umzulenken.
Sie glaubt nicht, das dass klappt.

Richtig weh tat mir dann als ich ihr erzählte, das Malou bisher einmal ohne ersichtlichen Grund abgehauen war, weil sie eine Spur hatte. Sie meinte dann mit ernster Miene, ein Hund der ohne ersichtlichen Grund abhaut wenn die Leine ab ist hat eine schlechte Bindung. Der hat wirklich gesessen und ich hab mir die ganze Nacht den Kopf zerbrochen.
Eigentlich habe ich nicht mehr das Gefühl das wir eine schlechte Bindung haben. Okay, Malou ist kein Hund der mich den ganzen Tag über anhimmelt und fragt was wir den nun gemeinsam tun wollen. Ja, sie ist sehr eigenständing und macht gerne ihr eigenes Ding, aber so hätte ich das jetzt nicht gedeutet.

Das passt nicht zum Thema, aber ich muss zugeben das macht mich so richtig fertig. Ich war grade auf dem Stand das ich so mächtig stolz auf uns war, was wir in den letzten Zwei Jahren geschafft haben und das es (bis auf die Kleinigkeit mit dem Jagdtrieb) super klappt. Es ist überhaupt kein Vergleich mehr zu der Anfangszeit.

Es läuft Perfekt und schwupp holt mich einer mit einem dicken A....Tritt von meinem hohen Ross wieder runter. Prima!
Wäre alles nicht so schlimm, wenn sie uns nicht kennen würde, aber sie kennt uns seit einigen Monaten. Okay sie weiß nicht wie es am Anfang bei uns war, aber grade im Training ist Malou vorbildlich, weicht mir nicht von der Seite, ist hochmotiviert und konzentriert. Grade beim Trailen habe ich das Gefühl das wir ein gutes Team sind und jetzt sowas...ich fühle mich ganz schön vor den Kopf gestoßen.
Ich kann gut mit Kritik umgehen und bin bereit an mir und mit meinem Hund zu arbeiten, aber DASS hätte ich jetzt nicht so erwartet und erlich gesagt, sehe ich selbst nicht so, aber vielleicht bin ich einfach zu blind.

Ich hab keine Ahnung ob sie recht hat und wir ein Bindungsproblem haben, das ich mir einfach nur schön rede...
 
  • Anti-Jagdtraining Beitrag #20
Oh je, ich kann das gut nachvollziehen! Man arbeitet hart und ist stolz auf sich und den Hund und dann sowas. :( Aber ich denke, dass:
Wäre alles nicht so schlimm, wenn sie uns nicht kennen würde, aber sie kennt uns seit einigen Monaten. Okay sie weiß nicht wie es am Anfang bei uns war, aber grade im Training ist Malou vorbildlich, weicht mir nicht von der Seite, ist hochmotiviert und konzentriert. Grade beim Trailen habe ich das Gefühl das wir ein gutes Team sind und jetzt sowas...

ist der springende Punkt. Ich denke, auch wenn ein Trainer gut ist, hat er manchmal nicht das Gefühl für solche Hunde. Du kennst Malou am besten und weißt, wie sie tickt bzw. getickt hat. Es war für euch beide schwer genug. Ich verfolge deine Arbeit und Fortschritte mit Malou seit du darüber berichtest und finde es wirklich toll, was du mit ihr erreicht hast! Ich denke, ihr habt eine gute Bindung. Was du mit ihr machst, müsst ihr einfach eine gute Bindung haben.^^
In ihr steckt nun mal Husky und die sind selbstständig. Sie gehören zu der gleichen Sektion wie der Shiba und ich entdecke immer wieder Parallelen. Alfi liegt die meiste Zeit im Schlafzimmer,also nicht mal im gleichen Raum wie wir sind. Und trotzdem weiß ich, dass wir eine gute Bindung. Durch seine feine Mimik, Gestik! Ich denke nur du, kannst auch diesbezüglich die feinen Nuancen von Malou erkennen, dass ihr eine gute Bindung habt!

Das sie auf dem Hundeplatz so vorbildlich ist, kenne ich auch von anderen Shiba Haltern (sorry, ich kenne am meisten Shiba-Besitzer und die kann man gut vergleichen im Beispiel). Der Hund ist ein Vorbild auf dem Hundeplatz. Doch draußen scheint alles vergessen. Sie sind unberechenbar und haben ihren eigenen Kopf. Da ist manchmal ein Schalter im Kopf, der sich plötzlich umlegt. Daher muss man seinen Hund kennen und lesen können und vorher handeln.
Ich kenne euch nicht persönlich, doch ich denke, ihr macht das super und kann dein Kopfzerbrechen total nachvollziehen! Mir ging es oft nicht anders. Lass dich nur nicht runterziehen! Niemand sonst weiß, was du mit ihr durchgemacht hast und kann es daher vielleicht nicht verstehen. Para hat hier im Forum auch oft genug betont, wie toll Malou ist. ;)
Ich hoffe, du schöpfst wieder Hoffnung und Kraft und lässt dich von anderen nicht runterziehen!
Und nur weil eine Hundetrainerin sagt, es ist ein schwerer Weg, bezüglich des Erstarrens, heißt es nicht, dass es unmöglich ist! Du kannst es probieren und schauen wie es funktioniert. Und entweder ihr habt Erfolg oder nicht. Wenn du es nicht probiert hast, wirst du es nie wissen können. ;)
 
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