- Anti-Jagdtraining Beitrag #1
Debbi
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Huhu ihr Lieben,
ich hab lange überlegt ob es viel Sinn macht zu diesem Thema einen Thread auf zu machen, aber vielleicht hilft es mir ja doch.
Wie einige wissen hat Malou ein sehr ausgeprägten und für mich noch nicht kontrollierbaren Jagdtrieb. Wir haben nun versucht an einem Training teilzunehmen, nur leider scheiterten wir bereits in dem Voraufbau.
Das Training baute darauf auf, den Hund auf einen Futterdummy zu fixieren und im Falle eines Jagdansatzes den Hund auf den Dummy umzulenken. Malou hat Null intresse an dem Dummy- liegt wohl daran das sie weder sehr verfressen noch unheimlich verspielt ist.
Das klassische Abruf-Schleppleinen-Training mit Jackpotleckerchen- scheitert ebenfalls an ihrem desintresse an Futter. Ausserdem ist Malou durchaus bewusst wann die Leine dran ist und wann nicht. Abrufen klappt wunderbar, solange nichts in der Nase ist.
Ich bin mittlerweile auch davon ab, das im Falle eines Wildkontaktes, das sie zu mir kommt, das wird nicht klappen. Stattdessen haben wir das "Stop"-Signal, klappt bei einer gewissen Distanz zu Katzen, Fasanen und Enten ganz gut.
Malou ist ansich ein Sichtjäger, doch dank das Mantrailings hat sie leider nicht nur gerlernt Menschenspuren zu folgen, sondern auch recht frischen Wildspuren. Das macht es jetzt nicht unbedingt einfacher.
Da Malou mich völlig ausblendet und absolut abschaltet, wenn sie Wild sieht, hat ein anderer Trainier mir nun ein Sprühhalsband empfohlen um sie einfach in diesem Reiz zu unterbrechen und quasi zurück zu holen. Doch wirklich beigeistert bin ich von dieser Idee nicht. Es muss doch auch einen anderen Weg geben.
Warscheinlich wird jetzt die Frage nach meiner Auslastung kommen.
Malou ist ein Hund aktiver Hund, allerdings brauch sie nicht so viel Input wie man vielleicht erwarten mag, wenn man sie sieht.
Wir machen also...
- große Gassirunden verstehn sich ja schon von selbst.
- einmal die Woche zum Mantrailing
- machen viel über Futtererarbeitung und Suchspiele (mehrmals täglich)
- wenn das Wetter es zu lässt fahren wir mindestens zwei/drei Mal die Woche längere Inleinerrunden
- Reizangel, wobei sie mittlerweile auch an diesem Spiel die Lust verliert *seufz*
- Klickern und Tricksen fast täglich
- einmal die Woche Hundeschule
- hoffentlich bald einmal die Woche zum Longieren
Ich habe gelernt meinen Hund und mein Umfeld gut zu beobachten und erkenne sehr oft wann ich sie anleinen muss. Bisher hatte sie keine Jagdterfolge, aber leider 3-4 Hetzerfolge.
Die Leine bleibt meistens dran. "Leider" wohnen wir in einer Gegend mit unheimlich viel Hasen und Rehe, daher fahren wir immer weit raus damit sie die Chance hat etwas laufen zu können.
Mittlerweile hab ich mich mehr oder weniger an den Gedanken gewöhnt sie nie ganz sorgenlos ab zu leinen, wenn es dann überhaupt mal möglich ist. Aber jeder Hundehalter weiß das es schöner ist, seinen Hund ohne das olle Ding über einen Acker rennen zu sehen. Wir haben einen sehr großen Garten wo sie tüchtig gas geben kann, aber das ist einfach nicht das selbe.
Ich sehe hier soviele Jagthunde die sich selbst in der Hetze unterbrechen lassen bzw garnicht erst los rennen. Was mach ich den falsch?
Ausserdem, wie verhalte ich mich richtig, wenn Malou Wild sieht (auch an der Leine)? Ignorieren und weiter gehen? Ablenken? Schimpfen? Sie ist ja überhaupt nicht mehr Ansprechbar und wir haben eigentlich täglich Wildkontakt. Vorallem puscht sie sich selbst manchmal so hoch, das sie selbst eine halbe Stunde später noch Stocksteif ist.
Es ist eigentlich kein Problem für mich, wenn sie an der Leine bleibt und wenn es so ist dann ist es eben so, hab mich dran gewöhnt. Schöner für sie wäre es nur wenn man es auch anderes hin bekommen könnte.
Oder bin ich vielleicht auch einfach zu ängstlich? Mach ich mir zuviel Sorge das irgendwo ein Hase vorbei hoppel könnte? Wie machen das die anderen Hundehalter?
HIIILFFFEE:mrgreen:
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ich hab lange überlegt ob es viel Sinn macht zu diesem Thema einen Thread auf zu machen, aber vielleicht hilft es mir ja doch.
Wie einige wissen hat Malou ein sehr ausgeprägten und für mich noch nicht kontrollierbaren Jagdtrieb. Wir haben nun versucht an einem Training teilzunehmen, nur leider scheiterten wir bereits in dem Voraufbau.
Das Training baute darauf auf, den Hund auf einen Futterdummy zu fixieren und im Falle eines Jagdansatzes den Hund auf den Dummy umzulenken. Malou hat Null intresse an dem Dummy- liegt wohl daran das sie weder sehr verfressen noch unheimlich verspielt ist.
Das klassische Abruf-Schleppleinen-Training mit Jackpotleckerchen- scheitert ebenfalls an ihrem desintresse an Futter. Ausserdem ist Malou durchaus bewusst wann die Leine dran ist und wann nicht. Abrufen klappt wunderbar, solange nichts in der Nase ist.
Ich bin mittlerweile auch davon ab, das im Falle eines Wildkontaktes, das sie zu mir kommt, das wird nicht klappen. Stattdessen haben wir das "Stop"-Signal, klappt bei einer gewissen Distanz zu Katzen, Fasanen und Enten ganz gut.
Malou ist ansich ein Sichtjäger, doch dank das Mantrailings hat sie leider nicht nur gerlernt Menschenspuren zu folgen, sondern auch recht frischen Wildspuren. Das macht es jetzt nicht unbedingt einfacher.
Da Malou mich völlig ausblendet und absolut abschaltet, wenn sie Wild sieht, hat ein anderer Trainier mir nun ein Sprühhalsband empfohlen um sie einfach in diesem Reiz zu unterbrechen und quasi zurück zu holen. Doch wirklich beigeistert bin ich von dieser Idee nicht. Es muss doch auch einen anderen Weg geben.
Warscheinlich wird jetzt die Frage nach meiner Auslastung kommen.
Malou ist ein Hund aktiver Hund, allerdings brauch sie nicht so viel Input wie man vielleicht erwarten mag, wenn man sie sieht.
Wir machen also...
- große Gassirunden verstehn sich ja schon von selbst.
- einmal die Woche zum Mantrailing
- machen viel über Futtererarbeitung und Suchspiele (mehrmals täglich)
- wenn das Wetter es zu lässt fahren wir mindestens zwei/drei Mal die Woche längere Inleinerrunden
- Reizangel, wobei sie mittlerweile auch an diesem Spiel die Lust verliert *seufz*
- Klickern und Tricksen fast täglich
- einmal die Woche Hundeschule
- hoffentlich bald einmal die Woche zum Longieren
Ich habe gelernt meinen Hund und mein Umfeld gut zu beobachten und erkenne sehr oft wann ich sie anleinen muss. Bisher hatte sie keine Jagdterfolge, aber leider 3-4 Hetzerfolge.
Die Leine bleibt meistens dran. "Leider" wohnen wir in einer Gegend mit unheimlich viel Hasen und Rehe, daher fahren wir immer weit raus damit sie die Chance hat etwas laufen zu können.
Mittlerweile hab ich mich mehr oder weniger an den Gedanken gewöhnt sie nie ganz sorgenlos ab zu leinen, wenn es dann überhaupt mal möglich ist. Aber jeder Hundehalter weiß das es schöner ist, seinen Hund ohne das olle Ding über einen Acker rennen zu sehen. Wir haben einen sehr großen Garten wo sie tüchtig gas geben kann, aber das ist einfach nicht das selbe.
Ich sehe hier soviele Jagthunde die sich selbst in der Hetze unterbrechen lassen bzw garnicht erst los rennen. Was mach ich den falsch?
Ausserdem, wie verhalte ich mich richtig, wenn Malou Wild sieht (auch an der Leine)? Ignorieren und weiter gehen? Ablenken? Schimpfen? Sie ist ja überhaupt nicht mehr Ansprechbar und wir haben eigentlich täglich Wildkontakt. Vorallem puscht sie sich selbst manchmal so hoch, das sie selbst eine halbe Stunde später noch Stocksteif ist.
Es ist eigentlich kein Problem für mich, wenn sie an der Leine bleibt und wenn es so ist dann ist es eben so, hab mich dran gewöhnt. Schöner für sie wäre es nur wenn man es auch anderes hin bekommen könnte.
Oder bin ich vielleicht auch einfach zu ängstlich? Mach ich mir zuviel Sorge das irgendwo ein Hase vorbei hoppel könnte? Wie machen das die anderen Hundehalter?
HIIILFFFEE:mrgreen:
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