- Anti-Jagdtraining Beitrag #21
Tompina
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Hey Debbi, ich kann mich Verena nur anschließen!
Ohne jetzt jegliche Hundetrainer angreifen zu wollen, kann ich nur sagen, dass man bei vielen Trainern eben mit den "Normalhundehaltern" über einen Kamm geschoren wird, obwohl das ein fataler Fehler ist...:roll: Sämtliche Meutehunde, Bracken, Vorstehhunde und Konsorten sind zwar alles JAGDhunde und auch da gibt es sicher Rassen wie den Deutsch Kurzhaar oder die Weimaraner, die sicher alles andere sind, als leichtführig, ABER diesen Rassen ist eines gemeinsam, letztendlich sind sie doch auf Kooperation gezüchtet!
Auf Kooperation MIT dem Menschen, d.h. Aufmerksamkeit bekommen, absichern nach hinten etc. mit diesen Hunden zu trainieren ist auch schwierig und erfordert Geduld, aber es ist Teil ihrer Verwendung, Teil des Zuchtzieles und somit tief im Hund verwurzelt!
Kommt man nun mit Rassen wie den Nordischen, den Shibas, den Podencos oder den HSH, dann stehen viele Trainer da und faseln was von schlechter Bindung, ungenügendem Vertrauen etc. pp, weil diese Hunde eben NICHT auf Kooperation aus sind, weil sie Entscheidungen selbst treffen unabhängig von ihrem Menschen. Unabhängig von jeglichen Kommandos.
Würde ein HSH erst nach Hause laufen und Herrchen um Erlaubnis fragen, ob er den Wolf angreifen darf, wären die Schafe tot bis er wieder da wäre...*um es mal überspitzt auszudrücken* Ebenso ein Husky, der mitten im Rennen stehen bleibt um Frauchen nach dem Weg zu fragen...Folge wäre ein fataler Crash...kein Podenquero (Jäger die mit Podis jagen) hat Kommandos für seine Hunde, die fahren mit dem Jeep in die Pampa, lassen die Hunde von der Leine und warten dann, teilweise bis zu 8 Stunden bis die Podencos wieder eintrudeln mit oder ohne Kaninchen im Maul, manchmal geht auch ein Podi verloren und der wird dann tagelang gesucht (die guten Podis sind um die 5000-6000€ wert). Die Hunde haben Namen, aber sie kennen keinerlei Anweisungen wie "Stopp" oder "Hier" oder was auch immer, sie jagen vollkommen frei und selbstständig...und das seit Jahrtausenden.
So und dann hat man einen solchen Hund, bringt ihn mit nach Deutschland (oder er wird dort geboren), wo Hunde im Allgemeinen Verständnis immer noch treue, anhängliche Tiere im Stile von Lassie sein "müssen". Ein Hund der sich nicht dauern umdreht und Frauchen/Herrchen "fragt", ob er den weiterlaufen darf etc., gilt als stur, unberechenbar und schlecht erzogen.
Klar sollte der eigene Hund keine Gefahr für andere Menschen und Tiere darstellen, also ein gewisse Alltagstauglichkeit MUSS der Hund haben, das will ich gar nicht verneinen, aber es gibt eben Rassen, die seit Urzeiten auf Selbstständigkeit gezüchtet sind, aus denen macht man nicht von heute auf morgen einen willenlosen Roboter, der einem mit Herzchen in den Augen am Bein klebt...*um mal wieder in überspitzten Bildern zu sprechen*
Ich will der Trainerin nicht die Kompentenz absprechen, ich kenne sie ja nicht, aber ich durfte am eigenen Leibe schon oft erfahren, dass man ausgelacht, ja sogar angefeindet wird, wenn man einen Hund hat, der sich eben NICHT ableinen lässt, zumindest nicht überall. Jeder, der jedoch dann bereit war mit Tom mal eine Stunde spazieren zu gehen, hat dann verstanden, dass es eben nicht "selbstverständlich", "kinderleicht" und "superbabyeinfach" ist ihn dazu zu bewegen auch mal auf das andere Ende der Leine zu achten...
Clickern geht bei ihm gar nicht, bei mir ist es eher ein Zungeschnalzen (ich wollte ein Geräusch haben, das direkt von mir ausgeht), aber auch das funktioniert nicht immer, obwohl wir nun schon seit vier Jahren üben...:eusa_shhh: Und selbst wenn er ausgehungert ist, ist Futter in allen Variationen nur solange spannend wie es eben nichts Anderes zu sehen/hören/reichen gibt...
Hast du denn das Reizangeltraining schonmal ausgebaut, dass du mit einer weiteren Person zusammen übst? Also dass diese Person die Reizangel hat und du dich voll auf den Hund konzentrieren kannst? Oder hat Malou überhaupt kein Interesse an dem "Gefuchtel"? Was habt ihr denn schon für Gegenstände an die Angel gehängt?
Lass dich auf jeden Fall nicht unterkriegen! Auch wenn manche Leute dich mit ihren Aussagen verletzen - es ist schwer, aber es geht!
Und wenn du mal ganz viel mentalen Aufbau brauchst, komme ich mit Tom vorbei und zeig dir mal wie hilflos man an einer 7m Schleppe hängen kann, wenn Mister Podenco mal wieder abgeht wie ne Rakete - so schlimm kann Malou gar nicht sein! :lol:
Ohne jetzt jegliche Hundetrainer angreifen zu wollen, kann ich nur sagen, dass man bei vielen Trainern eben mit den "Normalhundehaltern" über einen Kamm geschoren wird, obwohl das ein fataler Fehler ist...:roll: Sämtliche Meutehunde, Bracken, Vorstehhunde und Konsorten sind zwar alles JAGDhunde und auch da gibt es sicher Rassen wie den Deutsch Kurzhaar oder die Weimaraner, die sicher alles andere sind, als leichtführig, ABER diesen Rassen ist eines gemeinsam, letztendlich sind sie doch auf Kooperation gezüchtet!
Auf Kooperation MIT dem Menschen, d.h. Aufmerksamkeit bekommen, absichern nach hinten etc. mit diesen Hunden zu trainieren ist auch schwierig und erfordert Geduld, aber es ist Teil ihrer Verwendung, Teil des Zuchtzieles und somit tief im Hund verwurzelt!
Kommt man nun mit Rassen wie den Nordischen, den Shibas, den Podencos oder den HSH, dann stehen viele Trainer da und faseln was von schlechter Bindung, ungenügendem Vertrauen etc. pp, weil diese Hunde eben NICHT auf Kooperation aus sind, weil sie Entscheidungen selbst treffen unabhängig von ihrem Menschen. Unabhängig von jeglichen Kommandos.
Würde ein HSH erst nach Hause laufen und Herrchen um Erlaubnis fragen, ob er den Wolf angreifen darf, wären die Schafe tot bis er wieder da wäre...*um es mal überspitzt auszudrücken* Ebenso ein Husky, der mitten im Rennen stehen bleibt um Frauchen nach dem Weg zu fragen...Folge wäre ein fataler Crash...kein Podenquero (Jäger die mit Podis jagen) hat Kommandos für seine Hunde, die fahren mit dem Jeep in die Pampa, lassen die Hunde von der Leine und warten dann, teilweise bis zu 8 Stunden bis die Podencos wieder eintrudeln mit oder ohne Kaninchen im Maul, manchmal geht auch ein Podi verloren und der wird dann tagelang gesucht (die guten Podis sind um die 5000-6000€ wert). Die Hunde haben Namen, aber sie kennen keinerlei Anweisungen wie "Stopp" oder "Hier" oder was auch immer, sie jagen vollkommen frei und selbstständig...und das seit Jahrtausenden.
So und dann hat man einen solchen Hund, bringt ihn mit nach Deutschland (oder er wird dort geboren), wo Hunde im Allgemeinen Verständnis immer noch treue, anhängliche Tiere im Stile von Lassie sein "müssen". Ein Hund der sich nicht dauern umdreht und Frauchen/Herrchen "fragt", ob er den weiterlaufen darf etc., gilt als stur, unberechenbar und schlecht erzogen.
Klar sollte der eigene Hund keine Gefahr für andere Menschen und Tiere darstellen, also ein gewisse Alltagstauglichkeit MUSS der Hund haben, das will ich gar nicht verneinen, aber es gibt eben Rassen, die seit Urzeiten auf Selbstständigkeit gezüchtet sind, aus denen macht man nicht von heute auf morgen einen willenlosen Roboter, der einem mit Herzchen in den Augen am Bein klebt...*um mal wieder in überspitzten Bildern zu sprechen*
Ich will der Trainerin nicht die Kompentenz absprechen, ich kenne sie ja nicht, aber ich durfte am eigenen Leibe schon oft erfahren, dass man ausgelacht, ja sogar angefeindet wird, wenn man einen Hund hat, der sich eben NICHT ableinen lässt, zumindest nicht überall. Jeder, der jedoch dann bereit war mit Tom mal eine Stunde spazieren zu gehen, hat dann verstanden, dass es eben nicht "selbstverständlich", "kinderleicht" und "superbabyeinfach" ist ihn dazu zu bewegen auch mal auf das andere Ende der Leine zu achten...
Clickern geht bei ihm gar nicht, bei mir ist es eher ein Zungeschnalzen (ich wollte ein Geräusch haben, das direkt von mir ausgeht), aber auch das funktioniert nicht immer, obwohl wir nun schon seit vier Jahren üben...:eusa_shhh: Und selbst wenn er ausgehungert ist, ist Futter in allen Variationen nur solange spannend wie es eben nichts Anderes zu sehen/hören/reichen gibt...
Hast du denn das Reizangeltraining schonmal ausgebaut, dass du mit einer weiteren Person zusammen übst? Also dass diese Person die Reizangel hat und du dich voll auf den Hund konzentrieren kannst? Oder hat Malou überhaupt kein Interesse an dem "Gefuchtel"? Was habt ihr denn schon für Gegenstände an die Angel gehängt?
Lass dich auf jeden Fall nicht unterkriegen! Auch wenn manche Leute dich mit ihren Aussagen verletzen - es ist schwer, aber es geht!
Und wenn du mal ganz viel mentalen Aufbau brauchst, komme ich mit Tom vorbei und zeig dir mal wie hilflos man an einer 7m Schleppe hängen kann, wenn Mister Podenco mal wieder abgeht wie ne Rakete - so schlimm kann Malou gar nicht sein! :lol: