Was wenn Training keine Erfolge zeigt?

Diskutiere Was wenn Training keine Erfolge zeigt? im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Ich sage direkt vorweg, es kann sein, dass ich zu ungeduldig bin. Daten: Jack Russel, Münsterländer Mix, 2,5 Jahre alt, wir haben sie geerbt von...
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Penelopeblue

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Ich sage direkt vorweg, es kann sein, dass ich zu ungeduldig bin.

Daten: Jack Russel, Münsterländer Mix, 2,5 Jahre alt, wir haben sie geerbt von meiner besten Freundin (verstorben) im April, hat da leider nicht wirklich viel Erziehung genossen, nimmt keine Leckerchen, nicht einmal wenn man ihr draussen ein Steak vor nie Nase hält

Fakt ist, dass wir mit unserer Penny seit April in die Hundeschule gehen und artig zu Hause trainieren.

Genauso Fakt:

- Wir schaffen es einfach absolut nicht dass sie alleine bleibt. Ja wir machen das in Minischritten und über 15 Minuten kommen wir nicht. Genau nach Anleitung unserer Trainerin. Haben mit 1 Minute angefangen. Jede Stunde 1 Minute raus und rein ohne Trara, dann zwei, dann drei, bis 15 Minuten, dann kommt der Einbruch. Wenn Sie einmal 15 Minuten muss, dann fangen wir beim Mal danach wieder bei einer Minute an, weil sie schon jault und bellt, sobald wir die Tür verlassen.
Das haben wir jetzt das dritte Mal hinter uns und so lange verzweifel ich, weil ich arbeiten muss! ich kann mir das nicht aussuchen und es sind auch nur 4 Stunden.

- Ist leider auch, dass Penny absolut nicht abrufbar wird. Ja wir machen seit Monaten Schleppleinentraining und sie hört an der Schleppleine super. Sie meldet, wenn sie einen Hasen sieht, rennt aber nicht los. Sie lässt sich absitzen bei anderen Hunden und kriecht mittlerweile nicht mehr auf dem Boden und auch Angriff scheint keine Option mehr zu sein, aber sobald die Schleppleine ab ist prescht sie los und ist weg. Null abrufbar! Unsere Trainerin ist auch am Ende mit ihrem Latein, weil Penny ja an der Schleppleine genau das Verhalten zeigt, dass eigentlich darauf hindeutet, dass wir mit Freilauftraining weiter machen können.

Das Alleinseintraining muss ich jetzt abrechen. Ich habe einfach nicht mehr die Zeit dazu, aber das Jaulen wird meiner kleinen Familie noch die Wohnung kosten und das kann ich nicht zulassen!

Wird sie jemals ohne Schleppleine laufen können?
 
  • Was wenn Training keine Erfolge zeigt? Beitrag #2
Ich würde mir eine neue Trainerin suchen.
Erstens, weil ein neuer Trainer euch vielleicht auch neuen Input geben kann und zweitens, weil Schleppleinentraining SO einfach auch nicht funktionieren kann, vorausgesetzt du hast keinen dummen Hund.
Natürlich merkt der Hund ob er die Leine dran hat oder nicht. Deswegen weiß sie auch, wann sie kommen MUSS, da ihr ja immer noch Eingriffsmöglichkeiten habt, und wann eben nicht, weil die Leine ab ist.
Schleppleinentraining ist (jetzt ganz schnell überrissen, ich hatte hier auch mal einen Thread dazu und im Buch "Antijagdtraining" von Pia Gröning ist es auch super beschrieben) in drei Phasen aufgeteilt.
Die erste Phase, in der du die Schleppleine noch in der Hand hälst, die zweite wo du die Schleppleine tatsächlich auf dem Boden schleifen lässt und die dritte, in der die SChleppleine abgebaut wird. Abgebaut, nicht einfach abgemacht.
Das heißt, je nach Trainingsstand und Vertrauen wird die Schleppleine jedes Mal ein bisschen verkürzt (also abgeschnitten) wird. So gewöhnt sich der Hund langsam daran, immer weniger GEwicht hinter sich her zu schleppen, hat aber trotzdem noch das Gefühl, dass ihr das Kommando habt.
Das geht so lange, bis man es irgendwann so verkürzt hat, dass man die letzten Zentimeter einfach abmachen kann. Manche Hunde brauchen auch das Karabiner-Geräusch, so dass man immer einen kleinen Rest Schleppleine dranlassen muss.
Das Ganze ist eine Sache von viel viel viel Arbeit und immer nebenbei laufend natürlich Übungen, um die Bindung zu stärken.
Wenn dein Hund nicht auf Leckerlies steht musst du eben etwas anderes finden, dass sie liebt. Mit dir rennen oder toben zum Beispiel, oder ein präpariertes "Mäuseloch" ausgraben. Oder die Leckerlies in der Wiese suchen...
 
  • Was wenn Training keine Erfolge zeigt? Beitrag #3
Dass das Schleppleinentraining viel Arbeit bedeutet ist mir klar. Davor scheu ich mich nicht und ist auch das geringere Problem von beiden. Persönlich habe ich auch schon darüber nachgedacht die Trainerin zu wechseln, weil wir in allen anderen Punkten bisher null Hilfe von ihr bekommen haben. Keine, aber auch wirklich keine Methode hat bei Pennys Panik an der Leine geholfen, das haben wir ohne sie geschafft. Zwar kann Penny nicht mit anderen Hunden spielen, weil sie sich vor Angst vermutlich versucht zu vergraben oder in den Angriff geht, aber immerhin können wir vernünftig spazieren gehen an anderen Hunden vorbei, ohne dass sie sich verkriecht. :)

Das viel größere Problem ist das ALLEINE SEIN! Ich sag es, wie es ist. Wir sind finanziell extrem auf mein Gehalt angewiesen. Ich kann also nicht mehr zu Hause bleiben und auf Penny aufpassen. SIE MUSS ALLEINE BLEIBEN und genauso Fakt ist, dass wenn ich da nicht bald eine Lösung finde, dass sie weg muss ins Heim, weil ich mit zwei kleinen Kindern nicht riskieren kann diese Wohnung zu verlieren. Wir haben das softe Training versucht. Es zeigt ja keine Wirkung.

Meine Trainerin meinte, dass es auch Hunde gibt, die das ALLEINE SEN einfach niemals mehr lernen. Kennt ihr solche Fälle? Gibt es das wirklich? Dann ist das Urteil für Penny nämlich gefallen. Ich weiß, ich werde bestimmt angemeckert, dass so etwas Zeit braucht und ich keine Wunder erwarten soll, aber wir trainieren jetzt seit April und kommen aktuell auf ganze 4 Minuten bevor sie die Wohnung vollpinkelt, jault und bellt wie ne Irre!

Sie so zu vermitteln wird bestimmt nicht leicht, deshalb Tierheim. Mein Vermieter hat mir jetzt 4 Wochen gegeben das Problem zu lösen!

Geld für einen Tiersitter habe ich nicht. Wirklich nicht! Wie gesagt, wie brauchen jeden Cent von meinem Gehalt. Ich bin so verzweifelt, ich weiß nicht weiter.
 
  • Was wenn Training keine Erfolge zeigt? Beitrag #4
Wie geht ihr denn raus? Was macht ihr vorher mit ihr?

Bei meinem hat es geholfen, ihn morgens auszupowern, aber nicht zu kurz vor dem Weggehen (da war er dann aufgedreht und machte Theater). Außerdem braucht er viel Ruhe. Heißt ich gehe und hole meine Schuhe, wenn er nach kommt wird er auf seinen Platz geschickt. Dann zieh ich die Schuhe an, setze mich nochmal 5 minuten auf die Couch, hole dann meine Jacke (wenn er wieder nachkommt wieder auf den Platz) und wieder kurz auf die Couch... und so weiter. So dass er wirklich von Anfang an gar nicht in eine Erwartungshaltung verfällt dass er jetzt rauskommen könnte und auch alles recht ruhig und entspannt verläuft.
 
  • Was wenn Training keine Erfolge zeigt? Beitrag #5
Ich gehe morgens mit ihr lange raus. Richtig lange spazieren, durch Wald und Wiese, dabei Training und Suchspiele. Dann ist die gar, aber das hilft leider null. Mittags dann kurz gassi und ein bissl schnüffeln hier und da, abends dann noch mal ne lange Runde. Ansonsten begleitet sie mich viel (ins Büro geht leider net).

Also selbst wenn die tot müde und zufrieden ins Körbchen fällt, sobald ich durch die Haustür gehe (vorher bleibt sie artig im Körbchen) fetzt die zur Haustür (wir haben ne Glastür ich seh sie von meinen Beobachtungspunkt aus) und fängt dann an zu jaulen und zu bellen. Wie gesagt, wir haben sie im Minutentakt langsam gesteigert bis auf 15 Minuten, dann bricht es ab und sie fängt wieder ab einer Minute an zu jaulen und zu bellen. Meine Hundetrainern scheint selber ziemlich überfragt mit unserer Penny.
 
  • Was wenn Training keine Erfolge zeigt? Beitrag #6
es wäre in eurem fall einen versuch wert und vielleicht hilfreich die glastür blickdicht (mit karton etwa) zu machen.
 
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