Vegetarische Hundeernährung

Diskutiere Vegetarische Hundeernährung im Hunde Ernährung Forum im Bereich Hunde Forum; Naja Ente, Straus und Pferd ist leider heut zu tage auch nimmer DAS Allergiefutter wie es früher mal war. Leider kommen immer mehr hersteller auf...
  • Vegetarische Hundeernährung Beitrag #21
Naja Ente, Straus und Pferd ist leider heut zu tage auch nimmer DAS Allergiefutter wie es früher mal war. Leider kommen immer mehr hersteller auf die glohrreiche Idee seltene Fleischsorten zusammen zu mixen. Grade Wolfsblut scheint es ja zu lieben Futter herzustellen in denen Mehrere Fleischsorten enthalten sind und leider auch die "sogenannten Allergiefreundlichen" sachen. Somit macht man sich eine eventuelle ausschlussdiät nur noch noch schwehrer wenn es dann doch mal sein muss.

Gottseidank hat man aber wenn man genau schaut und gut nachdenkt meist noch die auwahl, und ich würde jedem Hundehalter empfehlen das man sich mindestens 2-3 Fleischsorten sowie 1-2 Gemüsesorten überlässt und diese niemals Füttert, ausser eben wenn eine Ausschlussdiät von nöten ist
 
  • Vegetarische Hundeernährung Beitrag #22
Grade Wolfsblut scheint es ja zu lieben Futter herzustellen in denen Mehrere Fleischsorten enthalten sind und leider auch die "sogenannten Allergiefreundlichen" sachen.
Bist du sicher, dass du Wolfsblut meinst? Die haben meist nur ein bis zwei Fleischsorten pro Sorte :eusa_think:. Allerdings gibt es wirklich viele Mischungen inzwischen, teils noch eher beim Dosenfutter. Andererseits gibt's dann auch wieder Single Protein, also das andere Extrem mit nur einer Fleischsorte.
 
  • Vegetarische Hundeernährung Beitrag #23
Ich finde hald es wird generell grade in letzter zeit zu viel gemischt... oder kommt nur mir das so vor?

Ich sehe überall Futter wo quasi alles drinn ist weil es ja soo toll ist. Es ist in meinen augen grade echt dieser "ich füttere seltenes Fleisch" boom der mich irritiert und etwas stutzig macht. Ich meine klar gottseidank haben immer noch wir die wahl WAS wir den nun kaufen. Aber an jeder ecke bekäme man Futter wo zb auch Pferd drinnen ist. Und weil eben auch Huhn oder anderes drinn ist denken sich viele "ach das klingt lecker kaufen wir es mal".

ich hoffe man versteht was ich meine
 
  • Vegetarische Hundeernährung Beitrag #24
Ne, Flu hat schon recht...

WB greift gerne auf Fleischsorten zurück die, gelinge gesagt, exotisch sind. Elch z.b.. Klar nicht in jeder Sorte, aber man bekommt es. und viele HuHa machen sich über so etwas wie ner Ausschlussdiät ja keinerlei gedanken. Dann eine noch nie gefütterte Sorte zu finden...

Abbey hat ja im grunde auch schon alles gefressen bis auf Stauß. Elch, Pferd, Känguruh,... bekommt man inzwischen von fast jedem Hersteller. Liegt sicher aber auch daran dass der Anteil an Allergikerhunden wächst und wächst wie Unkraut und sich da eine Marklücke auftut. Wenn Hasso kein Rind, Huhn, Pute, Kaninchen und ähnliches mehr verträgt müssen halt Dosen mit Elch und Känguruh her
 
  • Vegetarische Hundeernährung Beitrag #25
Ich verstehe schon: Du meinst, man lässt sich keine Alternative, kein Sicherheitspolster, sollte man mal eine Ausschlussdiät machen müssen. Zumal sich Allergien wohl erst sicher und dauerhaft zeigen, wenn der Hund mindestens drei Jahre alt ist. Bis dahin hat man dann alles durch, was man so kaufen kann, weswegen es dann unbrauchbar für die Ausschlussdiät ist. Das Problem: Ob Pferd wirklich so toll dafür ist – sei mal dahin gestellt. Du kannst aber nicht eine Fleischsorte zur Allergikersorte erklären und den Leuten verbieten oder zumindest anraten, sich das offen zu halten. Ich gebe zu, dass ich Leo auch von Anfang an so ziemlich alles gefüttert habe (teils auch mittels Wolfsblut), sodass mir im Zweifel wohl nur Krokodil oder was ähnliches geblieben wäre *hust*. Im Nachhinein bin ich Gott froh, dass sich da nichts in die Richtung ergeben hat.
Ob es sinnvoll ist, sich wenigstens eine Sorte aufzuheben? Ich denke schon, zumal es einem ja nicht weh tut.
Andererseits profitieren wir, gerade wenn wir seltenes Fleisch für eine Diät brauchen, von der Globalisierung, die auf der anderen Seite ermöglicht, dass all diese Sorten überhaupt hergestellt werden und das vor allem zu erschwinglichen Preisen. Globalisierung ist wie immer ein zweischneidiges Schwert und man muss eben auch sagen: Nachfrage bestimmt das Angebot. Ob die Sorten nur gekauft werden, weil sie was besonderes sind, oder weil immer mehr Hunde Allergien haben ist da egal, gäbe es keine Nachfrage käme keiner an das Fleisch ran oder nur so teuer, dass man sich die Ausschlussdiät gar nicht leisten könnte. Dazu kommt, dass die meisten Leute sowieso keine solche Diät machen (mein Eindruck), der TA egal wie sowieso zu Pferd rät oder einfach die Fertigvariante genommen wird. Da wundert einen nicht, dass es nichts bringt.

Aus eher heilpraktischer Sicht könnte das sogar ein Grund für diese massiven, jedes Fleisch umfassenden Allergien sein. Hier wird davon ausgegangen, dass es sozusagen (meine Worte) eine oder wenige Hauptallergien gibt und dazu mehrere Nebenallergien kommen können. D.h., es entwickelt sich eine Allergie, Symptome treten auf, es wird viel gesucht, gemacht und behandelt, das ganze zieht sich Monate hin. Inzwischen reagiert der Hund laut Test auf jedes Fleisch, jeden Fisch und ein paar Gemüse- und Getreidesorten. Woher kommt das? So ein Tier wäre gegen fast jede Nahrung, die es aufnehmen kann, allergisch. Und da gibts eben die Theorie, dass meinetwegen nur eine »richtige« Allergie gegen Rind, Ei und Huhn besteht, der Rest sind Unverträglichkeiten, die aus der Überforderung durch die ersten Allergien, langwierige, falsche und anstrengende Behandlungen sowie vll zusätzlichen Stress für das Immunsystem folgen. Bekommt so ein Hund eine Ausschlussdiät, findet man theoretisch nicht nur die genauen Auslöser (immerhin sind Tests nie ganz genau), sondern kann andere Auslöser, die laut Test vorhanden waren, sogar ausmerzen und wieder verfüttern, sobald die einhergehende Entgiftung stattgefunden hat, das Immunsystem aufgebaut wurde und der Hund sich erholen konnte. Dazu kommen noch Vermutungen zwecks Fertigfutter und Zusatzstoffe, die ich aber lieber mal beiseite lasse.

Ob das immer so ist und ob das fundiert ist das zu behaupten will ich lieber nicht beurteilen, aber an sich finde ich die Überlegung durchaus berechtigt. Man sollte sich das durch den Kopf gehen lassen, wenn man ein Tier mit anscheinend derart vielen Allergien hat. Das ist auch mit ein Grund, weswegen ich trotz Bluttest zur Diät rate. Vll bringt es nichts, aber einen Versuch ist es zumindest wert.

WB greift gerne auf Fleischsorten zurück die, gelinge gesagt, exotisch sind.
Exotisch ja, ich hatte es nur so verstanden, dass sozusagen in einem Sack fünf Fleischsorten wären und das stimmt ja nicht ;).
 
  • Vegetarische Hundeernährung Beitrag #26
Das ist aber nicht zwingend notwendig, oder meine ich das nur? Wobei das entsprechende tatsächlich vegetarisch ist. Betrifft allerdings auch nur die Uratsteine, nicht die Struvitsteine.
Natürlich nur Uratsteine, schließlich entstehen die aus Purinen, während Struvitsteine aufgrund einer pH Absenkung in der Blase (beim Hund für gewöhnlich durch eine Entzündung) aus Ammonium, Magnesium und Phosphat entstehen. Die beiden Steine haben nichts miteinander gemeinsam und beeinflussen sich auch.
Je nachdem wie empfindlich das jeweilige Tier mit Uratsteinen ist kann man auch ein wenig helles Fleisch füttern. Es gibt aber die extremen, die wirklich rein vegetarisch ernährt werden müssen.
 
  • Vegetarische Hundeernährung Beitrag #27
Ich hatte das mit den Steinen nur dazu geschrieben, weil Struvitsteine bekannter sind und ich Sorge hatte, dass das auf alle Harnsteine bezogen wird ;).
Aber gut, dann hatte ich es doch nicht ganz falsch im Kopf.
 
  • Vegetarische Hundeernährung Beitrag #28
Ein anderes, als das von dir genannte Futter, ein vorbeugendes, ist das einzige wirklich sinnvolle Rassefutter: Das Dalmatian, da ja die Uratproblematik v.a. beim Dalmatiner auftritt :arrow:
Das ist auch nicht ganz vegetarisch, sondern enthält aufgeschlossenes tierisches Eiweiß, was weit weniger Purine hat.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Ich hatte das mit den Steinen nur dazu geschrieben, weil Struvitsteine bekannter sind und ich Sorge hatte, dass das auf alle Harnsteine bezogen wird ;).
.
Aso. Ich war schon etwas irritiert deswegen... ;)
 
  • Vegetarische Hundeernährung Beitrag #29
Also ich kenne tatsächlich einen vegan ernährten Hund der weder abgeschlafft ist noch durch schlechtes Fell oder ähnliches auffällt.

Die Krux dahinter: Wir alle kennen das Leid der Massentierhaltung. Und hier steckt auch das Dilemma der Veganer/Vegetarier: Es ist möglich, den Hund vegetarisch/vegan zu ernähren. Nicht wirklich artgerecht, aber Hundehaltung ist ja per se eh schon nicht artgerecht.
Ist also der eigene Hund wichtiger als die vielen Tiere, an deren Leid Geld verdient wird?

DAs ist so das, was dahinter steckt.

Generell denke ich, dass es egal ist ob man seinen Hund veggie ernährt oder ihm ein billiges Trockenfutter füttert - in dem Trockenfutter stecken allenfalls mehr als geringfügige Mengen Fleisch und Zusätze sind da genauso viele drin und gesünder kann das auch nicht sein.

Da sind dann aber alle ausgenommen, die wirklich Wert auf die Ernährung legen.

Bist du Vegetarier / Veganer?

Wenn ja, warum hälst du einen Hund? Deiner Meinung nach ist die Haltung eines Haustieres ja schon nicht artgerecht, daher frage ich mich, warum du dann eines hälst. Ich nehme außerdem an, du möchtest alles erdenklich gute für deinen Hund tun, damit er artgerecht lebt, mal abgesehen davon, dass man ihn eben als Haustier hält. Dazu gehört nun mal eine Artgerechnte Ernährung und auch wenn der Hund durch die Evolution zu einer Art Omnivore geworden ist, bleibt er hauptsächliches eines: Ein Fleischfresser. Wenn ich das mit meinem Gewissen nicht vereinbaren kann, sollte ich mir keinen Hund halten. So einfach ist das :) Das meine ich ganz allgemein in den Raum gestellt, ohne es nun als Angreif auf jemanden zu verstehen.

Und nein, für mich ist mein Hund nicht wichtiger, als die Lebewesen, die auf seinem Ernährungsplan stehen. Wenn ich mich aber partout nicht damit abfinden könnte, dass es NATÜRLICH für ihn ist, Fleisch zu fressen, dann würde ich, wie gesagt, keinen halten und hätte demnach auch kein persönliches Dilemma :)
 
  • Vegetarische Hundeernährung Beitrag #30
Weil man manchmal nicht alles vorher planen kann und uU vegan wird, nachdem der Hund da war. Zum Beispiel.
Oder es dem Hund auch trotz veganer Ernährung fantastisch gehen kann, wenn man ihn richtig auslastet.
Aber ich hab hier keinen Bock mich für irgendwas zu rechtfertigen. ICh wollte nur so nett sein und die andere Seite erläutern. Kannste verstehen oder nicht, kannst auch gern auf deinem Standpunkt beharren. Mir egal, ich habe keine Lust auf Diskussionen die es hier im Forum schon zuhauf gibt.

edit:
Und nein, für mich ist mein Hund nicht wichtiger, als die Lebewesen, die auf seinem Ernährungsplan stehen. Wenn ich mich aber partout nicht damit abfinden könnte, dass es NATÜRLICH für ihn ist, Fleisch zu fressen, dann würde ich, wie gesagt, keinen halten und hätte demnach auch kein persönliches Dilemma
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Und das ist eine ganz bescheuerte Milchmädchenrechnung und überhaupt nicht nachgedacht.
Man kann ja seinen Hund auch "einfach" abgeben :roll:
 
  • Vegetarische Hundeernährung Beitrag #31
Wenn ich das mit meinem Gewissen nicht vereinbaren kann, sollte ich mir keinen Hund halten. So einfach ist das :)

Würde ich dir prinzipiell zustimmen, aber "einfach" ist das nicht. Nicht jeder wird Veganer/Vegetarier und überlegt erst dann, ob er einen Hund will. Was ist mit den Menschen, die erst den Hund hatten und dann Veganer wurden? Viele hier hatten fleischfressende Tiere ehe sie auf die Veggi-Szene richtig aufmerksam wurden. Dann trifft das Argument nicht mehr, dass man sich keinen Hund holen solle, um das Dilemma nicht ausbaden zu müssen. Soll man den Hund dann besser abgeben, weil man diesen Zwiespalt hat? Oder sollte man nicht besser nach einem Kompromiss suchen? Was wiegt für den Hund schwerer? Eine Kompromissfütterung mit 1-2 Veggi-Tagen oder der Verlust seiner Bezugsperson, weil er den Hund abgeben soll, da er nicht zu viel Tier fressen soll oder gar eine reine Veggiernährung bekommt? Tatsächlich finde ich das schwierig. Auch ich halte nichts von einer rein vegetarischen Ernährung oder gar veganen Ernährung bei Hunden. Aber können wir soweit gehen, den Menschen dann das bereits vorhandene Tier wegnehmen zu wollen?

Nicht alles ist schwarz und weiß. Jeder geht damit anders um. Mein Freund lebt beispielsweise auch zwiegespaltener als ich. Für mich ist die Veggi-Ernärung nicht adäquat für den Hund. Ich würde das nicht füttern. Er hingegen hat es zumindest gedanklich in Erwägung gezogen. Ich würde es vielleicht anders sehen, wäre ich nicht schon so lange im Forum und würde mich regelmäßig über solche Dinge informieren. Bei Kindern haben wir dieselbe Diskussion. Kriegt es gar kein Fleisch zu essen? Oder nur ab und an, um es kennenzulernen und einen besseren und kontrollierten Umgang damit zu lernen bzw. sogar eigenmächtig dazu "nein" sagen kann, ehe es dieses als Nahrung in Situationen kennenlernt, in der wir nicht dabei sind (Kindergeburtstage, Kindergarten, Oma&Opa?)? Aber gut, letzteres passt nicht zum Thema und ist nur am Rande gesagt. Ich denke aber, dass jeder moralische Zwiespalt irgendwo seine Berechtigung hat und man es eben nicht immer vermeiden kann, in so einen Zwiespalt zu kommen.
 
  • Vegetarische Hundeernährung Beitrag #32
Infano hat es schon ganz richtig erklärt: Man steht eigentlich immer im Zwiespalt. Auf der einen Seite liebt man seinen Hund und möchte ihn so natürlich und "artgerecht" wie möglich ernähren, auf der anderen Seite weiß man aber, dass für dieses Vorhaben andere Tiere sehr, sehr leiden müssen. Man kennt die Hintergrundinfos beider Seiten und ich bin ganz ehrlich: Das ist nicht immer leicht.
Ich hatte zuerst zwei Hunde und vier Katzen und wurde DANN vegan. Ich denke das geht vielen Leuten so. Man beschäftigt sich intensiver mit Tierhaltung, informiert sich ünd nebenbei wird einem bewusst, dass man sich nicht nur für die eigenen, sondern auch für andere Tiere einsetzen möchte.

Den Kompromiss den Pewee vorgeschlagen hat, habe ich auch für mich gefunden und der ist vorallem sehr gut umsetzbar, weil mein Partner Fleisch isst. ;) Wenn ich Futter zubereite, gibt es halt ohne Tierisches, wenn er zubereitet gibt es mit. Und wenn man darauf achtet, dass das schön ausgeglichen ist, geht es allen Beteiligten wunderbar. (Die Katzen sind davon allerdings ausgeschlossen.)

Man darf ja auch nie veregssen, dass das "Fleisch essen oder nicht" zwar in den meisten Fällen eine ethische Entscheidung ist, oft hat es aber auch mit Gesundheitsaspekten zu tun. Möchte ich mir Fleisch antun, dass von hinten bis vorne mit Antibiotika verseucht ist? Nein? Möchte ich es dann meinen Tieren antun?
Deshalb achten wir da mittlerweile penibel genau darauf, wo wir unser Fleisch herbekommen. Besser macht es das für mich moralisch zwar nicht, aber immerhin ist es ein weiterer Schritt für die Gesundheit meiner Tiere.
 
  • Vegetarische Hundeernährung Beitrag #33
Hej,

ich bin veganer und würde meinen Hund auch gern so ernähren konnte mich bisher dazu aber nicht durchringen weil mir seriöse wissenschaftliche studien dazu fehlen.

2. Kann man einen Hund vegan ernähren?
Nein. Wie oben geschrieben geht es nicht ohne tierische Eiweißquellen, weswegen solche Futter auch sicher niemals als Alleinfutter ausgeschrieben sind. Der Hund wird nach einigen Wochen oder Monaten abschlaffen, Muskulatur abbauen, Leistungskraft verlieren und schließlich werden optisch sichtbare Mängel wie schlechtes Fell und Haut auftreten, bevor die Mangelernährung schließlich auf die Organe schlägt.

@Mischling
woher hast Du diese Informationen eine Quellenangabe dazu wäre sehr interessant denn ich finde ohne wirklich Studien können wir natürlich alle auf dem Standpunkt beharren der Hund ist ein Fleischfresser und es ist nicht möglich auf eine fleischlose Ernährung umzustellen. Deswegen wäre seriöse Quellen sehr nützlich dann könnte man sich vielleicht ein Bild machen.

Wenn ja, warum hälst du einen Hund? Deiner Meinung nach ist die Haltung eines Haustieres ja schon nicht artgerecht, daher frage ich mich, warum du dann eines hälst. Ich nehme außerdem an, du möchtest alles erdenklich gute für deinen Hund tun, damit er artgerecht lebt, mal abgesehen davon, dass man ihn eben als Haustier hält. Dazu gehört nun mal eine Artgerechnte Ernährung und auch wenn der Hund durch die Evolution zu einer Art Omnivore geworden ist, bleibt er hauptsächliches eines: Ein Fleischfresser. Wenn ich das mit meinem Gewissen nicht vereinbaren kann, sollte ich mir keinen Hund halten. So einfach ist das

@Jax
Deiner Meinung nach ist die Haltung eines Haustieres ja schon nicht artgerecht,
wo steht das geschrieben würde mich mal interessieren.

Außerdem mache ich mir persönlich arge Gedanken darüber was denn so alles in dem Hundefutter drinn ist. was ist z.B. mit Antibiotika resistenzen durch zu viel Fleisch weil die Schlachttiere zu hauf mit Antibiotika vollgepumpt wurden? oder anderen Medikamenten.

bin gespannt auf Antworten :)

lg
jaspi
 
  • Vegetarische Hundeernährung Beitrag #34
Off-Topic
Jaspi, ich finde deine Art der Diskussion sehr angenehm :) Ist mir schon in anderen Beiträgen aufgefallen und freue mich, dass das bei solchen emotionalen Diskussionen ein wenig die Schärfe rausnimmt.
 
  • Vegetarische Hundeernährung Beitrag #35
Off-Topic
Jaspi, ich finde deine Art der Diskussion sehr angenehm :) Ist mir schon in anderen Beiträgen aufgefallen und freue mich, dass das bei solchen emotionalen Diskussionen ein wenig die Schärfe rausnimmt.
Off-Topic
Und hier möchte ich mich anschließen. Eine echte Bereicherung :)
 
  • Vegetarische Hundeernährung Beitrag #36
Eine mMn gute Alternative zu vegan/vegetarisch für den Hund ist Fleisch vom Bio-Hof um die Ecke oder Hundefutter in Dementer-Qualität. Gibt es, muss man sich nur schlau machen!

Sicher sind die Tiere dann immer noch nicht freiwillig ins Messer gesprungen, aber ein Fortschritt wäre es sicher.

Man kann einen Hund sicher vegetarisch ernähren. Obs gesund ist?
 
  • Vegetarische Hundeernährung Beitrag #37
Off-Topic
Da kann ich mich Pewee und Schatti nur anschließen :D.


@Mischling
woher hast Du diese Informationen eine Quellenangabe dazu wäre sehr interessant denn ich finde ohne wirklich Studien können wir natürlich alle auf dem Standpunkt beharren der Hund ist ein Fleischfresser und es ist nicht möglich auf eine fleischlose Ernährung umzustellen. Deswegen wäre seriöse Quellen sehr nützlich dann könnte man sich vielleicht ein Bild machen.
Ob es konkrete Studien dazu gibt weiß ich leider nicht. Es gibt eine populäre Studie zu veganer Ernährung im Vergleich zu fleischlicher an Chinesen, die ist allerdings auf den Menschen bezogen. Was du dir anschauen könntest wäre das Buch Supplemente. An sich zwar nicht unbedingt meine Meinung, was da alles steht, da es eher um Toleranz als Präferenz des Tieres geht, allerdings wird auch dort m.W. keine Toleranz für vegane Ernährung festgestellt. In »Ernährung des Hundes« von Meyer/Zentek wird leider auch nicht explizit etwas empfohlen oder ausgewiesen was das angeht, allerdings geht es darin um die möglichst gesunde, bedarfsdeckende Ernährung des Hundes. Es wird also nicht wie in vielen Barfbüchern grundsätzlich »Werbung« für Fleisch gemacht, sondern eher darauf geachtet, was den Nährstoffbedarf deckt, welche Mengen Eiweiß, Fett, Mineralstoffe, Vitamine usw. benötigt werden (auch bei Diätetik). Im Anhang ist eine schöne Tabelle mit dem Nährstoffgehalt verschiedener Lebensmittel, dort kann man mal exemplarisch durchrechnen, ob vegane Ernährung aufgehen würde und das tut sie nicht. In »Nutrition Requirements of Cats and Dogs« vom National Research Council (2006) ist noch eine ausführlichere Tabelle und Bedarfswertanalyse, allerdings kostet das Ding etwa 150 Euro (habs mir in der Bib besorgt, aber leider noch nicht ganz durchgelesen, ist ein ganz schöner Wälzer :lol:).

Auf vegane Ernährung explizit gehen die leider alle nicht ein, durch die allgemeinen Erklärungen zur Bedarfsdeckung und die Listen der Nahrungsmittel wird aber recht deutlich klar, dass das nicht funktionieren kann. Das größte Problem ist deswegen das tierische Eiweiß, weil Mineralstoffe z.B. künstlich zugefügt werden können wie alles andere auch, was fehlen würde, nur das tierische Eiweiß eben nicht. Das wird dann hauptsächlich über Soja und ähnliche Produkte ersetzt, da das die beste und größte pflanzliche Eiweißquelle ist. Das Eiweiß kann ebenso aufgenommen werden, allerdings sind die Vergleichswerte von wirklich verdaulichem Rohprotein im Verhältnis zum Fleisch erschreckend gering. Die Menge an Ballaststoffen, die ein Hund bei der notwendigen Menge an Gemüse und Getreide aufnehmen müsste, würden seine Verdauung vermutlich vollständig lahm legen. Das gibt einen massiven Überschuss an unverdaulichem Material, was die reine Verdauungsanregung dann übersteigt und zu Verdauungshemmung führen kann. Die Enzymaktivität ist auch schlicht auf die Verdauung von tierischem Eiweiß ausgelegt. Im Prinzip ist da sogar egal, ob es isoliertes Protein ohne Fleisch oder das reine Fleisch ist.
Studien zu den Negativauswirkungen einer Eiweißunterversorgung gibt es, ob zu veganer Ernährung beim Hund generell welche existieren weiß ich allerdings nicht. Ich kenne nur diverse Berichte über vegane Hunde/Katzen, die nachher in der Tierklinik gelandet sind, vollkommen unterversorgt und teils auch erkrankt. Aber wie du sagtest – es mangelt an wissenschaftlichen Studien.

Ich mag da auch gar nicht mit naturnaher Ernährung kommen, darum geht es bei der Frage nach der Möglichkeit ja nur hintergründig. Schön wäre es, käme man an die EU-Verordnung zur Deklaration, Verarbeitung und Zusammensetzung von Fertigfuttern, denn dort ist aufgelistet, was überhaupt zugelassen ist und ich bezweifle, dass rein veganes Futter da drunter fällt. Schaut man bei PETA oder ähnlichen werden hin und wieder Studien erwähnt, die die vegane Hundeernährung als möglich erwiesen hätten, die sind allerdings m.E. mehr als zweifelhaft.
Für mich steht hauptsächlich das Problem im Raum, dass wie oben gesagt der Verdauungstrakt des Hundes nicht auf rein pflanzliche Kost ausgelegt ist und die Bedarfsdeckung sich als schwierig und m.E. unmöglich erweist. Ich würde keine Schäden an Verdauung oder Organen riskieren wollen, um den Hund vegan zu ernähren. Ob nun ein Fertigfutter mit ich sage mal »nicht unbedingt empfehlenswerter Zusammensetzung« gewählt wird, gebarft wird oder etwas anderes ist da erstmal zweitrangig, aber den Verzicht auf tierisches Eiweiß könnte und wollte ich nicht verantworten.
 
  • Vegetarische Hundeernährung Beitrag #38
Ich rede natürlich von dem Fall, dass der Besitzer zuerst Vegetrier oder Veganer war und sich danach den Hund anschaffte ;) Hättest ja auch nachfragen können, wie es gemeint wäre, wenn es nicht klar war.

Hast du ansonsten hier alle Beiträge mitgelesen? Es wird deutlich gesagt, dass eine veganer Ernährung (von der sprichst du ja in deinem letzten Beitrag) nicht gesund für den Hund ist. Vegetarisch mag ja theoretisch noch gehen, aber vegan ist schlicht und ergreifend nicht möglich, ohne dem Hund wichtige Nährstoffe und tierische Eiweiße zu verwehren, die er nun mal braucht. Ich finde es nicht bescheuert, seinen Hund argerecht zu ernähren. Dafür finde ich es egoistisch seinem Hund seinen Lebensstil aufdrängen zu müssen. Der Hund kann es sich schließlich nicht aussuchen und ist gezwungen, dass zu fressen, was du ihm vorsetzt.


Eine mMn gute Alternative zu vegan/vegetarisch für den Hund ist Fleisch vom Bio-Hof um die Ecke oder Hundefutter in Dementer-Qualität. Gibt es, muss man sich nur schlau machen!

Sicher sind die Tiere dann immer noch nicht freiwillig ins Messer gesprungen, aber ein Fortschritt wäre es sicher.

Man kann einen Hund sicher vegetarisch ernähren. Obs gesund ist?

:clap: Denke ich auch.
 
  • Vegetarische Hundeernährung Beitrag #39
Die Krux dahinter: Wir alle kennen das Leid der Massentierhaltung. Und hier steckt auch das Dilemma der Veganer/Vegetarier: Es ist möglich, den Hund vegetarisch/vegan zu ernähren. Nicht wirklich artgerecht, aber Hundehaltung ist ja per se eh schon nicht artgerecht.
Ist also der eigene Hund wichtiger als die vielen Tiere, an deren Leid Geld verdient wird?

DAs ist so das, was dahinter steckt.

Meiner Meinung nach ein völlig unvollendeter Gedanke.
Was ist mit dem Gemüse darin? Ist das denn für alle Lebewesen unschädlich? "Gen.-Soja" z.B.. Das ist dem, der es isst zwar egal, aber die Pestizide, die dank der genetischen Veränderung verwendet werden können, fügen den Lebewesen, in der Umgebung der Anbaugebiete ganz erheblichen Schaden zu. Ich spreche da z.B. von Hirnschädigungen bei Säuglingen.
Was ist mit den ausgebeuteten Leuten, die das Gemüse in fremden Regionen anbauen? Sind Menschen in der Rechnung denn völlig egal?

Nein, ich werde mein Bestes geben, meinen Hund so artgerecht wie mögich zu halten und da spielt die Fütterung eben eine große Rolle. Wenn ich wollte, dass es dabei niemand anderem schecht geht, dann würde ich Fleisch und Gemüse vom Bauern nebenan kaufen und Barfen.
Und zu sagen, dass für meinen Hund keine Tiere sterben müssen, finde ich noch viel größeren Blödsinn. Es handelt sich um einen HUND, natürlich frisst der Tiere.
Und ein Hund ist nicht, wie es gerne immer mal wieder behauptet wird, ein Allesfresser, sondern ein Fleischfresser. Ja, er kann zu einem kleinen Teil Pflanzliches verwerten, aber das macht ihn noch lane nicht zum Omnivoren.
 
  • Vegetarische Hundeernährung Beitrag #40
Ich rede natürlich von dem Fall, dass der Besitzer zuerst Vegetrier oder Veganer war und sich danach den Hund anschaffte ;) Hättest ja auch nachfragen können, wie es gemeint wäre, wenn es nicht klar war.

Wen genau meinst du jetzt? Es haben sich mehrere auf deine Aussage bezogen. Falls ich gemeint war: Wenn du möchtest, dass man dich klar versteht, dann musst du dich entsprechend ausdrücken ;) Vor allem auf einer Plattform, die vom Lesen lebt. Ich habe es daher interpretiert, dass du alle Veggis meinst, egal ob vor oder während der Tierhaltung. Daher habe ich nicht nachgefragt :)

Was Exes Vorschlag angeht: Das ändert ja aber nichts an dem Grunddilemma für viele Vegetarier, dass sie generell nicht möchten, dass ein Tier für den Verzehr (oder anderweitig getötet) wird. Da hilft auch Bio und/oder gute Haltung nicht. Klar gibt es die Veggis, die nur so leben, weil ihnen die Haltung nicht passt, sie aber generell nichts gegen den Verzehr des Tieres haben. Aber das ist ja längst nicht bei allen so. Leute, die sich nicht Veggi ernähren oder zumindest kein Problem damit haben, ihrem Tier Fleisch zu füttern, werden das Argument wahrscheinlich als besonders gut oder wenigstens ausreichend bezeichnen. Bei Veggis, die aber das Töten schon anprangern, wird das schwierig. Die Haltung ändert da nichts an der grundlegenden Einstellung. Daher wird das kaum ein Kompromiss für einige sein.
 
Thema:

Vegetarische Hundeernährung

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