Vegetarische Hundeernährung

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  • Vegetarische Hundeernährung Beitrag #81
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Mido, das ist so ziemlich die Beste Erklärung für Vegetarismus, die ich je gehört habe. Eine Freundin von mir hat mir gesagt, dass sie momentan auch nicht das Geld dazu hat alles Bio und fair trade zu kaufen, trotzdem aber kein Fleisch ist. Auch nicht unbedingt aus überzeugung da sie es schlicht ekelhaft findet. Sie vergleicht es gern damit, wie viele Menschen, die Fleisch essen, reagieren würden, wenn man ihnen Katze, Hund oder Mensch vorsetzen würde.

Bei mir hat sich dieses Ekelgefühl trotz 7 Jahren Vegetarismus nie eingestellt. Es war etwas überwindung, wieder anzufangen, Fleisch zu essen. Es hat mir aber sehr schnell sehr gut geschmeckt :mrgreen: Nur in rauhen Mengen krieg ich es auch nicht runter.
 
  • Vegetarische Hundeernährung Beitrag #82
Off-Topic
In rauhen Mengen wäre es ja auch nicht gesund;). Meine ganz persönlichen Erfahrungen mit Veganern ( in der Nachbarschaft in einem früheren Wohnort, es ist gut 20 Jahre her, aber steht mir noch vor Augen) sind extrem krass und für mich auch in keiner Weise verständlich:

- der türkische Schafhalter, der nebenan eine Weide für seine Handvoll Tiere gepachtet hat, wird ständig aufs Übelste angepöbelt (ja - natürlich schlachtet und isst er seine Schafe irgendwann), auf eine Demo dieser Personen vor den Fabriktoren eines der größten deutschen Fleischherstellers - kaum 20 km entfernt - warte ich hingegen vergeblich:p
- dem gleichen Schafhalter wird der elektrische Weidezaun abmontiert - und herumposaunt, dass "Tiere einsperren" ja gemein sei, diese sollten ohne Zaun frei entscheiden, wo sich sich hinbewegen:eusa_doh:
- die Batterie, die den Weidezaun speist, wird in einen nahe gelegenen Forellenteich geworfen:013:

Nein, ich denke nicht, dass alle Veganer sich so aufführen. Aber meine Haltung "Veganer? - Ich höre mal ganz schnell weg, bevor ich mich aufrege" ist von diesen Erlebnissen geprägt.

Und vielleicht kann auch jemand verstehen, dass ich extrem patzig reagiere, wenn ich bei einem Konfirmationskaffeetrinken eingeladen bin und mir mein Gegenüber auf den Kuchen starrt und ich mir anhören kann, WIE EKLIG doch der Geschmack von Eiern und Sahne ist und wie GEMEIN das doch den armen Tieren gegenüber ist. Da reicht es mir dann.
 
  • Vegetarische Hundeernährung Beitrag #83
Off-Topic
Womit wir wieder dabei wären, dass jede Form von Extremismus halt Unfug ist.
Mir ist es ehrlich gesagt total egal, ob meine Mitmenschen jetzt Fleisch essen oder nicht - auf das Gesamtbild bezogen zwar nicht, weil Fleischkonsum eben das Töten der entsprechenden Tiere beinhaltet - aber letzten Endes kann es mir echt peng sein.

Es ist mir ja auch egal, ob andere jetzt rauchen, trinken, kiffen, sich aus Flugzeugen stürzen oder sich zum Einschlafen eine Zehe amputieren- geht mich nichts an, will ich im Prinzip auch nichts drüber wissen und sich darüber aufzuregen bringt herzlich wenig.
Was für mich von wesentlich größerer Relevanz ist, ist bei Diskussionen mit "Fleischessern" (ich nenn´das jetzt einfach mal so:p) die Frage inwieweit da aktiv verdrängt wird WAS da gegessen wird.
Über Aussagen wie "Ne, also das XY kann ich nicht essen, das sieht zu sehr nach Tier aus/Selbst töten? Neeee, könnte ich niemals!Ist doch eklig!" kann ich mich hingegen wunderbar stundenlang aufregen.
Das mit dem "selbst töten" ist auch noch ein Aspekt, warum hier z.B. kein Fleisch gegessen wird- keiner von uns könnte selbst töten ergo verlangen wir das auch nicht von anderen das zu tun.
[VERSTECK]An dieser Stelle spreche ich mal von "wir", weil wir das so richtig schön kommunenmäßig alle so sehen in unserer WG:p[/VERSTECK]
Um hier den Bogen zur Hundeernährung zu ziehen: Für meine Hunde könnte ich es vermutlich schon, wenn es sein müsste. Und da hätten wir dann auch wieder das ethische Dilemma:p

Wer die Augen davor verschließt bzw. sich das schön redet indem das Ganze entfremdet wird kann durchaus damit enden mit mir zu diskutieren (auch bei Familienfeiern:p) weil das einfach inkonsequent ist.

Aus meiner Perspektive ist Fleischkonsum übrigens durchaus ungesund- aber auch das ist mir im Zweifelsfalle egal, s.o.
 
  • Vegetarische Hundeernährung Beitrag #84
Off-Topic
Über Aussagen wie "Ne, also das XY kann ich nicht essen, das sieht zu sehr nach Tier aus/Selbst töten? Neeee, könnte ich niemals!Ist doch eklig!" kann ich mich hingegen wunderbar stundenlang aufregen.
Das mit dem "selbst töten" ist auch noch ein Aspekt, warum hier z.B. kein Fleisch gegessen wird


Midoriyuki, da sind wir sogar annähernd d'accord. Ich KANN ausnehmen, zerlegen, rupfen usw. Ich war auch oft genug dabei, wenn geschlachtet wurde und ich halte das auch aus. Selbst töten? Das habe ich noch nicht. Ich glaube aber, ich würde es fertigbringen. Drum reißen tue mich mich aber nun wirklich nicht.
 
  • Vegetarische Hundeernährung Beitrag #85
Off-Topic
Ich hab' ja selbst zu vegetarischen Zeiten immer gesagt: Wenn ich mal ein Haus mit Garten hab, halt ich mir da Hühner und esse ihre Babys :mrgreen:
Wovor es mir graust ist das Rupfen... das soll ja echt mordsanstrengend sein... :roll::lol:

Ich kenne einen Schäfer der auch selbst geschlachtet hat. Mit einem Augenzwinkern hat er das auch nicht hinbekommen. Mehr als ein Schaf am Tag hat er nicht übers Herz gebracht und dann war der Tag für ihn auch gegessen.
Aber in der Nutztierhaltung gehört es nunmal dazu.
 
  • Vegetarische Hundeernährung Beitrag #86
Hallo,
Kompassqualle hat es in ihrem Beitrag wirklich super ausgedrückt:

Hier ein Auszug:
Nur was mich oft wütend macht ist die Tatsache, das dadurch das Vegetarismus eben so populär ist viele Vegetarier/Veganer dazu neigen ihren Beitrag für den wichtigsten zu halten und sich als moralischer einzustufen als andere Menschen die "Fleischfresser" sind. Frei nach dem Motto "Ich ess kein Fleisch, wegen den armen Tieren, ich ernähre mich jetzt nur noch von Bananen".

Ich glaube es geht nicht nur mir so und die häufige Moralkeule mit der ja nun leider wirklich viele Vegetarier/Veganer um sich hauen (während sie für andere Bereiche blind sind) fördert bei vielen die Tatsache, dass man ihnen gegenüber irgendwann einfach nicht mehr objektiv ist.........Ich fürchte nur, wenn viele hören, dass eben auch der Hund noch vegetarisch ernährt werden soll dann asoziieren sie eben gleich einseitige und übertriebene Fokusierung auf nur einen Problempunkt.

Es ist leider so, daß viele Vegetarier/Veganer - oder die Hardcore Fruktarier, nicht nur mit erhobenem Zeigefinger Schulmeisterhaft herumlaufen , sondern mit hochmütig abfälligem Blick oder schlimmstenfalls sehr ungezogenen, beleidigenden Bemerkungen den Menschen begegnen, die Fleisch essen.

Ich arbeite (und esse dann auch) viel mit fremden Menschen aus dem Filmbereich - da ist alles vertreten, besonders auch die Hardcore Leute (Künstler halt...Fruktarier for the show) .
Auffällig ist aber, das die die Fleischessen kein Problem mit denen haben die (es sind beim Catering immer tolle Vegane alternativen dabei - vegan, da es auch viele Leute mit Laktose Intolleranz gibt....) die es nicht tun. Die Nörgler aber immer die sind die sich zu einem anderen Lebensstil entschlossen haben.
Da fallen dann bei Tisch Bemerkungen wie : "Ihhh tote Tiere...äh Aasfreser....Mörder ....Milch Diebe..." und kommt die Moralpredigt über Gesundheit....

Das ist kindisch, ungezogen und rücksichtslos. Daher vielleicht die verhärteten Fronten und darüber sollen alle mal nachdenken. Manchmal kommt es mir vor als würden vor allem die Veganer gerne mehr gelobt und geschätzt werden - ob ihrer Entbehrungen die sie zum Wohl der Tiere und ihrer Meinung auch Gemeinschaft leisten.

Wie wäre es mit einer Gesellschaft, die genau überlegt was sie da essen - auf billig Produkte aus Massentierhaltung etc verzichtet, lieber mal ne Biobox vom Bauer um die Ecke bestellt als Tomaten im Winter ....., überhaupt regionale Nahrungsmittel einsetzt....und sich gegenseitig akzeptiert.

Ich bin kein Ernährinhswissenschaftler,oder Experte...da lese ich mich aber gerne mal ein, aber irgendwie kommt mir (vllt. noch) Fleischfreie Ernährung für Hunde nicht richtig vor. Das Argument sie "überleben "es gilt nicht, denn das tun sie auch mit Katzenklo, an der Kette .....oder noch viel Schlimmeren Begebenheiten.

LG Suno
 
  • Vegetarische Hundeernährung Beitrag #87
die Frage inwieweit da aktiv verdrängt wird WAS da gegessen wird.
Über Aussagen wie "Ne, also das XY kann ich nicht essen, das sieht zu sehr nach Tier aus/Selbst töten? Neeee, könnte ich niemals!Ist doch eklig!" kann ich mich hingegen wunderbar stundenlang aufregen.
Wobei die Leute aber doch nur deswegen etwas nicht töten wollen, weil sie es einfach nicht gewohnt sind und der Tod in unserer Gesellschaft nun mal ein Tabuthema ist, ich finde da kann man dem einzelnen nicht mehr vorwerfen, wenn er sich davor ekelt oder fürchtet.
Vor 120 Jahren als noch auf jedem Hof selbst geschlachtet wurde, haben das wahrscheinlich die wenigsten als so schlimm empfunden wie heute.

In so fern zieht das Argument "wer nicht töten kann soll kein Fleisch essen" für mich nicht wirklich, ich frage ja schließlich auch nicht den durchschnittlichen Kaffeetrinker ob er denn auch bereit wäre seine 6 jährigen Kinder den ganzen Tag auf ner Plantage schufften zu lassen.

Zumal das immer unterstellt, dass die Tötung das Schlimmste an der Fleischproduktion wäre. Wobei es - zumindest für mich - der vorherige Umgang mit den Tiere ist.
Gegen z.B. die sachgerechte Tötung eines Wildtieres zum Verzehr habe ich nicht wirklich etwas einzuwenden, sondern eher gegen das Leid welches in der industriellen Tierhaltung verursacht wird.
Und dagegen nutzt Vegetarismus ja nun auch wirklich gar nichts, da es den Tieren in der Milch und Eier Produktion ja nun auch nicht besser geht (dazu kommt noch, dass auch für Milch und Eier Tiere sterben müssen, und zwar viele!).

Also bin ich auch hier nicht für (polemisch servierte) Moralüberstülpungen. Es ist gut und wichtig die Leute aufzuklären, aber man muss sie am Ende dennoch selbst entscheiden lassen.

Aber im Grunde sind wir uns wohl einige, das es hauptsächlich Extremismus ist, der uns alle so ärgert.
Und um hier eine Lanze zu brechen, sei doch auch nochmal erwähnt, dass ich Veganer kenne die niemanden versuchen zu bekehren und ihre Hunde sogar barfen ;)
 
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