Hund dreht mit Spielzeug durch

Diskutiere Hund dreht mit Spielzeug durch im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; ... und warum wird sie nach dem Spiel mit Dir zusammen noch zusätzlich belohnt :roll: Es geht aus meiner Sicht auch nicht darum, dass der Hund...
  • Hund dreht mit Spielzeug durch Beitrag #21
Sie hatte ein Seil. Natürlich machte es ihr Spaß, daran zu zerren. Und sie bekam es dann auch. Daraus hat sie in windeseile Fäden gezogen und diese teilweise geschluckt :silence:.
... und warum wird sie nach dem Spiel mit Dir zusammen noch zusätzlich belohnt :roll:

Es geht aus meiner Sicht auch nicht darum, dass der Hund Spielzeug ignoriert, sondern darum,
dass der Hund respektiert, das nicht alles seins ist.
Selbst wenn ein anderer Hundehalter hier im Forum genau das selbe Problem mit Spielzeug gehabt hätte,
heißt das noch lange nicht, dass das dort erfolgreiche Training auch bei euch 1:1 helfen würde.


Wie Du selber schon gesagt hast, Spielzeug gibt es beim Spazieren Gehen immer.
Für mich würde das eine starke Einschränkung darstellen, an der ich arbeiten würde.
Aber das sieht natürlich jeder anders ;)
 
  • Hund dreht mit Spielzeug durch Beitrag #22
Verstehe ich jetzt nicht. Du wedelst doch auch nicht mit dem Spielzeug vor deinem Hund herum um es dann wieder weg zu legen? Und ja, das Spielen sollte ihr eigentlich Freude bereiten.

Ich hatte ja schon geschrieben, sie gab Spielzeug auf Kommando immer ab, sie kann auch gut Apportieren. Wie kommst du darauf, dass wir ihr beigebracht hätten, das sei alles ihres?

Und nein, es gibt beim Spazieren gehen auf dem Land nicht immer Spielzeug. Aber natürlich wäre es besser, sie könnte normal spielen und würde beim Anblick von Spielzeug gelassen reagieren.
 
  • Hund dreht mit Spielzeug durch Beitrag #23
Verstehe ich jetzt nicht. Du wedelst doch auch nicht mit dem Spielzeug vor deinem Hund herum um es dann wieder weg zu legen?

Beim Zerrspiel "spielt" man auch nur, wenn der Mensch das Spieli auch in der Hand hat. Beim Zerrspiel braucht der Hund das Spieli auch nicht unbedingt am Ende auch bekommen, wenn er damit nicht klar kommt. "Spass" hat er während des "Totschüttelns" schon gehabt.

Wie genau sieht denn "Spiel" bei euch aus? Irgendwie liest es sich so, als ob der Hund sich mit dem Spieli selbst beschäftigen soll :eusa_think:

Dass Hunde Spielzeug schreddern, ist auch nicht ungewöhnlich. Machen doch recht viele. Ein Spielzeug ist nunmal Beute und Beute wird zerlegt (und gefressen). Die Halter spielen dann aber nur aktiv mit dem Hund und dem Spieli und nie der Hund allein. Dabei kann man einem Hund auch gut Spielregeln beibringen - hält er sich nicht dran, ist das Spiel unterbrochen. Negative Strafe. Das machen auch Hunde im Sozialspiel so.
Man kann jedoch nicht erwarten, dass jeder Hund auf jede Art und Weise irgendwann gesittet spielen kann. Es gibt für viele Hunde Spielvarianten, die treiben sie derart in den Trieb, dass das Hirn ausschaltet. Solche Spiele sollten maximal unter extremer Kontrolle stattfinden und nur kurz, wenn überhaupt. Gibt ja reichlich Alternativen.

Apportieren ist ja auch Spiel/Jagdsequenz (nenn es, wie du willst) für den Hund und du sagst, sie apportiert gut. Warum macht ihr das denn nicht weiter? Oder gehört das Schreddern zum Prädikat "gut" bei dir? Ich frage mich gerade, wie ein Hund beim korrekt aufgebautem Apport den Dummy zerlegen sollte - entweder klappt das Apportieren dann nicht gut, oder er gibt ihn ab :eusa_think: Aus kann sie ja scheinbar.
 
  • Hund dreht mit Spielzeug durch Beitrag #24
Vielleicht zur Verdeutlichung: Ich wohne nicht bei meinen Eltern und Sheila ist ihr Hund. Ich hatte mit meiner Mutter gestern über den Thread gesprochen und dabei erzählte sie mir, dass sich das Thema Spielzeug jetzt für sie erledigt hat weil sie den ganzen Korb entsorgt hat.

Sheila hat auf zweierlei Arten prüfungsmäßig apportiert: Jagdlich indem sie tote Enten aus dem Wasser gezogen hat. Bei toten Tieren reagiert sie übrigens nicht so extrem.
Zur Begleithundeprüfung wurde mit ihr geübt indem man mit einem Spielzeug eine Schleppe gemacht hat über Ecken und mehrere hundert? Meter. Dann wurde sie losgeschickt, musste die Spur aufnehmen und das gefunde Spielzeug zum Besitzer zurückbringen.

Alles wunderbar. Nur Sheila kann danach nicht mehr abschalten. Sie hechelt, versucht an das Spielzeug zu kommen, jault und hüpft herum. Wird sie ermäßigt, sitzt sie zwar still hin, fixiert aber den Ort wo das Spielzeug ist und wenn man sie dann wieder frei rennen lassen würde, würde sie sofort wieder zum Ort wo das Spielzeug ist stürmen. Ist das Spielzeug dann beispielsweise im abgeschlossenen Auto würde sie sich- je nachdem still oder kläffend davor setzen. Und das über Stunden! Man kann sie dann schon abrufen, mit ihr gehen, etwas anderes traineren oder so, aber sobald sie die Gelegenheit hat, würde sie wieder zum Spielzeug gehen.

Zum Spielen: Wir haben ja verschiede Arten versucht, aktiv mit ihr zu spielen und auch nur passiv, indem wir ihr nur Spielzeug hingelegt haben, in der Hoffnung sie wird dann nicht mehr so "aufgestachelt". Aber egal wie, es gelingt ihr danach einfach nicht mehr "abzuschalten", sie findet kein Ende.

Ich kenne das von früheren Hunden und von Bekannten, deren Hunde Spielzeug zur freien Verfügung haben und gemäßigt damit spielen.
 
  • Hund dreht mit Spielzeug durch Beitrag #25
Ich weiss nun immernoch nicht genau, was für euch "Spiel" ist - ausser dass sich der Hund wohl selbst mit einem Spieli beschäftigen soll.
Dabei gibt es so viele Möglichkeiten, wie Hund UND Halter MITEINANDER spielen können.

Hat sich die Fixierung auf weggeräumtes Spielzeug irgendwie verstärkt? Wurde das von deinen Eltern unbewusst bestätigt? Konnte der Hund früher bestimmen, wann gespielt wird und wann nicht? Und wurde sie von Anfang an gepuscht oder irgendwie dauerbeschäftigt, sodass sie gelernt hat, dass immer Aktion ist oder gab es auch immer deutliche Ruhephasen, in denen nichts passierte?
 
  • Hund dreht mit Spielzeug durch Beitrag #26
Ich weiß nicht, ob und was schief gelaufen ist. Sheila hat schon immer versucht, Spielzeug zu klauen und auch in der Ausbildung als junger Hund so auf Spielzeug reagiert. Zur freien Verfügung gab es nie Spielzeug und auch ein gemeinsames Spiel mit den anderen Hunden gab es nicht. Sheila ist der sechste Hund meiner Eltern und bei den vorigen Hunden lag immer auch Spielzeug im Haus herum das man dann bei Gelegenheit genommen hat um mit den Hunden zu spielen oder mit dem sie sich auch mal selbst beschäftigt haben.

Als sie der einzige Hund war, wollten meine Eltern mit ihr mit Spielzeug spielen, wie ich das von den anderen Hunden so kenne. Bällchen werfen und apportieren, Zerrspiele, Spielzeug verstecken und suchen lassen, mehr fällt mir gerade nicht ein. Sie reagiert bei allen Arten von Spielzeug gleich und findet nie ein Ende, egal ob man kurz spielt, lange oder gar nicht.

Meine Eltern sind vor einigen Wochen in ein neues Haus gezogen, da waren noch keine Türen angebracht. Da wurde das Problem dann besonders augenscheinlich weil Sheila sich ja frei in jeden Raum bewegen konnte und überall den Korb mit dem Spielzeug erschnüffelt hat. Erst als er dann in die Garage ausgelagert werden konnte wurde es besser.
 
  • Hund dreht mit Spielzeug durch Beitrag #27
Als sie der einzige Hund war, wollten meine Eltern mit ihr mit Spielzeug spielen, wie ich das von den anderen Hunden so kenne. Bällchen werfen und apportieren, Zerrspiele, Spielzeug verstecken und suchen lassen, mehr fällt mir gerade nicht ein. Sie reagiert bei allen Arten von Spielzeug gleich und findet nie ein Ende, egal ob man kurz spielt, lange oder gar nicht.
Warum muss Sheila ein Ende finden :!:
Ihr müsst ihr doch zeigen, wann Schluss ist
... und das auch so, dass nicht noch ein neues Spielzeug-Such-Spiel von ihr begonnen werden kann.
 
  • Hund dreht mit Spielzeug durch Beitrag #28
Abgesehen davon, dass kein Spielzeug mehr im Haus ist- wie hätten meine Eltern sie denn davon abbringen sollen, so auf das Spielzeug fixiert zu sein?
 
  • Hund dreht mit Spielzeug durch Beitrag #29
hi sini,

da deine eltern ja schon ne lösung für sich gefunden haben ist meine antwort nur so ein gedankenspiel....

ich kenn nicht die gesamte situation, aber so wie du am anfang geschrieben hast kann die fixierung aus ihrer welpenzeit stammen, damals schien es für kurze zeit spielzeug gegeben haben. alles situationen, die in der welpenzeit mit starken emotionen einhergehenn wirken sich prägend auf das gesamte spätere leben aus. je stärker die emotionen, desto extremer die auswirkungen. man kann unterscheiden zwischen einer einzigen, sehr heftigen situation oder einer ansammlung von immer wiederkehrende situationen (zum bsp ein hund wird einmal sehr heftig geprügelt oder ein hund wird immer wieder getreten), in der summe ist beides eine sehr starke emotion.


welpe in neuem zuhause mit zwei erwachsenen hunden, die ihn nicht leiden können, spielzeug um das gekämpft wird... keiner kann sagen welches gefühlschaos in so einem kleinen wesen herrscht. zusätzlich kann die veränderung, dass die anderen hunde nicht mehr da sind ihr verhalten verstärken, genau wissen tut man es natürlich nicht.

was tun? ich persönlich habe die erfahrung gemacht, dass hunde die einen "schaden" haben, sehr gut von anderen hunden erzogen werden können. dazu braucht es einen ruhigen, gehorsamen, aber dominanten hund. hunde haben den vorteil, dass sie sich schnell und exakt korrigieren, wir menschen sind viel zu langsam. innerhalb von sekunden können sie ein verhalten ändern. der fremde hund macht den anfang, der anfang ist immer der schwerste, und zusammen mit dem fremden hund und einem guten trainer kann man dann den eigenen hund erziehen. ein dominanter hund kann deinem hund innerhalb von sekunden klar machen, dass er das spielzeug in ruhe zu lassen hat. dann kommt er vielleicht zu einem kurzen kampf, der ist aber nicht gefährlich, sondern sieht nur so aus. wenn man angst um sein tier hat kann man auch einen kleineren hund als erziehungsmaßnahme nehmen, ein chihuahua kann nem hund genauso die meinung geigen wie ein rottweiler oder schäferhund.

ein bsp dazu aus meinem eigenen leben, ich geh mit einer zwergpinscherdame spazieren, die ca drei jahre lang fast nicht gassi geführt wurde. wer pinscher kennt weiß welche energiebündel sie sind. drei jahre lang hat sie an der leine gezerrt dass sie kaum zu halten war, lief ständig im zickzack und wenn man stehen blieb lief sie im kreis und fiepte nonstop. als ich sie zum spazieren mitnahm wurde sie einmal von einer boxer hündin angegriffen, das ging ein paar sekunden, körperlich war sie unversehrt. aber sie hatte eine komplette verwandlung vollzogen. nachsem wir uns alle von dem schock erholt hatten war sie der normalste und entspannteste hund den man je gesehen hatte. natürlich legte sie ihr verhalten nicht sofort ab, ich hätte öfter mit ihr und der boxerhündin spazieren müssen um das fest in griff zu bekommen. aber wie gesagt, so kann es funktionieren ohne dass wir menschen gewalt anwenden müssen.
 
  • Hund dreht mit Spielzeug durch Beitrag #30
Abgesehen davon, dass kein Spielzeug mehr im Haus ist- wie hätten meine Eltern sie denn davon abbringen sollen, so auf das Spielzeug fixiert zu sein?
Indem die Situation immer wieder geübt wird und nach den Regeln von den Menschen gespielt wird (und nicht von Sheila).
Das habe ich immer wieder beschrieben und Ninors Beschreibung geht in die selbe Richtung.
... aber ihr habt das Problem doch "toll" gelöst und mit dem Spielzeug-Junkie läuft alles Bestens.


PS: Es gibt nicht "den Hund" ... jeder Hund ist anders. Deshalb passt auch nicht zu jedem Hund ein 0815 Spiel, so wie Du es kennst.
 
  • Hund dreht mit Spielzeug durch Beitrag #31
ein dominanter hund kann deinem hund innerhalb von sekunden klar machen, dass er das spielzeug in ruhe zu lassen hat. dann kommt er vielleicht zu einem kurzen kampf, der ist aber nicht gefährlich, sondern sieht nur so aus. wenn man angst um sein tier hat kann man auch einen kleineren hund als erziehungsmaßnahme nehmen, ein chihuahua kann nem hund genauso die meinung geigen wie ein rottweiler oder schäferhund.
Solche Tips sind höchst fahrlässig!!! NICHT nachmachen.

Ich würde nicht mal meine Hunde, die sich kennen und mögen einen "kurzen Kampf" austragen lassen. Schon gar nicht, wenn es da um eine Ressource geht. Ich bin ja nicht deppert. Aus so einem Kämpfchen wird nämlich schnell ernst, immer dann, wenn keiner nachgibt - bei einem Hund der nahezu süchtig ist, wirds wohl nichts mit der schnellen Aufgabe des Spielzeugs.

Wäre übrigens nicht der erste Hund, der aus so einer Geschichte mit

a) einem kleinen Trauma und
b) massiven Verletzungen

geht.


aber wie gesagt, so kann es funktionieren ohne dass wir menschen gewalt anwenden müssen.
Genau, ist ja auch viel netter den Hund von anderen verkloppen zu lassen, als mal selbst durchzugreifen.
 
  • Hund dreht mit Spielzeug durch Beitrag #32
Ihr tut so, als hätte Sheila jahrelang das Spiel bestimmt und könne deswegen nicht aufhören. Nur noch mal zur Verdeutlichung: Sheila hatte in den ersten zweieinhalb Jahren ihres Lebens nie Spielzeug zur freien Verfügung sondern nur im Training!

Und natürlich wird im Training bestimmt, gib den Dummy ab- nächste Lektion ist dran. Ich habe doch beschrieben was ich mit "sie findet kein Ende" meine. Nämlich, dass sie wieder und wieder versucht, an das Spielzeug ran zu kommen, auch wenn sie zwischendurch ganz andere Lektionen machen musste und dies auch gemacht hat. Meine Eltern hatten den Lösungsansatz, dass Sheila aus dem Wissen heraus "Spielzeug- wird immer gleich wieder weg genommen" überhaupt so verrückt wurde und haben es deswegen vor einem halben Jahr erst! angefangen die anderen Wege zu versuchen.

Deswegen kann ich mit den Tipps- sie hätte halt lernen müssen, nach den Regeln von Menschen zu spielen, dann würde sich schon alles bessern- nicht wirklich viel anfangen ;)
 
  • Hund dreht mit Spielzeug durch Beitrag #33
Und natürlich wird im Training bestimmt, gib den Dummy ab- nächste Lektion ist dran.

Da widersprichst Du Dir doch selber :shock:

Spielzeug bekam sie nach dem letzten Vorfall mit dem Kong sowieso nicht mehr, auch werden keine Apportierspiele mehr gemacht weil sie so "abdreht" wenn sie ein Spielzeug hat.


Falls das Erste stimmt, dann ist es doch relativ einfach:
Nach dem Training werden die Dummys ordentlich (ohne Riech- oder Sichtmöglichkeit) weggepackt.
Wenn es nicht anders geht, die Dummy Tasche komplett der Trainerin oder anderen Person mitgeben.
 
  • Hund dreht mit Spielzeug durch Beitrag #34
Was ist darin ein Widerspruch? Der Dummy wurde doch immer ins Auto gepackt, aber was dann passierte, hatte ich bereits beschrieben.
Du scheinst nicht zu verstehen, was es für Sheila bedeutet wenn ich sage sie findet kein Ende. Sie wird durch Spielzeug so aufgestachelt, dass sie innerlich nicht mehr abschalten kann. Und das teilweise über Stunden. Auch wenn das Spiel längst beendet war und das Spielzeug weggeräumt war! Fressen, trinken, das Spiel mit anderen Hunden, alles egal, sie wollte nur wieder ihr Spielzeug haben. Als wenn ein Rüde eine läufige Hündin wittert...

Sheila geht nicht mehr ins Training, sie ist fertig mit der Ausbildung.

Ich verstehe nicht, was für einen Sinn das weitere Training mit dem Dummy macht, wenn sie dadurch so aufgestachelt wird. Es ist ja nicht so, dass sie nur weil sie kein Spielzeug hat, nicht beschäftigt wird. Einerseits als "Arbeitshund", andererseits mit Gehorsamstraining und Tricks beibringen. Wenn es zusätzlich mit Spielzeug geklappt hätte, wäre das eben noch eine nette Abwechslung gewesen.
 
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  • Hund dreht mit Spielzeug durch Beitrag #35
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Zitat von louiss ein dominanter hund kann deinem hund innerhalb von sekunden klar machen, dass er das spielzeug in ruhe zu lassen hat. dann kommt er vielleicht zu einem kurzen kampf, der ist aber nicht gefährlich, sondern sieht nur so aus. wenn man angst um sein tier hat kann man auch einen kleineren hund als erziehungsmaßnahme nehmen, ein chihuahua kann nem hund genauso die meinung geigen wie ein rottweiler oder schäferhund.



Solche Tips sind höchst fahrlässig!!! NICHT nachmachen.

Ich würde nicht mal meine Hunde, die sich kennen und mögen einen "kurzen Kampf" austragen lassen. Schon gar nicht, wenn es da um eine Ressource geht. Ich bin ja nicht deppert. Aus so einem Kämpfchen wird nämlich schnell ernst, immer dann, wenn keiner nachgibt - bei einem Hund der nahezu süchtig ist, wirds wohl nichts mit der schnellen Aufgabe des Spielzeugs.

Wäre übrigens nicht der erste Hund, der aus so einer Geschichte mit

a) einem kleinen Trauma und
b) massiven Verletzungen

geht.



aber wie gesagt, so kann es funktionieren ohne dass wir menschen gewalt anwenden müssen.


Genau, ist ja auch viel netter den Hund von anderen verkloppen zu lassen, als mal selbst durchzugreifen.
Exe, lass dich küssen und herzen. Du nimmst mir die Worte nicht nur von der Zunge, sondern aus dem Gehirn. Quasi neurochirurgisch:shock::mrgreen:
 
  • Hund dreht mit Spielzeug durch Beitrag #36
Der Rat, sie mit einem dominanten Hund um Spielzeug kämpfen zu lassen, war so abwägig, dass ich nicht mal in Erwägung gezogen habe, so etwas auszuprobieren ;)
 
  • Hund dreht mit Spielzeug durch Beitrag #37
Was ist darin ein Widerspruch? Der Dummy wurde doch immer ins Auto gepackt, aber was dann passierte, hatte ich bereits beschrieben.
Du scheinst nicht zu verstehen, was es für Sheila bedeutet wenn ich sage sie findet kein Ende. Sie wird durch Spielzeug so aufgestachelt, dass sie innerlich nicht mehr abschalten kann. Und das teilweise über Stunden. Auch wenn das Spiel längst beendet war und das Spielzeug weggeräumt war! Fressen, trinken, das Spiel mit anderen Hunden, alles egal, sie wollte nur wieder ihr Spielzeug haben. Als wenn ein Rüde eine läufige Hündin wittert...

Sheila geht nicht mehr ins Training, sie ist fertig mit der Ausbildung.

Ich verstehe nicht, was für einen Sinn das weitere Training mit dem Dummy macht, wenn sie dadurch so aufgestachelt wird. Es ist ja nicht so, dass sie nur weil sie kein Spielzeug hat, nicht beschäftigt wird. Einerseits als "Arbeitshund", andererseits mit Gehorsamstraining und Tricks beibringen. Wenn es zusätzlich mit Spielzeug geklappt hätte, wäre das eben noch eine nette Abwechslung gewesen.
Ich glaube nicht, dass das Problem durch die Dummy Arbeit mit Apport und Einweisen das Problem ausgelöst hat.
Es wird wahrscheinlich das Fährten und Suchen gewesen sein. Sheila scheint eine sehr feine Nase zu haben ;)
... die sie mit ihren Spielzeug Such Spielchen perfektioniert hat.
Und doof ist so ein Hund natürlich auch nicht.
Wenn die Dummys immer in das Auto gepackt wurden, hat sie das ja bestimmt mehr als einmal auch gesehen.
Also weiß sie, wo die Dinger sind.
Spätestens, wenn Sheila im Auto wieder mitfährt riecht sie doch die Dummys und hat ja auch gesehen, dass sie da sind.
Sheila ist ein absoluter Dummy / Spielzeug Such Profi!
Das ist das zentrale Spiel, dass Sheila mit Euch spielt.

Beim Wegpacken würde ich einen Spielzeug-Junkie nicht zuschauen lassen und dafür sorgen, dass eine andere Person das Spielzeug mitnimmt.
Sie darf mit Ihrem Dummy / Spielzeug Such Spiel keinen Erfolg haben !
Erfolg ist bei Ihr allerdings schon: Sheila weiß wo das Spielzeug ist.
Das habe ich Dir bei dem Ansatz mit der Wiese und der Bank bereits geschrieben (1. Stufe zur Desensibilisierung).

Wenn es bei Deinen Eltern im Haus keinen Platz mehr gibt, an dem das Spielzeug unsichtbar und unriechbar versteckt werden kann, war es richtig, dieses zu entsorgen.
Dazu kommt, dass sie durch die fehlenden Türen ja überall toll ihr Spiel ausleben konnte. Sie kennt jetzt auch alle möglichen Plätze, an denen sie suchen muss.

Dieses "Sheila weiß wo das Spielzeug ist" darf nicht mehr passieren.
Falls sie meint, da ist es, müsst Ihr ihr zeigen können "Ich weiß es besser. Da ist nichts."
Da es so extrem ist, wird es aber wahrscheinlich sehr lange dauern, bis es ansatzweise besser wird.
 
  • Hund dreht mit Spielzeug durch Beitrag #38
Ja, Sheila hat eine sehr gute Nase. Es ist ja auch ihre Hauptaufgabe als Jagdhund, Nachsuchen zu machen.

Aber was ich immer noch nicht begreife- warum hast du dich so darauf festgelegt, dass mit ihr ausgerechnet Dummy-Arbeit gemacht werden soll?

edit: Dummy-Arbeit mit Einweisen hat sie übrigens nicht gemacht. Sie ist nicht gut im selbstständigen Vorangehen und stöbert auch nicht besonders gut. Ihre Stärke liegt im Spuren verfolgen.
 
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  • Hund dreht mit Spielzeug durch Beitrag #39
Aber was ich immer noch nicht begreife- warum hast du dich so darauf festgelegt, dass mit ihr ausgerechnet Dummy-Arbeit gemacht werden soll?
Erstens mache ich es selber und ich finde es ist eine spannende und tolle Beschäftigung für Mensch und Hund :mrgreen:

Zweitens haben wir (ich) auch immer wieder Probleme, dass der Hund meint "Ich kann das schon" oder "Ich weiß es besser als Du".
Damit es im Mensch Hund Team zu einer guten Zusammenarbeit kommt, muss man seinen Hund manchmal frustrieren und zeigen "Ich Mensch weiß es besser."
D. h. zum Beispiel, ich tue so, als ob ich links ein Dummy hinlege und habe vorher rechts ein Dummy hingelegt (ohne das Hund es mitbekommen hat).
Wenn mein Hund gut mit mir Zusammenarbeitet, läuft er nach rechts und hat Erfolg.
Falls er nach links läuft ist es auch kein Drama. Hund sucht und sucht und kommt dann wieder zurück. Beim zweiten Versuch klappt es dann meistens.

Ich finde Dummy Arbeit einfach total abwechslungsreich und es gibt unendlich viele Möglichkeiten.
Die Zusammenarbeit von Mensch und Hund und das gegenseitige Vertrauen steht im Mittelpunkt.
... und das ist für mich die schönste und größte Herausforderung beim Zusammenleben mit einem Hund :D
 
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