Papas Liebling

Diskutiere Papas Liebling im Smalltalk Archiv Forum im Bereich Smalltalk; Ich auch nicht, und ich habe sogar bis zu 1000€ mehr brutto bekommen als andere aus meiner Klasse
  • Papas Liebling Beitrag #21
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Ich auch nicht, und ich habe sogar bis zu 1000€ mehr brutto bekommen als andere aus meiner Klasse
 
  • Papas Liebling Beitrag #22
Off-Topic
Ich hab das mal durch nen Rechner gejagt, man müsste als Alleinstehender Mensch (Steuerklasse 1, und eben die gesetzlichen Versicherungen, ohne Kinder) 3250€ brutto verdienen um ca. auf 2000€ netto rauszukommen (ganz genau sinds 1994,08€).... Das halte ich doch für sehr sehr utopisch.
 
  • Papas Liebling Beitrag #23
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*seufz* Hört auf über so große Zahlen zu reden, das macht einen ja ganz traurig als armer Sozialwesensmensch:mrgreen:
 
  • Papas Liebling Beitrag #24
Ich verstehe das auch nicht. Es ist vielleicht anmaßend und dein Freund tut mir leid, aber wenn er lustig seine Freunde die weiter weg besuchen kann, kann er auch arbeiten oder er therapiert sich richtig.

Meine Mutter hat mir auch gelernt das man Dinge durchzieht, gerade wenn die Zukunftsaussichten nicht gut sind. Du hast also was solides aufgegeben weil dir der Beruf, aus welchen Umständen auch immer, nicht gepasst hast, hast nun wieder nur noch Ausbildungsgehalt und lebst überteuert. Geld von den Eltern kannst du nehmen, aber bei ihnen einziehen ist nicht möglich.

Ja gut, dann bleibt nur eins; Arschbacken zusammenkneifen und alles was nicht mit Strom, Wasser, Versicherung, Tierarztkosten, Essensgeld, Miete am Hut hat erst Mal streichen. Schulden abbauen und für die Ausbildung den Hintern aufreißen, wenn die dich nicht übernehmen sieht es noch etwas länger blöd aus.
 
  • Papas Liebling Beitrag #25
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*seufz* Hört auf über so große Zahlen zu reden, das macht einen ja ganz traurig als armer Sozialwesensmensch:mrgreen:

Ohja das dachte ich mir auch... (arbeite auch im Sozialen Bereich), dann dürfte ich wahrscheinlich mein ganzes Leben nicht ausziehen :lol::lol:
 
  • Papas Liebling Beitrag #26
Mit fällt noch was anderes auf: Wie sieht es denn mit dem Rauchen aus? Ich kenn das selbst, es ist scheiße teuer. 5-7€ pro Tag, wenn man eine Schachtel am Tag raucht. Das vielleicht mal zwei, wenn ihr viel raucht? Rechne das mal hoch.
Falls aufhören nicht geht, denkt mal über ne eZigarette nach. Ich hab mir eine für 22€ angeschafft, die gibt's auch im Doppelpack. Man braucht das Liquid, kostet knapp 10€ und ich komm Wochen damit aus.

Ich frage mich aber auch, wofür ihr zwei Autos braucht, wenn nur einer arbeitet.
 
  • Papas Liebling Beitrag #27
Also ist dein Problem wirklich einfach, dass du es nicht schaffst, mit dem Geld, was eigentlich reichen sollte, auskommen?

Ja, das rauchen hat mich auch etwas angesprungen. Hör doch damit auf. Ja das klingt jetzt super einfach und vielleicht ist es das nicht, aber der leidensdruck müsste doch hoch genug sein oder?

Dazu muss ich auch sagen, dass für mich ein eigenes Auto total utopisch wäre. Dazu frage ich mich: warum ist eine gute Anbindung an Züge wichtig (was logischerweise auch nochmal extra kostet) und dann braucht ihr dennoch zwei Autos? Ich hab inzwischen einen eigenen Roller, da das Fahrrad fahren echt viel wurde mit eigenem Pferd (jep, mein Luxus, für den ich auch ordentlich arbeite :)). Der trinkt etwas mehr als 2l auf 100 km, bringt mich von A nach B (für weite Strecken gibt's Züge) und kostet einen Bruchteil von einem Auto, sowohl Versicherung, als auch Anschaffung und die laufenden Kosten.
Die Frage ist auch, wie weit die Strecken sind, die ihr mit dem Auto fahrt. Zum einen ernsthaft die Frage: braucht ihr echt zwei Autos und kämt ihr nicht auch mit einem Roller hin? Und zum anderen: würde nicht manchmal auch das Fahrrad Abhilfe schaffen? Klar ist das ungemütlicher, aber auch im Winter kann man Roller und Rad fahren.

500€ für zwei zum Leben ist nicht üppig, aber man kommt definitiv über die Runden. Ich hab normal eher weniger, weil der Herr Pferd gern auch mal an dem Geld was ich eigentlich für mich gedacht habe, knabbert.
Und so Dinge wie Fitnessstudio und Zeitschriften Abo zählen für mich zu Luxus. Ich habe auch das tanzen aufgegeben, um trotz Pferd etwas zur Seite legen zu können (und hier geht es um 20€ im Monat, läppert sich aber eben). Und wie oft ich in die Boulderhalle geh, überlege ich mir auch gut, eben weil es zusätzlich kostet...
 
  • Papas Liebling Beitrag #28
Ich versuche mich mal der reihe nach durch eure Kommentare zu arbeiten.
hanahxoxo: Natürlich freue ich mich, dass meine Eltern mich unterstützen. Sie sind letztendlich auch unter anderem ausschlaggebend dafür gewesen, dass ich mich beruflich umorientiert habe. Ich bin da nicht undankbar. Ich fühle mich lediglich schlecht dabei ihr Geld zu fressen. Klar sie sagen, dass sie meiner Schwester auch ihr langdauerndes Studium finanziert haben und sie das auch nicht wenig gekostet hat. Dennoch bleibt da eben dieses schuldige Gefühl.
Was meinen Freund angeht, so ist er zwar psychisch nicht auf der Höhe, das hindert ihn aber nicht daran, dass er sich um einen Job bemüht. Es sind schon diverse Bewerbungen raus und einige Vorstellungsgespräche hat er hinter sich. Bisher lief es aber nicht auf eine Anstellung hinaus, auch das frustriert. Dass er depressiv ist, heißt doch nicht gleich, dass er ein fauler arbeitsloser ist.
Was die 2000€ netto betrifft stimme ich meinen Vorredner zu, das sind schon recht utopische Vorstellungen. In meinem alten Beruf hätte ich davon mein Leben lang höchstens träumen können.

Moonlit: Zuschüsse werden mir nicht gewährt. Meine Eltern verdienen zu gut.
Zu schauen, dass wir uns nach unserer Neuordnung einen Sparbetrag festlegen ist ne gute Idee, das hatten wir auch als wir noch beide berufstätig waren. Ich denke, das wird aber erst nach Schuldenbegleichung möglich sein.

Omfgjen: Ich habe mir extra die Mühe gemacht aufzulisten, was wir ausgeben, daran kannst du erkennen, wie wir es nicht schaffen. Ein Student hat andere Möglichkeiten. Z.b. kann dieser jobben gehen, ich habe kaum Zeit in der Woche um das zu tun, da ich nunmal arbeite und natürlich auch sorge trage, gute Noten in der Schule zu haben. Zudem lebt man als Student ja auch meist direkt in der Großstadt, hat also gute Verkehrsanbindung und ist einfach nicht auf ein Auto angewiesen.
2 Autos sind zwingend notwendig. Zu der Zeit als wir uns das 2. angeschafft haben, haben wir weit außerhalb gewohnt, beide rund 30 km weg zur Arbeit. Das ist mit dem Fahrrad nicht mal eben bewältigt. Und Busfahrten sind einerseits sehr teuer, andererseits hätte das gut 2-3 Stunden Arbeitsweg - nur eine Fahrt wohlbemerkt -bedeutet.
Nun ist es auch so, dass meine Arbeitsstelle keine gute Verkehrsanbindung hat, wären auch 2 Stunden Zeitaufwand für eine Fahrt. Den Zug nutze ich für die Schule.
Und nun ist es eben so, das das Auto noch abbezahlt werden muss. Wir können ja schlecht sagen, nö wir bezahlen nichts mehr, weil wir es nicht mehr brauchen. Zudem wird es wahrscheinlich wieder gebraucht sobald mein Freund endlich Arbeit hat. Je nach dem wo er dann hin muss, steht aber die Überlegung, dass Auto zu verkaufen und stattdessen ein Fahrrad oder einen Roller zu nutzen. Aber das liegt wie gesagt daran, wo er nun Arbeit finde, denn grundsätzlich ist ja erstmal egal was und wie, Hauptsache Job.

Smoothie: Die Situation meines Freundes habe ich ja oben schon erläutert. Zudem fehlt aktuell das Geld für eine Therapie. Er ist ja durchaus gewillt seine Situation zu verbessern, es ist nur eben nicht so einfach. Manchmal ist er völlig am Boden zerstört, manchmal gereizt. Die letzte Therapeutin war in meinen Augen ne totale Knalltüte. Sie ist überhaupt nicht auf meinen Freund eingegangen. Hat ihre Masterarbeit runter gerattert und gut. Das hilft nicht. Ein Psychotherapeut sollte gezielt auf die Person vor sich eingehen und nicht mit Standardvorschlägen zur Freizeitgestaltung daher kommen.
Als solide würde ich meine ehemalige Arbeit nicht bezeichnen. Eher als selbstzerstörerisch, sowohl physisch als auch psychisch.

Was meine Übernahmechancen angeht, sieht es rosig aus. Ich habe zwei Betriebe, die mich nach nicht mal einen Jahr ausbildung unbedingt wollen. Von einem habe ich bereits was schriftliches. Ich bin mir wohl bewusst, dass ich mir hier eine gute Zukunft aufbauen muss und gebe ganzes Herzblut.
Und ja Spaß ist erstmal im groben und ganzen gestrichen. Es nützt ja nunmal nichts. Wobei ich nun nicht einsehen mag, meine Lebensqualität komplett aufzugeben. Ich bin ja schließlich ein Mensch, kein Stein.

Schänis: Thema rauchen. Habe ich einkalkuliert. Ich rauche momentan 2 Schachteln in der Woche. Heißt 40€ im Monat dafür. Ich möchte diese Kosten halbieren. Heißt dann eine Schachtel pro Woche. Aber eine günstigere Alternative suchen, ist natürlich auch eine Option.
Autothema siehe omfgjen.

Calimero: Auto und rauchen siehe Schänis.
Das fitnessstudio liegt mir persönlich sehr am Herzen. Mein Arzt hat mir dazu geraten professionell betreut Sport für den Rücken zu treiben. Mir verrenkt sich wöchentlich Nacken und Schulterbereich. Auch im Bereich Brustbein, verklemmt sich was, ich kann mich dann tagelang nicht mehr aufrichten, geschweige denn den Muskel schmerzfrei beanspruchen. Selbst atmen tut manchmal weh. Einher gehen Kopfschmerzen und natürlich schmerztabletten, die auch wieder geld kosten. Ich hoffe hier springt die Krankenkasse ein, kann ja nur in deren Interesse sein, wenn ich möglichst gesund bleibe.
Das Abo läuft glaube ich nächsten Monat aus, da müsste ich aber nochmal meinen Freund fragen. Er hat es mir gesagt, ich habe es nur wieder vergessen, ist nicht mein Abo.
 
  • Papas Liebling Beitrag #29
Off-Topic
Ein Student hat andere Möglichkeiten. Z.b. kann dieser jobben gehen, ich habe kaum Zeit in der Woche um das zu tun, da ich nunmal arbeite und natürlich auch sorge trage, gute Noten in der Schule zu haben. Zudem lebt man als Student ja auch meist direkt in der Großstadt, hat also gute Verkehrsanbindung und ist einfach nicht auf ein Auto angewiesen.

Ich habe Vollzeit studiert, 20 Stunden fix gearbeitet +- 10 Stunden auf Honorarbasis + eine Hundetrainer-Ausbildung gemacht, bin gependelt, weil die Großstadt zu teuer war und hätte mir ein Loch in den Bauch gefreut, wenn ich ein Auto und/oder anderweitige finanzielle Unterstützung gehabt hätte.
SO easy going ist das Studentenleben dementsprechend nicht unbedingt und man muss verdammt haarscharf kalkulieren oder arbeitet sich auf den Arsch ab.

Mal wegen der Therapie: Wieso ist die zu teuer? Krankenversicherung übernimmt die nicht?
 
  • Papas Liebling Beitrag #30
Ich habe auch Probleme mit dem Rücken und habe dafür einige Übungen von der Krankengymnastik-Frau für Zuhause bekommen.
Wenn du nur so wenig rauchst, wie wäre es mit einem Umstieg auf Stopfen oder noch günstiger Drehen? Ich habe ziemlich viel geraucht als ich ausgezogen bin (bis zu einem XL-Päckchen pro Tag :shock: wenn ich nichts zu tun hatte) - das konnte ich mir aber nach meinem Auszug nicht mehr leisten. Habe dann irgendwann angefangen zu Drehen, da hat ein Päckchen Tabak eine knappe Woche gehalten und hatte den positiven Nebeneffekt weniger zu Rauchen, wegen der Faulheit :D
Achso ja und alle Studenten haben ein leichtes Studium, wo man wahrscheinlich nie hin muss, nichts machen muss und Zeit hat für 5 Nebenjobs und alle können sich die Großstadt leisten, bei 12€ pro m² kalt :clap:
 
  • Papas Liebling Beitrag #31
Natürlich ist ein Studentenleben auch nicht einfach, warum gleich so aggressiv, omfgjen? Letztendlich sehe ich nur bei vielen meiner ehemaligen Klassenkameraden, dass sie nun eben tatsächlich direkt vor Ort wohnen und Zeit für Nebenjobs haben. Bei meiner Schwester war es auch so. Dass das nun für alle gilt, will ich nicht behaupten.

Leider übernimmt die Krankenkasse das nicht mido, das hatten wir bereits versucht.
Wegen meinen Beschwerden habe ich keine Krankengymnastik verordnet bekommen. Bin dem aber auch abgeneigt, hat bei einer anderen Geschichte auch nicht geholfen.
Sinnvoller ist in meinen Augen wie der Arzt sagt, die Rücken- und Bauchmuskulatur zu stärken. Das Fitnessstudio ist was die Kosten anbelangt auch ok. Habe in Erfahung gebracht, das mein Arbeitgeber einen festen Betrag dazuschießt, sodass mich das jetzige nur 3€ im Monat kostet. Ist aber zu weit weg. Habe eines hier gleich um die Ecke empfohlen bekommen. Ist etwas teurer, da auch vereinsgebunden. Frage ist, ob mein Arbeitgeber das auch übernimmt.
 
  • Papas Liebling Beitrag #32
Huhu :D

Wie sind denn deine Arbeitszeiten?

Ich habe schon seit der Schulzeit einen Nebenjob...also auch in der Ausbildung und sogar jetzt noch, wo ich schon ausgelernt bin.
Ich arbeite im Service in einem Restaurant und so konnte ich mir erst eine eigene Wohnung leisten (zusammen mit meinem Lebensgefährten, aber alle Kosten 50/50).

Das wäre doch auch eine Möglichkeit, oder? Restaurants haben meistens abends das Hauptgeschäft, Wochenende suchen viele händeringend.
 
  • Papas Liebling Beitrag #33
Also ich wurde mit 18 Jahren zu Hause "rausgeschmissen", habe in der Zeit noch mitten im Abitur gesteckt. Bin dann mit meinem (jetzt Ex-)Freund zusammen gezogen. Wir kamen mit dem Geld auch nicht wirklich klar... Ich habe dann begonnen, jeden Cent zu notieren, den ich ausgebe. Jede Woche habe ich dann einen "Abschluss" gemacht und geschaut, ob ich noch im Budget bin. Am Monatsende wurde dann alles noch einmal angeschaut. Alles, was nicht hätte sein müssen - auch wenn es eine Tafel Schokolade für 0,39 € war - wurde rot markiert und aufgelistet. Da kam ordentlich was zusammen. Hält man sich dies immer und immer wieder vor Augen, sieht man das echt schon anders und denkt nicht mehr "Ach, die paar Cent oder der eine Euro...".

• mein Tipp: Haushaltsbuch mit jeder Kleinigkeit darin angelegen. Startgeld - Ausgaben - eventuelle Einnahmen - Endgeld.

Vor kurzem bin ich 600 km von zu Hause weggezogen, um zu studieren. Ich hatte also mein Kindergeld zur Verfügung und ein wenig Unterhalt. Davon mussten Studiengebühren (250 € - halbjährlich), Miete (180 € - monatlich) und eben alle anderen Kosten für Lebensmittel etc gedeckt werden. Und ich kam klar. Es gab zwar nicht viel Essen und meistens Wasser aus der Leitung, aber ich lebe. (Und nebenbei: Rauchen konnte ich auch. Stopfen kostet mich nicht mal 20 € im Monat.)

• Deine Kosten für Zigaretten hattest du schon geschrieben, wenn ich mich nicht irre. Stopfst oder drehst du deine Zigaretten?

Natürlich muss man sich auch mal etwas gönnen. Das gehört dazu und da würde ich mir nicht reinreden lassen. Aber man sollte Kompromisse machen. Wenn dein Freund ein zu teures Hobby hat, sollte er sich eventuell nach etwas vergleichbarem umschauen - allerdings sollte dies günstiger oder gar kostenlos sein.

Mit viel Glück schafft man es auch, mit etwas, was man gern macht, Geld zu verdienen. Meistens ist es nicht viel. Aber ein wenig Geld würde schon helfen. Generell kann man dies dann auch sparen, wenn man seine Kosten langsam in den Griff bekommt.

• Ein "Sparbuch" ist immer eine nützliche Sache. Ich habe auf meins jeden Monat eingezahlt - auch wenn es manchmal nur 10 € waren. An das Geld bin ich bis heute nicht ran gegangen, seit Studienbeginn. Das Geld geht später zurück an meine Eltern. Es ist quasi ein Sparbuch für sie. So wie sie für mich als Kind eins angelegt haben, lege ich nun eins für sie an, wenn sie mal nicht mehr arbeiten gehen können. Damit macht man den meisten Eltern denke ich eher noch eine Freude, als jetzt, während sie selbst Geld verdienen, ihnen jeden Cent zurück zahlen zu wollen.

(Zum Thema Geschenke: Als Kind hat man es nicht anders gemacht. Es gab Taschengeld und davon wurde was Kleines gekauft oder eben gebastelt. Es kommt immer auf die Geste an und nicht, von welchem Geld man es holt. Mit einem Geschenk zeigt man, wie gut man die andere Person kennt und nicht, wie viel Geld man hat.)
 
  • Papas Liebling Beitrag #34
Also nochmal. Ich war von mir ausgegangen. Wenn das auf euch nicht zutrifft, ist das ja super. Aber ich würde mit 800 Euro allein plus Miete so echt nicht allein leben wollen.
Wenn ich mir da ansehe, dass wir über 400 Euro Miete zahlen (und das ist für unsere Gegend noch wenig und wir sind zu zweit). Bleiben von den 2000 noch 1600 Euro netto wenn man das aufs Paradebeispiel ausrechnet. Dann geht was für Krankenversicherung drauf, dann fürs Auto, dann Internet und den Einkauf und die Lebenserhaltung und ein bisschen was weg legen möchte man ja auch noch und 4 Wochen im Monat zu Hause vor sich hin dümpeln ja auch nicht und manche Menschen haben auch Haustiere.

Dann bleiben vielleicht noch 800 oder 900 Euro. Ich bin ein Mensch, der sich gerne ein bisschen anspart.

Gemeint war auch, dass viele Friseure noch vom Arbeitsamt unterstützt werden, wenn sie Geringverdiener sind.
Ich bin übrigens auch Studentin und werde noch stark von meiner Mutter unterstützt und meine ältere Schwester nimmt auch einiges ab. Wenn das nicht so wäre könnte ich mir das Studium echt nur schwer leisten. Wobei ich sagen muss, dass ich so wie jetzt echt nicht die nächsten 20 Jahre leben will und froh bin, wenn ich ab Sommer endlich 40 Stunden arbeiten kann. Jeden Cent zwei Mal umdrehen und sich nie das leisten was man möchte ist auf die Dauer echt kein tolles Leben.

Zum vorherigen Beitrag: Ja, auch bei uns gibst Leitungswasser. Aber permanent an Nahrungsmitteln zu sparen ist auf Dauer nicht so gesund. Im Gegenzug dazu Fastfood zu essen übrigens auch nicht.
Ich merke das schon an meinem Einkauf, dass wir sparen müssen und bekomme mittlerweile auch gesagt, dass ich vom Gesicht her nicht so gut aussehe und auch immer dünner werde. Schön ist das nicht.


Und ja, auch ich habe gewisse Luxussachen, die ich eigentlich nicht zum überleben bräuchte und die ich noch einsparen könnte. Das sage ich mal so selbstkritisch und bin mir sicher, dass jeder hier bzw. du auch was finden würdest.
Bei mir schlucken meine Haustiere Unmengen und das Auto bräuchte ich momentan auch nicht.

Rauchen muss man z.B nicht. Wenn ich rauchen würde, käme ich gar nicht mehr über die Runden. Das ist zwar eine Art Sucht, aber mit ein bisschen Selbstbestrebung kann man alles schaffen.

Ich mache mir immer eine excel Tabelle pro Monat. Ich denke, du bist mit deiner Problematik nicht allein. Ich habe momentan noch 100 Euro pro Monat übrig und bin froh, wenn der neue Monat wieder anbricht.
Also es gibt auch andere, die ums überleben kämpfen.

Was ich bei deinem Beitrag wie gesagt nicht verstehe ist, dass du einerseits nicht mit dem Geld zurecht kommst und es andererseits am liebsten nicht annehmen willst. :eusa_think:

Das wird jetzt ein blöder Kommentar: Aber warum hast du dann nicht direkt eine Ausbildung gemacht? Selbst mit 800 Euro wärst du dabei sicher besser weggekommen.
 
  • Papas Liebling Beitrag #35
Ich verstehe das auch nicht. Es ist vielleicht anmaßend und dein Freund tut mir leid, aber wenn er lustig seine Freunde die weiter weg besuchen kann, kann er auch arbeiten oder er therapiert sich richtig.

Meine Mutter hat mir auch gelernt das man Dinge durchzieht, gerade wenn die Zukunftsaussichten nicht gut sind. Du hast also was solides aufgegeben weil dir der Beruf, aus welchen Umständen auch immer, nicht gepasst hast, hast nun wieder nur noch Ausbildungsgehalt und lebst überteuert. Geld von den Eltern kannst du nehmen, aber bei ihnen einziehen ist nicht möglich.

Ja gut, dann bleibt nur eins; Arschbacken zusammenkneifen und alles was nicht mit Strom, Wasser, Versicherung, Tierarztkosten, Essensgeld, Miete am Hut hat erst Mal streichen. Schulden abbauen und für die Ausbildung den Hintern aufreißen, wenn die dich nicht übernehmen sieht es noch etwas länger blöd aus.

Ich stimme in dem Punkt mit dem Durchbeißen Smoothie voll und ganz zu ...
Arschbacken zusammenkneifen und durch und zwar beide, es ist ne schwierige Zeit, aber man kommt auch da (sogar gestärkt) durch.
Die Daumen für deinen Freund sind gedrückt, ich weiß wie schwer es ist mit ner Depression durchs Leben zu gehen.
Ich hoffe, dass er bald einen Job findet, denn für mich gilt das Motto: "Arbeit ist die beste Therapie" ... dahingehend, weil man erstens, wenn man richtig am Arbeiten ist, gar keine richtige Zeit hat um überhaupt depressiv zu sein, auch gibt Arbeit dem Leben (jedenfalls für mich) einen Sinn und zweitens, die ganzen finanziellen Probleme ziehen einen immer weiter runter ... man hat ein kurzes Hoch, wenn man sich was "gönnt", verfällt aber wieder in das alte Schema zurück, denn man erinnert sich ja daran, was man jetzt Geld ausgegeben hat (für etwas das mein eigentlich gar nicht benötigt) und so strudelt man halt herum.
(Bei mir ist das so extrem tief noch verankert, dass ich jetzt gerade richtig Gewissensbisse habe, weil ich mir zuerst ein Kartenspiel bei Amazon bestellt habe …. Kostenfaktor 16€ … allerdings habe ich noch 600€ am Konto, alles bezahlt und nächsten Dienstag ist mein nächstes Gehalt am Konto. … Ich musste 2 Jahre lang mit 50€ im Monat rumjonglieren, nach Abzug aller Fixkosten :/ und da gings mir Monatsweise auch richtig richtig mies)

Wichtig wäre jetzt, damit ihr eure Finanzen in Griff bekommt: Lebensmittel kommen erstmal zu den Fixkosten dazu, im Schnitt könnt ihr für 2 Leute mit 200-300€ rechnen (ich nehme jetzt auch mal „normale“ Hygieneartikel wie Klopapier, günstiges Duschgel, günstiges Shampoo mit dazu). Weil ohne Essen kann man nicht leben. Verwendet eine Einkaufsliste (von der im Idealfall nicht abgewichen wird) und greift zu Eigenmarken (Statt der Tomatendose um 1,29€ greife ich halt zur Eigenmarke um 39c, auch heute noch)

Fangt an ein richtiges Haushaltsbuch zu führen, bzw. sowas wie eine Buchhaltung …. Am Monatsanfang kommt euer Haushaltseinkommen auf die Haben-Seite … Alles was ausgegeben wird auf die Soll-Seite, somit habt ihr mal den Überblick was ihr wirklich zur Verfügung habt. Und das nicht nur überblicksweise, sondern für mehrere Monate
Fangt an billiger zu kochen, man kann so super Sachen auch aus wenig zaubern, wenn man nur will. (ich verwerte gerne Reste weiter und friere viel ein)
Und vor allen Dingen: keine Ausgaben mehr, die nicht notwendig sind, Autofahrten auf das Notwendigste reduzieren … sollen halt mal eure bzw. seine Freunde auf Besuch kommen. Und man kann auch Hobbies betreiben die wenig/nichts kosten bzw. Sport gratis betreiben.

Solange eure Fixkosten nicht gedeckt sind, wird einfach für nichts anderes Geld ausgegeben … hier muss man halt einfach sehr konsequent bleiben.
Das mit dem Geld geben, kenne ich übrigens … bei mir ist es Oma/Tante, die mir bei jedem Besuch etwas zustecken und mir ist das immer etwas peinlich, weil ich wirklich gut verdiene (zwar nicht die erwähnten 2000€ netto, aber es reicht, dass ich seit 8 Jahren recht gut davon lebe) Ich packe es halt in die Urlaubskassa ... Deswegen würde ich das Geld was dir deine Eltern zustecken ausnahmslos auf die hohe Kante legen und gar nicht damit „rechnen“.
Somit solltet ihr mit etwas Disziplin eigentlich mal zumindest einen guten Überblick bekommen, was ihr nun wirklich braucht um über die Runden zu kommen. Man fängt auch ganz anders an einkaufen zu gehen, wenn man wirklich weiß, wieviel einem bleibt.

Mein Freund und ich hatten damals (und auch heute) zwar ein weit höheres Haushaltseinkommen, allerdings hat uns das Führen eines Haushaltsbuches ziemlich dabei geholfen überhaupt einmal einen Überblick über unsere tatsächlichen Kosten zu geben. Den ersten Monat haben wir damals dann knapp 500€ für Lebensmitteleinkäufe hingeblättert, weil wir halt so gar nicht drauf geachtet haben, was wir brauchen (und so ziemlich alles falsch gemacht haben)
Heute sinds zwar immer noch um die 350-400€, allerdings lassen wir es bewusst zwischendurch auch ziemlich krachen, wenn wir einkaufen. Ich greife viel zu Eigenmarken, allerdings landet dann auch mal etwas teurerer Käse oder Rohschinken im Wagen, oder frischer Fisch.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Papas Liebling Beitrag #36
Was ich bei deinem Beitrag wie gesagt nicht verstehe ist, dass du einerseits nicht mit dem Geld zurecht kommst und es andererseits am liebsten nicht annehmen willst. :eusa_think:


Ich kenne das Gefühl von Soylent. Man macht eine Ausbildung und wohnt nicht mehr bei den Eltern, ergo wird man finanziert bzw. bekommt Unterhalt/Kindergeld gezahlt. In meiner Ausbildung war das genauso und ich wollte nie zu viel ausgeben, habe mit 400€ im Monat gelebt (einschl. Miete!), damit ich bloß nicht zu viel Geld "verprasse", es gehört ja nicht mir.
Irgendwann habe ich das mal angesprochen. Im Grunde haben es meine Eltern so gesehen, dass sie sozusagen ein Gehalt zahlen an mich, die Auszubildende (meine Ausbildung war schulisch, ich habe also dafür zahlen müssen statt ein Azubigehalt zu bekommen). Im Gegenzug sollte ich mir Mühe geben und nicht länger als nötig in der Ausbildung bleiben. Es war praktisch eine sinnvolle "Investition" (wie mein Vater damals gesagt hat). Sparsam habe ich danach immernoch gelebt, aber ich habe das Geld mehr als "mein Geld" angesehen, als bei jedem Kontoauszug zurechnen, wie viel von dem Geld mein Erspartes von vor der Ausbildung ist und wie viel "meinen Eltern gehört".

Vielleicht hilft es dir einfach mit deinen Eltern dadrüber zu reden und deine Bedenken zu äußern?
Du schleuderst das Geld ja nicht zum Fenster raus, sondern gibst sogar deine Hobbys auf um möglichst wenig Geld auszugeben. Das finde ich sehr löblich (auch wenn ich zB nicht ohne RB sein könnte..aber selbst da gibt es ja nette Menschen, denen Zuverlässigkeit wichtiger ist als Geld oder bei denen man mehr im Stall hilft (wenn die Zeit da ist) und dafür reiten kann).
 
  • Papas Liebling Beitrag #37
Im Grunde haben es meine Eltern so gesehen, dass sie sozusagen ein Gehalt zahlen an mich, die Auszubildende (meine Ausbildung war schulisch, ich habe also dafür zahlen müssen statt ein Azubigehalt zu bekommen). Im Gegenzug sollte ich mir Mühe geben und nicht länger als nötig in der Ausbildung bleiben. Es war praktisch eine sinnvolle "Investition" (wie mein Vater damals gesagt hat).
Juhu danke! Ich sehe den Unterhalt meiner Mutter auch als mein Geld an. Was übrig bleibt, darf ja auch ich sparen und es geht nicht an sie zurück, nur damit ich einen Monat später danach fragen kann. Deshalb sehe ich auch das mit den Geschenken nicht problematisch, meine Mama freut sich immer sehr, denn es geht um die Geste und nicht um das Geld...
Was ich zum Beispiel total komisch finde, wenn Studenten pauschal die Miete bezahlt bekommen (und dann natürlich weniger Unterhalt). Die lernen doch nie was Leben kostet. Ich bin wegen 3 Monaten umgezogen, weil ich da jeweils 100€ Miete sparen konnte. Und das ist jetzt Geld was ich mehr habe.
Nur so lernt man es doch, man bekommt ausreichend Geld von den Eltern, um eine Chance zu haben, damit zu leben und dann muss man auch damit leben. Möglichst legt man stets etwas zur Seite, dann reicht es auch für so jährliche oder halbjährliche Beträge wie Semesterbeitrag.

Aber soylent, du schreibst jetzt ja doch, dass euer Geld schlicht und einfach nicht reicht. Wissen das deine Eltern?
 
  • Papas Liebling Beitrag #38
Darüber hinaus würde ich der TE schon dahingehend zustimmen, dass Studenten und Auszubildende (wenn sie nicht bei Mercedes ne Ausbildung machen) schon arme Schweine sind. Für manche heißt das Leben noch weit unter Hartz 4 Niveau.
Für Bildung wird viel zu wenig investiert und dann jammern alle herum, dass Fachkräfte fehlen und alle arbeitslos sind.

Ich habe hier übrigens von Kommilitonen noch schlimmere Fälle erlebt. Da geht es allen die hier schreiben noch gut. Mutter knapp über der Einkommensgrenze, daher kein Bafög, Vater will nicht zahlen oder zahlt zu wenig. Ergebnis: Zwangsmäßige Verschuldung.
Auf 450 Euro Basis arbeiten geht auch nicht immer und wenn muss man hart rann glotzen und hat bei Anwesenheitspflicht im Studium echt ein Problem.

Klar, im Vergleich zu afrikanischen Flüchtlingen könnte es uns schlechter gehen. Da ist eben die Frage wo fängt man an und wo hört man auf.
 
  • Papas Liebling Beitrag #39
Hier ist es eher so, dass man ohne Auto kaum Chancen hat überhaupt einen Job zu bekommen. Selbst wenn der zukünftige Arbeitsweg auch mit dem Rad zu erreichen währe, es kommt leider immer besser an, wenn man mit angibt, dass ein PKW vorhanden ist.
Je nachdem wie teuer das Auto ist und wie viel noch abgezahlt werden müsste, würde ich sagen: Weg damit und lieber ein älteres, günstigeres Auto holen, dass nicht mehr viel abgezahlt werden müsste.
Ich hab einen alten Kleinwagen, den ich damals mit 15 gebraucht gekauft habe (er ist jetzt 17 Jahre), viel abgezahlt habe ich da nicht (eigentlich gar nicht, weil er günstig war, trotz dass er frisch TÜV bei hatte) und Reparaturen hat, denke ich mal, jedes Auto in seinem leben mal vor sich und wenn man da eine gute, günstige Werkstatt hat, klappt es ganz gut.
Meine alter ist zwar alt, verrostet und hat hin und wieder Reparaturen nötig aber der fährt wie ein jünger Hüpfer und muss vor allem nicht jeden Monat abgezahlt werden, was ich an ihm als unheimlich Wertvoll empfinde, weil am ende nur die Benzinkosten, die Versicherung und hin und wieder mal eine Reparatur für ihn ansteht, was höchstens nur alle paar Monate eine mehr oder wenigere Kleinigkeit ist, aber nicht jeden Monat der Fall ist.

Das Zeitschriftenabo würde ich als ebenfalls unnötig sehen. Das nimmt auch nur wieder Geld und selbst wenn es eigentlich nur 2 oder 3 Euro sind, das ist auch Geld, was sich über Monate Hinweg nicht wenig hoch summiert.
Mit dem Handy würde ich an Deiner Stelle auch einfach mal überlegen ob es nicht auch diese Karte macht, die man immer wieder ab 15 Euro aufladen kann. Ihr habt immerhin ein Festnetz Anschluss und ob man unbedingt jeden Monat da noch extra Handy gebühren zahlen muss, bezweifel ich. Letztlich ist ein Handy doch nur dazu da um im Notfall was zur Hand zu haben um andere erreichen zu können oder halt unterwegs erreichbar zu sein.

Ich finde, dass man auf bestimmte Dinge nicht zwangsläufig verzichten muss und wenn die Eltern so großzügig sind ist das zwar toll, dennoch empfinde ich es aber auch als bedenklich, wenn die Eltern Deines Freundes offenbar schon so drauf sind, dass sie das gegebene Geld jetzt wieder von Euch zurück haben möchten...

Als Auszubildener sollte man durchaus zurück stecken können.

Für mich währe es damals ein Traum gewesen, wenn ich während meiner Ausbildungszeit eine eigene Wohnung, ein eigenes Auto, meine Tiere und dann auch noch so ein teures Hobby wie das Reiten durchführen und finanzieren hätte können.


Liebe Grüße
 
  • Papas Liebling Beitrag #40
Würde ich so unterschreiben.
Hier ist das gleiche Problem. Mein Bus würde nur 2 Mal pro Tag fahren und ich würde 6 Stunden in der Uni festsitzen. Würde gehen, aber schön wäre es nicht

In Sachen altes Auto bin ich ein bisschen anderer Meinung. Hab das bei Freunden und Familie gesehen. Gebraucht war mein Wagen auch. Aber alles was bei Bekannten länger als 8 oder 9 Jahren gebraucht war, hat auf lange Sicht nicht mehr als 3 Jahre überlebt, weil irgendwann der Punkt kam, an dem die Reparaturkosten den Neuwert überstiegen haben.

Pferde sind übrigens ein teures Hobby. Ich will mal nicht große Klappe haben. Meine Haustiere sind auch ständig krank. Aber ich finde da ist es nochmal was anderes wenn einem das Pferd nicht gehört, als wenn man das Tier mit zu Hause hat.

Übrigens sollten wir uns alle ein bisschen zurück halten. Ich wette, jeder hier hatte auch während der Ausbildung den ein oder anderen Luxus, den er nicht gebraucht hätte. Übermenschen sind wir ja alle nicht.
 
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