Hund weggeben? Was denkt ihr?

Diskutiere Hund weggeben? Was denkt ihr? im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; Mich stimmt das Thema hier wirklich traurig und wütend. Und zwar aufgrund der Reaktionen die hier kommen. Wenn die TE eh schon am Boden liegt...
  • Hund weggeben? Was denkt ihr? Beitrag #21
Mich stimmt das Thema hier wirklich traurig und wütend. Und zwar aufgrund der Reaktionen die hier kommen.

Wenn die TE eh schon am Boden liegt, muss man da noch dermaßen mit den Holzhammer drauf rumschlagen? Ist das wirklich notwendig? Ich glaube nicht! Damit ist niemandem geholfen, dem Hund am wenigsten. Die TE weiß selbst, dass die Situation alles andere als optimal ist, genau deswegen setzt sie sich ja mit dem Thema auseinander. Da muss man nicht noch mit dem Knüppel ran und ihr ein noch schlechteres Gewissen machen, als sie es ohnehin schon hat.

Einfach mal ein bisschen in den anderen hineinversetzen und überlegen, wie die eigenen Postings beim Gegenüber ankommen.

Jeder hat eine andere Lebensvorstellung. Die einen gehen halt viel unter Menschen, die anderen nicht. Ich gehöre auch eher zur letzteren Gruppe, gehe selten Party machen etc. Deswegen maße ich es mir aber noch lange nicht an, andere und ihren Lebensstil zu verurteilen. Umgekehrt würde es mir genauso wenig gefallen, wenn mich jemand aufgrund meines eher ruhigen Lebens verurteilen wurde. Wer hat nicht schon mal Sätze gehört wie "Man muss doch aber leben/ feiern wenn man jung ist/ auf Reisen gehen/ was weiß ich". Und ich denke hier wurden auch schon viele Leute verurteilt, weil sie so viele "Viecher" haben.

Einfach mal an die eigenen Nase fassen und überlegen, bevor man drauf haut.

Danke!

@Seifenspenderin

Ich finde die momentane Situation schade. Sowohl für dich als auch den Hund. Insofern finde ich es gut und auch mutig, dass du dich mit dem Thema einer möglichen Abgabe auseinandersetzt.

Das Leben entwickelt sich nun mal oft anders, als man es vorher gedacht hat. Man selbst entwickelt sich auch weiter. Deswegen empfinde ich es auch als schwierig, Kinder/ Teenagern Haustiere zu erlauben, wenn deren Verbleib nicht abschließend geklärt ist. Meiner Meinung nach hätten deine Eltern dir den Hund nicht erlauben dürfen, zumindest nicht ohne selbst bereit zu sein, dass Tier zu übernehmen.
Du warst 17, Minderjährig und hast noch zu Hause gewohnt. Natürlich warst du kein kleines Kind mehr. Aber deine Eltern hätten wissen müssen, dass sich dein Leben in diese Richtung entwickeln könnte und hätten sich dementsprechend damit auseinander setzten sollen. Als Eltern muss man meiner Meinung nach dazu in der Lage sein, auch bei seinem fast erwachsenen Kind bei solch großen Entscheidungen "nein" zu sagen.

Nun weiß ich natürlich nicht, wie es damals bei der Anschaffung des Hundes genau war, deswegen kann man meine Meinung dahingehend natürlich nur bedingt auf deine Situation beziehen. Was ich geschildert habe ist meine ganz allgemeine Meinung zu dem Thema.

Nun ist das Kind in den Brunnen gefallen und es gilt, eine Lösung zu finden.

Ein paar Dinge wurden schon vorgeschlagen.

Ich hab zwar selbst keinen Hund, hatte aber Anfang des Jahres eine Auszubildende bei mir in der Abteilung, die ebenfalls während ihres Dualem Studiums sich weiterhin um ihren Hund gekümmert hat. Während der Theoriephase hat sie sich extra eine eigenen Wohnung außerhalb des Campus gemietet, weil auf eben diesem keine Haustiere erlaubt sind. Sie hat nach dem Unterricht viel Zeit mit ihrem Hund verbracht, dadurch blieb ihr Sozialleben natürlich im Vergleich zu ihren Kommilitonen etwas auf der Strecke. Sie hat aber genug Mitstudenten die sehr gerne auch Zeit mit einem Hund verbringen, so dass dieser eben auch mit kann, wenn sie unterwegs sind. Vielleicht sind deine Freunde da ja ähnlich?

Während der Praxisphase bringt sie ihren Hund morgens in eine Hundepension und holt ihn nachmittags ab. Der Hund ist nicht allein, wird beschäftigt und kommt eben nicht zu kurz, auch wenn es bei ihr mal sehr stressig ist.

Es kann also durchaus funktionieren.

Du musst jetzt erst einmal für dich klären, ob du bereit bist, Kompromisse für deinen Hund einzugehen oder ob dies für dich ebenfalls einen schwer hinnehmbare Einschränkung im Leben ist.

Trifft letzteres zu, solltest du den Hund meiner Meinung nach in ein neues zu Hause vermitteln. Sprich doch noch mal mit deinen Eltern über das Thema, frag sie, warum sie den Hund nicht komplett übernehmen möchten. Vielleicht findet sich ja auch dort ein Lösung.
 
  • Hund weggeben? Was denkt ihr? Beitrag #22
Das Thema ist schwierig und ich habe mir einige Gedanken darüber gemacht. Ich kenne das, wenn man sich überfordert fühlt und am liebsten alles hinschmeißen möchte und nur seine Ruhe haben will. Der Kopf dröhnt von Früh bis spät, man hat kaum Zeit sich um sich selbst zu kümmern und dann sind da obendrein noch andere Lebewesen die auf dich angewiesen sind.

Ich finde es interessant, dass ihr alle zur Abgabe ratet. Und maximal "[..]noch ein paar Wochen warten, um sicherzustellen, dass es nicht einfach eine "0 Bock Phase [..]" ist".
Für mich käme es nicht in Frage, meine Tiere herzugeben auch wenn ich in den "Tiefs" das ein oder andere Mal mit dem Gedanken gespielt habe.
Man sucht sich das Tier aus, verliebt sich, steckt Arbeit rein und baut eine Bindung auf. Man übernimmt eine Verantwortung und zwar bis zum Tode des Tieres und nicht, bis es unbequem wird.

Wo ich auch noch mal sagen muss, dass ich Exes ersten Beitrag mit Abstand den Besten fand.

Die Situation, wie sie bei der TE ist, klingt finde ich keines Falls alarmierend. Noch bestimmt kein Grund die Flinte ins Korn zu werfen. Also würde ich empfehlen: Arschbacken zusammenkneifen und durchziehen.
 
  • Hund weggeben? Was denkt ihr? Beitrag #23
Man übernimmt eine Verantwortung und zwar bis zum Tode des Tieres und nicht, bis es unbequem wird.

Also auf Gedeih und Verderb einen Hund behalten, auch wenn sich die Lebensumstände und/oder die Interessenlage geändert haben?:eusa_think:

Unseren Hund habe ich wegen geänderter Lebensumstände von den Vorbesitzern übernommen. Die berufliche Situation hatte sich geändert, der Hund wäre regelmäßig täglich 8-9 Stunden allein gewesen. Klar, wenn wir nicht gewesen wären, hätten die Vorbesitzer sicher was organisiert in Richtung Hundesitter. Haben sie aber nicht getan sondern sich entschlossen, den Hund an uns abzugeben. Was auch daran lag, dass wir nun mal einen Hund suchten und bei einem Zufallsbesuch, der nichts mit der Abgabe zu tun hatte, dieser Hund total auf meinen (für den Hund zu dem Zeitpunkt gänzlich unbekannten) Ehemann abfuhr und ihn von der ersten Minute an toll fand und anhimmelte (was auf Gegenseitigkeit beruhte:D)

Diese Vorbesitzer haben nicht nur eine, sondern diverse Tränen vergossen, als sie den Hund abgegeben haben, und ich würde ihnen bestimmt keine Verantwortungslosigkeit vorwerfen, weil sie den Hund nicht "bis zum Tode" behalten haben. Verantwortung kann eben auch sein, ein vernünftiges zuhause zu suchen.

Nichtsdestotrotz hat mich dieser Thread beim ersten lesen auch wütend gemacht - weil es so "typisch unüberlegt" für einen jungen Menschen ist.
 
  • Hund weggeben? Was denkt ihr? Beitrag #24
Nur geht es hier nicht um geänderte Lebensumstände, sondern um "will meine Zeit lieber anders verbringen". Und das finde ich dem Hund gegenüber schäbig.

Hier KANN der Hund behalten werden, aber man WILL ihn ("vielleicht") nicht mehr. Der Unterschied ist klar?
 
  • Hund weggeben? Was denkt ihr? Beitrag #25
Ich kenne sowohl das Gefuehl einem Tier nicht gerecht zu werden, als auch das, vom Tier ausnahslos genervt zu sein.
Trotzdem lebt mein Kater noch hier weil sich die Umstaende, die Akzeptanz ihm Gegenueber udn somit auch er sich geaendert haben.
Ich sehe hier aber einen Hund, der kaum Kontakt zu seinen Bezugspersonen hat, viel zu viel alleine ist und nur das noetigste an Bewegung bekommt.
Jedenfalls habe ich den Beitrag der TE so verstanden.

Ja natuerlich KANN dieser Hund behalten werden. Grundsaetzlich ist die Zeit da, die finanziellen Mittel scheinen auch kein Problem zu sein und der Hund muesste nicht alarmierend lange Zeiten alleine sein.
Aber ich lese einfach keinen Willen dahin gehend.
 
  • Hund weggeben? Was denkt ihr? Beitrag #26
Hallo und danke für die zahlreichen, unterschiedlichen Meinungen darüber, was ich jetzt tun kann. Habe mich sehr darüber gefreut!
Es war auch ne Erleichterung für mich mal darüber zu reden. :)

Jedoch eine Sache vorweg: Was meine Beweggründe angeht, weshalb ich mir einen Hund angeschafft habe oder weshalb mir meine Eltern dies erlaubt haben, stehen hier nicht zur Debatte. Ihr kennt weder mich, noch meine Eltern, noch die damalige Situation. Ich finde es schade und anmaßend, dass - zum Glück - jedoch nur wenige von euch, ein Urteil darüber fällt.

Ich finde es nach wie vor schwierig. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass das Ganze in nem Jahr u.U. ganz anders aussieht, aber momentan habe ich das Bedürfnis, sehr viel unter Menschen zu sein, Dinge zu tun und zu erleben usw. Letztes Semester war es halt wirklich so, dass ich mir enorm viel Arbeit aufgebürdet habe. Ich hatte mehr Veranstaltungen als jeder andere Student und bin dann abends noch zum Sport gehetzt oder ab und an mal was mit Freunden unternommen. Das wird dieses Semester anders.
Es war auch eher so, dass ich an 4 von 7 Tagen die Woche wirklich viel zu tun hatte, aber dafür am Wochenende komplett für meinen Hund da war, aber ich weiß gar nicht, ob ich das so noch durchziehen kann und möchte, denn ich habe vor, demnächst mehr unterwegs zu sein. Meinen Hund nehme ich, wenn möglich, natürlich mit. Gestern Abend habe ich ihn beispielsweise zu nem Geburtstag mitgenommen. Aber das ist nicht immer möglich.

Im Sommer wars z.B. so, dass ich den halben Tag in der Uni war und den restlichen Tag dann im Schwimmbad oder am See mit Freunden verbracht habe. Ins Schwimmbad kann ich den Hund schlecht mitnehmen und deswegen war ich erleichtert darüber, dass er bei meinen Eltern war.
Was würdet ihr einem da raten? Einfach gar nicht mehr ins Schwimmbad zu gehen?
Mit 17/18 habe ich schon in ner eigenen Wohnung gelebt, jedoch in der Nähe von meinen Eltern, sodass ich meinen Hund tagsüber zu meinen Eltern bringen konnte. Momentan ist es halt wirklich so, dass ich mich so fühle, als wäre ich an meine WG gefesselt. Bis auf Spaziergänge sollte ich möglichst viel zuhause bei meinem Hund sein. Dieser Gedanke engt mich ziemlich ein.

Auch wenn es so geklungen hat, mein Hund ist mir grundsätzlich nicht lästig oder so. Ich bin oft auch froh, dass er da ist und deswegen werde ich bestimmt einige Möglichkeiten noch ausprobieren, bevor ich die Flinte ins Korn werfe...

Ich werde nochmal mit meinen Eltern reden. Ich verstehe nicht, weshalb sie den Hund nicht einfach nehmen können. Natürlich macht er Arbeit, aber mein Vater z.B. liebt den Hund auch und meine Schwester auch. Die wechseln sich ja auch immer ab und meine Familie ist so oft im Wald und nehmen den Hund dann ja auch mit. Der Hund ist bei meinen Eltern auch nie alleine und auch viel glücklicher, wenn ich mit ihr bei meinen Eltern bin.
Ich fände es ok, wenn ich den Hund zeitweise übernehme, z.B. 4 Wochen ich, 4 Wochen meine Eltern. Aber darüber habe ich noch nicht mit ihnen gesprochen, jedoch meinen die meistens nur: „Wenn dir der Hund zu viel wird, gib ihn lieber ab.“

Vielleicht versuche ich es auch mit ner Anzeige. Vielleicht findet sich jemand,der gerne für wenig Geld mit dem Hund spazieren gehen möchte (ich schwimme auch nicht im Geld und kann mir eine tägliche Pension einfach nicht leisten). Ein 2. Besitzer wäre natürlich perfekt, aber ob ich so jemanden finden kann? (Danke für den Tipp Siyah!!) Mir ist es einfach wichtig, dass ich weiß, wie es meinem Hund geht, deswegen kann ich mir nicht vorstellen, ihn komplett wegzugeben. Ich will die Kontrolle darüber haben, wie es dem Hund geht. Und auch wenn es sich in meinem ersten Beitrag so angehört hat – meinem Hund gehts hier nicht schlecht.

Ich werde sowieso das nächste Semester abwarten und mal schauen, wie es dann ist... Momentan ist mein Tagesablauf so unterschiedlich und unregelmäßig.
Es geht nicht darum, dass ich keine Lust habe, mit dem Hund raus zu gehen. Es ist einfach so, dass ich generell scheinbar zu wenig Zeit habe, denn ich denke dann häufig beim Spazieren gehen: Ich könnte dies und jenes noch erledigen. Aber manchmal machts mir auch Spaß. Und ich versuche dem Hund auch einen schönen abwechslungsreichen Spaziergang zu bieten..
Natürlich kann man sich komplett einschränken und dem Hund dafür ein tolles Leben bieten, aber ich finde es erschreckend, dass es tatsächlich Menschen gibt, die einem raten, man solle einfach Aktivitäten unterlassen oder aufs Minimum reduzieren. Das finde ich nicht gesund. Das sind dann Leute, die ihren Hunden 90€-Hundefutter kaufen und ausblenden, dass es auf der anderen Seite der Welt Menschen gibt, die verhungern. (Ich will damit nicht sagen, dass ich den Hunden das nicht gönne o.ä., sondern dass man auch Relationen sehen muss und nicht die Realität ausblenden sollte.... - Ich war dieses Jahr für WordlVision unterwegs - nur 9€ im Monat können Menschenleben retten).

Ich hab gerade das Gefühl, ich stecke in einer Zwickmühle und kann mich für mich oder für meinen Hund entscheiden, dabei will ich, dass es beiden gut geht. :( Die Vorstellung eines Tages nicht mehr Schwanzwedeln meines Hundes sehen zu können, zerbricht mir das Herz, auch wenn ich mich in diesem Fall für andere Aktivitäten und gegen meinen Hund entschieden hätte.
Es ist ein wirklich schreckliches Gefühl....
Vielleicht würde es meinem Hund in einer Familie mit Garten und Zeit und Liebe wirklich besser gehen.
:(Ich weiß es nicht!


An Deiner Stelle würde ich ein gutes Zuhause für ihn suchen (ich drücke die Daumen, dass Du eines findest!) - und dann später irgendwann mal, wenn Du wirklich bereit bist, kannst Du evtl. dann ja genau so einem Hund (oder einem anderen Wurm aus dem TH) ein neues Zuhause geben, wo dann alle glücklich sind...
Sagen meine Eltern auch immer... Nur ich hab das Gefühl, wenn ich meinen Hund jetzt abgebe, werde ich mir das 1. nie verzeihen können und 2. niemals wieder einen Hund haben können.:(

An alle, die unnützes OT schreiben:
[VERSTECK]Abgesehen davon, Smoothie, dass ich dieses Jahr auf Kampagne war, umvorurteilhafte Menschen wie du einer bist davon zu überzeugen,Patenkinder zu übernehmen oder zumindest kleine regelmäßige Beträge zu spenden, um den ärmsten Kindern der Welt eine Lebensgrundlage zu schaffen, werde ich in zwei Wochen ehrenamtlich Flüchtlingskinder deutsch unterrichten. Im Übrigen war meine Arbeit für die Kampagne auch nur möglich, weil meine Eltern so lieb waren und sich in dieser Zeit um meinen Hund gekümmert haben.Trotzdem erschließt sich mir nicht, weshalb du das Feiern und unter Menschen gehen so negativ konnotierst, jedoch geht mich das auch gar nichts an - denk trotzdem mal drüber nach.
Aber ich glaube, das ist gar nicht Thema dieses Threads, denn die Art und Weise, wie du deine Meinung präsentierst und gleichzeitig keinen Lösungstipp hast, ist ganz und gar nicht in Ordnung. Wenn du nicht in der Lage bist, einen konstruktiven Beitrag zum Thema zu verfassen,solltest du es einfach gänzlich unterlassen.
Und exe, pack dir an deine eigene Nase: Was essentiell ist und was nicht,das entscheidest nicht du. Stell dir vor, es gibt auch Menschen, die meinen, die Hundehaltung wäre rein Zeitverschwendung. Upsss! :eusa_shhh:- Es gibt ganz schön viele unterschiedliche Menschen, unterschiedliche Lebensstile und unterschiedliche Wertvorstellungen, hättste nicht gedacht, was?

Um es euch beizubringen:
Es gibt einen Unterschied zwischen: Seine Meinung zu einem Thema zu sagen und einen Menschen abwertend zu verurteilen.
Der Mensch bleibt dem Hund nicht mal im Windchen treu, wenn gegenüberein schickes Kleidchen wedelt, was ershoppt werden muss. :(
Wer ganze Gedichte aufschreibt, um zu zeigen, wie untreu und schrecklich ein anderer Mensch ist, obwohl dieser höflich nach der Meinung gefragt hat, kann für mich nicht ganz dicht im Kopf sein, aber bevor das ausartet: Nachdem ihr mir so ausdrücklich gezeigt habt, was ihr von mir haltet, interessiert mich eure Meinung nicht mehr die Bohne und ich würde gerne mit anderen Menschen, die vielleicht eine ähnliche Meinung haben wie ihr sie habt, aber diese anders vermitteln und ggf.Lösungsvorschläge parat haben, konstruktiv diskutieren und trösten lassen.
Übrigens helft ihr meinem Hund damit auch nicht, indem ihr mich fertig machen wollt. [/VERSTECK]
 
  • Hund weggeben? Was denkt ihr? Beitrag #27
Ich finde es toll wie du auf die unangenehmen Beitraege reagiert hast, Seifenspenderin.
Bis auf das "nicht ganz dicht" und 1-2 andere "Ausfaelle", hast du sehr reif reagiert.

Ich kann verstehen, dass dir das Herz bei dem gedanken bricht, deinen Hund abzugeben.
Ich kann auch verstehen, dass du deine Freizeitgestaltung zugunsten des Hundes so sehr organisieren und einschraneken willst.
Jeder hat einen anderen Lebensstil. Ich bin nie viel ausgegangen. Bei mir war und ist es meist moeglich die Hunde bzw damals nur ANuk mitzunehmen. Ich hatte aber auch ueberwiegend Hunde-Freunde, fuer die das einfach auch normal war und ist, dass die Hunde dabei waren, wenn ich kam und wir haben dann auch "hundegerechte" Sachen unternommen.
Im Sommer gehe ich demnach auch nur an oeffentiche Seen, wo ich UND Hund ins Wasser koennen.
Aber so moechte nicht jeder leben und das ist ok. Fuer den einen ist der Hund ein begleitender Partner, der dabei ist. Fuer den anderen eine moeglichkeit seine Freizeit zu gestalten. Und dann muss man halt organisieren und schauen wie hoch die Bereitschaft dazu ist und wo Abstriche gemacht werden. UND ob das was bei raus kommt fuer alle ok ist.
 
  • Hund weggeben? Was denkt ihr? Beitrag #28
Ich möchte dir nur eine Frage stellen, nicht böse auffasssen, denn ich verurteile niemanden. Ich musste früher auch schon einen Hund ziehen lassen als ich bei meiner Tante lebte und ich weiß wie hart es ist.

Wenn du schon immer gerne unter Menschen warst. Wie hast du es früher gewuppt, wenn du schon immer mit Hund alleine warst? Ich mein Uni, freizeit und Hund...hat sich das so stark geändert? Und ich frage mich dann auch immer, wenn man weiß, man hat in der UNI wenig zeit und dann liebt man es unter Menschen zu gehen, man hat die Meinung das man sich nie einschränken will weil es Lebensqualität zerstört, warum holt man sich einen Hund? Ich mein 3 Jahre sind ja nichts...:eusa_think:
 
  • Hund weggeben? Was denkt ihr? Beitrag #29
Natürlich kann man sich komplett einschränken und dem Hund dafür ein tolles Leben bieten, aber ich finde es erschreckend, dass es tatsächlich Menschen gibt, die einem raten, man solle einfach Aktivitäten unterlassen oder aufs Minimum reduzieren. Das finde ich nicht gesund. Das sind dann Leute, die ihren Hunden 90€-Hundefutter kaufen und ausblenden, dass es auf der anderen Seite der Welt Menschen gibt, die verhungern. (Ich will damit nicht sagen, dass ich den Hunden das nicht gönne o.ä., sondern dass man auch Relationen sehen muss und nicht die Realität ausblenden sollte.... - Ich war dieses Jahr für WordlVision unterwegs - nur 9€ im Monat können Menschenleben retten).

Das ist eine reichlich merkwürdige Argumentation, finde ich.

Warum soll ich das Lebenwesen, welches an meiner Seite ist, jeden Tag, zurücksetzen nur weil ich irgendeinem anonymen Lebewesen in Hintertimbuktu damit helfen könnte? :eusa_think: Und ja, ich bin der Meinung, man sollte in erster Linie vor der eigenen Haustüre kehre und sich dann erst an das Große und Ganze wagen. Und ja ich bin so ein "ungesunder" und in deinen Augen realitätsfremder Mensch...ich habe Hunde und die bekommen von mir alles, was sie brauchen. Und ich habe nebenher keine Kinderpatenschaft oder ein Caritasabo. Wenn ich allerdings in meinem Umfeld einen Menschen habe, der Hilfe braucht, dann bekommt er sie auch. Von Angesicht zu Angesicht.

Wenn du ein so extrem nach außen orientierter Mensch bist und so viel unterwegs bist (und ja ich finde das viel), warum hast du dann überhaupt einen Hund? :eusa_think: Bzw. was genau hast du mit der Hundehaltung angestrebt? Du sagst selbst der Hund schränkt dich ein, kann nicht immer und überall mit hin - aber dir ist das wichtig, du willst raus, spontan sein, frei sein, nicht etwas im Hinterkopf haben - warum dann ein Hund? Warum dann überhaupt die Verantwortung für ein anderes Lebewesen übernehmen, welches auf dich angewiesen ist? Das verstehe ich nicht und würde gerne erfahren, was deine Intention war.

Auch wenn es so geklungen hat, mein Hund ist mir grundsätzlich nicht lästig oder so.

Momentan ist es halt wirklich so, dass ich mich so fühle, als wäre ich an meine WG gefesselt. Bis auf Spaziergänge sollte ich möglichst viel zuhause bei meinem Hund sein. Dieser Gedanke engt mich ziemlich ein.

Alleine diese Widersprüchlichkeit und deine Wortwahl zeigen doch schon, dass es Zeit ist einen anderen Weg zu finden.
Und auch wenn es finanziell und tatsächlich auch organistaorisch sicher irgendwie hinzubekommen wäre, was hättet ihr beide davon - du und dein Hund?
Du wärst weiter genervt und dein Hund weiter nur Beiwerk - und das finde ich für beide Seiten keinen erstrebenswerten Zustand. Deshalb auch mein klarer Rat zur Abgabe.

Ich kann es wie gesagt in keiner Weise nachvollziehen, wie und was du beschreibst, weil ich mich mit meinen Hunden in meinem Leben einfach richtig fühle und weil ich auch, wenn ich mal genervt bin und zurück stecken muss, nie den Wunsch habe die Hunde seien nicht da, trotzdem finde ich es gut, dass du ehrlich bist und nichts schön redest. Ich hoffe, dass du in dieser Ehrlichkeit auch bald eine Entscheidung treffen kannst für den Hund - und auch für dich.
 
  • Hund weggeben? Was denkt ihr? Beitrag #30
Stimme Topina zu.

Leute in Timbuktu sollen mir wichtiger sein als das Lebewesen was ICH mir ins Haus geholt habe? Was ICH haben wollte? Nö way, helfen schön und gut, aber nicht wenn dann Wesen leide die ICH haben wollten.

Wozu wolltest du ein Hund, war das rein eine Teenie entscheidung ala ´Ich will aber´ oder hatte es einen tieferen Sinn, dass jetzt alles wichtiger ist?
 
  • Hund weggeben? Was denkt ihr? Beitrag #31
Seifenspenderin, ich finde es gut, dass Du Dir so viele Gedanken machst!
Sicher kann man ganz einfach sagen: "Hätteste Dir vorher überlegen müssen" oder: "Siehste, daher raten immer alle von der Abschaffung eines Hundes im Teenie-Alter ab".
Aber dass Du hier so ausführlich und ehrlich schreibst, zeigt doch, dass Du den Hund eben nicht leichtfertig abgeben willst (sonst hättest Du hier gar nicht erst schreiben brauchen, zumal Du ja ziemlich sicher sein konntest, dass Du Gegenwind bekommst und auch manches liest, was unbequem ist...)

Ich würde nochmal an der Idee mit dem "Zweitbesitzer" dranbleiben (wobei Du Recht hast, so jemanden muss man erstmal finden...) bzw. an der Idee, dass der Hund tatsächlich überwiegend bei Deinen Eltern bleibt, Du aber trotzdem so viel Zeit wie Dir möglich ist mit ihm verbringst. Da müssen natürlich Deine Eltern mitspielen...

Ich kann übrigens auch diejenigen verstehen, die sagen: "Ich hab´ das Tier und es ist mein Ein und Alles und ich verbringe jede freie Minute mit ihm." Wie Tompina z. B. sehr schön sagt: "weil ich mich mit Hunden in meinem Leben einfach richtig fühle".
Manchmal kann es aber auch sein, dass man sich das alles erstmal sehr rosig vorstellt und denkt: "Pack ich sicher!" - und dann eben doch feststellt, dass einem das Ganze über den Kopf wächst.
Wir haben auch sehr lange überlegt, ob wir uns Katzen anschaffen. Ich selbst hatte vorher noch nie welche, kannte höchstens die von Freunden und Bekannten, fand die auch immer toll, bin aber erstmal nicht auf die Idee gekommen, mir selber welche anzuschaffen. Meine Frau hatte Katzen - eine wurde in jungen Jahren überfahren, die andere war eine echte "Problemkatze" , hat überall hingestrullt und Häufchen hinterlassen, hat Menschen attackiert...Das ist aber nur das, was ich gehört habe, kennen gelernt habe ich diese Katze nie. Ist auch 17 Jahre her). Meine Frau hat sie trotzdem behalten, bis dann ihre damalige Freundin einzog, die eine massive Katzenhaarallergie hat (hat sie wirklich, die bewegt sich bei uns nur mit Mundschutz und Allergiespray und auch das nur kurz...) - da wurde die Katze dann abgegeben... Meine Frau wollte daher auch keine Katzen mehr - was, wenn wieder Allergie? Was, wenn wieder so´ne aggressive Katze? Letztendlich haben wir uns dann für die Katzen entschieden und trotz einiger Schwierigkeiten (siehe diverse meiner Threads) sind sie hier und bleiben auch hier. Das aber eben auch nur, weil wir eher häuslich sind, auf gemeinsame Urlaube verzichten (wer würde 6 Katzen versorgen (können), wenn er nicht selbst der absolute Katzenfreak wäre) und uns eben auch viel und gern mit ihnen befassen.
Es hätte aber auch sein können, dass ich feststelle: Joar, so´ne Katze ab und an mal bei Freunden ist ganz nett, aber mir wird dann die ständige Verantwortung doch zu viel - oder ich werde mit den Katzen nicht wirklich warm. Und dann?
Ein Tier auf Teufel komm´ raus zu behalten, wenn man mit der Situation nicht glücklich ist, funktioniert nicht. Dann sind nämlich alle Beteiligten unglücklich. Egal wie oft man sich das vorher überlegt haben mag...

Insofern wünsche ich Dir sehr, dass Du eine Entscheidung treffen bzw. finden kannst, die für alle Beteiligten zufriedenstellend ist!

LG, seven

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

edit: Was mir noch einfällt: Ich kann mir vorstellen, dass Seifenspenderin sich jetzt in einer Art "Rechtfertigungsspirale" befindet. Sie hat versucht zu erklären, warum ihr das mit dem Hund sehr schwer fällt - dann bekommt sie mehr oder weniger direkt gesagt, dass sie nicht bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Dann bekommt sie das Gefühl, sie muss sich rechtfertigen, indem sie Punkte angibt, in denen sie durchaus Verantwortung übernimmt (außer ihrem Hund, denn wie gesagt, wenn sie einfach "keinen Bock" mehr hätte, könnte sie sagen: "Ich hab´ ´ne Allergie, der Hund muss ins Tierheim") - und dann kriegt sie dafür auch wieder eins auf die Mütze, denn ihr Hund muss ihr über alles gehen... Das kann´s auch nicht sein - es ist doch ihre Entscheidung. Und sie macht es nicht STATT ihres Hundes sondern zusätzlich...
 
  • Hund weggeben? Was denkt ihr? Beitrag #32
Mit 17 war ich natürlich noch anders. Und wie gesagt, da konnte ich meinen Hund immer zu meinen Eltern bringen, wir haben praktisch in einem Haus gewohnt. Heute wohnen wir in zwei verschiedenen Städten und es ist immer ein wenig umständlich.
Und man verändert sich, ja, auch in 3 Jahren. Ihr kennt mich doch gar nicht. :)
Naja und bis vor 8 Monaten hatte ich noch nen Freund, der mir ein bisschen geholfen hat. Da war ich noch nicht ganz so viel unterwegs, wir waren auch viel zu zweit und für ihn war der Hund immer ok. Aber jetzt z.B. weiß ich gar nicht, ob ich das nochmal so möchte. Ich habe gemerkt, dass ich deutlich ausgeglichener bin, wenn ich viel unter Menschen bin und auch mal als "Nicht-Hunde-Mama".
Ich und meine Situation haben sich eben verändert und ich habe das Bedürfnis, viel unterwegs zu sein. Es tut mir gut und ich will auch noch mehr tun als jetzt. Aber im Prinzip ist es egal, was genau ich tue, ob sinnvoll oder nicht, ob "Weltfrieden" oder "nur shoppen". Man tut unterschiedliche Dinge, manche sind wichtiger, andere unwichtiger, aber alles davon raubt Zeit. Mir gehts momentan darum, dass ich mich ein bisschen ausprobieren möchte. Wenn z.B. mein Hund bei meinen Eltern ist und ich zu Besuch bin, gehe ich sehr gerne mit ihm spazieren, spiele mit ihm etc., weil ich mir dann die Zeit nehmen kann. Und selbst im Urlaub dachte ich mir: Ach, wie schön wäre es, wenn der Hund hier wäre und wir gemeinsam am Strand spazieren könnten. Aber jeden Tag wird mir das momentan zu viel. Klar klingt das alles nach "Gib den Hund doch weg" - ja, und genau deswegen schreibe ich hier rein! Wenn das alles kein Problem wäre und mir das alles nicht zu viel werden würde, würde ich das nicht tun. Aber dennoch bin ich hin und her gerissen. Ich habe das Gefühl, ich könnte eine Trennung vom Hund nicht übers Herz bringen, weil der Hund ja gewisserweise abhängig von mir ist und ich eigentlich auch Verantwortung tragen muss und ich denke dann jedes Mal: Reiß dich zusammen, du kriegst das irgendwie hin. Und dem Hund gehts hier momentan gut, weil ich gerade alles versuche, um ihm gerecht zu werden, aber wie man sieht, gehts mir damit irgendwie nicht so berauschend.
Es ist so schwierig und ich weiß, mir kann keiner die Entscheidung abnehmen. Ich glaube, ich werde jetzt erstmal darüber nachdenken, was ihr geschrieben habt und werde nochmal mit meinen Eltern sprechen und dann nach Möglichkeiten Ausschau halten.
Gerade gehts meinem Hund ganz gut, war mit ihm laufen und er ist ausgepowert...Aber wieder denk ich: Ich hätte auch früh aufstehen und in der Uni meine Hausarbeit weiter schreiben können und die freie Zeit danach für irgendetwas anderes nutzen.


Es macht mich sehr traurig, wenn ich sowas lese wie "der Hund als Beiwerk"..Das will ich natürlich nicht und so habe ich das noch nie gesehen. Natürlich verdient es mein Hund, kein Beiwerk zu sein und er ist es auch nicht, jedenfalls meistens nicht... Aber ach man, ich weiß nicht, was ich tun soll. Hab das Gefühl, ich kann das Problem einfach nicht lösen. Es gibt so viele schöne Momente. Z.B. gestern als mein Hund mit aufm Familiengeburtstag war. Neben dem Baby war der Hund eine der Hauptattraktionen. Aber jetzt, wo ich wieder in meiner Unistadt bin und was mit Freunden unternehmen wollen würde, ist mir der Hund wieder zu viel. Und wieder denk ich nur: Reiß dich zusammen, du kriegst das irgendwie hin. Es ist ja möglich, das ist mir bewusst, aber scheinbar macht es mich ja nicht glücklich. ??


Wie würdet ihr denn nach nem 2.-Hund-Besitzer suchen? Und wo? Ebay-Kleinanzeigen halte ich nicht für so vertrauenswürdig, was Tiere angeht..
Muss man da auch irgendnen Vertrag machen o.ä.? Also der Hund ist ausm Tierheim und laut Vertrag gehört sie meiner Mutter (aufm Pass steht trotzdem mein Name)...

OT:
Mehr zu meiner Vergangenheit ist, glaub ich, nicht nötig zu wissen. Schon gar nicht, was ich mit 17 gemacht habe. Abgesehen davon habe ich mein Desinteresse zur Unterhaltung mit bestimmten Menschen schon angedeutet.

Zum Thema Hilfen und Spenden etc. - da habe ich wohl ein heikles Thema angeschnitten. Ich habe da ne andere Meinung zu als ihr, aber ich möchte darüber gerade nicht diskutieren, das ist nicht Ziel meines Threads gewesen. Ich respektiere eure Meinungen.
 
  • Hund weggeben? Was denkt ihr? Beitrag #33
Ich sehe es so..

Du WILLST den Hund eigentlich gar nicht mehr in deine Alltagsaktivitäten einbinden.. wie du schreibst:

Ich habe gemerkt, dass ich deutlich ausgeglichener bin, wenn ich viel unter Menschen bin und auch mal als "Nicht-Hunde-Mama".

Man ist aber nun mal Hundebesitzer. Und das Vollzeit... Man kann den Hund mal sitten lassen, das schmälert allerdings nicht die Verantwortung dem Hund gegenüber.


Es ist durchaus möglich einen gut erzogenen Hund vollkommen in den Alltag zu integrieren. Ich kenne genug Hunde die mehr oder weniger 24/7 dabei sind. Da wird eben nicht ins Schwimmbad gegangen sondern an den See.



Es wirkt einfach als ob du schlicht und ergreifend keine Lust hast auf die Arbeit die ein Hund macht... Die "tollen Momente" wiegen deine Unlust dich regelmäßig für den Hund "freizumachen" nicht auf...
Aber wieder denk ich: Ich hätte auch früh aufstehen und in der Uni meine Hausarbeit weiter schreiben können und die freie Zeit danach für irgendetwas anderes nutzen.
 
  • Hund weggeben? Was denkt ihr? Beitrag #34
Und exe, pack dir an deine eigene Nase: Was essentiell ist und was nicht,das entscheidest nicht du. Stell dir vor, es gibt auch Menschen, die meinen, die Hundehaltung wäre rein Zeitverschwendung. Upsss! :eusa_shhh:- Es gibt ganz schön viele unterschiedliche Menschen, unterschiedliche Lebensstile und unterschiedliche Wertvorstellungen, hättste nicht gedacht, was?
Ich soll mir an meine eigene Nase packen? Was zur H...?

Oh doch, so lange es um MEINE GEDANKEN geht, ist der Abgabegrund essentiell. Denn es ändert die Sachlage massiv ob ein angstaggessiver Hund nicht mehr in der Familie bleiben kann oder ob man aus Faulheit nach einem anderen Zuhause schaut.

Und stell dir vor, ich bin kein Eremit der irgendwo in den Bergen lebt, keine Freunde und/oder kein Leben neben den Hunden hat. Auch ich will ins Schwimmbad, in die Disco, zum Sport, aufs Oktoberfest, usw. Aber ich wollte diese Hunde und tue das möglichste, damit alle zufrieden sind. Dann muss man manchmal "nein" sagen, Zeit freischaufeln, später nachkommen.

Unterschiedliche Wertvorstellungen kann man das natürlich auch nennen - andere nennen es eben Egoismus. Ein wenig Egoismus ist gut und wichtig, sonst verkümmert man. Man sollte sich aber auch nicht als Mittelpunkt der Welt sehen und schon gar nicht so "von oben herab" reden", wenn man kritisiert wird. Es mag bitter sein, aber letztendlich bist du schuld und nicht wir.

Letztendlich bleibt es dabei, dass du aktuell nicht willens und/oder fähig bist Verantwortung zu übernehmen. Das steht dir natürlich zu, ist halt nur dumm gelaufen, dass du jetzt nen Hund an der Backe hast.

Ich finde es toll wie du auf die unangenehmen Beitraege reagiert hast, Seifenspenderin.
Bis auf das "nicht ganz dicht" und 1-2 andere "Ausfaelle", hast du sehr reif reagiert.
Sorry, aber sogar mein kleiner Bruder würde vernünftiger reagieren. Das Mädel ist 20, erwachsen und nicht 12!

Besondere Kritikfähigkeit kann ich nicht erkennen; viel mehr wird bei allem wo es nicht heißt "oh du arme, gib den Hund besser ab" gegengeredet.
 
  • Hund weggeben? Was denkt ihr? Beitrag #35
Off-Topic
Besondere Kritikfähigkeit kann ich nicht erkennen
Der TE zu unterstellen sie wäre faul und egoistisch finde ich verletzend.
Wenn ich dir nun aufgrund deiner Redeweise unterstelle du seist arrogant und anmaßend wurdest du dir dann diese Kritik zu Herzen nehmen und in Zukunft deine Wortwahl überdenken? Oder hätte ich vielleicht nicht doch mehr Chance bei dir auf "Kritikfähigkeit" zu stoßen wenn ich es etwas freundlicher formuliere?

Nichts gegen Meinungsäußerungen, geht aber auch höflicher und bringt dann einfach mehr wenn es ein wenig konstruktiver ist.
 
  • Hund weggeben? Was denkt ihr? Beitrag #36
Off-Topic

Der TE zu unterstellen sie wäre faul und egoistisch finde ich verletzend.
Off-Topic

Wie umschreibt man das denn geschickt? Es ist ja nun mal so, dass es sich hauptsächlich um sie dreht und der Hund nach eigenen Angaben "bei der Entspannung stört".

Du kannst mir gern unterstellen, ich sei arrogant und anmaßend. Können wir drüber reden, wenn ich mal keine Lust mehr auf meine Haustiere habe. ;-)

Für mich gibt es in diesem Thema einfach keinen Grund Beifall zu klatschen oder Mitleid zu heucheln. Weder, weil die TE so arm ist, noch weil sie so toll reagiert.
 
  • Hund weggeben? Was denkt ihr? Beitrag #37
Exe, ich stimme dir in sofern zu, dass ich auch kein Mitleid habe mit der TE, weil man sich eine Anschaffung eines Haustiers einfach besser ueberlegen muss. Es unter den gegebenen Umstaenden zu behalten halte, halte ich fuer falsch. Und "nur" weil es so schwer faellt und man den Hudn so lieb hat und an 2/7 Tagen hat er es ja sooo gut, halte ich auch fuer egoistisch.
ABER es ist immer eine Frage dessen, wie man seine Meinung dar stellt.

Und ich finde die Reaktion der TE auf deine und Smoothies Posts reif, weil ich bei euren Beitraegen wohl erstmal explodiert waere.
Sie ist zum groeßten Teil sachlich geblieben, bis auf nachvollziehbar Patzer, Smoothie gegenueber. Und die finde ich wie gesagt mehr als verstaendlich. Denn es interessiert nicht was sie von der Setzung der Prioritaeten anderer haelt und einen Menschen danach zu "werten" steht niemandem zu!
 
  • Hund weggeben? Was denkt ihr? Beitrag #38
Ich hab schon direkt am Anfang überlegt, mal was zu schreiben, es dann (lieber) gelassen...

Ich seh das mal von zwei Seiten:
Ich habe keinen Hund, aber manchmal fühle ich mich auch mit meinem Kleinvieh (natürlich ist das "Vieh" nett gemeint und nicht abwertend etc.) überfordert, grade zu der Zeit als meine alten Kaninchen noch waren und ich dann z.T. 3, 4 Patienten auf einmal hatte (Kaninchen mit Herzproblemen, Meerschwein mit Zahnproblemen, Meerschwein mit Arthrose, Rennmaus mit Gebärmutterzyste(n); wie gesagt: Alle relativ gleichzeitig). Da hab ich auch manchmal gedacht "Wieso tu ich mir das nochmal an?" Jetzt ist, von der Patienten-Liste, nur noch das Meerschwein mit Zahnproblemen da. Da denkt man auch mal über Abgabe nach, nicht direkt von allen, aber halt um das zu Minimieren. Ich kann mich halt nur nicht trennen... Also ich hab durchaus Verständnis.

Dann seh ich das von der eher von der anderen Seite, die das so gar nicht verstehen kann. Einfach weil ich mir schon ewig einen Hund wünsche und noch nie einen eigenen hatte. Früher wurde ich damit "vertröstet", dass meine Großeltern (bis Februar 2008) immer einen hatten, dann hatte ich immer mal Betreuungshunde und ein paar mal war ich soo kurz davor einen zu bekommen... Der Wunsch ist da, der Wunsch wird bleiben und ich hab gestern erst zu meiner Mama gesagt, dass alle einen Hund bekommen, auch die, die gar keinen verdienen (die erkennt man beim Gassi gehen am gelangweilten Blick, der einem sagt, dass sie nur da sind, weil der Hund mal muss), nur ich nicht...

Also ich würde sagen: Geh mal tief in dich, überlege, ob du das in 4, 5 Jahren vielleicht immer noch so siehst. Wenn deine Eltern (oder andere Verwandte?!) ihn nehmen würden, wäre er ja nicht "aus der Welt". Vielleicht da einfach nochmal reden.
 
  • Hund weggeben? Was denkt ihr? Beitrag #39
Puuh,

schwierige Situation, die ich aber (leider) sogar nachvollziehen kann.
Meine Hündin habe ich ebenfalls bekommen, als ich 17 war. Jetzt bin ich auch 20 und sie ist 3 Jahre alt.

Ich gehöre sicher nicht zu den Stubenhockern und auch nicht zu denjenigen, die ihren Feierabend ausschließlich durch den Hund genießen können. Oft wenn ich nach einem langen Arbeitstag nach Hause komme, möchte ich am liebsten nur noch auf die Couch und nicht alleine durch die Felder streifen. An den Wochenenden gehe ich gerne feiern oder mit Freunden auf Ausflüge. Darunter fallen etliche Dinge, die ich mit Hund nicht machen kann.

Drum bin ich froh, dass ich (noch) Zuhause wohne. Ich muss ehrlich sagen, ich hätte mir keinen Hund angeschafft wenn ich gewusst hätte, dass ich bald studiere / alleine wohne / den ganzen Tag weg bin / meine Eltern mich nicht (sehr) oft unterstützen.

Wenn sie das nämlich nicht tun würden, könnte ich auch keinen Hund halten, da ich meine Freizeit OHNE Hund auch sehr genieße. Solange ich noch daheim wohne, passen meine Eltern regelm. grade am WE auf Nicki auf. Unter der Woche ist sie dank meiner Familie so gut wie nie alleine. Trotzdem gehe ausschließlich ICH spazieren, kann aber danach und auch mal über Nacht abhauen wie ich gerne möchte.

Es war die wichtigste Bedingung, bevor wir sie geholt haben. Wenn ich ausziehe und es nicht mögl. ist sie mit zu nehmen zwecks Arbeit, kann ich sie Zuhause lassen. Allein will und werde ich aber nicht ausziehen. Momentan habe ich einen Partner mit ebenfalls 2 Hunden. Sollten wir zusammen ziehen, dreht sich das Ganze sicher auch, aber man kann sich halt immerhin abwechseln, falls einer mal über Nacht weg möchte oder oder oder..

Trotzdem.. ich kenne das und die Hunde sind mitunter der Hauptgrund, weshalb ich noch zu Hause wohne. Ich kann die Freiheit neben der Verantwortung genießen. Das fällt zum Großteil weg, wenn ich ausziehe. Ich kann den Hund daheim lassen, aber es fällt mir schwer, da ich sehr an ihr hänge.

Irgendwie stecke auch ich in so einer kleinen Zwickmühle, wie du siehst. Nur habe ich mir im Vorfeld gleich mehr Optionen geschaffen und das finde ich, ist sehr sehr wichtig! Weil man nie weiß, was alles passiert.

In meinen Augen solltest du dich auf jeden Fall nach einer Lösung umsehen, die muss ja nicht gleich Abgabe sein. Einen Gassiservice, eine Pension. Sich den Hund mit wem anders 'teilen' und nochmal mit den Eltern sprechen. Aber so wie es jetzt ist, sollte es kein Dauerzustand werden. Das tut weder dir gut, noch ist es dem Hund ggü. fair.

Ich z. B habe zwei nette Schulmädels, die ein paar mal pro Woche kommen und Nicki zum Gassi mitnehmen. Das erleichtert es mir wahnsinnig, weil ich auch mal anderen Hobbys nachgehen kann.
 
  • Hund weggeben? Was denkt ihr? Beitrag #40
Hallo Seifenspenderin,

eigentlich ist die Entscheidung doch schon gefallen, und zwar gegen den Hund.

Du schreibst von Freiheit usw. und du wirst nicht gerade nett zu anderen Usern, wenn sie für den Hund schreiben. Also du rechtfertigst es schon, dass du deine Freiheiten brauchst. Ich sehe da keinen Spielraum. Gebe ihn ab an Menschen, die sich gerne um den Hund kümmern werden.
 
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Hund weggeben? Was denkt ihr?

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