Rasse - Mischlinge

Diskutiere Rasse - Mischlinge im Hunderassen Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo zusammen, tja ob das alles so lustig ist mit den Rassehunden und den Mixen und dies wiederrum zu sogenannten " Labradoodle´s" führt sei...
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  • Rasse - Mischlinge Beitrag #21
Hallo zusammen,

tja ob das alles so lustig ist mit den Rassehunden und den Mixen und dies wiederrum zu sogenannten " Labradoodle´s" führt sei mal so dahingestellt. Ich finde dieses ausprobieren und vermischen nicht ganz so witzig, vom Grundsatz her gibt es ja schon genug Hunderassen und auch Mixe. Warum noch mehr ausprobieren bei dem ganzen Überschuss den es schon gibt?

Ist man sich hier wirklich sicher welche gesundheitlichen Konsepuenzen das auch mit sich bringen kann? Allein bei den Rassehunden, z.B. deutscher Schäferhund, dieser wird mit einer ziemlich abgerundeten Hinterhand gezüchtet, die in der Regel zu Bandscheibenvorfällen oder HD führen, mixt man diesen z.B. mit einem Berner Sennenhund der wiederrum mit den Nieren häufig Probleme hat, was erhält man dann? Nur damit der ausprobierte "BenSchäfhund" dann noch flauschiger vom Haarfell her wird? Der dann evtl. mit bester Garantie auf HD und im schlimmsten Fall mit Schrumpfnieren durchs Leben laufen darf-in diesem Fall wohl eher auf ein kurzes Hundeleben zurückblickt-?

Okay das war jetzt eine etwas drastisch dargestellte Sichtweise, aber ich finde es gibt genügend anerkannte Hunderassen wo jeder auf seinen Geschmack kommt und genügend Mixe sind auch vorhanden.

Ich selbst habe reinrassige Hunde sowie auch Mixe gehabt und habe auch wieder ein gemischtes Trio bei mir. Wobei ich ganz klar sagen muss, das die Mixe im Rahmen der Gesundheit robuster sind als die Rassehunde. Das war bisher meine Erfahrung. Wobei meine Mixe, das ist in dem Fall wirklich witzig, sehr häufig als reinrassige Hunde erkannt werden wollen, wobei beim besten Willen kein Mensch mehr feststellen kann welche Rassen als Erzeuger jemals daran beteiligt waren ;).

Wie ich die Probierzüchterei finde, ich kann nur sagen sein lassen.

Liebe Grüsse

Wanderfalke24
 
  • Rasse - Mischlinge Beitrag #22
Ich stimme DyingDream da vollkommen zu!!!! :clap: Auch die uns heute bekannten Rassen stammen aus ursprünglichen "Vermehrungen" und ich denke nicht, das dies kontrolliert wurde. Und es gibt bestimmt auch Doodle-Züchter(Vermehrer??? ) die sich mit Genetik auskennen und von daher nur gesunde Tiere miteinander verpaaren.
 
  • Rasse - Mischlinge Beitrag #23
sag ich ja dass es bestimmt auch ausnahmen gibt.
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Allerdings gibt es einen entscheidenden unterschied zwischen den heutigen rassen und den doodels. Soweit ich informiert bin, sin zb Labradoodels immer mischlinge mit zb Vater=Pudel und Mutter=Labrador. Sie werden nicht untereinander gekreuzt und deshalb kann gar keine neue rasse entstehen.

Es sind einfach Pudel-Labrador-Mixe mit designer namen.
 
  • Rasse - Mischlinge Beitrag #24
sag ich ja dass es bestimmt auch ausnahmen gibt.
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Allerdings gibt es einen entscheidenden unterschied zwischen den heutigen rassen und den doodels. Soweit ich informiert bin, sin zb Labradoodels immer mischlinge mit zb Vater=Pudel und Mutter=Labrador. Sie werden nicht untereinander gekreuzt und deshalb kann gar keine neue rasse entstehen.

Es sind einfach Pudel-Labrador-Mixe mit designer namen.

Sehe ich ganz genauso.
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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Diese Motivation einer Neuzüchtung ist für mich nachvollziehbar:

 
Zuletzt bearbeitet:
  • Rasse - Mischlinge Beitrag #25
Danke;)

Die heutigen "designerhunde" (oh mann wie ich dieses wort hasse- hat schon sowas von einem gegenstand:roll:) haben nunmal so gut wie nichts mit den Rassezüchtungen von früher zu tun. Sie sind nur aufs äußere reduziert und haben keinerlei gebrauchszweck.
 
  • Rasse - Mischlinge Beitrag #26
Auch die uns heute bekannten Rassen stammen aus ursprünglichen "Vermehrungen" und ich denke nicht, das dies kontrolliert wurde. Und es gibt bestimmt auch Doodle-Züchter(Vermehrer??? ) die sich mit Genetik auskennen und von daher nur gesunde Tiere miteinander verpaaren.

Warum beim Wort Vermehrer drei Fragezeichen anstehen, kann ich mir nicht erklären, da sollte wohl eher beim Wort Doodelzüchter drei Fragezeichen anstehen...aber egal.

...Dann dürfte man aber auch nicht auf die Leute schimpfen, die ihre Hunde im Internet anbieten (Bsp.: Chi-Yorki Mix) ... denn das könnten dann ja auch Leute sein, die sich mit Genetik auskennen, die Elterntiere auf Erbkrankheiten testen usw...

Für mich gibt es in diesem Fall zwischen Doodlevermehrer (designerhunden) oder den Vermehrern, die eben Chi und Yorki kreuzen keinen Unterschied und ich kann auch nicht verstehen warum die Leute da immer Unterschiede machen, wahrscheilnlich sind es eben doch die schönen "Doodel" - Namen... :roll:
 
  • Rasse - Mischlinge Beitrag #28
@Nudl

Wobei man das beim Elo, Eurasier und auch meinem heiss gelieben Kromfohrländer genauso hinterfragen muss. Nicht hinterfragen muss man beim DJT.
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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

ja, das hat ja auch sinn.
Wie zb Mops kreuzungen

Jein. Einen Mops mit einem Beagle zu kreuzen macht für mich keinen Sinn.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Rasse - Mischlinge Beitrag #29
hups... da hab ich mich falsch ausgedrückt:uups:
Ich meinte die Fremdkreuzunge mit passenden rassen, die dem Mops wiedr zu mehr gesundheit verhelfen sollen.
Off-Topic
Leider sind die rassen meist unglücklich gewählt:?
 
  • Rasse - Mischlinge Beitrag #30
Wenn ich dazu eine Frage stellen dürfte: Wenn bei Rassehunden immer alles mit rechten Dingen zugeht, immer alles kontrolliert wird, also auf Herz und Nieren geprüft wird, ob die Elterntiere gesund sind usw., wieso ist es dann beim Schäferhund oder beim Golden eigentlich dazu gekommen, dass sie komplett überzüchtet worden sind, und der Schäfer traurigerweise ein viel zu schwaches Hintergestell bekommen hat. Habe letztens eine junge Bernersennen Hündin kennengelernt, die bereits an Hd und Ed leidet, deren Eltern und Großeltern aber alle tadellose Papiere hatten.
Ihr Besitzer hat für die Anschaffung 1200 € bezahlt und für die Hüftop nochmal 2500€, da er extra zu einem Spezialisten nach Wien gefahren ist.
Die Ellbogen werden nächstes Jahr gemacht, wieder ca 2000€!
Ich befürworte dieses ganze "dedooodle" auch nicht, auch für mich bleiben Mischlinge Mischlinge, aber mittlerweile kann ich über die sog. Rassezucht auch nur noch den Kopf schütteln.
Ich denke, das Hauptproblem bei der Rassezucht, ist, dass die Tiere nur mehr auf Optik und nicht mehr auf eine wirkliche Leistung gezüchtet werden.
Also ich kann nur sagen, wenn es darum geht, eine Rasse wieder gesünder zu machen...sofern das überhaupt möglich ist - (denn was ist, wenn bei einer Mops-Jack Russel Kreuzung -. der Körper eines Mopses und das Temperament eines Jack Russel rauskommt? OMG), dann bin ich absolut dafür, sie zu vermischen.
Wenn es nur darum geht, Geld zu machen und die Tiere nicht artgerecht und liebevoll aufgezogen werden, sind für mich beide Vermehrer - der, der Rassen und der, der Mischlinge züchtet.

Lg
 
  • Rasse - Mischlinge Beitrag #31
@Akita

Mischlinge werden nicht gezüchtet, sondern vermehrt.
 
  • Rasse - Mischlinge Beitrag #32
natürlich gibt es in der rasser zucht schwarze schafe. Darum sollte man sich auch genau über 'seinen' züchter informieren und nur dann einen hund dort holen wenn auch wirklich alles in ordnung ist. Allerdings gibt es in seriösen zuchtvereinen strenge kontrollen, um außzuschließen dass kranke tiere in die zucht gehen.Dann kann man wenigstens sicher sein dass krankheiten nicht erblich bedingt sind.

Der Retro mops ist etwas ganz anderes als die doodels.
Lies mal hier nach:
Diese möpse sind KEINE hybriden wie doodels. Es wurden nur wenige JR eingekreuzt um das blut aufzufrischen und den körperbau zu veränder. Dann wurden diese tiere mit anderen hybriden bzw reinrassigen möpsen verpaart. Die retro möpse die man heute kaufen kann, sind keine mischlinge aus muuter/mops und Vater/JR!
 
  • Rasse - Mischlinge Beitrag #33
@ Flixilotte wie schon gesagt: in meinen Augen werden durchaus Mischlinge und Rassetiere vermehrt! (da Vermehrer für mich bedeutet: auf das Geld aus und sonst nix und das passiert in beiden Fällen meiner Erfahrung nach!)

@ Nudl der Bekannte von mir mit der Bernersennenhündin (leidet an Hd und Ed) hat genau das gemacht - beide Elterntiere und der Stammbaum waren einwandfrei (Züchter im ÖKV)- somit kann man meines erachtens nach nicht ausschließen, dass Hd und Ed(wie in diesem Fall) nicht auftreten, wenn es bei den Elterntieren und im Stammbaum nicht vorkam - sondern, dass es trotzdem vorkommen kann.
Deswegen komme ich (für mich persönlich) zu dem Schluss, dass auch bei genauester Kontrolle Erbkrankheiten bei Rassehunden NICHT ausgeschlossen werden können!

Was bringt es denn dann, wenn ich nun einen Rassehund von einem Züchter habe, der mir nur das Beste vom Tier verspricht, mir Papiere über die Gesundheit der Elterntiere zeigt und ich am Schluss trotzdem ein armes, leidendes Tier habe?
Was für mich z. Bsp. einer der Hauptgründe bei der Wahl meiner Hündin war - da ich durch halb Österreich gefahren bin, auf der Suche nach einem Züchter für einen Langhaarschäfer und einfach keinen gefunden hab. Teilweise versprachen sie einem auf ihrer Homepage das blaue vom Himmel herunter (z. Bsp die Welpen wachsen in der Familie auf - gewesen sind sie dann doch wieder in einem Zwinger, oder die Elterntiere sind wesensfest, aber die Mutterhündin knurrt ihren Züchter an, wenn er sich ihren Babys nähern will, oder die Mutterhündin ist total abgemagert und lebt in einer 1*1 m2 Hundehütte an einer Kette!!!!) und sie waren alle in einem Zuchtverband! (da würde ich wirklich gerne mal wissen, wer das denn bitte kontrolliert?)
mein Traum wäre ein im Familienverband aufwachsender, wesensfester und lieber Langhaarschäfer gewesen, aber nach diesen Erfahrungen mit "Züchtern" kann ich nur sagen, war es für mich keine schwierige Entscheidung meinen kleinen Husky- SChäfer Unfall ;) mitzunehmen, denn die wurde auch ohne Papiere und Aussicht auf einen ellenlangen Stammbaum , gehegt,gepflegt und geliebt.
Ich hab eine Schutzgebühr für sie entrichtet und gut wars. Mit ihrem Züchter (da trifft die Bezeichnung eher zu) stehe ich heute noch in Kontakt und er steht mir bei Problemen gerne zur Verfügung. (obwohl sie bis jetz eigentlich keine gemacht hat)
lg
 
  • Rasse - Mischlinge Beitrag #34
natürlich schließt ein stammbaum keine krankheiten aus! Das habe ich auch nie behauptet. Aber es ist sicher besser mit gesunden hunden zu züchten als mit zwei tieren, die beide bereits hd haben.

Und ich sagte auch, dass man den züchter immer genau begutachten muss bevor man sich für einen entscheidet.
Bei einem seriösen zuchtverein (kenn da eig nur vdh der mir wirklich zusagt) gibt es sehr wohl strenge kontrollen damit genau solche fälle wie du sie geschildert hast nicht vorkommen.

Was hat das eigendlich mit der frage zu tun, ob doodles rassehunde oder mischlinge sind?:eusa_eh:
 
  • Rasse - Mischlinge Beitrag #35
der Bekannte von mir mit der Bernersennenhündin (leidet an Hd und Ed) hat genau das gemacht - beide Elterntiere und der Stammbaum waren einwandfrei (Züchter im ÖKV)- somit kann man meines erachtens nach nicht ausschließen, dass Hd und Ed(wie in diesem Fall) nicht auftreten, wenn es bei den Elterntieren und im Stammbaum nicht vorkam - sondern, dass es trotzdem vorkommen kann.
Deswegen komme ich (für mich persönlich) zu dem Schluss, dass auch bei genauester Kontrolle Erbkrankheiten bei Rassehunden NICHT ausgeschlossen werden können!

HD und ED sind recht komplex, was die Ursachen angeht. Beide Erkrankungen sind zum Teil erblich, zum Teil bedingt durch die Ernaehrung und damit Gewicht und Wachstumsgeschwindigkeit und Belastung im Welpenalter. Wenn da was schief geht, koennen auch die besten Gene nicht mehr helfen.
Richtige Erbkrankheiten wie zB der MDR1 Defekt koennen durch richtige Selektion vermieden werden, multifaktorielle Krankheiten kann man nur reduzieren, im Endeffekt kennt man aber die genauen Mechanismen von HD und ED noch nicht genau genug, um sie wirklich ausmerzen zu koennen - falls das ueberhaupt moeglich ist - da ist die Auswahl gesunder Tiere ohne mit HD/ED assoziierten aeusseren Merkmalen (wie der abfallende Ruecken beim Schaefer) aber trotzdem schon ein Schritt in die richtige Richtung.
 
  • Rasse - Mischlinge Beitrag #36
Stammbaum waren einwandfrei (Züchter im ÖKV)- somit kann man meines erachtens nach nicht ausschließen, dass Hd und Ed(wie in diesem Fall) nicht auftreten,
Es gibt genug Theorien darüber, das HD keine Erbkrankheit ist, sonder durch Aufzucht und Ernährung ausgelöst wird.
Die vielen Fälle in denen Hunde an HD erkranken obwohl die Eltern nicht belastet sind, bestätigen diese Theorien.

Nochmal zum Thema Zucht:
Rassezucht wird aus menschlichem Egoismus betrieben. Menschen möchten Hunde die besonders aussehen, oder besondere Fähigkeiten haben.
Bei der Rassezucht wird zwangsläufig immer der Genpool eingeschränkt, was die Gefahr von Erbkrankheiten erhöht.
Würde man alle Hunde in der Zuchtwahl, nur nach Gesundheit und Wesensfestheit aussuchen und nicht nach Aussehen oder Fähigkeiten dann gäbe es keine rassetypischen Krankheiten aufgrund genetischer Flaschenhälse mehr und wir hätten im allgemeinen viel gesündere Hunde....allerdings gäbe es dann auch nur noch Mischlinge ;)

Bei einem seriösen zuchtverein (kenn da eig nur vdh der mir wirklich zusagt)
Auch beim VDH wird an Standarts festgehalten die das Tier nachweislich quälen oder beeinträchtigen, dass ich das nicht als seriös empfinden kann.

Kennt ihr die "Pedigree Dogs Exposed" Doku der BBC? Zu diesem Thema wirklich sehr sehenswert:


Man muss sich bei den heutigen Hundezuchtstandarts wirklich fragen wie seriös die Rassezucht an sich noch ist.
Doodles und andere Kreuzungen sind dagegen aus meiner Sicht die Aufregung nicht wert wenn wir allein nur über die (genetische) Gesundheit der Hunde sprechen.
 
  • Rasse - Mischlinge Beitrag #37
Rassezucht wird aus menschlichem Egoismus betrieben. Menschen möchten Hunde die besonders aussehen, oder besondere Fähigkeiten haben.
Wobei bei einem Züchter der sich WIRKLICH ernsthaft dafür interessiert gesunde Hunde zu züchten, steckt natürlich noch einiges mehr dahinter als gutaussehende, leistungsfähige Rassehunde mit positiven Gesundheitsergebnisses miteinander zu verpaaren. Aber, und das ist das Problem, das sind die wenigsten.
Es genügt auch nicht sich mit den Mendelschen Regeln auszukennen.


Das Problem liegt einfach darin, dass es gerade mit der Inzucht jeder macht wie er will.
Ich bin ein Inzucht-"Gegener" (wenn man das so formulieren kann), auch wenn das die meisten Züchter heutzutage immer noch (man mag es kaum glauben) ganz anders sehen und am liebsten jeden steinigen würden der etwas gegen Inzucht sagt.:roll:
Man kann es sich selbst aussuchen, unterstütze ich mit einem Kauf Züchter die eine Rasse auf lange Sicht kaputt machen? Oder achte ich darauf, dass Hunde verpaart werden deren Verwandtschaft möglichst gering ist (was keinesfalls das einzige Kriterium sein sollte!!!).
Und die ganzen Neuzüchtungen, die erst mit ach so gesunden Kreuzungen werben, laufen selbst früher oder später in die "Inzuchtfalle" wenn eine Rasse daraus werden soll. Wie viele der Neuzüchtungen haben jetzt schon mit einem zu geringen Genpool zu kämpfen?
Aber genug jetzt, das führt hier zu weit und ich laufe ins Offtopic. ;)

Ich finde Rassevermehrer mindestens genau so schlimm wie Mischlingsvermehrer!
Und wenn es um eher belastete Rassen geht, kann ja jeder selbst entscheiden was er unterstützen will. ;) Berner Sennenhunde z.B. kämen für mich niemals in Frage.
 
  • Rasse - Mischlinge Beitrag #38
Man muss sich bei den heutigen Hundezuchtstandarts wirklich fragen wie seriös die Rassezucht an sich noch ist.
Doodles und andere Kreuzungen sind dagegen aus meiner Sicht die Aufregung nicht wert wenn wir allein nur über die (genetische) Gesundheit der Hunde sprechen.

Eben genau das meine ich. Ob man ihnen nun ein besonders "stylischen" bzw komischen Namen gibt oder nicht. Worauf es wirklich ankommt, ist dass man (genetisch möglichst) gesunde Hunde miteinander verpaart und den Welpen ein liebevolles und sicheres Aufkommen ermöglicht.
 
  • Rasse - Mischlinge Beitrag #39
Man muss sich bei den heutigen Hundezuchtstandarts wirklich fragen wie seriös die Rassezucht an sich noch ist.
Doodles und andere Kreuzungen sind dagegen aus meiner Sicht die Aufregung nicht wert wenn wir allein nur über die (genetische) Gesundheit der Hunde sprechen.

Dann will ich aber auch nicht wissen, was los wäre, wenn jeder die Hunde miteinander kreuzt, die ihm gerade gefallen.

... Schließlich haben nicht nur Rassehunde bekannte Erbkrankheiten - es gibt sicherlich auch genügend Mischlinge, die HD / ED usw. haben.
 
  • Rasse - Mischlinge Beitrag #40
Ich denke eines der Probleme an der modernen Rassezucht ist auch einfach, dass es so schnell Standarts (vorwiegend auch im Exterieur) gibt die die Vereine vorgeben und die eingehalten werden müssen. Früher hatten Rassen auch viel mehr die Chance zu wachsen ohne das es sofort so eng festgelegte Standarts gab. Sicher ist in den zum Teil strengen Vereinsauflagen auch einer der Gründe für die viele Inzuchten zu sehen, schließlich möchte jeder Züchter (schnell) die Vereinsauflagen erfüllen.
Immer extremere Standarts führen dann zu immer krankeren Rassen, hier kann man z.B. sehen wie sich die Schädelform der Bulldogge seit Beginn des Jahrhunderts verändert hat:

Kein Wunder, das diese Hunde krank sind und nicht mehr atmen können, dennoch sind die Vorgaben für die kurzen Köpfe immer noch Bestand der Standarts in den Zuchtvereinen.
Ich möchte auch nicht die Rassezucht grundsätzlich verdammen, nur gibt es in den Vereinen so viele Extreme und so viele Gründe für Zuchtausschluß die nicht auf Wesen oder Gesundheit zurückzuführen sind und das finde ich sehr schade.
... Schließlich haben nicht nur Rassehunde bekannte Erbkrankheiten - es gibt sicherlich auch genügend Mischlinge, die HD / ED usw. haben.
Natürlich gibt es die und ich habe mich auch nicht dafür aussprechen wollen, dass nun wahllos jeder Hund mit jedem gepaart wird ;)
Nur, wenn man die Optik aus der Zuchtwahl komplett raushalten würde (also durch die Rassen kreuzt) dafür aber immer nur Hunde von (genetisch) bester Gesundheit und bestem Wesen kreuzt, hätte man einen größt möglichen Genpool, was die Chance von Erkrankheiten verringert.
Ganz so einfach ist es am Ende natürlich doch nicht, die Abschaffung der Rassen würde andere (genetische) Tücken mit sich bringen (z.B. letale Farbkombinationen), die dann recht schwer überschaubar wären.


Oje, nun wird es wahrscheinlich wirklich gerade Offtopic, aber offenbar liefert das Doodle-Thema immer einen Haufen Gesprächsstoff ;)

Also nochmal schnell zurück zu den Doodlen:
Zugegeben ich finde die Doodle-Mode auch nicht gerade begrüßenswert, aber nicht weil sie "zu teuer sind für Mischlinge" (der Preis eines Tieres macht sich für mich nicht unbedingt an der Reinrassigkeit fest, jeder soll selbst entscheiden ob er breit ist für ein Tier eine bestimmte Summe zu zahlen oder nicht) oder weil eine Kreuzung grundsätzlich viel gefährdeter für Krankheiten ist als ein Rassehund, oder weil es nicht möglich ist Kreuzungen mit züchterischer Sorgfalt bestmöglichst zu ziehen.
Nein, mich stört an den Doodles hauptsächlich, dass es zur Zeit sicher sehr oft vorkommt, dass sie unter Angabe falscher Tatsachen als "allergikergeeignet" angepriesen werden und im schlimmsten Fall von den Familien später wieder abgegeben werden müssen. Da der Doodle in Mode ist, wird es unter den Züchtern sicher auch viele schwarze Schafe geben, die nur das schnelle Geld wollen (das ist aber ein Problem , dem Moderassen leider immer Unterliegen).

So, ich verquatsch mich schon wieder, was ich eigentlich zusammenfassend meine ist:
Es ist nicht alles chico in der Rassezucht und nicht alles falsch an Kreuzzüchtungen, für so schwarz-weiß halte ich die Welt der Hundezucht nicht, beides kann seine Vor- und Nachteile haben die es bei der Diskussion um die Doodles zu bedenken gilt ;)
 
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