Also ich habe mir die Seite mal angeschaut und dinde da so 4 Rassen toll :
Saarlooswolfhund,Belgischer Schäferhund, Australian Kelpie und Australien Cattel Dog
Sind die Rassen den ok oder habe ich mir schonwieder die falschen rausgesucht (ich ahbe sie mir bis jetzt nur kurz angeguckt) ?
lg
Du hast aber auch ein Talent, dir immer die harten Brocken rauszusuchen *lach*
Vom Saarloos würde ich abraten. Alles andere als unkompliziert und, wie schon geschrieben wurde, Jagdtrieb.
Belgische Schäferhunde sind wirklich SEHR triebig. Wenn sie richtig ausgelastet werden, können das prima Hunde sein, aber so ein bisschen neben dem Pferd herlaufen reicht ihnen i.d.R. nicht; sie müssen auch geistig beschäftigt werden.
Das Gleiche trifft auf den Cattle zu - der bringt auch durchaus ein gewisses Aggressionspotenzial mit bzw. Schutztrieb. Das erfordert schon einiges an Fingerspitzengefühl und Hundekenntnis in der Erziehung.
Der Kelpie ist zwar insgesamt etwas ruhiger und sensibler als der Cattle, aber nicht weniger triebig und arbeitsfreudig (Hände weg vom Working Kelpie!). Das sind einfach reine Arbeitsrassen, die - nach meiner Ansicht - an die Schafe gehören. Gerade wenn die nähere Zukunft noch ungewiss ist, würde ich mir mitnichten solch einen Workaholic anschaffen.
Wie oft und wie lange würdest du den Hund denn am Pferd mitnehmen und was würdest du außerdem mit ihm machen können/wollen?
Das Problem ist ja auch folgendes: Du bist jetzt 14...irgendwann ziehst du von Zuhause aus und landest dann gewöhnlicherweise nicht in einem großen Haus mit Garten sondern in einer kleinen 1-2 Zimmer Wohnung in der Stadt. Was passiert dann mit einem so arbeitsfreudigen Hund wie dem Cattle Dog, dem Kelpie, dem Belgischen Schäferhund...? Wenn du da nicht weiterhin ein großes Programm auffährst, nehmen sie dir schlimmstenfalls die Wohnung auseinander.
Das solltest du einfach berücksichtigen. Ich würde, an deiner Stelle, nach einer Rasse Ausschau halten, die zwar sportlich ist und sich gern bewegt, die aber nicht gleich austickt, wenn du das Pensum, aufgrund von Job oder Studium, mal etwas runterschrauben musst.
Was ich da so im Kopf habe:
Großpudel (bevor du mit den Augen rollst - diese Hunde müssen nicht so frisiert werden, wie man sie i.d.R. kennt...es sind leichtführige, hochintelligente und generell sehr verträgliche Hunde, die für alle möglichen Hundesportarten hervorragend geeignet sind)
Schnauzer (hat auch noch einen Schuss Wachtrieb, eignet sich ebenfalls hervorragend als Reitbegleithund)
Dalmatiner (wurde als Begleiter von Kutschen gezüchtet - für dein Vorhaben also nahezu ideal, ist aber noch nen ganzen Tick lauffreudiger als Pudel und Schnauzer)
Smooth/Rough Collie (leichtführig, ohne irgendwelche Jagdambitionen)
Außerdem möglich:
Schapendoes
Appenzeller Sennenhund
Airedale Terrier (mit Jagdtrieb, ist aber in den Griff zu bekommen)
Bobtail
Islandhund
Groß- und Mittelspitz
Lagotto Romagnolo
Bearded Collie
Mudi
Wichtig zu sagen wäre auch, dass zu große/schwere Rassen sich weniger für den Reitsport eignen, da diese doch häufiger mit Gelenk- und Knochenproblemen zu kämpfen haben. Je leichter umso besser.
Natürlich eignen sich auch andere Rassen als Reitbegleithund...sicherlich auch Australian Sheperds und Border Collies...aber die sind natürlich deutlich anspruchsvoller, was körperliche und geistige Auslastung betrifft...
Wie schön diese Hunde auch sind...wenn du ihnen letztendlich nicht das bieten kannst, was sie brauchen, bringt dir die tolle Optik leider auch nix...gerade die sehr triebigen Hütis neigen dann dazu, das Haus umzudekorieren, nervös, hibbelig oder gar aggressiv zu werden...
Und, wie bereits gesagt...die Tierheime sind voll...sowohl mit Welpen als auch ausgewachsenen Tieren...und alles, was nicht zu groß ist, nicht zu schwer und nicht zu jagdfreudig ist als Reitbegleithund geeignet, sofern der Hund denn Spaß daran hat (auch ein nicht ganz unwichtiger Aspekt).