- Beziehungskrise- Ich weiß nicht mehr weiter Beitrag #1
Debbi
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Huhu zusammen,
ich brauch ganz dringend Hilfe. Wenn nicht bald was passiert, weiß ich nicht wie es weiter gehen soll. Vielleicht liest sich jemand diesen ellenlangen Text durch. Ich würd mich freuen.
Es geht um meine Malou und irgendwie auch mich.
Zur Vorgeschichte:
Schon immer war mein größter Wunsch ein eigener Hund. Ich hatte ganz klare Vorstellung, mein bester Freund, mein Begleiter- ein Team.
Schwer war es die Zeit überbrücken. Viele Jahre musste ich warten. Bis zum 27.7.09 Malou in mein Leben getreten ist. Mehr durch Zufall, aber ich war glücklich, mein größter Wunsch war da. Anfangs hatten wir ein paar Probleme, Malou ist stur und hatte die angewohnheit Trotzzupillern, wenn ihr was nicht passte, und ihr passte oft etwas nicht. An der Leine gehen konnte sie garnicht.
Sie war unsicher und panisch in neuen Situationen, hat sicherlich das ein oder andere Mal eine rübergezogen bekommen. Aber das haben wir alles hin bekommen.
Ein Jahr später:
Malou ist ein toller Hund. Sozial Verträglich mit allem und jederman. Lieb, ruhig und geduldig eigentlich ein absoluter Traum. Aber bei ihr stoße ich an meine Grenzen und weit darüber hinaus.
Für viele klingt es vielleicht lächerlich und ist nicht nachvollziehbar aber für mich wird es langsam zu einem größeren Problem.
Malou reagiert nicht auf mich oder mein tun. Sie macht ihren Trott und ich bin Nebensache. Das macht das Ableinen natürlich auch extrem schwierig. Nach einigen Monaten intensiven Schleppleinen Traning, das hervorrragen geklappt hat, ist es für mich an der Zeit es langsam an bekannten und überschaubaren Orten zu probieren. So lange nichts ist hält sie sich auch einen Radius von guten 100m ein. Direkt bei mir gehen tut sie nie. Alles was prima an der Schleppleine funktioniert hat, versagt so bald der Karabiener abgeklinkt ist. Ja, wenn ich Glück habe kommt sie nach der 3 Aufforderung langsam angetrottet, allerdings Nase bleibt auf dem Boden und hin und wieder vergisst man auf halber Strecke was man eigentlich vorhatte. Man kan sie auch nicht locken, das einzige Spiel was sie richtig toll findet, sind andere Hunde. Leckerlies sind überhaupt keine Option, egal was, sie rührt es meist draussen nichtmal an. Handfütterung haben wir einige Monate gemacht, da es aber ein Kampf ist überhaupt Futter in diesen Hund zu bekommen, war ich immer ziemlich lange damit beschäftigt. Erfolg auf irgendwelche Veränderungen- gleich Null. Das habe ich aufgegeben. Ich liebe meine Maus aber jedesmal wenn ich andere Hundehalter mit ihrem Hund sehe, ist das ein Schlag mitten in das Gesicht unsere Bindung ist schwach, bzw ihre zu mir. Es tut sehr weh und ich weiß nicht mehr wie ich das retten kann.
Es ist hier ja nur ein winziger Ausschnitt aus unserem Leben, alles zu erklären und zu beschreiben würde den Rahmen sprengen. Ein weiteres Beispiel. Leichte Übung in der Hundeschule. Hund absitzen lassen und wenn er dich anguckt- lecker rein und weiter. Nach 20min haben wir abgebrochen. Mein Hund guckt mich nicht an. Sie erinnerdt mich manchmal an ein Kind mit ADHS, völlig Reizoffen, alles prasselt auf sie ein und sie kann nicht filtern.
Vielleicht bin ich mit einer völlig falschen Erwartung an das Thema Hund gegangen. Aber mir fehlt eine Beziehung, eine Bindung irgendetwas was mir zeigt das ist mein Hund und der gehört zu mir- und der Hund hängt irgendwie mir. Ich bin "Irgendwer" für Malou und wenn "Irgendwer" erstetz werden würde, wäre das auch okay. Das macht die ganze Erziehung nicht leichter und momentan sind wir an einem Punkt wo es nicht weiter geht und ich am Ende meiner Kraft bin.
Gestern hab ich sie wieder abgeleint, die Strecke kennt sie. X-mal sind wir sie gegangen. Jeden Tag stehen zwei Hunde kläffend am Zaun. Die Schleppleine war locker, Malou würdigt sie keines Blickes. Jetzt ohne Leine - klappt bestimmt! Nein, tut es nicht. Das erste "Nein" von mir löst ein leichtes zucken in ihr aus. Egal, ich muss da hin und zack ist der Hund weg. Ich extrem frustiert- es hat doch immer so gut geklappt. Naja, rufst du deinen Hund. Keine Reaktion. Egal gehste weiter, keine Reaktion, nicht mal ein Blick. Ich merke wie es in mir kocht, ich bin stinksauer. Und dann ist das passiert was niemals hätte passieren dürfen. Irgendwann nach einem bitterbösen rufen kommt der Hund schwanzwedelt auf mich zu und grinst über beide Ohren. Ich schnappe sie mir und verliere die beherschung und brülle sie über. Mir ist bewusst das es in dieser Situation so falsch war. Ich bin geplatzt und konnte nicht mehr. Diese Reaktion von mir wird sich sich merken und ich weiß das es lange dauern wird bis sie mir das verzeiht.
Malou kannte das gebelle da sie es jeden Tag aufs neue erlebt und plötzlich reagiert sie garnicht mehr. Es war frustrierent, aber nicht richtig. Diese kleine, eigentlich lächerliche Situation die warscheinlich jeder Hundehalter kennt hat mich völlig aus der Fassung gebracht. Malou verstand garnicht was los war, sie war völlig geschockt und verängstigt. Was hatte ich getan? Sie zuckte bei jeder Bewegung die ich tat, traute sich nicht mir zu mir. Ich hätte heulen können- falsch ich habe geheult. Ich gebe zu ich bin überfordert. Ich weiß nicht mehr weiter. So gehts nicht und in meinem Kopf tritt der Gedanke auf Malou wieder weg zugeben. Ich kann ihr nicht gerecht werden. Doch dieser Schritt würde mir das Herz brechen, das kann ich auch nicht. Sie würde es überleben, das weiß ich wohl und genau das tut noch mehr weh.
Ich bin an das Thema Hund nicht unbedacht ran gegangen. Seid ich denken kann gehe ich ins Tierheim. Was mit gassi gehen Angefangen hat ist nun Arbeiten mit gehandicapten Hunden zum Beispiel Misshandelten Tieren die völlig verstört sind, daher hätte ich wissen müssen das meine Reaktion völlig daneben war und genau das gegenteil Bewirkt hat von dem was es sollte. Was war mit mir los? So bin ich nicht!
Was bezweck ich mit diesem Beitrag? Ich brauch motivation, ich brauche jemanden der mir in den Arsch tritt und sagt: Reiß dich zusammen und mach weiter, du hast einen tollen Hund.
Vorallem brauch ich jemanden der sich das gejammer anhört und vielleicht eine Antwort darauf hat. Ich musste das los werden. es macht mich fertig.
Ich bin dabei aufzugeben
und diesen Gedanken will ich nicht haben und schon garnicht verwirklichen.
ich brauch ganz dringend Hilfe. Wenn nicht bald was passiert, weiß ich nicht wie es weiter gehen soll. Vielleicht liest sich jemand diesen ellenlangen Text durch. Ich würd mich freuen.
Es geht um meine Malou und irgendwie auch mich.
Zur Vorgeschichte:
Schon immer war mein größter Wunsch ein eigener Hund. Ich hatte ganz klare Vorstellung, mein bester Freund, mein Begleiter- ein Team.
Schwer war es die Zeit überbrücken. Viele Jahre musste ich warten. Bis zum 27.7.09 Malou in mein Leben getreten ist. Mehr durch Zufall, aber ich war glücklich, mein größter Wunsch war da. Anfangs hatten wir ein paar Probleme, Malou ist stur und hatte die angewohnheit Trotzzupillern, wenn ihr was nicht passte, und ihr passte oft etwas nicht. An der Leine gehen konnte sie garnicht.
Sie war unsicher und panisch in neuen Situationen, hat sicherlich das ein oder andere Mal eine rübergezogen bekommen. Aber das haben wir alles hin bekommen.
Ein Jahr später:
Malou ist ein toller Hund. Sozial Verträglich mit allem und jederman. Lieb, ruhig und geduldig eigentlich ein absoluter Traum. Aber bei ihr stoße ich an meine Grenzen und weit darüber hinaus.
Für viele klingt es vielleicht lächerlich und ist nicht nachvollziehbar aber für mich wird es langsam zu einem größeren Problem.
Malou reagiert nicht auf mich oder mein tun. Sie macht ihren Trott und ich bin Nebensache. Das macht das Ableinen natürlich auch extrem schwierig. Nach einigen Monaten intensiven Schleppleinen Traning, das hervorrragen geklappt hat, ist es für mich an der Zeit es langsam an bekannten und überschaubaren Orten zu probieren. So lange nichts ist hält sie sich auch einen Radius von guten 100m ein. Direkt bei mir gehen tut sie nie. Alles was prima an der Schleppleine funktioniert hat, versagt so bald der Karabiener abgeklinkt ist. Ja, wenn ich Glück habe kommt sie nach der 3 Aufforderung langsam angetrottet, allerdings Nase bleibt auf dem Boden und hin und wieder vergisst man auf halber Strecke was man eigentlich vorhatte. Man kan sie auch nicht locken, das einzige Spiel was sie richtig toll findet, sind andere Hunde. Leckerlies sind überhaupt keine Option, egal was, sie rührt es meist draussen nichtmal an. Handfütterung haben wir einige Monate gemacht, da es aber ein Kampf ist überhaupt Futter in diesen Hund zu bekommen, war ich immer ziemlich lange damit beschäftigt. Erfolg auf irgendwelche Veränderungen- gleich Null. Das habe ich aufgegeben. Ich liebe meine Maus aber jedesmal wenn ich andere Hundehalter mit ihrem Hund sehe, ist das ein Schlag mitten in das Gesicht unsere Bindung ist schwach, bzw ihre zu mir. Es tut sehr weh und ich weiß nicht mehr wie ich das retten kann.
Es ist hier ja nur ein winziger Ausschnitt aus unserem Leben, alles zu erklären und zu beschreiben würde den Rahmen sprengen. Ein weiteres Beispiel. Leichte Übung in der Hundeschule. Hund absitzen lassen und wenn er dich anguckt- lecker rein und weiter. Nach 20min haben wir abgebrochen. Mein Hund guckt mich nicht an. Sie erinnerdt mich manchmal an ein Kind mit ADHS, völlig Reizoffen, alles prasselt auf sie ein und sie kann nicht filtern.
Vielleicht bin ich mit einer völlig falschen Erwartung an das Thema Hund gegangen. Aber mir fehlt eine Beziehung, eine Bindung irgendetwas was mir zeigt das ist mein Hund und der gehört zu mir- und der Hund hängt irgendwie mir. Ich bin "Irgendwer" für Malou und wenn "Irgendwer" erstetz werden würde, wäre das auch okay. Das macht die ganze Erziehung nicht leichter und momentan sind wir an einem Punkt wo es nicht weiter geht und ich am Ende meiner Kraft bin.
Gestern hab ich sie wieder abgeleint, die Strecke kennt sie. X-mal sind wir sie gegangen. Jeden Tag stehen zwei Hunde kläffend am Zaun. Die Schleppleine war locker, Malou würdigt sie keines Blickes. Jetzt ohne Leine - klappt bestimmt! Nein, tut es nicht. Das erste "Nein" von mir löst ein leichtes zucken in ihr aus. Egal, ich muss da hin und zack ist der Hund weg. Ich extrem frustiert- es hat doch immer so gut geklappt. Naja, rufst du deinen Hund. Keine Reaktion. Egal gehste weiter, keine Reaktion, nicht mal ein Blick. Ich merke wie es in mir kocht, ich bin stinksauer. Und dann ist das passiert was niemals hätte passieren dürfen. Irgendwann nach einem bitterbösen rufen kommt der Hund schwanzwedelt auf mich zu und grinst über beide Ohren. Ich schnappe sie mir und verliere die beherschung und brülle sie über. Mir ist bewusst das es in dieser Situation so falsch war. Ich bin geplatzt und konnte nicht mehr. Diese Reaktion von mir wird sich sich merken und ich weiß das es lange dauern wird bis sie mir das verzeiht.
Malou kannte das gebelle da sie es jeden Tag aufs neue erlebt und plötzlich reagiert sie garnicht mehr. Es war frustrierent, aber nicht richtig. Diese kleine, eigentlich lächerliche Situation die warscheinlich jeder Hundehalter kennt hat mich völlig aus der Fassung gebracht. Malou verstand garnicht was los war, sie war völlig geschockt und verängstigt. Was hatte ich getan? Sie zuckte bei jeder Bewegung die ich tat, traute sich nicht mir zu mir. Ich hätte heulen können- falsch ich habe geheult. Ich gebe zu ich bin überfordert. Ich weiß nicht mehr weiter. So gehts nicht und in meinem Kopf tritt der Gedanke auf Malou wieder weg zugeben. Ich kann ihr nicht gerecht werden. Doch dieser Schritt würde mir das Herz brechen, das kann ich auch nicht. Sie würde es überleben, das weiß ich wohl und genau das tut noch mehr weh.
Ich bin an das Thema Hund nicht unbedacht ran gegangen. Seid ich denken kann gehe ich ins Tierheim. Was mit gassi gehen Angefangen hat ist nun Arbeiten mit gehandicapten Hunden zum Beispiel Misshandelten Tieren die völlig verstört sind, daher hätte ich wissen müssen das meine Reaktion völlig daneben war und genau das gegenteil Bewirkt hat von dem was es sollte. Was war mit mir los? So bin ich nicht!
Was bezweck ich mit diesem Beitrag? Ich brauch motivation, ich brauche jemanden der mir in den Arsch tritt und sagt: Reiß dich zusammen und mach weiter, du hast einen tollen Hund.
Vorallem brauch ich jemanden der sich das gejammer anhört und vielleicht eine Antwort darauf hat. Ich musste das los werden. es macht mich fertig.
Ich bin dabei aufzugeben