Meine liebe Deejulee, du machst jetzt das durch was jeder Tierbesitzer irgendwann durchstehen muss. Du musst Dich mit dem Tod Deines lieben Hundes auseinandersetzen.
Du musst Dir bewusst machen, das wenn diese Entscheidung den Hund einzuschläfern
zu lassen bestimmt nicht leichtfertig getroffen wurde. Wenn Dein Hund sich nur bis zum Ende gequält hätte und das Leiden sich hingezogen hätte, hättet Ihr euch immer
Vorwürfe gemacht, dass ihr ihm das langsame Sterben nicht erspart habt. Es ist aber genauso schwer sich selber zu vergeben, man hätte nicht alles für sein Tier getan,
was man auch immer noch versuchen sollte, aber manchmal eben nicht mehr hilft. Ich hätte mir gewünscht Dein Grossvater und Du hätten die Entscheidung zusammen getroffen. Aber wenn die Medizin am Ende ist, steht man machtlos und wütent davor und fragt sich wo da Sinn des Lebens ist,
wenn man treue Tiere oder überhaupt einen wichtigen Menschen verliert. Man verliert ein Familienmitglied, was nicht zu ersetzen ist. Ich habe jetzt drei mal durchgemacht was du jetzt in diesem Moment durchmachst und nie gewöhne ich mich daran. Ich habe jedes einzelne Tiergeliebt und jedesmal ist es ein unglaublicher Verlust und jedesmal schwöre ich mir nie wieder einen Hund, du wirst ihn auch wieder verlieren. Aber diese kleinen pelzigen Tierchen lassen uns einfach nicht in Ruhe, sie geben einfach zu viel Liebe ab. Und schon sind wir wieder rückfällig geworden.
Sie können Dir die schönsten Zeit im Leben geben aber auch die schrecklichste.
Ich wünsche Dir viel Kraft für die nächsten Jahre. Nur jetzt kann Dich nichts und niemand trösten.