@sunfight
schau doch bitte mal den Thread "Zu schwer für welsh?" an!
Die Frage ist, weiß Gott nicht, wie schwer oder groß Du bist im Verhältnis zum Pferd/Pony, sondern ob Du reiten kannst und zwar über den Körper, also Körper-und Selbstbeherrschung sind in erster Linie ausschlaggebend!
Ein kleines Beispiel für die Ungläubigen, zur Not auch zum selber ausprobieren!
Einen 25kg schweren Karton, der fest ist und den man gut umfassen kann, kann man leichter tragen als einen 25kg schweren Sack Hafer, wo der Hafer im Sack hin- und herrutscht!
Sprich ein Kind, das auch nur halb so schwer ist wie Du, kann Deinem Pony mehr schaden, als wenn Du es reitest, sofern Du gut reiten kannst!
Ich habe einen alten 1,20m Ponywallach als reinen Beisteller zu meinem alten Kleinen dazugekauft, zum Reiten habe ich ausreichend Große.
Er ging bei der Vorbesitzerin einmal in der Woche mit ihrem 10-jährigen, schlanken Sohn im Unterricht oder besser gesagt, er ging nicht, er hat sich rigoros geweigert!
Ich hab seinen Rücken behandelt, da er eine Fehlstellung im Kreuz-Darmbein-Gelenk hatte, danach hat er so viel Lebensfreude entwickelt, daß er nicht mehr, wie geplant, mit meinem Kleinen zusammenstehen konnte, da er ihn ständig im Spiel gescheucht hat und der Kleine nicht wußte wie er sich noch helfen sollte.
Also kam er zu den Großen, die deutlich jünger und schneller sind als er, sie haben ihn im Spiel gescheucht, so daß man meinte Mitleid haben zu müssen, aber wenn sie keine Lust mehr hatten, hat er den Spieß umgedreht und sie gescheucht bis sie naß waren.
Da lag noch Schnee, also hab ich ihn vor den Schlitten gespannt und arbeiten lassen, im Winter 2009/2010, spätestens nach 1-1 1/2 Wochen wurde er wieder übermütig, dann mußte ich ihn wieder fahren, dann war er ausgeglichen und glücklich und alles lief super in der Herde. Da ich bis dato keine vernünftige Kutsche finden konnte, hatte ich ein Problem, als der Schnee weg war.
Wohl oder übel mußte ich ihn reiten, er fand es super, stand sofort am Zügel und wollte die ganze Zeit fröhlich traben, während ich mir dachte, Junge, Du bist zu alt und ich will nur ein paar Muskeln aufbauen über Schritttraining und Gymnastizierung.
Tja, was soll ich sagen, er liebt es! Wenn ich vergesse, wie lange das letzte Mal her ist, traktiert er die anderen oder versucht, wenn ich mit Halftern in der Hand über den Auslauf gehe, im Vorbeigehen seinen Kopf hineinzustecken!!!
Gut, ich kann sehr gut reiten und wir drehen immer nur kleine Runden durch den Wald, aber auch ohne Sattel.
Und da das Pony sicherlich älter ist, als die meisten, die hier posten, dürft Ihr mir glauben, der weiß schon länger was er will, was ihm Spaß macht und gesund ist für ihn!
Ach ja, auch ohne Sattel sollte man nicht auf den Dornfortsätzen sitzen, sondern auf seinem Hintern, somit kommt man, wenn man einigermaßen normal gebaut ist, neben der Wirbelsäule auf.
Und Hebelwirkung? Habt Ihr denn eigentlich alle kein Becken? Schwingt Ihr denn nicht mit? Entschuldigt bitte mal, das ist Physik, darüber sollte man in der Öffentlichkeit vielleicht lieber nur dann sprechen, wenn man es auch versteht! Ein Hebel hat keine Gelenke, Ihr in Euren Bewegungsapparaten aber doch wohl hoffentlich schon!
Evtl. sollte ich noch erwähnen, daß der Junge vielleicht nur 40-60% meines Körpergewichtes hatte, da meine Größe 1,72m und meine starke Bemuskelung, nunmal eine entsprechende Masse ergibt.
Und obwohl ich überdies nun auch noch erwachsen bin, schaut uns niemand mitleidig an, sondern alle sind begeistert, daß der Kleine so wahnsinnig toll geht, weil das nun kein alltäglicher Anblick ist!
Ein kleines Pony, das durchs Genick und über den Rücken geht und super an den Hilfen steht! Das sehen sie sonst noch nicht einmal bei den Großen in der Form!
Wenn nun jemand, der uns nicht kennt und weniger gut reiten kann, jetzt meint, mich irgendwie angreifen zu wollen dafür...
Also ich reite seit 32 Jahren und hab mir für meine selbstausgebildeten Pferde und mein Können den Respekt von erfolgreichen S-Dressurreitern verdient.
Und meine alte Hannoveraner-Stute, die ich 24 Jahre hatte, selbst eingeritten und ausgebildet, hatte ihr ganzes Leben keine gesundheitlichen Probleme irgendwelcher Art, vor allem auch keinen Senkrücken und wir haben viel miteinander gearbeitet, Dressur, Gelände, Distanz, Springen, Bodenarbeit.
Aber Dein Lüttes sollte wie jedes andere Pferd, das belastet wird, auch, öfter als 1-2x die Woche Rückenaufbautraining durchlaufen. Ohne Rückenmuskeln kein Reitpferd!
Mach Dir lieber Gedanken um einen extrem guten Reitunterricht, als um die Gewichtsschiene, da gibt es nämlich keine pauschalen Aussagen, die richtig sind!
Ich würde auf meinen Kleinen nämlich kein Kind drauflassen, weil Pferde unter dem Unvermögen des Reiters leiden und nicht unter dem Gewicht an sich!
Ich wünsche Dir noch ganz viele tolle Erlebnisse mit Deinem kleinen Schatz!
Lg Nebelchen