Hallo,
Enchyträen sind etwas fortgeschrittener, die Kulturen brauchen mindestens so viel Aufwand wie ein weiteres Aquarium.
Wenn man einen Balkon / Garten und duldsame Mitmenschen hat, geht eine Wasserflohzucht sehr gut über den Sommer, einfach Behälter mit Wasser (je größer je besser) aufstellen, Wasser und einige Blätter rein, Wasserflohbeutel aus dem Zooladen dazu und abwarten.
Bei stehendem Wasser hat man fast automatisch schwarze Mückenlarven, die schmecken den meisten Fischen sehr gut, allerdings entstehen daraus die Stechmücken: also rechtzeitig verfüttern.
Moina soll sehr gut funktionieren, habe ich aber noch keine Erfahrung mit.
Für kleine Fische gibt es noch Microwürmer und Essigälchen, die sind recht Deppensicher, aber nur für Jungfische.
Oberflächenfische mögen auch noch Drosophilen und Springschwänze, beide sind recht leicht zu vermehren.
Aktuell liebäugele ich noch mit Erbsenblattläusen aus der Terraristik, aber da ich die noch nie live gesehen hab, kann ich zu deren Eignung noch nichts sagen. Blattläuse allgemein werden jedoch meist ganz gerne von den Pflanzenstengeln geknabbert (dabei vielleicht keine giftige Pflanze aussuchen... )
Für größere Fische werden Glanzwürmer ausprobiert, allerdings liegen da noch nicht so viele Erfahrungen vor.
Mein aktuell bevorzugter Weg ist es, samt Kescher zu einem kleinen Waldtümpel zu gehen und da rauszufischen, was an Kleinzeug rumschwimmt.
Hier sollte man jedoch wegen der Rechtslage aufpassen. In meinen (Bundes)Ländern ist das nicht legal oder man braucht einen Angelschein, wenn man es trotzdem macht... eigenes Risiko.
Frostfutter ist jedenfalls erheblich weniger Aufwand :mrgreen: Wenn man keine auf Lebendfutter angewiesenen Fische hat, würde ich lieber davon ausgehen.
Grüße