Was in vielen Beiträgen klar wird, ist, dass Zucht offenbar strenge Rahmenbedingungen braucht. Offenbar auch strengere, als es sie heute gibt. Heute ist es ja dann doch leider so, dass jeder Züchter seine Maxime selbst definiert. Je nach Kundenkreis ist diese Definition dann mehr oder weniger an den Interessen der Tiere orientiert. Und Zuchtbedingunungen, die hier im Forum als nicht akzeptabel dargestellt werden, sind ja deshalb noch lange nicht geächtet. Wenn es Kunden gibt, die für Katzen ohne Fell und mit Stummelschwanz entsprechende Beträge bereit sind zu zahlen, wird sich auch jemand finden, der sie züchtet.
Zucht hat positive und negative Aspekte, die es abzuwägen gilt. Was züchten Menschen denn u.a. so?
- Hühner und Puten, die im Wesentlichen aus Brust bestehen
- Kühe, die annähernd 10.000 l Milch im Jahr produizieren
- Rennpferde, die nach ihrer Hochphase zum Schlachtgut werden
- Nacktratten (und -hunde u.a.)
- Katzen ohne Sinneshaare
- Hybridrassen
- Extremzuchten bei Haustieren, vornehmlich Hunden mit Kurznasen, übergroße Tiere, Haut- und Skelettabnormitäten u.v.m.
Daher:
These 5
Tierzucht muss im Interesse der Tiere und einer seriösen Zucht wegen des vielfältigen Missbrauchs in einem Zuchtgesetz reglementiert und bei Verstoß sanktioniert werden. Selbstbeschränkung und Selbstregulierung müssen bei objektiver Betrachtung als gescheitert erachtet werden. Die bestehenden Regelungen im Tierschutzgesetz sind bei Weitem nicht ausreichend.
These 6
[edit: These wegen der Ausdehnung des Aspektes auf Nutztiere getrichen, passt laut Mod-Team nicht ins Forum...]
These 7 (ethischer Aspekt)
Wenn die Regulierung der Zucht nicht gelingt, muss man die negativen Auswirkungen zugunsten der seriösen Zucht hinnehmen, auch wenn letztere in der Minderheit sein sollte.
Hm? LG, Coffee