wasserscheues Pferd

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  • wasserscheues Pferd Beitrag #1
sunnygirl10

sunnygirl10

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Hallo!
Mein Pflegepferd ist nicht direkt wasserscheu, er meidet aber Bäche, Flüsse,... . Mit dem Schlauch kann man ihn aber ohne Probleme abspritzen, an heißen Tagen auch am ganzen Körper (natürliche außer Kopf und so). Sobald beim ausreiten aber eine Pfütze am Weg ist, macht er einen Bogen drum rum. Ich hab schon probiert, ihn mit einem Leckerlie zu locken und bin selbst hineingegangen, aber er blieb draußen. Mit ihm in einen kleinen Bach oder Fluss zu gehen, ist auch unmöglich.
Kann man ihm lernen, auch in Pfützen, Bäche und Flüsse zu gehen?
glg
 
  • wasserscheues Pferd Beitrag #2
naja, eigentlich sollte man das schon lernen können. am besten an einer grösseren pfütze oder an einem flachen seeufer.
hab hier mal ein paar methoden:
1. reitend, das pferd gucken lassen..
2. führpferd das keine angst vor wasser hat vorausgehen lassen
3. absteigen ond ins wasser gehen.. möglichst ruhig... evtl. auch versuchen ein bisschen vom seewasser zum pferd bringen.. zb. an beine.. oder nase.. keine ahnung ob das hilft, aber einen versuch ists sicher wert.
 
  • wasserscheues Pferd Beitrag #3
wie zworgli schon schrieb ist ein führpferd ne super idee. bei uns müssen die pferde immer durch einen fluss daher haben sie keine probleme, aber als wir unseren baderitt hatten ging meine nur weiter wenn das führpferd es vor macht.
meiner meinung nach sollte mit kleinen pfützen begonnen werden. geduld muss man dabei haben aber ich denke das is das kleinere problem^^
 
  • wasserscheues Pferd Beitrag #4
wegen kleineren pfützen.. da besteht einfach die möglichkeit, dass das pferd darum herum hüpft oder einen satz nimmt.. und dümmsterweise im menschen landet. daher eher flache, breite pfützen, damit das pferd auch wirklich einen schritt hinein machen muss! sonst kann das gefährlich werden! ;)
 
  • wasserscheues Pferd Beitrag #5
Also meine konnten wir ein bisschen "austricksen" ..
Vor und hinter uns waren jeweils eine große Pfütze. Da sie natürlich nicht vorwärts rein wollte ich sie aber nur rückwärts gehen lassen hab & nicht zur seite weg, ist sie rückwärts in die andere Pfütze getappst( hat das gar nicht gemerkt) da haben wir dann gedreht. Sind dann durch die ganze Pfütze durch, war ja nicht schlimm, weil sie sowieso scvhon drinn stand & dann haben wir es erstmal dabei belassen.
Man muss aber dazu sagen, dass sie keine Angst vor Wasser hat, sondern das spritzen nur unangenehm findet.
Also ich wusste, dass sie sich nicht erschreckt ;)
 
  • wasserscheues Pferd Beitrag #6
Wie bei generell allen Problemen ist es auch hier wichtig zu verstehen wieso ein Pferd Angst vor Pfützen/Bächen ect. hat.

Die allerwenigsten Pferde haben Angst vor Nassem, sprich z.B. Wasser aus dem Schlauch, Schwamm ect. Wäre auch ungünstig, wenn ein Tier was seinen ursprünglichen Lebensraum im Freien hat, Angst vor Regen hätte, denn das wäre definitiv dann auch mit Unwohlsein verbunden.

Pfützen sind nicht gefährlich für ein Pferd weil sie nass sind, sondern weil sie spiegeln. Einem Pferd ist nicht klar, dass eine Pfütze i.d.R. nicht wesentlich tiefer als der restlichen Boden ist. Wir Menschen wissen das auch nicht, können aber dank unserer geistigen Fähigkeiten abwägen wie "gefährlich" eine Pfütze tatsächlich ist.
Pferde treten bei jedem Wasser was spiegelt in die pure Ungewissheit. Es ist für ein Pferd absolut lebensnotwendig solchen Gefahren aus dem Weg zu gehen um zu überleben.

Wenn einem das bewusst ist, lässt sich wesentlich leichter an dem Problem arbeiten.
Generell kann man es mit Tricks versuchen, wie z.B. mit einem oder sogar mehreren anderen Pferden die keine Probleme mit Bächen haben rausgehen und die anderen durch ein unausweichliches Hindernis gehen lassen. Dann kann man dem Gruppenzwang und Herdentrieb seinen Lauf lassen. Er wird nicht alleine bleiben wollen und wenn die anderen einfach weitergehen wird er früher oder später das Hindernis freiwillig überqueren. Könnte natürlich sein, dass dann in einem großen Hoppser über den Bach drüber gesprungen wird. Aber wenn man diese Situation häufig wiederholt, sollte er mit jedem Tag relaxter werden.
Was Katha geschrieben hat wäre auch einen Versuch wert.
Einfach mal versuchen was er macht, wenn du ihn rückwärtsrichtest. Wenn er einmal drin steht, sollte er das locker nehmen. Da würde ich mich einfach mal dran versuchen.

Wenn er sich gar nicht daran gewöhnen will, wäre meine nächste Idee es mit einer Plane oder sogar mit einem Planschbecken zu versuchen. Erst ohne Wasser und dann immer etwas mehr dazu geben.

Entweder muss er lernen dir in diesen Situationen zu vertrauen, oder er wird hoffendlich irgendwann aus der Routine heraus lernen, dass er in Bäche ect. immer gefahrlos treten kann.



Viel Erfolg!

Liebe Grüße
Jenny
 
  • wasserscheues Pferd Beitrag #7
Wie alt ist denn dein Pferd ? Je älter, desto schwieriger ist es meist ein Pferd davon zu überzeugen, dass es durch Wasser gehen kann. Du kannst also mit einer längeren Lernphase rechnen. Ein jüngeres Pferd ist da meist aufnahmewilliger und lernt recht schnell.
Ich würde es wie bereits vorgeschlagen mit einem Führpferd oder mehreren versuchen. Vllt sogar ein bekanntes, ranghöheres Pferd, dem wird dein Pferd eher folgen als einem rangniederen. Vom Locken halte ich prinzipiell nichts in dieser Situation. Rückwärts könntest du es auch versuchen, aber ich denke der Lerneffekt ist größer, wenn du es vorwärts aus "freiem" Willen hineinschickst.

Aber ich denke solange du nicht mit dem Pferd baden willst oder an den Strand gehst, kann man auch prima ohne Wasserratte oder -pferd leben ;) Mein Pony geht auch nicht gern durch Pfützen, wenn ich ihn allerdings wirklich dazu auffordere dann schon und ich finde das genügt auch.
Übrigens: richtig ideal wäre wenn ihr so einen kleinen Wassergraben hättet, der links und rechts eingezäunt und nicht allzu tief ist. Sowas hatten (bzw. haben wir noch, aber ist inzwischen zu voll gelaufen und stinkt bis in den Himmel...) wir auch mal aufm Hof und daran haben wir auch fleißig geübt, erst rückwärts, dann vorwärts und das klappte irgendwann richtig gut :)
 
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