Pro/Contra eines Zweithundes

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el-sueño

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Einen wunderschönen guten Abend!

Ich greife mal wieder ein altes Thema auf.
Denn auch ich, als Einzelhundhalterin, bin nun am überlegen, ob denn ein zweiter Hund unser Rudel bereichern sollte...

Doch da gibt es ja viel zu beachten deswegen würde ich mich freuen, wenn ihr mir ein paar Pro-/Contra-Listen schreiben würdet.

Denn wer kennt die Vor- und Nachteile besser, als diejenigen, die es jeden Tag live erleben...

Nun denn, ich bin gespannt^^
 
  • Pro/Contra eines Zweithundes Beitrag #2
Ok ich versuche es mal (bitte ergänzen, wenn ich was vergesse :mrgreen:):

Pro:
- Gesellschaft für den Hund
- Mehr zum Schmusen ;)
- Der Ersthund kann den Zweithund miterziehen
- viele ältere Hunde blühen nochmal auf, wenn sie Gesellschaft bekommen

Contra:
- Nicht jeder Hund mag einen Zweithund bzw. teilt gerne
- Auseinandersetzungen zwischen den Hunden, Futterneid usw.
- Doppelt so viel Hund braucht doppelt so viel Zeit, Geld, Aufmerksamkeit, Beschäftigung, ...
- Die Hunde stecken sich gegenseitig mit Krankheiten an (Flöhe, Zwingerhusten, ...)
- Mit fremden Hunden wird es schwerer, da die eigenen im Rudel und damit stärker sind bzw. da Hund A den anderen mag, Hund B aber nicht
- jeder Hund braucht Einzelzeit, schwierig wird es besonders, wenn einer wegen Krankheit geschont werden muss, der andere aber nicht
- Der Zweithund kann sich auch Erziehungslücken vom Ersthund abschauen

Nicht jeden Punkt von Pro und Contra kann man aber gleich werten und miteinander aufrechnen. Natürlich bedeutet ein Zweithund mehr Arbeit, der Ersthund sollte fertig erzogen sein und die Anschaffung - wie immer - gut überlegt sein. Aber einem verantwortungsvollen Hundehalter, und so einer bist du sicher, ist das bewusst. Und die Freude, die ein zweiter Hund einem selbst und seinem ersten Hund machen kann kommt auf einer Liste nicht richtig zur Geltung ;).
Wenn du dir das also gut überlegst, dir deinen Ersthund genau anschaust, einen charakterlich passenden Zweithund findest und dein Gefühl dir sagt, das klappt, dann klappt das auch :D.

Liebe Grüße
 
  • Pro/Contra eines Zweithundes Beitrag #3
...

Die Liste von *Mischling* ist schon mal toll...
Und so greife ich sie auf und schreib, das was mir einfällt einfach mal dazu... ^^

--
Pro:
- Gesellschaft für den Hund
- Mehr zum Schmusen ;)
- Der Ersthund kann den Zweithund miterziehen
- viele ältere Hunde blühen nochmal auf, wenn sie Gesellschaft bekommen
- ein ängstlicher Hund kann sich am selbstbewussten Zweithund orientieren und mehr Sicherheit bekommen.
- Kommando's, wie der Rückruf, lassen sich einem zweiten Hund oft leichter beibringen, wenn der Ersthund diese schon gut beherrscht.
- Es lässt sich noch mehr Zeit mit dem Hundetraining verbringen. (Braucht der eine Hund eine Pause, kann man mit dem zweiten z.B. weiter machen)
- Geht man mit ner zweiten Person, kann man dieser gut eine Freude machen und demjenigen mal die Leine eines der Hunde in die Hand drücken.
- Die Hunde sind zusammen etwas weniger allein.
- Die Hunde sind zu zweit bei einem plötzlichen Angriff stärker als allein.
- Die Hunde haben täglich Kontakt zu einem Artgenossen.
- Es lässt sich für uns Menschen viel mehr vom Hundeverhalten sehen, wenn wir zwei oder mehr Artgenossen halten.
- ...

Contra:
- Nicht jeder Hund mag einen Zweithund bzw. teilt gerne
- Auseinandersetzungen zwischen den Hunden, Futterneid usw.
- Doppelt so viel Hund braucht doppelt so viel Zeit, Geld, Aufmerksamkeit, Beschäftigung, ...
- Die Hunde stecken sich gegenseitig mit Krankheiten an (Flöhe, Zwingerhusten, ...)
- Mit fremden Hunden wird es schwerer, da die eigenen im Rudel und damit stärker sind bzw. da Hund A den anderen mag, Hund B aber nicht
- jeder Hund braucht Einzelzeit, schwierig wird es besonders, wenn einer wegen Krankheit geschont werden muss, der andere aber nicht
- Der Zweithund kann sich auch Erziehungslücken vom Ersthund abschauen
- Ein Urlaub oder Besuch im Restaurant oder bei Freunden ist mit zwei Hunden weitaus komplizierter als nur mit einem.
- Der Lärmpegel (für Nachbarn) steigt bei zwei Hunden.
- Hundesteuer ist beim Zweithund teurer.
- Von manchen Hundebesitzern wird man eher gemieden, wenn man zwei Hunde hat.
- Die Tiere können unterschiedliche Ansprüche entwickeln, wo es dann wesentlich mehr Zeit kostet beiden Tieren auf ihre Weise gerecht zu werden.
- ...

--
Bitte Fortsetzen! *lach*
~§~
 
  • Pro/Contra eines Zweithundes Beitrag #4
Ooooh, das ist ja schon echt viel, Danke! :)

Jetzt zum Lautstärkepegel:
Also Abbylein ist ja (offensichtlich) klein. Und kleine Hunde sind ja gerne laut, wie ich jeden Tag aufs Neue sehe. Wir trainieren zwar jetzt fleißig, wenn ein anderer Hund in der Nähe ist, dass sie mich anschaut und nicht gleich ihr ganzes Repartoire an Dominanzgebährden (wenn es denn welche sind, was ich aber stark vermute) vorzeigt, aber das geht nicht immer so.
Heute zum Beispiel kam aus dem Nichts von hinten ein Goldi angetrabt und war plötzlich hinter Abby. Die hat sich natürlich total erschreckt und zu einer normalen Hundebrüßung konnte es dann nicht mehr kommen. Abby läuft dann immer an der Leine im Kreis um mich herum, was sichtlich ungünstig ist. Ich hab den Goldi dann am Halsband fesgehalten, aber wenn man nur so ein Würmchen gewohnt ist, ist das gar nicht so einfach diese Kräfte zu stoppen.
Dann hat die Frau ihren Hund angeleint und ist weiter gegangen. Abby musste, weil sie ja nun in Sicherheit war, erst mal einen auf groß machen und bellen....:roll:
Nun ist das aber vielleicht nicht so günstig... Der zweite würde dann mitmachen, nehme ich an, oder?

Außerdem schlägt Abby gern an, wenn jemand zu Besuch kommt. Das versuchen wir auch gerade in den Griff zu bekommen...

Ist halt nicht so einfach mit so einem kleinen Kampfhund ;) Aber ansonsten klappt ja alles (meistens, weil Pubertätsphase) wunderbar.
 
  • Pro/Contra eines Zweithundes Beitrag #5
Die Wahrscheinlichkeit ist nicht klein, dass der zweite Hund über kurz oder lang mitmachen würde. ;p
Grade was den Kontakt zu anderen Hunden betrifft, schauen sich die jungen Hunde gerne viel von ihren älteren Hundefreunden ab.
Da würde nur helfen sehr viel und oft mit dem Neuling auch alleine los zu maschieren, damit dieser auch alleine seine Erfahrungen mit fremden Hunden machen kann.
Ansonsten würde ich vorerst noch etwas mehr mit Abby an dem Problempunkt arbeiten.

Ebenso kannst du natürlich auch Glück haben, dass der Neuling die Ruhe in Person ist und sich gar nicht daran stört, was Abby da anstellt und eher seine Ruhe auf Abby überträgt. - Das wäre ja dann ein richtiger Glücksfall.
Häufig ist es aber leider anders rum. ;P

Was das 'anschlagen' im Haus betrifft, hatte ich auch so meine Probleme..
Klingelte es, hatte Pepsi gebellt und spätestens als die Hunde auch mal alleine bleiben konnte, hat Tacka es eingetrichtert bekommen, dass man zu bellen hat, wenn es klingelt, bzw. man mitzubellen hat. ;p
Da ich hier eine überempfindliche Nachbarin habe, ist der Lärmpegel also auch hörbar gestiegen. Denn ein Unterschied, ob 1 Hund oder 2 Hunde bellen ist schon größer als gedacht.
So blieb mir dann nichts anderes übrig als mit beiden zusammen an dem Problem zu trainieren.
Aber - auch das ist Möglich! ;)
Inzwischen überhört Pepsi das Klingeln häufig und bleibt ruhig und dann ist auch Tacka wie selbstverständlich ruhiger. Würde Pepsi aber loslegen, wäre auch Tacka sofort wieder mit dabei. - Grundproblem ist also der 'Ersthund' geblieben, was das -Anschlagen- betrifft.
~§~
 
  • Pro/Contra eines Zweithundes Beitrag #6
Ich finde die Liste von Mischling und DD super, habe auch kaum etwas zu ergänzen, würde maximal etwas abändern

Der Ersthund kann den Zweithund miterziehen

Das würde ich nicht unbedingt immer als Vorteil sehen. Gut ist es, wenn der Ersthund dem Zweithund zeigt, wie es hier im Haus läuft. Das klappt in der Regel fast immer, es sei denn, Zweithund ist (Achtung, schlimmes Wort ;)) sehr dominant und muss es auf eigene Faust probieren. Problematisch wird es aber, wenn der Ersthund noch Baustellen hat. Unsinn schauen sich Hunde nämlich direkt ab :roll: Aber es kann Kommandos wie den Rückruf erleichtern!

ein ängstlicher Hund kann sich am selbstbewussten Zweithund orientieren und mehr Sicherheit bekommen.

Das empfinde ich prinzipiell auch so. Würde es aber auch nur in manchen Fällen positiv betrachten. Es KANN dazu führen, dass der unsichere Hund den anderen Hund für voll nimmt und dich völlig beiseite lässt, weil du eben nicht so viel Sicherheit ausgestrahlt hast, oder der andere Hund einfach besser rüberkommt. Gerne ist es dann auch mal so, dass besagter ängstlicher Hund ganz aufgeschmissen ist, wenn der andere fehlt. Ich weiß natürlich, wie es gemeint war (;)) möchte aber noch deutlich dazu sagen, dass es immer wichtig ist, alles mögliche mit dem ängstlichen Hund auch allein zu machen. Denn er muss auch lernen, dass er durch bestimmte Situationen allein muss.


Mhh ansonsten hab ich spontan nichts mehr der Liste hinzuzfügen *grübel* Ich glaube, wer zwei Hunde hat, wird sie auch lieben und würde sie missen. Wenn es dochmal zu viel ist, liegt es bei vielen Menschen an der Art des Hundes, die sie sich holen. Meine Eltern z.B. hatten Andy und Jerry - beides eher ruhige, gediegene Hunde. Hanna hingegen ist im Verhältnis ein Wirbelwind und meine Eltern sind oft überfordert. Im Nachhinein sagen sie selber, dass ein Terrier wohl doch nicht ins Haus gekommen wäre, hätten sie das vorher gewusst ;) Ich denke, mit einem ruhigen adulten Zweithund von 5-6 Jahren, sähe alles anders aus.
 
  • Pro/Contra eines Zweithundes Beitrag #7
Danke für die Antworten.

@ DyingDream: Ich hatte ja vor, mir eher einen ruhigeren Hund zu holen. Ob das dann so gelingt und er dann still bleibt, das weiß man ohnehin erst, wenn man es ausprobiert hat. Abby ist ja schon ein kleiner Wirbelwind und selbstbewusst dazu, keine Frage. Nur das Problemchen mit den Hunden hat sie eben... Sie wurde mal von einem jungen Dobi überrannt und ich glaube, dass das noch ein bisschen sitzt... Aber wir üben ja fleißig, auch in der Huschu, etc.

@Pewee: Stimmt, aus deinen Sichtweisen muss man das auch betrachten. Ich glaube aber sowieso, dass es am Anfang ratsamer ist, mehr mit dem 2. Hund allein zu unternehmen. So kann er sich doch erst mal mehr an mich binden, oder?
 
  • Pro/Contra eines Zweithundes Beitrag #8
Ich finde es schwer, da ein Gleichgewicht zu finden. Schließlich war dein Ersthund bis dahin ein Einzelkind und ist eine gewisse Aufmerksamkeit gewohnt. Machst du zu viel mit dem Kleinen kannst du beim Älteren für Eifersucht oder Depression sorgen. Machst du zu wenig mit dem Neuankömmling wird er unausgelastet und unerzogen. Es ist also ein Balanceakt, die goldene Mitte zu finden. Das hat man aber auch irgendwann raus und es ist auch von Hund zu Hund unterschiedlich, wo die Mitte zu suchen ist. Als Einzelperson finde ich das besonders schwierig, mit einem Partner geht es schon einfacher, auch wenn du für beide die Bezugsperson Nummer eins bist. Dann ist einer auch nicht alleine, wenn du mal mit dem anderen solo unterwegs bist ;).

Stimmt Pewee, es ist nicht gerade toll, wenn der Kleine vom Großen lernt, wie man im Dreck nach Mäusen wühlt :roll:. Und "gemeinsam sind wir stark" ist auch nicht immer ein Vorteil, denn so setzen sich die Hunde vielleicht leichter mal über dich hinweg ;).

LG
 
  • Pro/Contra eines Zweithundes Beitrag #9
@Pewee: Stimmt, aus deinen Sichtweisen muss man das auch betrachten. Ich glaube aber sowieso, dass es am Anfang ratsamer ist, mehr mit dem 2. Hund allein zu unternehmen. So kann er sich doch erst mal mehr an mich binden, oder?
Das würde ich zumindest raten. Einfach, damit der Zweithund auch lernt, dass man gewisse Dinge auch mal ohne Ersthund machen muss (spätestens wenn Ersthund stirbt hat man nämlich den Salat ;)). Ich habe es leider versäumt, weswegen ich das nachholen musste. Klar geht das in jungen Jahren immer. Aber wenn sich der Hund einmal an etwas gewöhnt hat, dauert das Training natürlich länger als bei einem unbeschriebenen Blatt!

Natürlich musst du die Zeiten gut abwägen, wie Mischling ja schon sagte. Jeder braucht auch seine Alleinzeit und die würde ich auch dem zuerst geben, der sich von den zweien durchsetzen konnte. Klar verstehen das Hunde anfangs manchmal nicht, aber auch das lässt sich konditionieren. Bei mir heißt es dann meist "Jetzt ist der/die Jerry/Hanna dran". Dann weiß der andere, dass er sich jetzt gedulden muss. Es ist manchmal schon ein Balanceakt, weil man auch Zeiten finden muss, wo man was mit beiden gleichzeitig macht *g*

Stimmt Pewee, es ist nicht gerade toll, wenn der Kleine vom Großen lernt, wie man im Dreck nach Mäusen wühlt :roll:. Und "gemeinsam sind wir stark" ist auch nicht immer ein Vorteil, denn so setzen sich die Hunde vielleicht leichter mal über dich hinweg ;).
Ja das Problem hab ich mit meinen beiden ja gerne bei fremden Hunden. Wenn ich mit Hanna allein unterwegs bin, ist alles ok. Sie ist zwar manchmal unsicher, bleibt aber eher hinter mir. Sind wir aber mit beiden unterwegs und Jerry kann auch nur einen Hund nicht so gut leiden, kommt Hanna direkt zum anderen Hund angeschossen "Aaaaalter, fott jetzt mit dir. Schkomm dir gleich dahin" *lach* Gemeinsam gegen den Rest der Welt - wenn Jerry ihn nicht leiden kann :mrgreen:
 
  • Pro/Contra eines Zweithundes Beitrag #10
Ich habe ürsprünglich auch sehr lange überlegt und in vielen Foren gelesen, ob oder ob nicht ein Zweiter kommt.

Ich kann sowohl die Pro als auch die Kontraliste unterstreichen.

Aber egal wie viel Kontra es gibt, ich würde mir immer wieder einen zweiten Hund holen. Ich finde die Interaktion beider Hunde miteinander einfach durch nichts zu ersetzen. Und wenn die Hunde immer zusammen sind, ist das schon etwas ganz anderes, als wenn die Hunde sich täglich beim Gassi nur mal eine Stunde sehen.
Auch Tabs kommt mir viel glücklicher und ausgelassener vor, als zu der Zeit, in der er noch allein war.

Bei einer Pro und Kontra Liste würde bei mir sicher die Kontraliste länger werden, aber die positiven Punkte wiegen für mich einfach viel mehr.
 
  • Pro/Contra eines Zweithundes Beitrag #11
Bei einer Pro und Kontra Liste würde bei mir sicher die Kontraliste länger werden, aber die positiven Punkte wiegen für mich einfach viel mehr.

Das kann ich voll und ganz unterschreiben.
 
  • Pro/Contra eines Zweithundes Beitrag #12
Bei einer Pro und Kontra Liste würde bei mir sicher die Kontraliste länger werden, aber die positiven Punkte wiegen für mich einfach viel mehr.
Da muss ich mich auch direkt anschließen. Man kann das nicht 1:1 miteinander aufrechnen. Wenn man wirklich nur nach einer Liste gehen willst muss man auch ein Punktesystem für die Gewichtung der einzelnen Aspekte einführen, aber irgendwann wird's dann doch sehr kompliziert.^^

LG
 
  • Pro/Contra eines Zweithundes Beitrag #13
Ja das verstehe ich schon. Und klar gibt es wirklich viele Kontras, aber ich sage mir immer: Wenn man etwas will, dann schafft man das auch! Man muss es eben nur wirklich wllen...

Außerdem sind die ganzen Kontras lösbar, meiner Meinung nach. Oder auch vermeidbar, wenn es gut durchdacht ist... Also das man, z.B., mehr Zeit brauch ist ja klar. Und wer die Zeit nicht aufbringen kann, der kann es eben nicht...

Ich denke auch, dass es sehr wichtig ist, zu wissen, was man alles dafür aufgeben müsste. Es wird sicher viel öfter Punkte geben, an denen man sich sagen muss: Nein, es geht nicht, ich habe 2 Hunde.
 
  • Pro/Contra eines Zweithundes Beitrag #14
Ich würde es am Ersthund ausmachen ob ich einen zweiten dazu nehme. Es wurden ja schon viele Punkte genannt die wichtig und zu beachten sind.

Für mich käme kein Zweithund in Frage.
Nicht weil ich es nicht wollte (reicht ja schon wenn man sich die ganzen Fotos auf den Tierschutzorgaseiten anschaut *seufz*), sondern weil ich denke, dass ein Zweithund weder für mich, noch für Loulou gut wäre.
Loulou ist ja ein kleiner Angsthase und wir beide sind immer noch stark am üben nicht ängstlich zu ein :roll:. In jeder "brenzligen" Situation sind von mir schnelle Reaktion + 100 % Konzentration gefragt. Pass ich einen Moment nicht auf, hab ich ein bellendes Etwas hinter mir stehen.
Außerdem ist Loulou nur zu 80% abrufbar. Auch hier sind wir noch mitten im Training.

Ab und an pass ich auf Cleo, die Hündin meiner Schwester, auf. Wenn ich dann morgens mit Problemkind Loulou und Welpe Cleo unterwegs bin, komme ich nach hause und bin ein nervliches Frack. ;D

Aber ich muss auch dazu sagen, dass ich durch unsere Wohnsituation und die Hunde meiner Familienmitglieder kaum mit Loulou alleine bin. Das Gute an der Sache ist eben, dass ich keine Verantwortung für die anderen Hunde habe (außer wenn ich mal alleine auf Cleo aufpasse).

Also, an deiner Stelle würde ich schauen was du dir und deinem Hund zutraust.

Momentan haben hier übrigens alle Ohrmilben. ;) Da diese nicht nur auf Hunde, sondern auch auf Katzen übertragen werden, haben wir insgesamt 7 Patienten, die 2 x täglich ihre Behandlung brauchen. ;)
Das sollte natürlich auch bedacht werden.
 
  • Pro/Contra eines Zweithundes Beitrag #15
Du musst einfach für DICH persönlich entscheiden, ob du diese Kompromisse mit der Kontraseite eingehen kannst/willst. Jeder wertet die einzelnen Punkte anders, du musst überlegen, welche Punkte dir wichtiger sind.

Die Pro-Liste kann ich absolut unterschreiben! Es ist halt wirklich toll mir zwei Hunden, ein kleines "Rudel" zu sein, aber man muss das auch mögen. Ich kenne einige Menschen, die lieben Hunde zwar, aber zwei Hunde kämen für sie nicht in Frage.
Zu dem Punkt "Der erste Hund erzieht mit", das kann ich so nicht bestätigen. Das kommt wohl ganz stark auf den Ersthund an. Kira hat sehr wenig mit erzogen, aber dafür lernt Kate in Bezug auf neue Kommandos (ich trenne Kommandos beibringen und Erziehung) sehr viel schneller. Sie guckt sich Sachen ganz von alleine ab, übernimmt sie, ohne das ich es verlangt hätte. Sehr schön ist es, den Hunden so zurückhaltung zu lernen. Meine Hunde sollen lernen, dass gute Dinge (Leckerlie, Spiel/Spielzeug) zu ihnen kommen, wenn sie sich ruhig verhalten. Die ersten Tage: Ich hab was leckeres in der Hand Kate springt, stürmt und nervt, Kira sitzt und wartet - Kira bekommt was, Kate nicht. Sehr schnell hat sie begriffen worum es geht.

Zu den Contra-Punkten: Es ist gewissermassen und in gewissen Situationen auch ein Teilen der Aufmerksamkeit. Gerade bei sehr unterschiedlichen Hunden hinsichtlich Alter, Temperament, Trainingsstatus usw., muss natürlich schauen, dass man beide individuell fördern kann. Ein junger Hund kann nicht gleich die vollen, langen Spaziergänge mitmachen, wo richtig action ist. Man muss daher auch teilweise getrennt gehen, das bedeutet enorm mehr an Zeit, die man benötigt. Ich gehe immer noch mind. 1x Tag getrennt, Kate braucht z.B. eine ganz andere Förderung als Kira.
Ich denke hier kommt es auch sehr drauf an, was man für einen Hund bereits hat und was man dann für einen Hund dazu bekommt.

Urlaub mit zwei Hunden, empfinde ich momentan noch nicht als schwieriger als mit einem. Überhaupt einen Hund zu haben, ist schwierig für solche Sachen, ob nun zwei oder einer. Die Ferienhäuser und sogar Hotels in denen wir bis jetzt gebucht haben, haben immer bis 2 Hunde erlaubt. Man muss nur wissen, wo man suchen muss. Problematischer wird es dann wohl bei der Wohnungssuche oder im Restaurant.

Zwei Hunde die auf andere Treffen könnten sich gegenseitig anstacheln und das "Rudelgefühl" könnte zu mobbing führen. Kommt aber auch wieder auf den Hund an.
Zwei Hunde unter sich, haben vielleicht ihr eigenes, grobes Spielritual. Das kommt bei anderen Hunden eventuell nicht so gut an.

Zum Thema Lärmpegel, der ist hier nicht gestiegen. Zumindest nicht für die Nachbarn. Hier ist alles ruhig, dass haben sogar die Nachbarn (die wohl eher empfindlich gegen Lärm sind) bestätigt. Sie hören die Hunde gar nicht und haben sich schon gewundert. ;-)
 
  • Pro/Contra eines Zweithundes Beitrag #16
Ich würde generell ja schon immer warten, bis der Ersthund in der Erziehung und Wesen gut gefestigt ist. Deiner ist ja noch 8 Monate, also ist es noch genug Zeit zum Überlegen :)
 
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