HILFE Yorkie Welpe beisst

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Yorky

Yorky

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Hilfe - wir haben seit 3 Wochen einen Yorkshire Welpen. Bisher hatten wir es sehr gut zusammen, er hat nur manchmal etwas an den Fingern gekaut, was aber nicht weiter Schlimm war.

Seit ein paar Tagen jedoch spinnt er völlig, vor allem Abends wenn wir nach Hause kommen. Er beisst sich fest, überall: Am Fuss, an der Hose, an der Hand, am Bein (und ein paar weiteren seeehr schmerzhaften Stellen)
Wir haben es zuerst ruhig und in normaler Lautstärke versucht ihm beizubringen dass er es nicht darf, danach laut, aber es klappt nichts. Im Gegenteil, sobald ich NEIN sage bellt er und an. Jedes Mal wenn wir schimpfen bei seinen Kauattacken bellt erlange und versucht dann wieder zuzubeissen.

Wer hat mir einen Tipp wie wir das unterbinden können? Oder wieo er da s macht? Morgend und Mittags ist er sein sehr liebevoller Hund, einfach Abends ist er wie ausgewechselt. Kauspielzeuge hat er definitiv genug.
 
  • HILFE Yorkie Welpe beisst

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  • HILFE Yorkie Welpe beisst Beitrag #2
Hallo Yorky,

ich hab auch einen Welpen bei mir daheim. Der liebt es ebenfalls in Hände, Arme, Ärmel, Hosenbeine usw. zu beißen. Kleine Hunde müssen erst eine Art "Beißhemmung" entwickeln. Bei meinem ist das auch manchmal so, dass er, wenn er das Beißen mit einem scharfen NEIN verboten bekommt, erstrecht zubeißen möchte und immer wilder wird. Und dann bellt er auch. Allerdings ist das in seinem Fall eine Aufforderung zum Spielen (achte mal darauf wie dein Welpe sich verhält, ob er seinen Hintern in die Luft streckt und vorne runter geht und ob es ein sehr helles, kurzes Bellen ist). Wenn er allerdings zu wild wird, dann lege ich ihn mit einen strengen NEIN auf den Rücken. Immerhin muss dein Welpe wissen, wer hier der Boss ist. Die testen nämlich alles aus. Bei meinem hat das echt gut gewirkt. Lässt sich deiner das nicht so gern gefallen, dann hast du es mit einem sehr dominanten Hund zu tun, dem klare Grenzen gesetzt werden müssen. Ein Grund, warum euer Welpe sich nur abends so verhält könnte sein, dass er tagsüber nicht genug ausgelastet ist und sich seine ganze Energie bis zum Abend hin aufstaut. Spielzeug hat meiner auch genug. Aber das ist eben nicht so toll, wie mit dem geliebten Frauchen oder Herrchen zu spielen... :wink:
 
  • HILFE Yorkie Welpe beisst Beitrag #3
Hi,
Probiere es dochmal mit beisspielzeug(Kuscheltiere,Tauzihseileetc.)
Wenn es dann nicht besser wird dann frag doch nochmal den züchter ob der dir helfen kann;)
 
  • HILFE Yorkie Welpe beisst Beitrag #4
Beißhemmung trainieren

Hallo Yorky,

ich denke, dass er abends richtig "ausgeschlafen", voller Energie ist und sich freut, dass ihr wieder da seid. Da ist er dann natürlich in der richtigen Stimmung für wilde Tobespiele. Vielleicht solltet Ihr zu dieser Zeit einfach erstmal eine große Runde mit ihm spazieren gehen.
Ausserdem solltet Ihr seine Beißhemmung und Impulskontrolle schulen.
Die Beißhemmung kannst Du trainieren, in dem Du laut quietscht, wenn er Dich beißt, sofort das Spiel abbrichst und den Hund komplett ignorierst.
Sollte er dann anfangen, in Deine Füße oder Hosenbeine zu beißen, sagst Du in normalem Tonfall "Nein" oder "Lass dass", was wahrscheinlich keine Wirkungzeigen wird, weil Welpi die Bedeutung ja erst lernen muß. Also schappst Du den Hund sofort nach dem "Nein" und bringst ihn z.B. ins Gästeklo und sperrst ihn dort für höchstens eine Minute ein.
Dann holst Du ihn wieder raus (versuche einen Moment abzupassen, wenn er ruhig ist, sonst lernt er, dass er bellen, toben, an der Tür kratzen muß, um rausgelassen zu werden) und ihr spielt weiter - wenn er Dich wieder zu doll beißt, gehst Du erneut vor wie beschrieben. Du quiekst, wenn er sich zurücknimmt, lobst Du ihn und spielst weiter, wenn er nicht aufhört - "Nein" und ab in Isolationshaft (immer nur ganz kurz!).
Der Hund soll lernen, dass er die Chance hat weiterzuspielen, wenn er vorsichtig spielt und nicht zu fest beißt. Er lernt auch, dass er alleine sein muß, wenn er Deine Signale ignoriert.


Impulskontrolle heißt, dass er zwischen der Wahrnehmung eines Reizes (flatterne Hosenbeine, hüpfende Bälle, andere Hunde, Jogger oder Radfahrer) und dem Draufzustürzten erst mal sein Gehirn einschalten soll, uum sozusagen bei Dir nachzufragen, ob seine Reaktion auf den Reiz okay ist.
Daufür gibt es so viele verschiedene Übungen (z.B auch alle "Bleib"-Übungen), dass ich sie gar nicht alle aufzählen kann, daher nur ein paar als Anregung:

Du setzt Dich zu Deinen Hund auf den Boden (am Besten, wenn er mehr in einer "Kuschelstimmung" ist, als in einer Rauferstimmung). Du hast in einer Hand ein Leckerchen und ein Schälchen mit weiteren steht z.B neben Dir auf einem Stuhl. Jetzt hälst Du Deine Hand so, dass der Hund das Leckerchen zwar riecht, aber nicht daran kommt. Er wird zunächst wahrscheinlich alles Mögliche ausprobieren, um an das Leckerchen zu kommen: Mit der Nase bohren, lecken, an der Hand kauen, pföteln. Sobald er eine Pause macht (z.B um vom Lecken auf Pföteln zu wechseln, lobst Du ihn und gibst ihm ein Leckerchen aus der Schale. Nach wenigen Wiederholungen wird der Hund lernen, dass Aktion nix bringt, sondern geduldiges Warten das Leckerchen aus der Schale zaubert. Später kannst Du die Anforderungen steigern, z. B. warten, bis er Dich anschaut. Oder Du erhöhst die Dauer, bis er das Leckerchen bekommt, oder Du erwartest, dass er sich setzt oder legt.
Auf diese Weise kannst Du ihm ruhig seine ganze Mahlzeit aus der Hand statt aus dem Napf fressen lassen.
Eine Abwandlung dieser Übung, mit der man dem Hund hervoragend die Bedeutung von "Nein" oder "Lass es" beibringen kann geht so: Du hast in jeder Hand ein Leckerchen. Eine hälst Du offen, die andere geschlossen, wie in der vorherigen Übung. Jetzt läßt Du den Hund ein 4-5 mal ein Leckerchen aus der offenen Hand fressen. Beim nächten Mal sagst Du "Nein" und schießt die Hand und öffnest dafür die andere, aus der der Hund das Leckerchen nehmen darf. Jetzt wiederholst Du das ganze Spiel 2-3 mal mit der "neuen" Hand. Dann sagst Du wieder "Nein" und öffnest wieder die andere Hand. Der Hund lernt hierbei, dass ein Anbaggern der sich gerade geschlossenen Hand ergebnislos ist, wenn er vorher ein "Nein" gehört hat, das aber ein anderes Verhalten (das suchen des Leckerchens in der anderen Hand) erfolgversprechend ist. Mach auch das ruhig mit seiner ganzen Mahlzeit und üb das über mehrere Tage. Auch später kannst Du diese Übung immer mal wieder machen, damit er sich daran immer gut erinnert.
Das ganze kannst Du auch mit Spielzeug machen.

So ähnlich gehst Du auch beim Bällchen werfen vor (vorausgesetzt, Dein Hund liebt Bällchen werfen). Dazu sollte der Hund an der Leine sein. Dann wirfst oder am Anfang weniger aufregend für den Hund, rollst Du den Ball nur ein kurzes Stück. hier muß der Hund jetzt lernen, geduldig darauf zu warten, dass Du ihm ein Signal zum Loslaufen gibst (z.B. "okay", oder "jetzt hols").
Wenn der Hund richtig heiß auf den Ball ist, brauchst Du den Hund nicht mal für geduldiges Warten mit einem Leckerchen zu belohnen, weil das Loslaufen zum Ball die erwartete Belohunung ist, und damit viel stärker bestätigend wirkt als ein Leckerchen es in der Situation könnte.
Und genauso bringst Du dem Hund bei, Sitzend darauf zu warten, endlich von der Leine losgelassen zu werden.
Wichtig bei all diesen Impulskontrollübungen ist, dass Du selber ganz ruhig und gelassen bleibst. Am Besten redest Du gar nicht, ausser fürs Loben. Je nach dem, was Du gerade übst, sollte das aber auch entsprechend ruhig geschehen (z.B. in der zuerst beschriebenen Leckerchenübung) bei den Bällchen- oder Freilauf-Warteübungen kannst Du ruhig etwas enthusiastischer Loben, weil er ja sowieso gleich lostoben soll.

Je öfter Du "Nein"-Spiele machst und je kreativer Du beim Üben bist (in dem Du die Situationen variierst) desto schneller und sicherer lernt Dein Hund "Lass" es oder "Nein" und desto schneller kannst Du es dann einsetzen, um ihn von unerwünschtem Verhalten abzubringen. Bring ihm viele Strategien bei, wie er sich auf ein "Nein" verhalten kann (indem Du danach eine Übung wie "Sitz", "Platz", "Gib Pfötchen" oder iorgend was anderes einfaches und lusitges, machen läßt, die du belohnen kannst). Dann verknüpft er "Nein nicht mit "Mist, ende vom Spaß" sondern damit, dass er etwas mit Dir gemeinsam machen darf - Aufmerksamkeit ist etwas sehr wichtiges für Hunde!

Liebe Grüße
Martina
 
  • HILFE Yorkie Welpe beisst Beitrag #5
Hallo,

etwas unterbinden, in dem ich den Hund wegsperre (Isolationshaft), dadurch lernt der Hund nicht wirklich, dass sein Verhalten unerwünscht ist. Bis er weggesperrt ist, sind einige Sekunden vergangen, also wird er es nicht mehr mit seiner unerwünschten Handlung verknüpfen.

Verlassenheitsangst kommt dann vielleicht noch hinzu, was dem Hund Stress bereitet.
Das würde ich auf keinen Fall machen.

Die Geschichte mit Leckerle in der Hand ist ok, aber nicht mit dem Spielzeug.

Ziel sollte es sein, dass der Hund ruhiger wird. Ein Hund der unbedingt das Bällchen haben möchte, regt sich zusätzlich auf.
Das sind Gehorsamsübungen, die ich von einem Welpen so noch nicht erwarten kann.
Er muss den Impuls/Trieb unterdrücken...dass schafft mancher VPG 3 Hund nicht.

@Yorky,

bietet ihm sofort wenn ihr nach Hause kommt, ein Ersatzobjekt an. Leitet seine Energie von Euch auf ein Spielzeug um.

Er "fordert" eure Aufmerksamkeit. Negative Aufmerksamkeit ist trotzdem Aufmerksamkeit. Ihr solltet ihm diese aber nur geben, wenn er sich positiv verhält.

Wird er also zu heftig, wendet ihr euch ab.

Ein Spaziergang wird ihm auch gut tun.
Bleibt auf jeden Fall ruhig. Lautes Schimpfen „stachelt“ den kleinen zusätzlich an.

Beschäftigt euch nicht mit ihm, wenn er ausflippt, sondern lasst ihn links liegen. Zeigt er erwünschtes Verhalten (setzt sich hin o.ä.) dann belohnt dies mit Leckerle oder Spielzeug.

LG

Bettina

P.S. Ja, ich weiss: Impulskontrolle - Dr. Ute B.B. ;)
 
  • HILFE Yorkie Welpe beisst Beitrag #6
Ja es kann sein ,dass sie die beißhemmung erlernen,doch auch kann es sein das es daran liegt,dass die welpen ihre milchzähne verlieren.
Wenn sie dass schon haben,dann liegt es warscheinlich an der erziehung oder daran dass sie gerade lernen ihre beißhemmung zu verlieren,wass jeder hund tun sollte.
 
  • HILFE Yorkie Welpe beisst Beitrag #7
Ja es kann sein ,dass sie die beißhemmung erlernen,doch auch kann es sein das es daran liegt,dass die welpen ihre milchzähne verlieren.
Wenn sie dass schon haben,dann liegt es warscheinlich an der erziehung oder daran dass sie gerade lernen ihre beißhemmung zu verlieren,wass jeder hund tun sollte.

@babydog: ich verstehe deinen Beitrag nicht.
Was hat das mit den Milchzähnen zu tun?????
 
  • HILFE Yorkie Welpe beisst Beitrag #8
Wieso sollte jeder Hund seine Beisshemmung verlieren????

Um Himmels Willen.... das ist das letzte, was angestrebt werden sollte.

Wenn Welpen während des Zahnwechsels vermehrt knabbern/kauen, dann ist das normal. Man sollte ihnen dann vermehrt Kauartikel anbieten.
 
  • HILFE Yorkie Welpe beisst Beitrag #9
Da stimm ich dir zu,wie in meinem vorherigen artikel.
 
  • HILFE Yorkie Welpe beisst Beitrag #10
Alle Hunde SOLLEN (so wie in "es ist wünschenswert") ihre Beißhemmung verlieren?

Verstehn ich nicht.

Also ich bestehe auf Beißhemmung bei meinem Hund!

Hilfe!

Liebe Grüße
Martina
 
  • HILFE Yorkie Welpe beisst Beitrag #11
Hallo zusammen

Vielen Dank für die Infos! Seit meiner Hilferuf oben sind nun fast 7 Monate vergangen und die Probleme haben sich nun alle in Luft aufgelöst.

Ich war damals ja noch wirklich ein „Hunde-Frischling“ und bin ja etwas ungewollt zur Hundemama geworden weil ich den Kleinen vorm getötet werden gerettet habe: Ich wusste damals gar nicht wo mir der Kopf steht. Nachdem ich mir dann aber kompetente Hilfe beim Hundetrainer geholt habe wurden mir wirklich die Augen geöffnet.

Alles war Ihr (Bettina, Shoppy, Babydog) geschrieben habt ist richtig und nachdem ich mich wirklich in die Hundeerziehung reingekniet habe ist aus meinem Süssen Rüpel ein Süsser (meist!) wohlerzogener kleiner Hund geworden. Wir haben sogar letzte Woche ein Diplom unserer Hundeschule für „ausserordentliche Leistungen“ bekommen. Mensch war ICH stolz!! ADs gab einen riiiesen Knochen für meinen Kleinen. Aber es hat auch viel Umdenken gefordert.

@Shoppy: Das mit dem Ausgeschlafen sein=> da hattest Du völlig recht. Ich habe mir kurz darauf einen Hundehort gesucht wo ich den Kleinen unterbringen kann in einem kleinen Hunderudel. Da fühl er sich wirklich wohl, alle Probleme sind verschwunden, er ist sehr ausgeglichen und wird gefordert, und hat einwandfreies „Hündisch“ gelernt.

Ich danke allen für Eure Feedbacks!
 
  • HILFE Yorkie Welpe beisst Beitrag #12
Glückwunsch zum "Diplom" Yorky!

Schön, dass ihr Beide nun gut miteinander zurecht kommt.

Ich werde diesen Thread nun schliessen. Hatte aufgrund der Fülle an täglichen Posting's gar nicht bemerkt, dass der Thread vom letzten Jahr ist.

Liebe Grüsse

Bettina
 
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