Das ist, würde ich sagen, eine Waldmaus (Apodemus Sylvaticus). Gelbhalsmäuse sehen fast gleich aus, aber der Übergang zum weissen Bauch ist bei dieser Art schärfer abgegrenzt, als bei Waldmäusen. Eine Hausmaus ist das 100%ig nicht. Hausmäuse sind meistens grau und sie haben keine so großen Augen. Die sind ein Zeichen für Nachtaktivität.
Ich glaube hier gibt es einige Irrtümer:
1.) Waldmäuse gelten nicht als Schädlinge. Das kann man auch daran erkennen, daß sie i.d.R. nicht von Forst- und Landwirten bekämpft werden dürfen und dafür gibt es im Normalfall auch keinen Grund. Bei wühlenden Arten ist das etwas anderes. Sie fressen auch mal Wurzeln von Pflanzen an und schädigen sie so. Waldmäuse sind vom Bundesartenschutzgesetz geschützt, wärend das z.B. Feld- und Hausmäuse nicht sind. Wenn man freilich nur zwei Schubladen hat, in die man einsortieren kann und auf der einen steht Nützling und auf der anderen Schädling, dann würden Waldmäuse schlecht abschneiden. Dann solltest Du aber auch bedenken, daß dann alle Schmetterlinge und viele andere Tiere auch zu den Schädlingen gehören würden. Mir gefällt diese Einteilung deshalb überhaupt nicht.
2.) Es gibt sehr wohl Leute, die Farbmäuse in Terrarien halten. Es gibt dafür spezielle Nager-Terrarien. Sie haben den Vorteil, daß man die Tiere darin eher in einem Lebensraum leben lassen kann, der ihrer natürlichen Umgebung entspricht, als in einem Käfig.
3.) Es ist wohl leider auch eine irrige Annahme, zu denken, man könnte eine Maus überall aussetzen und sie würde sich dann ein Loch graben und hätte dann wieder ihren perfekten Lebensraum. Mäuse stehen in der Natur zumindest zeitweise in einem harten Konkurrenzkampf um geeignete Nistplätze. Das legen wissenschaftliche Studien nahe. Deshalb ist es das Beste, man lässt sie ziemlich schnell dort wieder frei, wo man sie gefunden hat. Was in diesem Fall schwierig sein dürfte, weil Du ja wahrscheinlich nicht weisst, wo Deine Katze sie gefangen hat.
4.) Waldmäuse leben eher nicht im Wald. Dort wo Gelbhalsmäuse vorkommen, besideln Gelbhalsmäuse die Wälder und vertreiben Waldmäuse, die kleiner sind. Waldmäuse kommen fast überall vor. Saumbiotope zwischen Feldern sind wohl ideal oder auch Gärten. Also eigentich überall, wo offenes Gelände sich mit Gebüsch abwechselt.
Da Du nicht weisst, wo Deine Katze sie gefangen hat, kannst Du sie auch in der Nähe einer Scheune, einem Brennholzstapel o.Ä. freilassen, so daß sie einen Unterschlupf finden kann, wenn Du sie nicht bis zum nächsten Frühjahr behalten möchtest, aber vermutlich ist ihre Überlebenschance auch dann nicht sehr hoch. Es stimmt zwar schon, daß wilde Mäuse die niederen Temperaturen gewohnt sind, aber sie überleben die Temperaturen auch nicht lange, wenn sie kein Nest haben, das sie vor Auskühlen schützt.
Ich nehm's Dir übrigns nicht ab, dass Dir die Maus so gleichgültig ist. Wenn sie das wäre, hättest Du das Terrarium nicht so eingerichtet, oder?
Waldmäuse sind übrigens sehr quirlige, interessante Tiere. In der Natur haben sie relativ große Reviere und verfügen über ein gutes räumliches Gedächtnis. Angeblich sind einzelne Tiere bei einem Versuch freiwilig in Laufrädern bis zu 25 km in einer Nacht gelaufen (sie sind überwiegend nachtaktiv).