Hallo,
also so, bzw. so ähnlich wie du es vorhast, hält mein Bekannter seine Huskys (allerdings haben sie auch freien Zugang zum gesamten Wohnraum von ihrem "Hundezimmer" aus, welcher jedoch nur von 2-3 der insgesamt 8 Hunde genutzt wird), aber die schieden ja aus in der Rassewahl? *grad nen Leseflash hat und nichts mehr blickt* :roll:
Mir persönlich fielen da ehrlich gesagt neben den "Nordischen" auch "nur" die Herdenschutzhunde ein und da gibt es ja eine recht breite Palette an Rassen mit verschiedenen Charakterzügen, denen jedoch eines immer gemeinsam ist, stark terretorial und recht selbstständig, d.h. hat man diese Hunde auf einem großen, umzäunten Grundstück wird im Normalfall kein Fremder das Gelände betreten, außer er ist lebensmüde...
Erziehungstechnisch ist die Haltung eigentlich die "schlechtere" Variante, da der Hund etwas zu "schützen" hat und somit im/am Haus und im Umgang mit Besuch noch misstrauischer sein wird, als er es in einer Wohnungs-/Haushaltung sein würde, dessen muss man sich bewusst sein!
Andersherum gesehen ist es jedoch gerade für einbe selbstständige, große Rasse ein Traum, wenn soviel Platz vorhanden ist und die ursprüngliche Aufgabe (für die sie gezüchtet wurde) erledigt werden kann - es ist eben ein Balanceakt zwischen Erziehung und Freiraum lassen, den es bei solchen Hunden immer geben wird, da der Freiraum schnell ausgenutzt wird, bzw. bei zu wenig Freiraum auch Probleme entstehen können.
Die Herdenschutzhunde, die ich kenne (1 Pyrinäenberghund = "Familienhund", 2 Tibetdoggen = "Grundstückshunde") bilden krasse Gegensätze. Der Pyrinäenberghund lebt in einem Einfamilienhaus und ist alles andere als einfach, die Familie "kämpft" seit drei Jahren um einen einigermaßen erzogenen, alltagstauglichen Hund, aber bestimmte Dinge werden nie möglich sein. Der Hund ist viel im Garten (selbstbestimmt) und bewacht Haus/Kinder/Auto und alles, was er so zu seinem Revier zählt - einerseits macht ihm das Spaß und lastet ihn aus, andereseits verstärken sich dadurch die ohnehin schon bestehenden Probleme mit Besuch/Ausflügen etc.
Die beiden Tibetdoggen hingegen (fragt mich nicht woher die Leute die beiden haben, soweit ich weiß gibts die nur ganz selten bei uns in Deutschland, vielleicht sind es auch nur Mixe...) bewachen ein Grundstück. Sie haben Zugang (Hundeklappe) zum Hausflur und zum gesamten Garten (keine Ahung wie groß). Die beiden sind eigentlich immer draußen auch bei Regen und Schnee. Sie hören erstaunlich gut und der Besi kann die beiden auch mitnehmen, wenn er Wandern geht etc. Sie wissen genau wie weit ihre Aufgabe geht und wenn der Besi nicht da ist, dann sollte man sich dem Haus nicht nähern...ist er jedoch zu Hause schlagen sie an, warten aber auf sein "Kommando", kommt er raus und freut sich - sind sie still, kommt er raus und freut sich nicht - wird der Eindringling vertrieben (mal überspitzt formuliert) - sie sind nicht scharf, haben auch noch nie gebissen, aber sie sind definitiv mit Vorsicht zu genießen!
Keine Ahnung ob mein Gelaber jetzt was gebracht hat - ich denke, dass ein HSH in einer "solchen Haltung" sicher gut klar kommt, dass man aber die erzieherische Komponente nicht unterschätzen sollte, denn wenn sie es übertreiben, dann kommt auch der eigene Besi nicht mehr rein oder raus und wer schon mal 2-3 Pyrinäenberghunde mit zuckenden Lefzen vor sich stehen hatte, der weiß wovon ich rede...