Hi,
ja ich weiß, wir machen es zurzeit so bei dem Wetter. (Er hasst naße Pfoten und ich sehe nicht ein warum wir nicht trotzdem auf die Wiesen gehen sollen), dass wir erst einmal und aufwärmen mit Leinentraining indem wir zu unserer Lieblingswiese gehen, dann darf er da erst einmal machen was er will, Pause muss sein. Nach einiger Zeit heisst es dann aber Action und er apportiert sein Spielzeug oder wir spielen kurz Frisbee und dann gibts wieder eine Pause wo er Hund sein darf und erst dann machen wir Schnüffelspiele. Und je nach Wetterlage gehen wir vor den Schnüffelspielen heim und ich verstecke im Haus Sachen oder Leckerchen.
Das richtige Fährten mit Winkel und Geländeunterschieden machen wir nicht, dazu ist er einfach zu hibbelig und ungedudlig, ausserdem macht es ihm nicht wirklich Spass.
Nach unserem Spaziergang hat er dann auch erst einmal seine Ruhe und schläft 1-2 Stunden, meistens zerre ich dann nochmal schnell mit ihm und/oder lasse ich was suchen (je nach Stimmung und Zeit)
Wir gehen ja nur einmal mit ihm raus und das reicht ihm dann auch für den ganzen Tag, wenn er zwischen durch mal für 2-3 Minuten nochmal konzentriert was machen muss/kann.
Ich sehs ihm ja auch an, wenn er zu müde ist, dann lassen wirs. Schaut er mich aber schon aufmerksam und wartend an, wieso soll ich mir dann nicht 2 Minuten für ihn Zeit nehmen.
Zudem würde es, wenn er zu müde ist nicht gescheit mitmachen und ziemlich bocken und unkonzentriert sein, das bringt mir nichts und ihm auch nicht.
Da achten wir schon sehr auf seine Signale und seine Stimmung. Wir passen uns da ein bisschen seine Fitneß an und wenn er mal eine schlechten Tag hat, wo er zu nichts Lust hab, dann machen wir eben nichts.
Er hat genau wie ich gute und schlechte Tage und hin und wieder (selten) einfach kein Bock auf apportieren oder Suchespiele, dann lassen wir es.
Ich will einfach hauptsächlich auch mal wieder ein bisschen mehr abwechslung rein bringen, für ihn und mich. Zudem kann ich mit der Reizangel Dinge üben, wo ich eh schon längt mal gemacht haben sollte.
Jagttrieb hat unser Dicker gar nicht, da müssen wir nichts trainieren. Er ist ein Träumer und bekommt nicht mit wenn ein Reh 2 Meter neben ihm steht und dann abhaut oder ein Fuchs geradewegs auf ihn zu rennt. Solche Wildtierbegegnungen haben ihn noch nie interessiert, ist bei uns nie eine große Sache gewesen und passiert hier täglich. Mein Dickerchen würde niemals den Weg verlassen und er geht auch nur durch eine Wiese wenn er sieht dass wir auch reingehen und es kein Weg gibt.
Uns sind die Pausen zwischen dem Üben sehr wichtig, er zeigt uns immer sehr deutlich wenns zuviel war. Das hat er schon als Welpe (da hatten wir es aber noch falsch verstanden, seit wir da aufgeklärt wurden, achten wir drauf) Er flippt total aus, wenn es ihm zuviel wird und der nicht mehr dann. Dann springt er uns an oder zerrt am Ärmel, es hat ein bisschen gedauert bis wir die Anzeichen gesehen haben, wann es ihm reicht und mittlerweile wissen wir einfach auch wieviel wir ihm Zumuten können und sehen einfach schon viel schneller, ob noch was geht oder ob er nicht mehr kann.
Mir geht es jetzt auch einfach nur dadrum, dass er neue Befehle lernen kann und auch wieder was neues kennen lernt. Er braucht nie lange um etwas neues zu lernen. Seine Spielzeuge haben alle Namen und er braucht nur ca. 5 Wiederholungen dann weiß er was es ist und was er bringen muss. Wenn ihm was Spass macht, dann lernt er unheimlich schnell und da sind wir dann gefordert ihm immer wieder was neues zu bieten.
Uff was für ein Text