- Angst und Unsicherheit Beitrag #1
Chat_Sauvage
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Hallo und guten Abend 
Mein Name ist Nathalie und ich bin hier im Pferdeforum neu, da ich das Reiten im Grunde genommen aufgegeben habe. Eigentlich bewege ich mich ausschließlich im Hundeforum.
Da ich Pferde nach wie vor liebe und mir nichts mehr wünschen würde als wieder zu reiten, hoffe ich dass ihr mir ein paar Tipps geben könnt.
Angefangen habe ich mit dem Reiten vor ca. 6 Jahren in unserem Reitverein. Gelernt habe ich da nicht viel, der Reitlehrer war berfordert und wurde auch oft gewechselt. Die Gruppe war ziemlich groß und so war es nie möglich, auf jeden einzeln einzugehen. Auch nach 2 Jahren konnte ich nicht wirklich viel, ich dachte es wahrscheinlich nur. In den Gangarten war ich sicher, mit den Hilfestellungen kenne ich mich auch aus. Zu der Zeit im Verein bin ich meistens in der Halle geritten, war nur zwei mal im Gelände am Führstrick. Geritten bin ich große Pferde, ab und an einen Haflingerwallach, da ich die einzige war die sich bei ihm durchgesetzen konnte (Er wusste was er tun muss, um nicht viel laufen zu müssen und ist dann einfach immer in der Mitte stehen geblieben) Ich habe dass ganz gut hinbekommen und mein Reitlehrer war immer fasziniert über meinen Mut, den die anderen Anfänger noch nicht so hatten.
Nach 3 Jahren bin ich dann aus dem Verein ausgetreten weil die Atmosphäre, sprich die Harmonie untereinander einfach nicht gepasst hat.
Keinen Monat später bin ich dann privat eine Berber-Araber Stute geritten. Tolles Pferd, hat ab und zu mal einen Buckler losgelassen aber ansonsten war sie ein Lamm. Mit ihr durfte ich dann auch oft ins Gelände und hab da eigentlich erst gelernt was es heißt richtig zu sitzen.
Da mich der Besitzer dieses Pferdes nach einem Jahr nicht mehr gebrauchen konnte bin ich weiter in den benachbarten Stall, die froh um jede Hilfe waren. Dort stehen nur New-Forest Ponys die grundsätzlich gefahren werden. Ist also ein Fahrverein und da bin ich dann rein, hab mich aber privat versichern lassen da Fahrvereine für das Reiten ja nicht versichert sind. Meine ganze Aufmerksamkeit galt einer Fuchsstute, die jetzt 7 Jahre alt ist und im Verhalten wirklich total lieb. Zumindest solange man nicht drauf sitzt..
Es werden dort nur zwei Pferde geritten, sie und ein weißer Wallach. Ich hab' mich dann mit der Besitzerin des Wallachs angefreundet, die mir versichert hat das die Fuchsstute, Alysee, das brävste Pony im Stall ist. Ich hatte natürlich absolut keine Angst, bis zu diesem Zeitpunkt habe ich es geliebt durch die Halle zu preschen, ich bin beim Reiten immer buchstäblich in meinem Element gewesen.
Die ersten Reitversuche auf ihr in einer nahe gelegenen Halle waren auch total super.
Das Problem ist nur, die Halle wird nur im Winter genutzt, über den Sommer werden die beiden nur im Gelände geritten, spart Sprit und Kosten für die Hallennutzung. Also musste ich auch mal mit raus. Wir hatten da noch keine Steigbügel für den Sattel von Alysee, was laut meiner Freundin aber kein Problem darstellen sollte. Ich war wirklich total glücklich, bis sie mich auf der Galoppstrecke 'abgeworfen' hat. Ich bin ganz normal angaloppiert und zack ging's los. Ich will nicht wissen wie schnell sie war, ich hab' komplett die Orientierung verloren und hab verzweifelt versucht sie zu bremsen. Vergeblich. Nach ca. 3 Minuten bin ich einfach abgesprungen, bevor es böse geändet hätte. Durch die fehlenden Steigbügel hatte ich natürlich weniger Halt. Mein Reitlehrer hat mir damals erklärt, ich sollte sofort wieder rauf wenn mir nichts passiert ist sonst steig ich nie wieder hoch. Mir ging es zum Glück gut und ich bin hoch. Fünf Minuten später wieder runter, da sie einen riesen Satz gemacht hat wegen einem Schwarm Vögel. Der nächste Unfall kam in der Halle, nach vielem Betteln und Bitten habe ich mich überreden lassen es nochmal zu versuchen. Schon beim Aufsteigen hat sie gebuckelt und ich bin rückwärts wieder in den Sand geknallt. Der letzte Sturz war im Februar letzten Jahres, da ist sie im Gelände in die Knie, ich vorne Runter und auf den Rücken gefallen. Habe keine Luft mehr bekommen, Quetschung im Lungenbereich und ich habe mir geschworen nie wieder zu reiten.
Aber ich denke so oft an die Zeit zurück und vermisse die Pferde... wenn auch nicht unbedingt die Fuchsstute..
Nun eine meiner Fragen, kann es wirklich sein dass meine Unsicherheit dazu geführt hat, dass die Stute mit mir gemacht hat was sie wollte?
Der erste Sturz führt, so denke ich es mir, daher, dass sie einfach lange nicht mehr geritten wurde und wohl überschüssige Energie loswerden wollte.
Aber ab diesem Tag hatte ich jedes mal Herzklopfen und Händezittern wenn ich nur den Sattel in der Hand hatte.
Sowas bin ich von mir selbst nicht gewohnt.
Hat jemand von euch auch solche Erfahrungen gemacht und wie bekomme ich das wieder hin? Einfach nach einer anderen Reitmöglichkeit schauen oder wäre das nur Flucht vor dem eigentlichen Problem?
Ich hoffe ihr könnt mir ein paar Tipps geben.
Liebe Grüße
Mein Name ist Nathalie und ich bin hier im Pferdeforum neu, da ich das Reiten im Grunde genommen aufgegeben habe. Eigentlich bewege ich mich ausschließlich im Hundeforum.
Da ich Pferde nach wie vor liebe und mir nichts mehr wünschen würde als wieder zu reiten, hoffe ich dass ihr mir ein paar Tipps geben könnt.
Angefangen habe ich mit dem Reiten vor ca. 6 Jahren in unserem Reitverein. Gelernt habe ich da nicht viel, der Reitlehrer war berfordert und wurde auch oft gewechselt. Die Gruppe war ziemlich groß und so war es nie möglich, auf jeden einzeln einzugehen. Auch nach 2 Jahren konnte ich nicht wirklich viel, ich dachte es wahrscheinlich nur. In den Gangarten war ich sicher, mit den Hilfestellungen kenne ich mich auch aus. Zu der Zeit im Verein bin ich meistens in der Halle geritten, war nur zwei mal im Gelände am Führstrick. Geritten bin ich große Pferde, ab und an einen Haflingerwallach, da ich die einzige war die sich bei ihm durchgesetzen konnte (Er wusste was er tun muss, um nicht viel laufen zu müssen und ist dann einfach immer in der Mitte stehen geblieben) Ich habe dass ganz gut hinbekommen und mein Reitlehrer war immer fasziniert über meinen Mut, den die anderen Anfänger noch nicht so hatten.
Nach 3 Jahren bin ich dann aus dem Verein ausgetreten weil die Atmosphäre, sprich die Harmonie untereinander einfach nicht gepasst hat.
Keinen Monat später bin ich dann privat eine Berber-Araber Stute geritten. Tolles Pferd, hat ab und zu mal einen Buckler losgelassen aber ansonsten war sie ein Lamm. Mit ihr durfte ich dann auch oft ins Gelände und hab da eigentlich erst gelernt was es heißt richtig zu sitzen.
Da mich der Besitzer dieses Pferdes nach einem Jahr nicht mehr gebrauchen konnte bin ich weiter in den benachbarten Stall, die froh um jede Hilfe waren. Dort stehen nur New-Forest Ponys die grundsätzlich gefahren werden. Ist also ein Fahrverein und da bin ich dann rein, hab mich aber privat versichern lassen da Fahrvereine für das Reiten ja nicht versichert sind. Meine ganze Aufmerksamkeit galt einer Fuchsstute, die jetzt 7 Jahre alt ist und im Verhalten wirklich total lieb. Zumindest solange man nicht drauf sitzt..
Es werden dort nur zwei Pferde geritten, sie und ein weißer Wallach. Ich hab' mich dann mit der Besitzerin des Wallachs angefreundet, die mir versichert hat das die Fuchsstute, Alysee, das brävste Pony im Stall ist. Ich hatte natürlich absolut keine Angst, bis zu diesem Zeitpunkt habe ich es geliebt durch die Halle zu preschen, ich bin beim Reiten immer buchstäblich in meinem Element gewesen.
Die ersten Reitversuche auf ihr in einer nahe gelegenen Halle waren auch total super.
Das Problem ist nur, die Halle wird nur im Winter genutzt, über den Sommer werden die beiden nur im Gelände geritten, spart Sprit und Kosten für die Hallennutzung. Also musste ich auch mal mit raus. Wir hatten da noch keine Steigbügel für den Sattel von Alysee, was laut meiner Freundin aber kein Problem darstellen sollte. Ich war wirklich total glücklich, bis sie mich auf der Galoppstrecke 'abgeworfen' hat. Ich bin ganz normal angaloppiert und zack ging's los. Ich will nicht wissen wie schnell sie war, ich hab' komplett die Orientierung verloren und hab verzweifelt versucht sie zu bremsen. Vergeblich. Nach ca. 3 Minuten bin ich einfach abgesprungen, bevor es böse geändet hätte. Durch die fehlenden Steigbügel hatte ich natürlich weniger Halt. Mein Reitlehrer hat mir damals erklärt, ich sollte sofort wieder rauf wenn mir nichts passiert ist sonst steig ich nie wieder hoch. Mir ging es zum Glück gut und ich bin hoch. Fünf Minuten später wieder runter, da sie einen riesen Satz gemacht hat wegen einem Schwarm Vögel. Der nächste Unfall kam in der Halle, nach vielem Betteln und Bitten habe ich mich überreden lassen es nochmal zu versuchen. Schon beim Aufsteigen hat sie gebuckelt und ich bin rückwärts wieder in den Sand geknallt. Der letzte Sturz war im Februar letzten Jahres, da ist sie im Gelände in die Knie, ich vorne Runter und auf den Rücken gefallen. Habe keine Luft mehr bekommen, Quetschung im Lungenbereich und ich habe mir geschworen nie wieder zu reiten.
Aber ich denke so oft an die Zeit zurück und vermisse die Pferde... wenn auch nicht unbedingt die Fuchsstute..
Nun eine meiner Fragen, kann es wirklich sein dass meine Unsicherheit dazu geführt hat, dass die Stute mit mir gemacht hat was sie wollte?
Der erste Sturz führt, so denke ich es mir, daher, dass sie einfach lange nicht mehr geritten wurde und wohl überschüssige Energie loswerden wollte.
Aber ab diesem Tag hatte ich jedes mal Herzklopfen und Händezittern wenn ich nur den Sattel in der Hand hatte.
Sowas bin ich von mir selbst nicht gewohnt.
Hat jemand von euch auch solche Erfahrungen gemacht und wie bekomme ich das wieder hin? Einfach nach einer anderen Reitmöglichkeit schauen oder wäre das nur Flucht vor dem eigentlichen Problem?
Ich hoffe ihr könnt mir ein paar Tipps geben.
Liebe Grüße