- Kündigung eines mündlichen Einstellervertrages aufgrund von 'Gefährdung' Beitrag #1
T
Troya
- Beiträge
- 132
- Punkte Reaktionen
- 0
Hallo liebes Forum,
Also, folgendes ist mein Problem: Ich stehe derzeit mit meinen beiden Pferden ( 2 1/2 jhr. Hengst & 4 1/2 jhr. Stute) auf einem kleinen Bauernhof in meiner Stadt an.
Dort sind wir seit dem August des letzten Jahres Einsteller, haben jedoch nie einen Vertrag unterschrieben, außer "Können wir kommen" war auch nie viel besprochen worden.
Im Nachhinein sehr dumm, denn während die Pferde im August noch nach draußen kamen, werden sie nun nicht mehr heraus gestellt, es verschwinden immer wieder große Mengen Futter
aus den Eimern und so weiter.
Insgesamt bin ich zwar mit den anderen Einstellern rundum glücklich (bis auf eine Ausnahme, die das größte der Probleme darstellt), mit der Leistung jedoch nicht, da mir sogar teilweise vorgeschrieben
wurde, dass ich nicht so häufig misten sollte, etc.
Ich war dabei mit dem Einverständniss des SB einen Teil des ihm gehörigen Außengelände in zwei Winterkoppeln für meine Pferde umzubauen, doch dann kam es zu immer schlimmeren Problemen mit
einer Einstellerin, die 2 Monate nach meinem Einzug hinzu kam.
Die Dame ist bekannt wie ein bunter Hund in meiner Umgebung und wurde aus so ziemlich jedem(!) Stall im Umkreis von 15 km geworfen, da sie ein so absolut unerträgliches Verhalten an den Tag legt.
Der prunkvolle Stall neben an hatte sogar solche Probleme mit ihrer Art, dass sie ihr fristlos kündigten und zum Anwalt mussten, da sie sich weigerte den Stallschlüssel zu übergeben.
Allgemein gilt in den Ställen in der Stadt "haltet dich von ihr fern", sowie "wenn sie geht, dann mit einem Knall".
Unserem Bauern ist das aber scheinbar alles egal, oder er ist einfach so unglaublich naiv, wie es immer den Anschein macht und hat sie bei uns aufgenommen.
Die Probleme begannen gleich vom erstem Tag an. Es verschwanden Sachen, sie machte andere Einstaller nieder, andere Dinge gingen kaputt und sie nutzte jede Gelegenheit in denen sie die jüngeren Mädchen antraf und schrie diese so zusammen, dass diese weinend zu uns Älteren liefen.
Auch die Älteren Einstaller wurden auf dreisteste Weise von ihr gemobbt, unter anderem wagte sie es am ersten Tag an dem sie bei uns am Hof war meine Oma als "schlampige Person" und meine Schwester als "verzogenes Mistbalg" zu bezeichnen.
Mittlerweile hat sich die Situation verschärft.
Sie läuft an uns durch die Türen vorbei und rempelt uns provokativ mit den Schultern an, schlägt den Pferden mit den Halftern durch das Gesicht (ist bei einem anderen Jungpferd beobachtet worden und mein junger Hengst der erst im Dezember dazu kam und zuvor nie im Kontakt zu Menschen verstand ist nun plötzlich wieder absolut scheu!) und rennt uns rücksichtslos mit ihrem Pferd nieder, wenn wir nicht gleich an die Seite gehen wenn sie irgendwo her will.
Jeder Einstaller hat eine enorme Wut auf diese Person, und haben schon mit geschlossenem Verlassen des Hofes gedroht, doch der Bauer sprach zwei, drei beschwichtigende Worte aus, sagte er wolle sie rauswerfen, doch nichts passiert, da er den Schwanz einzieht, da er ihr Geld weiterhin beziehen will und auf der anderen Seite eh nicht glaubt, dass irgendwer den Hof wirklich verlässt.
Es krönte jedoch nun vorletzte Woche.
Meine Mutter, ich und meine Schwester waren gemeinsam am Stall, ich ging voraus, meine Mutter und Schwester folgten in einigem Abstand über den Hof, auf dem auch das Auto dieser Dame stand.
Gerade als meine Mutter, sowie Schwester in etwa 10 Meter Abstand zu dem stehenden Wagen der Frau vorbeigingen fuhr diese los (und ja, ich weiß das es Absicht war, da ich beobachtete wie sie die beiden ansah) und bremste nur minimal vor meiner Schwester, sodass diese bei Seite springen musste.
Meine Mutter schimpfte wütend, während die Dame einfach davon fuhr und meine Mutter noch mit dem Spiegel in der Seite streifte.
Wie gesagt war diese Angelegenheit garantiert kein Versehen, wie ich an ihrem Blick wie den vorangegangenen Aktionen erkennen konnte.
Meine Mutter beschloss Anzeige zu erstatten, ich wie meine Schwester und auch das Bauer, der mir & meiner Mutter gegenüber angab, dass er alles gesehen habe, haben bereits ausgesagt.
Nun fanden wir gestern einen Zettel am schwarzen Brett des Stalls, auf dem im ungefähren Wortlaut stand "Wenn die Streitgkeiten nicht bald ein Ende nehmen, werde ich weitere Schritte einleiten. XX XY, der Hofbesitzer."
Meine Mutter ging auf den Bauer zu, dieser jedoch hatte keinen blassen Schimmer (sagte er), wie dieser Zettel dort hin kam und bestritt, dass er den Zettel dort aufgehangen hatte.
Für uns war klar, auf wen das zurück zuführen war.
Zudem erfuhren wir, dass der Bauer, der zuvor felsenfest behauptet hatte, er hätte die Aktion mit dem Auto beobachtet (weshalb wir ihn auch als Zeugen nannten!), nun bei der Aussage angegeben hat, dass er nichts davon mitbekommen hatte.
Jetzt reicht es uns , un zwar endgültig.
Die Anzeige läuft wegen Gefährdung und versuchter Körperverletzung und voraussichtlich wird es in 5 - 6 Mon. zum Prozess kommen, und wir wollen keines falls an einem Stall mit dieser intriganten, streitsüchtigen und gefährlichen(!) Person bleiben, sodass meine Mutter in ihrer Wut gestern endlich die Kündigung ausgesprochen hat.
Nun picht der Bauer jedoch auf seine "3 Mon. Kündigungsfrist", doch kann es doch nicht sein, dass wir nach dieser versuchten körperverletzung noch länger mit der Einstallerin zusammenstehen müssen, wenn er sie weigert herauszuwerfen.
Wir wollen gehen, un zwar am besten gestern & haben auch schon Plätze am Stall einer guten Freundin, da ist uns egal was der liebe Herr Bauer sagt. Zudem fand ich das hier:
" Kündigung eines Pferdeeinstellungsvertrages (jlp). Ein Pferdeeinstellungsvertrag ist nicht als Mietvertrag zu behandeln, sondern als entgeltlicher Verwahrungsvertrag. Dies bedeutet, dass der Pferdehalter diesen Verwahrungsvertrag jederzeit kündigen kann. Eine Kündigungsfrist, wie beim Mietvertrag, ist nicht vorgeschrieben und damit auch nicht einzuhalten. Allerdings ist es möglich und zulässig, in einem solchen Pferdeeinstellungsvertrag eine Kündigungsfristausdrücklich zu vereinbaren. Ohne solche, vertraglich vereinbarten Kündigungsfristen bleibt es aber bei dem jederzeitigen Kündigungsrecht, so das Landgericht Ulm (Az.: 1 S 184/03). "
http://www.phillipe.de/alles-mö...ag/#post298096
Wonach wir ja eigentlich gar keine Küdigungsfrist einzuhalten haben, da dies ja nie bei unserem Einzug zur Sprache kam.
Also, können wir einfach so aufgrund dieser Person und die mit ihr verbundenen Problem und Gefahren den Stall sofort verlassen?
Lg,
Troya
Also, folgendes ist mein Problem: Ich stehe derzeit mit meinen beiden Pferden ( 2 1/2 jhr. Hengst & 4 1/2 jhr. Stute) auf einem kleinen Bauernhof in meiner Stadt an.
Dort sind wir seit dem August des letzten Jahres Einsteller, haben jedoch nie einen Vertrag unterschrieben, außer "Können wir kommen" war auch nie viel besprochen worden.
Im Nachhinein sehr dumm, denn während die Pferde im August noch nach draußen kamen, werden sie nun nicht mehr heraus gestellt, es verschwinden immer wieder große Mengen Futter
aus den Eimern und so weiter.
Insgesamt bin ich zwar mit den anderen Einstellern rundum glücklich (bis auf eine Ausnahme, die das größte der Probleme darstellt), mit der Leistung jedoch nicht, da mir sogar teilweise vorgeschrieben
wurde, dass ich nicht so häufig misten sollte, etc.
Ich war dabei mit dem Einverständniss des SB einen Teil des ihm gehörigen Außengelände in zwei Winterkoppeln für meine Pferde umzubauen, doch dann kam es zu immer schlimmeren Problemen mit
einer Einstellerin, die 2 Monate nach meinem Einzug hinzu kam.
Die Dame ist bekannt wie ein bunter Hund in meiner Umgebung und wurde aus so ziemlich jedem(!) Stall im Umkreis von 15 km geworfen, da sie ein so absolut unerträgliches Verhalten an den Tag legt.
Der prunkvolle Stall neben an hatte sogar solche Probleme mit ihrer Art, dass sie ihr fristlos kündigten und zum Anwalt mussten, da sie sich weigerte den Stallschlüssel zu übergeben.
Allgemein gilt in den Ställen in der Stadt "haltet dich von ihr fern", sowie "wenn sie geht, dann mit einem Knall".
Unserem Bauern ist das aber scheinbar alles egal, oder er ist einfach so unglaublich naiv, wie es immer den Anschein macht und hat sie bei uns aufgenommen.
Die Probleme begannen gleich vom erstem Tag an. Es verschwanden Sachen, sie machte andere Einstaller nieder, andere Dinge gingen kaputt und sie nutzte jede Gelegenheit in denen sie die jüngeren Mädchen antraf und schrie diese so zusammen, dass diese weinend zu uns Älteren liefen.
Auch die Älteren Einstaller wurden auf dreisteste Weise von ihr gemobbt, unter anderem wagte sie es am ersten Tag an dem sie bei uns am Hof war meine Oma als "schlampige Person" und meine Schwester als "verzogenes Mistbalg" zu bezeichnen.
Mittlerweile hat sich die Situation verschärft.
Sie läuft an uns durch die Türen vorbei und rempelt uns provokativ mit den Schultern an, schlägt den Pferden mit den Halftern durch das Gesicht (ist bei einem anderen Jungpferd beobachtet worden und mein junger Hengst der erst im Dezember dazu kam und zuvor nie im Kontakt zu Menschen verstand ist nun plötzlich wieder absolut scheu!) und rennt uns rücksichtslos mit ihrem Pferd nieder, wenn wir nicht gleich an die Seite gehen wenn sie irgendwo her will.
Jeder Einstaller hat eine enorme Wut auf diese Person, und haben schon mit geschlossenem Verlassen des Hofes gedroht, doch der Bauer sprach zwei, drei beschwichtigende Worte aus, sagte er wolle sie rauswerfen, doch nichts passiert, da er den Schwanz einzieht, da er ihr Geld weiterhin beziehen will und auf der anderen Seite eh nicht glaubt, dass irgendwer den Hof wirklich verlässt.
Es krönte jedoch nun vorletzte Woche.
Meine Mutter, ich und meine Schwester waren gemeinsam am Stall, ich ging voraus, meine Mutter und Schwester folgten in einigem Abstand über den Hof, auf dem auch das Auto dieser Dame stand.
Gerade als meine Mutter, sowie Schwester in etwa 10 Meter Abstand zu dem stehenden Wagen der Frau vorbeigingen fuhr diese los (und ja, ich weiß das es Absicht war, da ich beobachtete wie sie die beiden ansah) und bremste nur minimal vor meiner Schwester, sodass diese bei Seite springen musste.
Meine Mutter schimpfte wütend, während die Dame einfach davon fuhr und meine Mutter noch mit dem Spiegel in der Seite streifte.
Wie gesagt war diese Angelegenheit garantiert kein Versehen, wie ich an ihrem Blick wie den vorangegangenen Aktionen erkennen konnte.
Meine Mutter beschloss Anzeige zu erstatten, ich wie meine Schwester und auch das Bauer, der mir & meiner Mutter gegenüber angab, dass er alles gesehen habe, haben bereits ausgesagt.
Nun fanden wir gestern einen Zettel am schwarzen Brett des Stalls, auf dem im ungefähren Wortlaut stand "Wenn die Streitgkeiten nicht bald ein Ende nehmen, werde ich weitere Schritte einleiten. XX XY, der Hofbesitzer."
Meine Mutter ging auf den Bauer zu, dieser jedoch hatte keinen blassen Schimmer (sagte er), wie dieser Zettel dort hin kam und bestritt, dass er den Zettel dort aufgehangen hatte.
Für uns war klar, auf wen das zurück zuführen war.
Zudem erfuhren wir, dass der Bauer, der zuvor felsenfest behauptet hatte, er hätte die Aktion mit dem Auto beobachtet (weshalb wir ihn auch als Zeugen nannten!), nun bei der Aussage angegeben hat, dass er nichts davon mitbekommen hatte.
Jetzt reicht es uns , un zwar endgültig.
Die Anzeige läuft wegen Gefährdung und versuchter Körperverletzung und voraussichtlich wird es in 5 - 6 Mon. zum Prozess kommen, und wir wollen keines falls an einem Stall mit dieser intriganten, streitsüchtigen und gefährlichen(!) Person bleiben, sodass meine Mutter in ihrer Wut gestern endlich die Kündigung ausgesprochen hat.
Nun picht der Bauer jedoch auf seine "3 Mon. Kündigungsfrist", doch kann es doch nicht sein, dass wir nach dieser versuchten körperverletzung noch länger mit der Einstallerin zusammenstehen müssen, wenn er sie weigert herauszuwerfen.
Wir wollen gehen, un zwar am besten gestern & haben auch schon Plätze am Stall einer guten Freundin, da ist uns egal was der liebe Herr Bauer sagt. Zudem fand ich das hier:
" Kündigung eines Pferdeeinstellungsvertrages (jlp). Ein Pferdeeinstellungsvertrag ist nicht als Mietvertrag zu behandeln, sondern als entgeltlicher Verwahrungsvertrag. Dies bedeutet, dass der Pferdehalter diesen Verwahrungsvertrag jederzeit kündigen kann. Eine Kündigungsfrist, wie beim Mietvertrag, ist nicht vorgeschrieben und damit auch nicht einzuhalten. Allerdings ist es möglich und zulässig, in einem solchen Pferdeeinstellungsvertrag eine Kündigungsfristausdrücklich zu vereinbaren. Ohne solche, vertraglich vereinbarten Kündigungsfristen bleibt es aber bei dem jederzeitigen Kündigungsrecht, so das Landgericht Ulm (Az.: 1 S 184/03). "
http://www.phillipe.de/alles-mö...ag/#post298096
Wonach wir ja eigentlich gar keine Küdigungsfrist einzuhalten haben, da dies ja nie bei unserem Einzug zur Sprache kam.
Also, können wir einfach so aufgrund dieser Person und die mit ihr verbundenen Problem und Gefahren den Stall sofort verlassen?
Lg,
Troya
